Ruhl Zwillinge mit Achtungserfolg bei den Hessischen Jugendeinzelmeisterschaften

BAD HOMBURG. Da Moritz und Marcel Ruhl im Oktober diesen Jahres 11 Jahre werden, mussten sie bei der Hessenmeisterschaft zum ersten Mal U12 spielen. Und es waren reichlich starke Gegner gekommen. 60 Jungen und Mädchen waren am Start, von denen fast die Hälfte mehr TWZ als die Arolser Spitzenspieler hatten. Wenn’s die gute Mitte wird, sind wir zufrieden, dachten alle.

Aber Marcel und Moritz überraschten manchen Gegner mit ihrem Können. Selbst Konkurrenten, gegen die sie bisher stets verloren oder ein Remis geschafft hatten, wurden an diesem Turnier besiegt. Schließlich arbeiteten sie sich Stück für Stück vor, bis sie in der letzten Runde an Brett 3 (Moritz) und Brett 8 (Marcel) landeten. Nach dem Schweizer Auslosungssystem bedeutete dies: Beide lagen mit ganz vorne an der Spitze. Es wurde spannend – war vielleicht sogar ein Platz auf dem Treppchen drin?

Doch Moritz hatte kein Glück bei der letzten Auslosung und musste gegen Anton Peter spielen, der in der Gruppe mit der höchsten TWZ von über 1600 stand. Moritz war von der Leistungszahl eingeschüchtert, aber er wollte es seinem Gegner nicht leichtmachen, ihm keinen Punkt schenken. Nach 3 ½ Stunden Kampf hatte Moritz dann aber leider doch die Partie verloren und fiel zurück auf Platz 14. Marcel hatte mehr Auslosungs- und Spielglück. In der letzten Partie gab der Gegner auf, obwohl es eigentlich hätte Remis ausgehen müssen. Die Stellung war ausgeglichen. So rutschte er rauf auf Platz 10. Am Ende gab es für alle Teilnehmer Urkunden und Süßigkeiten.

Alles in allem wieder eine tolle Veranstaltung. Die Hessische Schachjugend, verantwortlich wie immer Alexander Lähnwitz, führt diese Veranstaltung bereits zum x-ten Mal so professionell durch, dass wir Arolser immer wieder gerne dort hinfahren. Der Wettkampf findet in den Räumen der Jugendherberge statt, in der auch alle Schachleute und deren Eltern/Betreuer untergebracht sind. (Eine Jugendherberge mit Nebengebäuden komplett belegt – nur mit Schachleuten!) Das Essen ist gut. Beim Buffet zu jeder Mahlzeit gibt es für jeden etwas, 1 x wurde auch gegrillt. Inzwischen kennt man viele, Freundschaften haben sich entwickelt und jeder freut sich auf das Wiedersehen in den Osterferien. Zwischendurch gibt es immer wieder reichlich Freizeitprogramm. Die Außenanlage der Jugendherberge ist wirklich toll: Terrasse, Tischtennisplatten, Fußballfeld, Basketballfeld, Wiese für andere Aktivitäten. Und das Team der Hessischen Schachjugend bringt reichlich (!) Spiele für drinnen und draußen mit. Wer Lust hat, kann außerdem mit ins Schwimmbad gehen, am Blitzturnier teilnehmen, sich beim Fußballturnier messen oder, oder, oder…. Wer da Langeweile hat, ist selber Schuld!!

Durch den Ramada-Cup Kassel, die deutsche Amateurmeisterschaft (siehe www.ramada-cup.de), bei dem sich Marcel für das Finale in Magdeburg qualifiziert hat, und die Hessenmeisterschaft hat sich die Leistungszahl der beiden Arolser um fast 300 Punkte auf 1124 (Moritz) und 1077 (Marcel) erhöht. Ohne das Engagement der Trainer Uwe Kersten (Kassel) und Torsten Fankhaenel (Bad Arolsen) hätten sie das bestimmt nicht geschafft.

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