Arolsen geht gegen Bad Sooden Allendorf 2 unter! Einziger Lichtblick Ersatzmann Robert Wende

BAD AROLSEN. Mannschaftsführer Hermann Henze war auch noch nach Ende der Begegnung ziemlich sprachlos, wo sich die heimischen Arolser als Gastgeber eine richtige Klatsche im letzten Mannschaftskampf diesen Jahres gegen die Zweite von Bad Sooden Allendorf einfingen und den Blick nun in untere Tabellenregionen in der Nordhessenliga richten müssen.

Zwar mit 3 Mann ersatzgeschwächt, Boelke, Brückmann und Beisinghoff fehlten, aber ansonsten mit der Stammmannschaft spielend, rechneten sich die Arolser gegen den bis dato Tabellenvorletzten doch etwas aus. Aber an diesem Sonntag war bei den Arolsern irgendwie der Wurm drin, keine Partie stand zu Anfangs besser oder auf Gewinn sondern eher etwas schlechter.

Und hier machte Malinowski an Brett 3 mit Schwarz gegen Jung den Anfang. Eigentlich mit seinen Damenbauern Druck ausübend, verwickelte er sich in einen verfänglichen Abzug, den der Bad Soodener Jung mit einem Läuferopfer für eine Mattkombination vorbereitete, Malinowski tappte dann auch unermüdlich dort hinein und wurde mattgesetzt.

Nicht besser erging es am Spitzenbrett Paul Schäfer mit Schwarz gegen Hermann. Dieser schnürte ihn am Königsflügel mit seinen Schwerfiguren Dame und Turm so ein, dass der Arolser eine Figur opfern musste, um nicht mattgesetzt zu werden. Dieser Materialnachteil war aber auf Dauer dann nicht mehr zu kompensieren. Nach weiteren Zügen musste er Hermann zum 0-2 aus Arolser Sicht gratulieren.

Und die Soodener legten unmissverständlich nach. Ersatzmann Wagener an Brett 6 mit Weiß gegen Simon opferte in die schwarze Königsstellung und brachte diese doch ins Wanken, aber letztlich nicht zum Fallen. Eigentlich dann einen Bauern mehr, stand er nach wie vor noch besser, am Ende dann aber mit 2 Bauern weniger, die Simon verbunden zur Dame laufen ließ, macht der den Sack aber zu zum 0-3.

Und das 0-4 war auch nicht mehr weit. Block, auch als Ersatzmann eingesprungen, verfing sich mit Schwarz an Brett 7 gegen Richter in ein schwieriges Mittelspiel mit einem schwachen Doppelbauern auf F-Linie. Dies nutze sein Gegner gnadenlos mit Königsangriff, den Block nur mit hohem Zeitaufwand vermeiden konnte, am Ende aber in ein Verlustreiches Endspiel einlenken musste, was nicht mehr haltbar war.

Somit hatte Bad Sooden den ersten Mannschaftspunkt gesichert und kam kurz danach zum in dieser Höhe mittlerweile auch verdienten Gesamtsieg durch die Niederlage von Wolf an Brett 4 gegen den alten Hasen Egon Bomert.

Mit Weiß spielend versuchte Wolf gegen die schwarze Stellung anzukämpfen und bot remis an. Bomert lehnte aber ab, konterte mit einem starken Freibauern und baute ein Mattnetz auf, aus dem Wolf nicht mehr entrinnen konnte und sofort aufgab.

Wie lange muss man in der Arolser Historie schauen, um dort ein 0-5 zu finden, waren die konsternierten Worte von Mannschaftsführer Henze, der nach knapp 4 Stunden Spielzeit ebenfalls seine Gewinnversuche an Brett 2 mit Weiß gegen den starken Liebert einstellte. Quasi mit der Brechstange versuchte er mit seinen Bauern die schwarze Königsstellung aufzureißen, aber leider erfolglos. Immer einen Damentausch im Auge war nichts mehr drin und Henze gab letztlich remis und sicherte den ersten halben Punkt zum 0,5 zu 5,5 für Arolsen.

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Dass es dann besser ging, zeigte bravourös Ersatzmann Robert Wende an Brett 8 mit Weiß gegen Anhalt. In feiner Mittelspielführung eroberte er sich 2 starke Freibauern am Damenflügel und diese schritten unaufhörlich zur Umwandlung. Anhalt versuchte zwar alles, musste dann aber nach Zwischenschach auch noch seinen Springer geben was gleichzeitig die sofortige Niederlage bedeutet und den ersten vollen Punkt zum 1,5 zu 5,5 für Arolsen und ein etwas erfreulicheres Ergebnis brachte.

Den Schlusspunkt setzte dann Moritz Ruhl mit Schwarz an Brett 5 gegen Bomert jun. Hier einen starken Freibauern auf der H-Linie und eigentlich mit deutlich besserer Stellung, aber zu knapper Zeit, ging er kein Risiko ein und nahm das angebotene Remis des Bad Soodener sofort an zum Entstand 2-6 und der höchsten Niederlage der Arolser aus den letzten Jahren.

Den Blick jetzt tief in der Tabelle nach unten gerichtet, spielt Arolsen ab sofort nur noch gegen den Abstieg aus der Nordhessenliga.

SV Anderssen Arolsen 1

SK Bad Sooden-Allendorf 2

2:6

Schäfer, Paul Hermann, Albert 0:1
Henze, Hermann-Josef Liebert, Frank ½:½
Malinowski, Martin Jung, Michael 0:1
Wolf, Jürgen Bomert, Egon 0:1
Ruhl, Moritz Bomert, Tobias ½:½
Wagener, Friedrich Simon, Götz-Jochen 0:1
Block, Harald Richter, Wolfram 0:1
Wende, Robert Anhalt, Joseph 1:0
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SVA 1: Zum Auftakt 4:4 gegen Baunatal

BAD AROLSEN. Zum Saisonauftakt erkämpften sich ersatzgeschwächte Arolser verdientermaßen ein 4:4 gegen Baunatal.

Hatte man in der letzten Runde der vergangenen Saison noch ganz unglücklich gegen die Gäste verloren, so wollte man es wenigstens diese Mal besser machen. „Ein Punkt wäre schön“ orakelte Mannschaftsführer Hermann Henze noch vor Spielbeginn. Doch zunächst galt es die beiden Ausfälle von Paul Schäfer und Martin Malinowksi zu verdauen. Das fiel den Arolsern zunächst leichter als gedacht: Ersatzspieler Harald Block verteidigte dank aktivem König und einer Reihe genauer Züge erfolgreich ein kritisches Endspiel. Kurz darauf rauchten auch am Spitzenbrett die Friedenspfeifen, nachdem Thomas Bölke kein Durchkommen sah.

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Erst als Moritz Ruhl in bereits gewonnen geglaubter Partie unnötig eine Figur einstellte, sagten die Baunataler „Danke!“ und gingen mit 2:1 in Führung. Das die Arolser weiterhin einen kühlen Kopf bewahrten zeigte allen voran Hermann Henze. Seinen Gegner mit einem Remisangebot einlullend, stellte dieser Hals über Kopf eine ganze Figur ein. Der Rest war für Henze nur noch eine Sache der Technik – 2:2.

Als kurz darauf auch Jürgen Wolf mit fulminanten Angriffsspiel die gegnerische Stelllung zertrümmerte und dabei mehrere Bauern einsackte, waren die Arolser plötzlich auf der Siegerstraße. Doch die Freude währte nur kurz. Denn Rudolf Beisinghoff hatte in einer völlig chaotischen Partie, in der sein König übers ganze Brett gejagt wurde, irgendwo den Faden verloren und stand schließlich mit einem Turm weniger auf verlorenem Posten – 3:3.

Nun war es an Gerd Brückmann und Wiederzugang Torsten Fankhaenel. In einer Partie mit Angriff und Gegenangriff neutralisierten sich Brückmann und Meyn vollständig, so dass beide schließlich in den Remishafen einliefen. Fankhaenel wiederum stand optisch zwar besser, konnte aber letztlich nichts Greifbares vorweisen. Nach dreieinhalb Stunden wurde die Partie auch hier Remis gegeben. 4:4 zum Saisonauftakt, ein Ergebnis das aus Arolser Sicht völlig in Ordnung geht.

SV Anderssen Arolsen 1 Schachklub Baunatal 1963 1 4:4
Boelke, Thomas Belz, Christian ½:½
Henze, Hermann-Josef Weyer, Christof 1:0
Brückmann, Gerd Meyn, Werner ½:½
Wolf, Jürgen Wuttke, Bodo 1:0
Ruhl, Moritz Sharikow, Alexej 0:1
Beisinghoff, Rudolf Hödtke, Jörn 0:1
Block, Harald Gibhardt, Peter ½:½
Fankhaenel, Torsten Sarbidi, Juri ½:½
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Der neue Kurzpartienmeister heißt Jürgen Wolf

Es verhieß, ein spannendes Finale zu werden, waren doch gleich drei Teilnehmer vor dem letzten Turnier der im Sommer stattfindenden Kurzpartienmeisterschaft des SV Anderssen Arolsen punktgleich: die Erfahrenen Jürgen Wolf und Martin Malinowski sowie das Nachwuchstalent Moritz Ruhl. Da im Schweizer System die Paarungen in der ersten Runde nach Häftenbildung gesetzt werden (obere Hälfte gegen untere Hälfte)  kam es hier zu keiner direkten Begegnung der Kontrahenden, Wolf und Malinowski gewannen ihre Partien, doch Moritz Ruhl ließ sich von Umlauf in eine Falle führen und verlor. In der zweiten Runde stand Wolf ebenso wie in der ersten Runde schon nach kurzer Zeit gegen Beisinghoff mit einer Figur im Rückstand, so dass Malinowski auf Nummer sicher gehen wollte und in unklarer Stellung gegen Marcel Ruhl in ein Remis einwilligte, was sich aber als Fehler herausstellen sollte. Jürgen Wolf verwirrte seinen Gegner mit seinem Gegenangriff, gewann Material zurück und setzte schließlich Matt, damit führte er mit einem halben Punkt vor Malinowski. Die nächste Runde brachte diese beiden ans Brett und es mußte erneut ein Sieg für Wolf her. Doch Malinowski konnte den Angriff Wolfs parieren und einen Bauern zurückgewinnen, doch in der Zeitnot stellte er einen Turm einzügig ein und mußte Wolf zum Sieg gratulieren. War damit schon alles entschieden? Da Wolf alle Partien gewinnen mußte, um in der Gesamtwertung an allen Kontrahenten vorbeiziehen zu können, hoffte Malinowski auf Schützenhilfe von den Ruhl Brüdern. Doch Marcel konnte dem nun konzentriert spielenden Wolf in der vierten Runde nicht widerstehen; da Malinowski seine Partie gegen Moritz gewann, kam alles auf die entscheidende letzte Runde an in der, so dachte er, Wolf gegen den starken Moritz Ruhl spielen müßte. Doch da Moritz erst 2 Punkte hatte, kam es zur Auslosung und der Gegner von Wolf hieß Harald Block, der gegen einen Schachneuling und Beisinghoff ebenfalls 2 Punkte erzielt hatte. Block, der vermeintlich leichte Gegner stellte Wolf allerdings erneut vor Probleme und gewann eine Figur. Doch dieser Nachteil spornte Wolf eher an und umgekehrt wurde Block immer nervöser so dass am Ende Wolf mit 5 Punkte das Turnier und damit auch die Gesamtwertung des Kurzpartienturniers gewann. Malinowski mußte sich trotz seines Sieges in der letzten Partie gegen Beisinghoff mit dem zweiten Platz benügen vor Moritz Ruhl, der dritter wurde.

Die Ergebnisse können hier eingesehen werden:

Tabelle Kurzpartienturnier 2016

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Jürgen Wolf holt sich Titel bei der Sauerland/Waldecker Blitzeinzelmeisterschaft

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Nach den Stationen Marsberg, Korbach und Bestwig fand das 4. und letzte Blitzturnier in Bad Arolsen statt und hier waren gerade die Arolser Blitzcracks Wolf, Henze, Beisinghoff, Wagener und Malinowski höchst motiviert, noch ein Wörtchen im Titelkampf mitzusprechen und den deutlich Gesamtführenden Gerhard Schubert aus Bestwig doch noch in die Suppe zu spucken.

Von den 4 gespielten Turnieren kamen die besten drei in die Wertung. Und hier setzte sich am Ende der Bad Arolser Jürgen Wolf mit Heimvorteil ungeschlagen an die Spitze und kam mit weiteren 10 Grand-Prix-Wertungspunkten im Gesamtranking mit 24 Punkten vor Gerhard Schubert aus Bestwig, der in Arolsen irgendwie kein Bein auf die Erde bekam, mit 21,5 Punkten und Andre Weber mit 19,5 Punkten auf Platz 1 und brachte den Pokal, den schon der Arolser Hermann Henze in 2014 für sich vereinnahmen konnte, wieder zurück nach Bad Arolsen.

Mit insgesamt über 30 Spielern hat sich das Blitzturnier weiterhin etabliert, leider konnten aber nicht alle Blitzcracks, besonders die Bestwiger Becker und Rittmeier wie auch der Arolser Henze und der Korbacher Lages nicht an allen Wertungsturnieren teilnehmen, sodass diese mit der Spitze in der Endabrechnung nichts mehr zu tun hatten und quasi außer Konkurrenz in Arolsen mitspielten. Besonders Henze sollte hier aber noch das Zünglein an der Waage spielen, was den Turniersieger Wolf dann letztlich ausmachte.

Jürgen Wolf, in den Vorturnieren Korbach und Bestwig auch schon mit unter den Besten, legte in Arolsen auch gleich los wie die Feuerwehr. Wer ihm vor das Brett gesetzt wurde, bekam so richtig Prügel und zog mit einer Niederlage von dannen, die es in sich hatte. Siegte er einmal mit brachialem Angriffsspiel, wechselte er dann in absolute taktische Varianten um wiederum im nächsten Spiel durch wunderbare Bauernendspiele die vollen Punkte einzufahren. Besonders das ewige Duell gegen Schubert war so von einem genialen Spiel geprägt, dass dieser eigentlich gar nicht mehr wusste, was er ziehen sollte und entnervt aufgab.

Einzig der Bestwiger Weber, der Korbacher Lages, der Marsberger Fobbe und der Arolser Henze konnten ihm einigermaßen Paroli bieten und zumindest ein Remis abknöpfen. Nach Ende des Turneirs zog Wolf dann einsam seine Bahnen und führte die Tabelle souverän an. Die Bestwiger Schubert mit Niederlagen gegen Wagener, Malinowski, Lages, Käding und Wolf sowie Weber, der völlig unerwartet gegen den Arolser Beisinghoff und Korbacher Lages verlor, waren schnell aus dem Rennen um Platz eins.

Hier kamen dann aber noch Lages und Henze ins Spiel. Für das Gesamtranking zu wenig Turniere, wollten Sie sich aber doch einigermaßen vernünftig aus dem Turnier verabschieden und taten dies auch.

Nach Remis von Wolf gegen Fobbe sahen sich auf einmal Henze und Lages gleichauf in der Tabelle und nach Lages Remis gegen Wolf war Henze auf einmal alleinführend Dies aber nur bis zur vorletzten Runde, musste er da seine einzigste Niederlage gegen den starken Bestwiger Würker einstecken, was ihn auf Platz 3 beförderte, hinter den jetzt wieder führenden Wolf und Lages, welche beide gleichauf den Platz an der Sonne innehatten.

In der letzten Runde wurde es dann doch noch spannend. Die beiden Arolser Wolf und Henze mussten gegen die Korbacher Emde und Lages ran. Dieses Duelle ging dann 2-0 an Arolsen, Wolf machte Emde platt und Henze siegte mit Schwarz im Mittelspiel souverän gegen Lages und verhalf damit auch gleichzeitig Wolf als nun allein führenden auf Tabellenplatz eins mit 14 Punkten und schob sich selbst an Lages vorbei noch auf Platz 2 mit 13,5 Punkten, was ihn im Gesamtranking noch Platz 4 mit nur 2 Wertungsturnieren bescherte, vor Lages mit 13 Punkten. Den starken 4. Platz teilte sich der Arolser Malinowski mit dem Bestwiger Weber mit jeweils 11, 5 Punkten vor weiteren 13 Teilnehmern.

Somit zog Wolf noch an Schubert in der Gesamtwertung vorbei, der eigentlich schon fast uneinholbar geführt hatte, im Arolser Turnier am Ende aber wie auch sein Bestwiger Vereinskamerad Weber doch zu wenig Punkte machte.

Abschlusstabelle im Gesamtranking nach 3 Wertungen im Grand-Prix-Modus:

  1. Jürgen Wolf, Anderssen Arolsen 24 Punkte von 30 möglichen

  2. Gerhard Schubert, Bestwig-Velmede 21,5 Punkte

  3. Andre`Weber, Bestwig-Velmede 19,5 Punkte

  4. Hermann Henze, Anderssen Arolsen 14,5 Punkte

  5. Wolfgang Kies, Marsberg 13,5 Punkte

  6. Karl-Heinz Lages, Korbach 12 Punkte

  7. Bernhard Rittmeier, Bestwig-Velmede 10 Punkte

  8. Andre`Becker, Bestwig-Velmede 10 Punkte

  9. Torsten Vieweger, SK Wickede 9 Punkte

10.)Armin Barten, Bestwig-Velmede 7 Punkte

11.)Friedrich Wagener, Anderssen Arolsen 6,5 Punkte

12.)Rudolf Beisinghoff, Anderssen Arolsen 6 Punkte

13.)Martin Malinowski, Anderssen Arolsen 5,5 Punkte

Vor weiteren 16 Teilnehmern

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Hermann Henze gewinnt Erdbeerblitzturnier 2016

Erdbeerpokal_2016

So kann es weitergehen für Hermann Henze, holte er doch den 4. internen Vereinstitel des Schachverein Anderssen Bad Arolsen in Folge und entthronte dabei gleichzeitig Jürgen Wolf als Titelverteidiger aus dem Vorjahr.

Der vom Gartencenter Meckelburg gestiftete Pokal inkl. natürlich der eigentlich dazugehörigen Erdbeeren, welche diesmal aber in Form von Kirschen ausgelobt waren, war der Reiz der Spieler um den begehrten Titel.

Leider waren auswärtige Gäste nicht zu vermelden und auch die Einheimischen Arolser Blitzspezialisten waren nicht alle der Einladung gefolgt. Nur mit 5 Spielern einigte man sich somit gleich auf eine Doppelrunde, so dass jeder gleich zweimal im direkten Duell mit dann vertauschen Farben gegeneinander antreten musste.

Und so ging es gleich in der ersten Runde zur Sache, die Favoriten Henze und Wolf siegten gegen Beisinghoff und Wagener ziemlich klar.

In Runde 2 dann eine kleine Vorentscheidung um den Titel, wo Henze mit Weiß gegen Wolf ranmusste.

Und Henze legte los wie die Feuerwehr und erspielte sich einen Mehrbauern für das Endspiel. Hier aber mit Turm und Läufer gegen Wolfs Turm und Springer kam es zu keinem klaren Durchkommen, eigentlich Remis. Henze wollte aber mit der Brechstange gewinnen, stellte dann aber einen ganzen Turm ein und verlor völlig unnötig die Partie.

Wolf nahm dieses Geschenk dankbar an und derartig beflügelt gewann er anschließend gegen Beisinghoff und gab im letzten Vorrundenduell nur noch ein Remis gegen Moritz Ruhl nach einer wahren Zeitnotschlacht ab, wo beide Zeiten auf der Uhr gefallen waren, die von Ruhl wohl aber schon etwas eher.

Dieser unnötige halbe Verlustpunkt sollte für Wolf aber noch nachhaltige Wirkung haben, wie sich später im Turnierverlauf dann auch herausstellte.

Henze konnte derweil mit Siegen gegen Wagener und Ruhl mit 3 Punkten aus der Vorrunde einigermaßen dagegenhalten, Wolf führte aber mit 3,5 Punkten und ging beruhigt mit diesem Vorsprung in die Rückrunde.

Im zweiten Durchgang dann das gleiche Bild zur Vorrunde, auch hier gewannen Henze und Wolf zu Beginn wieder gegen Beisinghoff und Wagener und in der folgenden 2. Runde dann die Vorentscheidung um den Titel mit Wolf gegen Henze jetzt mit vertauschten Farben.

Hier reichte Wolf eigentlich ein Remis, sollte er doch die restlichen Partien gewinnen, Henze musste gewinnen, um die Titelchance noch zu wahren.

Henze mit Schwarz spielte bedingungslos auf Angriff, erreichte im Mittelspiel ein kleines Übergewicht mit einem schon vorgerückten Freibauern und dann kam das Unglück über Wolf brachial hernieder. Er bot Remis an, Henze lehnte in besserer Stellung ab und quasi im Gegenzug stellte Wolf völlig unnötig Dame und Partie ein, was Henze natürlich dankbar annahm, musste er diese Partie nicht mehr auskämpfen.

Ausgleichende Gerechtigkeit zur Vorrundenniederlage für Henze, der dort ja einen ganzen Turm einstellte.

Der führte nun mit einem halben Punkt Vorsprung vor Wolf und brachte diesen auch nach weiteren harten Kämpfen ins Ziel.

Nach weiteren Siegen gegen Moritz Ruhl und Wagener nutzten auch Wolfs Siege letztlich nichts mehr, Henze kam mit 7 Punkten vor Wolf mit 6,5 über die Ziellinie und nahm den begehrten Pokal inkl. der leckeren Meckelburg-Kirschen in Empfang.

Endtabelle nach Doppelrunde:

  1. Henze mit 7 Punkten aus 8

  2. Wolf 6,5 Punkte

  3. Wagener 2,5 Punkte

  4. Beisinghoff 2 Punkte

  5. Ruhl, Moritz 2 Punkte

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Hermann Henze Bad Arolser Vereinsmeister 2016

Das war mal so richtig nach dem Geschmack von Hermann Henze, verteidigte dieser doch nunmehr zum dritten Male hintereinander die Bad Arolser Vereinsmeisterschaft mit 6 aus 7 möglichen Punkten. Einzig folgen konnte noch Moritz Ruhl mit 4,5 Punkten auf Platz 2.

Spannung versprach die Wertung des Seniorsiegers (Teilnehmer über 60 Jahre). Hier konnte sich letztlich Rudolf Beisinghoff im Stichkampf gegen Friedrich Wagener sicher durchsetzen und heimste auch hier seinen Pokal ein.

Gleich in den ersten Runden machte Henze klar, dass der Titel nur über ihn ging. Er siegte in Runde 1 gegen Wagener und schaltete hiermit gleich einen ernsthaften Gegner auf den Turniersieg aus. Beisinghoff gegen Junghans und Marcel Ruhl gegen Wende folgten ebenfalls mit klaren Siegen. Die Sensation dann von Harald Block gegen den starken Moritz Ruhl. Mit Weiß setzte er sich im Endspiel klar durch und versetzte dem jugendlichen gleich zu Anfangs einen herben Dämpfer.

In Runde 2 siegten dann die Favoriten bis auf Marcel Ruhl, der völlig von der Rolle war und einen sichergeglaubten Sieg gegen Peter Junghans noch vergab.

Und Junghans holte in Runde 3 doch tatsächlich gegen Moritz Ruhl den nächsten vollen Punkt in einem wahren Endspielkrimi. Gleichzeit schaltete Henze mit klarem Sieg gegen seinen Angstgegner Beisinghoff den nächsten Titelaspiranten souverän aus und Wagener holte den ersten Punkt im Turnier gegen Marcel Ruhl. Dieser rächte sich aber gleich in der folgenden Runde und versetzte Beisinghoff die zweite Null nacheinander und auch Henze musste gegen Robert Wende mir remis einverstanden sein und gab da den ersten halben Punkt ab. Durch Siege von Block gegen Junghans und Moritz Ruhl gegen Wagener, schlossen alle Kontrahenten wieder etwas auf.

In Runde 5 stellte Henze aber mit klarem Sieg gegen Marcel Ruhl die Titelverteidigung wieder in den Vordergrund, Beisinghoff mit seiner 3. Niederlage in Folge gegen Moritz Ruhl war raus aus dem Titelrennen, wo Wagener mit Sieg gegen Block aber noch etwas hoffte und in Runde 6 mit klarem Sieg gegen Wende dies auch untermauerte.

Gleichzeitig ging das Ruhl´sche Bruderduell mit Sieg an Moritz, Beisinghoff kam wieder zurück in das Turnier mit schön rausgespielten Endspielsieg gegen Block und Henze machte mit sicherem Sieg gegen Junghans den Titel in der Vorschlussrunde perfekt und führte uneinholbar mit 5,5 Punkten vor Moritz Ruhl mit 4 souverän die Tabelle an, wo Beisinghoff, Wagener und Block mit je 3 Punkten mit deutlichem Abstand folgten.

Somit ging es in der 7 und letzten Runde im Direktduell Henze (Erster) gegen Moritz Ruhl (Zweiter) um nichts mehr, so dass hier schnell die Friedenspfeife mit anschließendem remis geraucht wurde. Hiermit sicherte sich Moritz unabhängig der anderen noch laufenden Partien einen starken 2. Platz im Gesamtranking mit uneinholbaren 4,5 Punkten.

Die anderen Partien waren auch im Hinblick auf den Seniorenpokal noch hart umkämpft. Hier kamen dann Beisinghoff gegen Wende und Wagener gegen Junghans mit jeweiligen Siegen gemeinsam mit 4 Punkten auf die Plätze 3 und 4. Einen weiteren Punktgleichstand blieb leider Harald Block versagt, da er gegen Marcel Ruhl nur zu einem Remis kam und mit 3,5 Punkten nicht mehr aufschließen konnte für das entscheidende Stechen.

Und hier machte schließlich Beisinghoff mit einem klaren 2-0 Sieg gegen Wagener alles klar und holte sich souverän den Titel der Senioren.

Die Endplatzierung:

Vereinsmeisterschaft 2016

Tabelle: VM 2016

Punkte

1. Henze

6

2. Ruhl, Moritz

4,5

3. Beisinghoff

4 nach Stechen (2:0)

3. Wagener

4

5. Block

3,5

6. Ruhl, Marcel

2,5

7. Junghans

2

8. Wende, Robert

1,5

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Hermann Henze gewinnt Runtemund-Gedächtnis-Turnier

Runtemund Turnier 2015

Hermann Henze gewann das in Anlehnung des verstorbenen Arolser Spitzenspielers Gerd Runtemund ausgespielten Pokalturniers mit insgesamt 4 Turnieren, wo die besten drei in die jeweilige Wertung kamen. Jürgen Wolf sowie Moritz Ruhl folgten auf den Plätzen.

5 Runden mit 15 Minuten Bedenkzeit je Spieler waren Runde zu Runde zu absolvieren, wo Henze mit 13,5 aus 15 möglichen Punkten am Ende den Spitzenplatz errang. Als starker Zweiter folgte Jürgen Wolf mit 12 Punkten auf Platz 2, knapp vor dem starken Moritz Ruhl, der sich mit 11,5 Punkten mit deutlichem Abstand vor den Verfolgern und weiteren 10 Teilnehmern Platz 3 sicherte.

Als Eröffnungsthema wurde dieses Jahr das Wolga-Gambit aus mehreren Vorschlägen ausgespielt und diese Eröffnungszugfolge hatte es in sich.

Nicht jedermanns Sache wie sich im weiteren Turnierverlauf auch noch herausstellen sollte, da es sich hier um eine scharfe Angriffsvariante handelt, die sehr genau gespielt werden muss, um nicht gleich zu Anfangs in Nachteil zu kommen.

In dem ersten Turnier dominierte hier aber mit voller Punktzahl Hermann Henze. Er holte sich 5 Punkte mit Siegen u.a. gegen Wolf, Brückmann und Moritz Ruhl. Einigermaßen folgen mit 4 Punkten konnte hier nur Brückmann, gefolgt von den Ruhl-Zwillingen und Jürgen Wolf mit jeweils 3 Punkten.

Da es so schön war, holte Henze auch in dem zweiten Durchgang nochmals die Höchstzahl von 5 möglichen Punkten und legte da schon den Grundstein zur Titelverteidigung, da bis dato alle Spieler mit 10 Punkten aus 2 Durchgängen auch jeweils den Titel in der Gesamtabrechnung einheimsten. Auch hier konnte nur Brückmann einigermaßen folgen mit 3 Punkten gefolgt von 9 weiteren Teilnehmern mit 2,5 und weniger Punkten.

In Durchgang 3 konnte Henze dann für die Entscheidung sorgen, was er letztendlich dann auch mit 3,5 erspielten Punkten tat und uneinholbar vor dem letzten Durchgang das Gesamtklassement mit 13,5 Punkten anführte. Mindestens so viel Punkte zu holen wie die hartnäckige Konkurrenz um Brückmann und Wolf oder hoffen, dass keiner von beiden die volle Punktausbeute schaffte, war die Devise.

Aber hier tat sich Henze außerordentlich schwer. Siegte er zu anfangs noch gegen Beisinghoff, musste er völlig verdient in Runde 2 seinem ewigen Kontrahenten Jürgen Wolf zum Sieg gratulieren. Hierdurch nun etwas unsicher, den Titel endgültig festzumachen hatte er anschließend auch gleich Mühe mit Wagener, wo er sich aber letztlich durch noch sicher durchsetzten konnte und hoffen musste, dass Wolf noch was abgab.

Und dies geschah dann gegen den starken Moritz Ruhl. Eigentlich ein Unentschieden im Endspiel für beide Kontrahenten auf dem Brett, konnte Ruhl aber mit starkem Spiel Wolf doch noch bezwingen und holte nach Remis im letzten Spiel gegen Henze, was diesem nun für den Gesamtsieg reichte, mit 4,5 Punkten vor Wolf mit 4 und Henze mit 3,5 den Tagessieg. Henze war durch und verteidigte im 3. Durchgang seinen Titel souverän aus dem Vorjahr!

Den 4. Durchgang brauchte er gar nicht mehr anzutreten, was ihm aufgrund der beginnenden EM gut in den Kram passte. Hier setzte sich dann Wolf mit 5 Punkten vor Moritz Ruhl mit 4 vor Beisinghoff, Wagner und Block durch. Durch diese 5 Punkte sicherte sich Wolf knapp vor Moritz Ruhl noch den Tabellenplatz 2 im Endklassement mit 12 Punkten vor Ruhl mit 11,5. Auf den Plätzen und das mit deutlichem Abstand folgten dann noch Marcel Ruhl und Brückmann, Beisinghoff, Wagener.

Endklassement nach 4 gespielten Turnieren, mit 3 Wertungen:

1

Henze

13,5

 

2

Wolf

12

3

Ruhl, Moritz

11,5

4

Ruhl, Marcel

8

5

Brückmann

7

6

Beisinghoff

6,5

7

Wagener

5,5

8

van Steenput

3,5

9

Malinowski

2,5

10

Block

2

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SVA 1: Unglückliche 3,5:4,5 Niederlage gegen Baunatal

Schach-Nordhessenliga 2015/16 – 9. Runde

WOLFHAGEN/ BAD AROLSEN. Kein Happy End zum Saisonabschluss: Nach der knappen 3,5:4,5 Niederlage gegen Baunatal bleibt den Arolsern nur ein Tabellenplatz im Mittelfeld.

Schon vor Spielbeginn war die Luft eigentlich raus, da beide Mannschaften weder auf- noch absteigen konnten. So war es kein Wunder, dass bereits nach anderthalb Stunden die ersten Friedenspfeifen rauchten. Weder Martin Malinowski noch Thomas Bölke am Spitzenbrett konnten irgendeinen Vorteil nachweisen und begnügten sich mit Kurzremisen.

Als der sonst grundsolide agierende Hermann Henze einzügig Figur und Partie einstellte zogen erste Gewitterwolken auf. Diese konnte Jürgen Wolf mit einer bärenstarken Partie noch einmal vertreiben, da er den gegnerischen König gekonnt in die Enge getrieben hatte. Da kurz darauf Emil Ackermann wie durch ein Wunder dem sicheren Matt entkam und ins Remis rettete, schien für die Residenzstädter noch einmal die Sonne. Doch der Frieden währte nur kurz.

Denn Rudolf Beisinghoff hatte seine Gewinnstellung innerhalb weniger Züge in einen Trümmerhaufen verwandelt und musste zum Entsetzen seiner Mannschaftskameraden aufgeben. Als wenige Minuten später ein tapfer kämpfender Harald Block dank ungleichfarbiger Läufer ins Remis entkam, da war es an Gerd Brückmann mit einem Sieg immerhin das  4:4 zu retten.

Brückmann kämpfte und schnürte seinen Gegner in bester Karpovscher Manier so ein, dass diesem kaum mehr Luft zum Atmen blieb. Doch Werner Meyn wehrte sich nach Kräften und versuchte eine Festung aufzubauen. Brückmann stürmte Zug um Zug dagegen an – vergeblich. Die Mauer hielt. Nach über vier Stunden gab der Arolser schließlich seine Gewinnbemühungen auf und gratulierte den Baunatalern zum hauchdünnen 3,5:4,5 Erfolg.

SK Baunatal 2 – SV Anderssen Arolsen 1   4,5:3,5

Belz – Bölke 0,5-0,5
Weyer – Henze 1:0
Meyn – Brückmann 0,5:0,5
Sharoikow – Malinowski 0,5:0,5
Wuttke – Wolf 0:1
Hödtke – Ackermann 0,5:0,5
Gibhardt – Beisinghoff 1:0
Sarbidi – Block 0,5:0,5

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SVA 1: Hart umkämpftes 5:3 gegen Eschwege

Drama mit Happy End: Trotz Unterzahl siegt Arolsen mit 5:3 gegen Eschwege. Es hätte auch anders kommen können.

Durch das Fehlen von Paul Schäfer am Spitzenbrett gingen die Gäste aus Eschwege nach einer Stunde kampflos mit 1:0 in Führung. Ein denkbarer schlechter Start aus Sicht der Residenzstädter – aber es sollte noch schlimmer kommen.

Martin Malinowski hatte seine Entwicklung sträflich vernachlässigt und wurde prompt bestraft. Sein König ging in einem unabwendbaren Mattangriff unter – 2:0 für Eschwege.

Nach einem soliden Remis von Robert Wende war es ausgerechnet Rudolf Beisinghoff der zur Aufholjagd blies. In einer völlig verlorenen Stellung beschwindelte er seinen Gegner und hatte ganz unverhofft einen siegbringenden Freibauern auf dem Brett – 1,5:2,5.

Als Gerd Brückmann mit gekonnter Technik seinen Mehrbauern ebenfalls zum Sieg umwandelte und Harald Block in seine Gewinnstellung noch zum Remis verdarb war noch immer alles offen. So stand es nach fast vier Stunden 3:3 bei noch zwei laufenden Partien.

In einer dramatischen Zeitnotphase behielt Thomas Bölke den besseren Überblick und konnte in ein gewonnenes Turmendspiel abwickeln. Die Gäste wehrten sich in der noch verbleibenden Partie zwar noch nach Kräften, aber Jürgen Wolf ließ seine Mehrbauern furchtlos laufen: 5:3 für nimmermüde Arolser, die lange einem Rückstand hinterherliefen.

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SVA 1: Sieg gegen Wehlheiden sichert Klassenerhalt

Arolsen siegt in Wehlheiden und sichert durch Marcel Ruhl und Constantin Vogel den Klassenerhalt.

Ja, die Auswärtsfahrt nach Kassel hatte sich doch gelohnt, musste Arolsen doch gegen den Tabellenletzten Wehlheiden antreten und sicherte am Ende mit einem klaren Sieg den Klassenerhalt in der Nordhessenliga bereits 2 Spieltage vor Saisonschluss.

Das Zünglein an der Waage waren diesmal die starken Ersatzleute Marcel Ruhl und Constantin Vogel, die mit voller Punktausbeute zum tollen Ergebnis erheblich beitrugen.

Fast in voller Mannschaftstärke, diesmal nur ohne Boelke und Malinowski, war man gut gewappnet in den Mannschaftskampf gestartet und führte quasi vor Beginn bereits mit 1:0, da der Wehlheidener Rehbaum nicht gegen Wolf antrat und somit diesem einen spielfreien Sonntag bescherte und Arolsen den vollen Punkt.

Und es ging auch gleich gut weiter. Emil Ackermann an Brett 5 gegen Fliegner hebelte mit seinen weißen Steinen durch starken Angriff gekonnt dessen Königsstellung aus, dass diesem nach ca. 2 Stunden Spielzeit nur die Aufgabe blieb.

Arolsen führte 2:0 und dieses Ergebnis baute Paul Schäfer am Spitzenbrett mit einem fein herausgespielten Remis gegen Mertens weiter aus. Mit Weiß versuchte er in die schwarze Stellung einzudringen, Mertens blieb aber cool, konnte einen Damentausch erzwingen und brachte damit quasi alle Angriffsbemühungen von Schäfer zum Erliegen. Ohne großes Risiko und mit einer 2-0 Führung im Rücken nahm er dann das Remis-Angebot seines Gegners zum 2,5 zu 0,5 an.

Kurz darauf stellte dann der erste Ersatzmann, Constantin Vogel, die Weichen vollends auf Sieg. Das Arolser Jugendtalent, derzeit beruflich in Berlin tätig, erwischte mit Weiß spielend an Brett 7 gegen Marc Hintz diesen auf dem falschen Fuß und dominierte die Partie durch ein bravouröses Springermanöver. Hier gab es dermaßen Stellungsvorteil, dass der Wehlheidener nur noch mäßig agieren konnte aber nicht mehr reagieren. Dies ließ er sich aber nicht lange zeigen und gab entnervt zum vorentscheidenden 3,5 zu 0,5 für Arolsen auf.

Nun kam aber der Gastgeber durch Peter Barchfeld doch noch einmal kurz heran. Mit Weiß opferte er gegen den Arolser Beisinghoff eine Qualität (Turm gegen Läufer) und erreichte dadurch dermaßen Druck auf dessen schwarzen König, der nun über das ganze Brett wandern musste, um den andauernden Schachs entgehen zu können. Dies ging aber auf Dauer nicht lange gut und Beisinghoff musste die Waffen strecken, was den ersten vollen Punkt für Wehlheiden zum 3,5 zu 1,5 einbrachte.

Dieses kurzweilige Glücksgefühl der Gastgeber stelle aber der zweite Ersatzmann, Marcel Ruhl, gleich wieder ein. An Brett 8 mit Schwarz gegen Krause schlug es in dessen Stellung ein wie der Blitz. Mit starkem Stellungsspiel und einen Springer, der überall hinkonnte, manövrierte Marcel die weiße Königsstellung dermaßen aus den Angeln, das nur die sofortige Aufgabe blieb und er mit diesem vollen Punkt den Gesamtsieg zum uneinholbarem 4,5 für die Arolser nach 4 Stunden Spielzeit gekonnt sicherstellte.

Jetzt befreit aufspielen und das Ergebnis ausbauen galt für die beiden letzten verbliebenen Bretter, wo Henze und Brückmann noch leidenschaftlich kämpften.

Und es sah eigentlich alles gut aus. Topscorer Brückmann, an Brett 3 mit Weiß gegen Huneck stand eigentlich klar auf Gewinn, gestattete durch seine vorgerückten Bauern diesem absolut keinen Raum für Gegenspiel und es war nur eine Frage der Zeit, wann der volle Punkt auch hier verbucht werden konnte. Aber wohl im Zuge des sicheren Gewinnes stellte Brückmann ein zügig eine komplette Figur für nichts ein, die sein Gegner natürlich dankbar annahm. Auch dies passiert Spitzenspielern, tröstete Mannschaftsführer Henze sogleich den konsternierten Brückmann, der die Partie sofort aufgab und Huneck zum eigentlich nicht verdienten Sieg fairerweise doch gratulierte. Auch hier zeigte Brückmann wieder seine bekannte Größe und seinen fairen Sportsgeist.

So blieb es am Ende Mannschaftsführer Henze vorbehalten, nach fast 5 Stunden Spielzeit für das Endresultat zu sorgen mit dem letzten Sieg an diesem Spieltag.

An Brett 2 gegen Raffie erreichte er mit Schwarz zwar einen Qualitätsgewinn Turm gegen Läufer, musste sich dafür aber doch großem Druck durch das Läuferpaar und Dame seines Gegner erwehren, da dieser immer wieder Mattdrohungen aufstellen konnte. Henze wickelte hier aber gewohnt routiniert mit erzwungenem Damenabtausch in ein gewonnenes Endspiel ab, opferte noch einen Bauern für das Eindringen seines Turmes in die gegnerische offene Linie und brachte den Gewinn sicher nach Hause zum Endstand 5,5 zu 2,5 für Arolsen.

Damit ist der Klassenerhalt 2 Runden vor Schluss automatisch gesichert, da auch Ahnatal klar gegen Vellmar verlor und somit die beiden Absteiger mit Ahnatal und Wehlheiden fast sicher feststehen, die Arolser aber definitiv nicht mehr einholen können.

Für diese stehen noch das Schaulaufen und die Möglichkeit der Verbesserung in der Endplatzierung im Gesamtranking gegen die Gegner Eschwege und Baunatal in den letzten beiden Runden an.

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