Jürgen Wolf holt sich Titel bei der Sauerland/Waldecker Blitzeinzelmeisterschaft

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Nach den Stationen Marsberg, Korbach und Bestwig fand das 4. und letzte Blitzturnier in Bad Arolsen statt und hier waren gerade die Arolser Blitzcracks Wolf, Henze, Beisinghoff, Wagener und Malinowski höchst motiviert, noch ein Wörtchen im Titelkampf mitzusprechen und den deutlich Gesamtführenden Gerhard Schubert aus Bestwig doch noch in die Suppe zu spucken.

Von den 4 gespielten Turnieren kamen die besten drei in die Wertung. Und hier setzte sich am Ende der Bad Arolser Jürgen Wolf mit Heimvorteil ungeschlagen an die Spitze und kam mit weiteren 10 Grand-Prix-Wertungspunkten im Gesamtranking mit 24 Punkten vor Gerhard Schubert aus Bestwig, der in Arolsen irgendwie kein Bein auf die Erde bekam, mit 21,5 Punkten und Andre Weber mit 19,5 Punkten auf Platz 1 und brachte den Pokal, den schon der Arolser Hermann Henze in 2014 für sich vereinnahmen konnte, wieder zurück nach Bad Arolsen.

Mit insgesamt über 30 Spielern hat sich das Blitzturnier weiterhin etabliert, leider konnten aber nicht alle Blitzcracks, besonders die Bestwiger Becker und Rittmeier wie auch der Arolser Henze und der Korbacher Lages nicht an allen Wertungsturnieren teilnehmen, sodass diese mit der Spitze in der Endabrechnung nichts mehr zu tun hatten und quasi außer Konkurrenz in Arolsen mitspielten. Besonders Henze sollte hier aber noch das Zünglein an der Waage spielen, was den Turniersieger Wolf dann letztlich ausmachte.

Jürgen Wolf, in den Vorturnieren Korbach und Bestwig auch schon mit unter den Besten, legte in Arolsen auch gleich los wie die Feuerwehr. Wer ihm vor das Brett gesetzt wurde, bekam so richtig Prügel und zog mit einer Niederlage von dannen, die es in sich hatte. Siegte er einmal mit brachialem Angriffsspiel, wechselte er dann in absolute taktische Varianten um wiederum im nächsten Spiel durch wunderbare Bauernendspiele die vollen Punkte einzufahren. Besonders das ewige Duell gegen Schubert war so von einem genialen Spiel geprägt, dass dieser eigentlich gar nicht mehr wusste, was er ziehen sollte und entnervt aufgab.

Einzig der Bestwiger Weber, der Korbacher Lages, der Marsberger Fobbe und der Arolser Henze konnten ihm einigermaßen Paroli bieten und zumindest ein Remis abknöpfen. Nach Ende des Turneirs zog Wolf dann einsam seine Bahnen und führte die Tabelle souverän an. Die Bestwiger Schubert mit Niederlagen gegen Wagener, Malinowski, Lages, Käding und Wolf sowie Weber, der völlig unerwartet gegen den Arolser Beisinghoff und Korbacher Lages verlor, waren schnell aus dem Rennen um Platz eins.

Hier kamen dann aber noch Lages und Henze ins Spiel. Für das Gesamtranking zu wenig Turniere, wollten Sie sich aber doch einigermaßen vernünftig aus dem Turnier verabschieden und taten dies auch.

Nach Remis von Wolf gegen Fobbe sahen sich auf einmal Henze und Lages gleichauf in der Tabelle und nach Lages Remis gegen Wolf war Henze auf einmal alleinführend Dies aber nur bis zur vorletzten Runde, musste er da seine einzigste Niederlage gegen den starken Bestwiger Würker einstecken, was ihn auf Platz 3 beförderte, hinter den jetzt wieder führenden Wolf und Lages, welche beide gleichauf den Platz an der Sonne innehatten.

In der letzten Runde wurde es dann doch noch spannend. Die beiden Arolser Wolf und Henze mussten gegen die Korbacher Emde und Lages ran. Dieses Duelle ging dann 2-0 an Arolsen, Wolf machte Emde platt und Henze siegte mit Schwarz im Mittelspiel souverän gegen Lages und verhalf damit auch gleichzeitig Wolf als nun allein führenden auf Tabellenplatz eins mit 14 Punkten und schob sich selbst an Lages vorbei noch auf Platz 2 mit 13,5 Punkten, was ihn im Gesamtranking noch Platz 4 mit nur 2 Wertungsturnieren bescherte, vor Lages mit 13 Punkten. Den starken 4. Platz teilte sich der Arolser Malinowski mit dem Bestwiger Weber mit jeweils 11, 5 Punkten vor weiteren 13 Teilnehmern.

Somit zog Wolf noch an Schubert in der Gesamtwertung vorbei, der eigentlich schon fast uneinholbar geführt hatte, im Arolser Turnier am Ende aber wie auch sein Bestwiger Vereinskamerad Weber doch zu wenig Punkte machte.

Abschlusstabelle im Gesamtranking nach 3 Wertungen im Grand-Prix-Modus:

  1. Jürgen Wolf, Anderssen Arolsen 24 Punkte von 30 möglichen

  2. Gerhard Schubert, Bestwig-Velmede 21,5 Punkte

  3. Andre`Weber, Bestwig-Velmede 19,5 Punkte

  4. Hermann Henze, Anderssen Arolsen 14,5 Punkte

  5. Wolfgang Kies, Marsberg 13,5 Punkte

  6. Karl-Heinz Lages, Korbach 12 Punkte

  7. Bernhard Rittmeier, Bestwig-Velmede 10 Punkte

  8. Andre`Becker, Bestwig-Velmede 10 Punkte

  9. Torsten Vieweger, SK Wickede 9 Punkte

10.)Armin Barten, Bestwig-Velmede 7 Punkte

11.)Friedrich Wagener, Anderssen Arolsen 6,5 Punkte

12.)Rudolf Beisinghoff, Anderssen Arolsen 6 Punkte

13.)Martin Malinowski, Anderssen Arolsen 5,5 Punkte

Vor weiteren 16 Teilnehmern

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Hermann Henze gewinnt Erdbeerblitzturnier 2016

Erdbeerpokal_2016

So kann es weitergehen für Hermann Henze, holte er doch den 4. internen Vereinstitel des Schachverein Anderssen Bad Arolsen in Folge und entthronte dabei gleichzeitig Jürgen Wolf als Titelverteidiger aus dem Vorjahr.

Der vom Gartencenter Meckelburg gestiftete Pokal inkl. natürlich der eigentlich dazugehörigen Erdbeeren, welche diesmal aber in Form von Kirschen ausgelobt waren, war der Reiz der Spieler um den begehrten Titel.

Leider waren auswärtige Gäste nicht zu vermelden und auch die Einheimischen Arolser Blitzspezialisten waren nicht alle der Einladung gefolgt. Nur mit 5 Spielern einigte man sich somit gleich auf eine Doppelrunde, so dass jeder gleich zweimal im direkten Duell mit dann vertauschen Farben gegeneinander antreten musste.

Und so ging es gleich in der ersten Runde zur Sache, die Favoriten Henze und Wolf siegten gegen Beisinghoff und Wagener ziemlich klar.

In Runde 2 dann eine kleine Vorentscheidung um den Titel, wo Henze mit Weiß gegen Wolf ranmusste.

Und Henze legte los wie die Feuerwehr und erspielte sich einen Mehrbauern für das Endspiel. Hier aber mit Turm und Läufer gegen Wolfs Turm und Springer kam es zu keinem klaren Durchkommen, eigentlich Remis. Henze wollte aber mit der Brechstange gewinnen, stellte dann aber einen ganzen Turm ein und verlor völlig unnötig die Partie.

Wolf nahm dieses Geschenk dankbar an und derartig beflügelt gewann er anschließend gegen Beisinghoff und gab im letzten Vorrundenduell nur noch ein Remis gegen Moritz Ruhl nach einer wahren Zeitnotschlacht ab, wo beide Zeiten auf der Uhr gefallen waren, die von Ruhl wohl aber schon etwas eher.

Dieser unnötige halbe Verlustpunkt sollte für Wolf aber noch nachhaltige Wirkung haben, wie sich später im Turnierverlauf dann auch herausstellte.

Henze konnte derweil mit Siegen gegen Wagener und Ruhl mit 3 Punkten aus der Vorrunde einigermaßen dagegenhalten, Wolf führte aber mit 3,5 Punkten und ging beruhigt mit diesem Vorsprung in die Rückrunde.

Im zweiten Durchgang dann das gleiche Bild zur Vorrunde, auch hier gewannen Henze und Wolf zu Beginn wieder gegen Beisinghoff und Wagener und in der folgenden 2. Runde dann die Vorentscheidung um den Titel mit Wolf gegen Henze jetzt mit vertauschten Farben.

Hier reichte Wolf eigentlich ein Remis, sollte er doch die restlichen Partien gewinnen, Henze musste gewinnen, um die Titelchance noch zu wahren.

Henze mit Schwarz spielte bedingungslos auf Angriff, erreichte im Mittelspiel ein kleines Übergewicht mit einem schon vorgerückten Freibauern und dann kam das Unglück über Wolf brachial hernieder. Er bot Remis an, Henze lehnte in besserer Stellung ab und quasi im Gegenzug stellte Wolf völlig unnötig Dame und Partie ein, was Henze natürlich dankbar annahm, musste er diese Partie nicht mehr auskämpfen.

Ausgleichende Gerechtigkeit zur Vorrundenniederlage für Henze, der dort ja einen ganzen Turm einstellte.

Der führte nun mit einem halben Punkt Vorsprung vor Wolf und brachte diesen auch nach weiteren harten Kämpfen ins Ziel.

Nach weiteren Siegen gegen Moritz Ruhl und Wagener nutzten auch Wolfs Siege letztlich nichts mehr, Henze kam mit 7 Punkten vor Wolf mit 6,5 über die Ziellinie und nahm den begehrten Pokal inkl. der leckeren Meckelburg-Kirschen in Empfang.

Endtabelle nach Doppelrunde:

  1. Henze mit 7 Punkten aus 8

  2. Wolf 6,5 Punkte

  3. Wagener 2,5 Punkte

  4. Beisinghoff 2 Punkte

  5. Ruhl, Moritz 2 Punkte

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Hermann Henze Bad Arolser Vereinsmeister 2016

Das war mal so richtig nach dem Geschmack von Hermann Henze, verteidigte dieser doch nunmehr zum dritten Male hintereinander die Bad Arolser Vereinsmeisterschaft mit 6 aus 7 möglichen Punkten. Einzig folgen konnte noch Moritz Ruhl mit 4,5 Punkten auf Platz 2.

Spannung versprach die Wertung des Seniorsiegers (Teilnehmer über 60 Jahre). Hier konnte sich letztlich Rudolf Beisinghoff im Stichkampf gegen Friedrich Wagener sicher durchsetzen und heimste auch hier seinen Pokal ein.

Gleich in den ersten Runden machte Henze klar, dass der Titel nur über ihn ging. Er siegte in Runde 1 gegen Wagener und schaltete hiermit gleich einen ernsthaften Gegner auf den Turniersieg aus. Beisinghoff gegen Junghans und Marcel Ruhl gegen Wende folgten ebenfalls mit klaren Siegen. Die Sensation dann von Harald Block gegen den starken Moritz Ruhl. Mit Weiß setzte er sich im Endspiel klar durch und versetzte dem jugendlichen gleich zu Anfangs einen herben Dämpfer.

In Runde 2 siegten dann die Favoriten bis auf Marcel Ruhl, der völlig von der Rolle war und einen sichergeglaubten Sieg gegen Peter Junghans noch vergab.

Und Junghans holte in Runde 3 doch tatsächlich gegen Moritz Ruhl den nächsten vollen Punkt in einem wahren Endspielkrimi. Gleichzeit schaltete Henze mit klarem Sieg gegen seinen Angstgegner Beisinghoff den nächsten Titelaspiranten souverän aus und Wagener holte den ersten Punkt im Turnier gegen Marcel Ruhl. Dieser rächte sich aber gleich in der folgenden Runde und versetzte Beisinghoff die zweite Null nacheinander und auch Henze musste gegen Robert Wende mir remis einverstanden sein und gab da den ersten halben Punkt ab. Durch Siege von Block gegen Junghans und Moritz Ruhl gegen Wagener, schlossen alle Kontrahenten wieder etwas auf.

In Runde 5 stellte Henze aber mit klarem Sieg gegen Marcel Ruhl die Titelverteidigung wieder in den Vordergrund, Beisinghoff mit seiner 3. Niederlage in Folge gegen Moritz Ruhl war raus aus dem Titelrennen, wo Wagener mit Sieg gegen Block aber noch etwas hoffte und in Runde 6 mit klarem Sieg gegen Wende dies auch untermauerte.

Gleichzeitig ging das Ruhl´sche Bruderduell mit Sieg an Moritz, Beisinghoff kam wieder zurück in das Turnier mit schön rausgespielten Endspielsieg gegen Block und Henze machte mit sicherem Sieg gegen Junghans den Titel in der Vorschlussrunde perfekt und führte uneinholbar mit 5,5 Punkten vor Moritz Ruhl mit 4 souverän die Tabelle an, wo Beisinghoff, Wagener und Block mit je 3 Punkten mit deutlichem Abstand folgten.

Somit ging es in der 7 und letzten Runde im Direktduell Henze (Erster) gegen Moritz Ruhl (Zweiter) um nichts mehr, so dass hier schnell die Friedenspfeife mit anschließendem remis geraucht wurde. Hiermit sicherte sich Moritz unabhängig der anderen noch laufenden Partien einen starken 2. Platz im Gesamtranking mit uneinholbaren 4,5 Punkten.

Die anderen Partien waren auch im Hinblick auf den Seniorenpokal noch hart umkämpft. Hier kamen dann Beisinghoff gegen Wende und Wagener gegen Junghans mit jeweiligen Siegen gemeinsam mit 4 Punkten auf die Plätze 3 und 4. Einen weiteren Punktgleichstand blieb leider Harald Block versagt, da er gegen Marcel Ruhl nur zu einem Remis kam und mit 3,5 Punkten nicht mehr aufschließen konnte für das entscheidende Stechen.

Und hier machte schließlich Beisinghoff mit einem klaren 2-0 Sieg gegen Wagener alles klar und holte sich souverän den Titel der Senioren.

Die Endplatzierung:

Vereinsmeisterschaft 2016

Tabelle: VM 2016

Punkte

1. Henze

6

2. Ruhl, Moritz

4,5

3. Beisinghoff

4 nach Stechen (2:0)

3. Wagener

4

5. Block

3,5

6. Ruhl, Marcel

2,5

7. Junghans

2

8. Wende, Robert

1,5

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Hermann Henze gewinnt Runtemund-Gedächtnis-Turnier

Runtemund Turnier 2015

Hermann Henze gewann das in Anlehnung des verstorbenen Arolser Spitzenspielers Gerd Runtemund ausgespielten Pokalturniers mit insgesamt 4 Turnieren, wo die besten drei in die jeweilige Wertung kamen. Jürgen Wolf sowie Moritz Ruhl folgten auf den Plätzen.

5 Runden mit 15 Minuten Bedenkzeit je Spieler waren Runde zu Runde zu absolvieren, wo Henze mit 13,5 aus 15 möglichen Punkten am Ende den Spitzenplatz errang. Als starker Zweiter folgte Jürgen Wolf mit 12 Punkten auf Platz 2, knapp vor dem starken Moritz Ruhl, der sich mit 11,5 Punkten mit deutlichem Abstand vor den Verfolgern und weiteren 10 Teilnehmern Platz 3 sicherte.

Als Eröffnungsthema wurde dieses Jahr das Wolga-Gambit aus mehreren Vorschlägen ausgespielt und diese Eröffnungszugfolge hatte es in sich.

Nicht jedermanns Sache wie sich im weiteren Turnierverlauf auch noch herausstellen sollte, da es sich hier um eine scharfe Angriffsvariante handelt, die sehr genau gespielt werden muss, um nicht gleich zu Anfangs in Nachteil zu kommen.

In dem ersten Turnier dominierte hier aber mit voller Punktzahl Hermann Henze. Er holte sich 5 Punkte mit Siegen u.a. gegen Wolf, Brückmann und Moritz Ruhl. Einigermaßen folgen mit 4 Punkten konnte hier nur Brückmann, gefolgt von den Ruhl-Zwillingen und Jürgen Wolf mit jeweils 3 Punkten.

Da es so schön war, holte Henze auch in dem zweiten Durchgang nochmals die Höchstzahl von 5 möglichen Punkten und legte da schon den Grundstein zur Titelverteidigung, da bis dato alle Spieler mit 10 Punkten aus 2 Durchgängen auch jeweils den Titel in der Gesamtabrechnung einheimsten. Auch hier konnte nur Brückmann einigermaßen folgen mit 3 Punkten gefolgt von 9 weiteren Teilnehmern mit 2,5 und weniger Punkten.

In Durchgang 3 konnte Henze dann für die Entscheidung sorgen, was er letztendlich dann auch mit 3,5 erspielten Punkten tat und uneinholbar vor dem letzten Durchgang das Gesamtklassement mit 13,5 Punkten anführte. Mindestens so viel Punkte zu holen wie die hartnäckige Konkurrenz um Brückmann und Wolf oder hoffen, dass keiner von beiden die volle Punktausbeute schaffte, war die Devise.

Aber hier tat sich Henze außerordentlich schwer. Siegte er zu anfangs noch gegen Beisinghoff, musste er völlig verdient in Runde 2 seinem ewigen Kontrahenten Jürgen Wolf zum Sieg gratulieren. Hierdurch nun etwas unsicher, den Titel endgültig festzumachen hatte er anschließend auch gleich Mühe mit Wagener, wo er sich aber letztlich durch noch sicher durchsetzten konnte und hoffen musste, dass Wolf noch was abgab.

Und dies geschah dann gegen den starken Moritz Ruhl. Eigentlich ein Unentschieden im Endspiel für beide Kontrahenten auf dem Brett, konnte Ruhl aber mit starkem Spiel Wolf doch noch bezwingen und holte nach Remis im letzten Spiel gegen Henze, was diesem nun für den Gesamtsieg reichte, mit 4,5 Punkten vor Wolf mit 4 und Henze mit 3,5 den Tagessieg. Henze war durch und verteidigte im 3. Durchgang seinen Titel souverän aus dem Vorjahr!

Den 4. Durchgang brauchte er gar nicht mehr anzutreten, was ihm aufgrund der beginnenden EM gut in den Kram passte. Hier setzte sich dann Wolf mit 5 Punkten vor Moritz Ruhl mit 4 vor Beisinghoff, Wagner und Block durch. Durch diese 5 Punkte sicherte sich Wolf knapp vor Moritz Ruhl noch den Tabellenplatz 2 im Endklassement mit 12 Punkten vor Ruhl mit 11,5. Auf den Plätzen und das mit deutlichem Abstand folgten dann noch Marcel Ruhl und Brückmann, Beisinghoff, Wagener.

Endklassement nach 4 gespielten Turnieren, mit 3 Wertungen:

1

Henze

13,5

 

2

Wolf

12

3

Ruhl, Moritz

11,5

4

Ruhl, Marcel

8

5

Brückmann

7

6

Beisinghoff

6,5

7

Wagener

5,5

8

van Steenput

3,5

9

Malinowski

2,5

10

Block

2

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SVA 1: Unglückliche 3,5:4,5 Niederlage gegen Baunatal

Schach-Nordhessenliga 2015/16 – 9. Runde

WOLFHAGEN/ BAD AROLSEN. Kein Happy End zum Saisonabschluss: Nach der knappen 3,5:4,5 Niederlage gegen Baunatal bleibt den Arolsern nur ein Tabellenplatz im Mittelfeld.

Schon vor Spielbeginn war die Luft eigentlich raus, da beide Mannschaften weder auf- noch absteigen konnten. So war es kein Wunder, dass bereits nach anderthalb Stunden die ersten Friedenspfeifen rauchten. Weder Martin Malinowski noch Thomas Bölke am Spitzenbrett konnten irgendeinen Vorteil nachweisen und begnügten sich mit Kurzremisen.

Als der sonst grundsolide agierende Hermann Henze einzügig Figur und Partie einstellte zogen erste Gewitterwolken auf. Diese konnte Jürgen Wolf mit einer bärenstarken Partie noch einmal vertreiben, da er den gegnerischen König gekonnt in die Enge getrieben hatte. Da kurz darauf Emil Ackermann wie durch ein Wunder dem sicheren Matt entkam und ins Remis rettete, schien für die Residenzstädter noch einmal die Sonne. Doch der Frieden währte nur kurz.

Denn Rudolf Beisinghoff hatte seine Gewinnstellung innerhalb weniger Züge in einen Trümmerhaufen verwandelt und musste zum Entsetzen seiner Mannschaftskameraden aufgeben. Als wenige Minuten später ein tapfer kämpfender Harald Block dank ungleichfarbiger Läufer ins Remis entkam, da war es an Gerd Brückmann mit einem Sieg immerhin das  4:4 zu retten.

Brückmann kämpfte und schnürte seinen Gegner in bester Karpovscher Manier so ein, dass diesem kaum mehr Luft zum Atmen blieb. Doch Werner Meyn wehrte sich nach Kräften und versuchte eine Festung aufzubauen. Brückmann stürmte Zug um Zug dagegen an – vergeblich. Die Mauer hielt. Nach über vier Stunden gab der Arolser schließlich seine Gewinnbemühungen auf und gratulierte den Baunatalern zum hauchdünnen 3,5:4,5 Erfolg.

SK Baunatal 2 – SV Anderssen Arolsen 1   4,5:3,5

Belz – Bölke 0,5-0,5
Weyer – Henze 1:0
Meyn – Brückmann 0,5:0,5
Sharoikow – Malinowski 0,5:0,5
Wuttke – Wolf 0:1
Hödtke – Ackermann 0,5:0,5
Gibhardt – Beisinghoff 1:0
Sarbidi – Block 0,5:0,5

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SVA 1: Hart umkämpftes 5:3 gegen Eschwege

Drama mit Happy End: Trotz Unterzahl siegt Arolsen mit 5:3 gegen Eschwege. Es hätte auch anders kommen können.

Durch das Fehlen von Paul Schäfer am Spitzenbrett gingen die Gäste aus Eschwege nach einer Stunde kampflos mit 1:0 in Führung. Ein denkbarer schlechter Start aus Sicht der Residenzstädter – aber es sollte noch schlimmer kommen.

Martin Malinowski hatte seine Entwicklung sträflich vernachlässigt und wurde prompt bestraft. Sein König ging in einem unabwendbaren Mattangriff unter – 2:0 für Eschwege.

Nach einem soliden Remis von Robert Wende war es ausgerechnet Rudolf Beisinghoff der zur Aufholjagd blies. In einer völlig verlorenen Stellung beschwindelte er seinen Gegner und hatte ganz unverhofft einen siegbringenden Freibauern auf dem Brett – 1,5:2,5.

Als Gerd Brückmann mit gekonnter Technik seinen Mehrbauern ebenfalls zum Sieg umwandelte und Harald Block in seine Gewinnstellung noch zum Remis verdarb war noch immer alles offen. So stand es nach fast vier Stunden 3:3 bei noch zwei laufenden Partien.

In einer dramatischen Zeitnotphase behielt Thomas Bölke den besseren Überblick und konnte in ein gewonnenes Turmendspiel abwickeln. Die Gäste wehrten sich in der noch verbleibenden Partie zwar noch nach Kräften, aber Jürgen Wolf ließ seine Mehrbauern furchtlos laufen: 5:3 für nimmermüde Arolser, die lange einem Rückstand hinterherliefen.

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SVA 1: Sieg gegen Wehlheiden sichert Klassenerhalt

Arolsen siegt in Wehlheiden und sichert durch Marcel Ruhl und Constantin Vogel den Klassenerhalt.

Ja, die Auswärtsfahrt nach Kassel hatte sich doch gelohnt, musste Arolsen doch gegen den Tabellenletzten Wehlheiden antreten und sicherte am Ende mit einem klaren Sieg den Klassenerhalt in der Nordhessenliga bereits 2 Spieltage vor Saisonschluss.

Das Zünglein an der Waage waren diesmal die starken Ersatzleute Marcel Ruhl und Constantin Vogel, die mit voller Punktausbeute zum tollen Ergebnis erheblich beitrugen.

Fast in voller Mannschaftstärke, diesmal nur ohne Boelke und Malinowski, war man gut gewappnet in den Mannschaftskampf gestartet und führte quasi vor Beginn bereits mit 1:0, da der Wehlheidener Rehbaum nicht gegen Wolf antrat und somit diesem einen spielfreien Sonntag bescherte und Arolsen den vollen Punkt.

Und es ging auch gleich gut weiter. Emil Ackermann an Brett 5 gegen Fliegner hebelte mit seinen weißen Steinen durch starken Angriff gekonnt dessen Königsstellung aus, dass diesem nach ca. 2 Stunden Spielzeit nur die Aufgabe blieb.

Arolsen führte 2:0 und dieses Ergebnis baute Paul Schäfer am Spitzenbrett mit einem fein herausgespielten Remis gegen Mertens weiter aus. Mit Weiß versuchte er in die schwarze Stellung einzudringen, Mertens blieb aber cool, konnte einen Damentausch erzwingen und brachte damit quasi alle Angriffsbemühungen von Schäfer zum Erliegen. Ohne großes Risiko und mit einer 2-0 Führung im Rücken nahm er dann das Remis-Angebot seines Gegners zum 2,5 zu 0,5 an.

Kurz darauf stellte dann der erste Ersatzmann, Constantin Vogel, die Weichen vollends auf Sieg. Das Arolser Jugendtalent, derzeit beruflich in Berlin tätig, erwischte mit Weiß spielend an Brett 7 gegen Marc Hintz diesen auf dem falschen Fuß und dominierte die Partie durch ein bravouröses Springermanöver. Hier gab es dermaßen Stellungsvorteil, dass der Wehlheidener nur noch mäßig agieren konnte aber nicht mehr reagieren. Dies ließ er sich aber nicht lange zeigen und gab entnervt zum vorentscheidenden 3,5 zu 0,5 für Arolsen auf.

Nun kam aber der Gastgeber durch Peter Barchfeld doch noch einmal kurz heran. Mit Weiß opferte er gegen den Arolser Beisinghoff eine Qualität (Turm gegen Läufer) und erreichte dadurch dermaßen Druck auf dessen schwarzen König, der nun über das ganze Brett wandern musste, um den andauernden Schachs entgehen zu können. Dies ging aber auf Dauer nicht lange gut und Beisinghoff musste die Waffen strecken, was den ersten vollen Punkt für Wehlheiden zum 3,5 zu 1,5 einbrachte.

Dieses kurzweilige Glücksgefühl der Gastgeber stelle aber der zweite Ersatzmann, Marcel Ruhl, gleich wieder ein. An Brett 8 mit Schwarz gegen Krause schlug es in dessen Stellung ein wie der Blitz. Mit starkem Stellungsspiel und einen Springer, der überall hinkonnte, manövrierte Marcel die weiße Königsstellung dermaßen aus den Angeln, das nur die sofortige Aufgabe blieb und er mit diesem vollen Punkt den Gesamtsieg zum uneinholbarem 4,5 für die Arolser nach 4 Stunden Spielzeit gekonnt sicherstellte.

Jetzt befreit aufspielen und das Ergebnis ausbauen galt für die beiden letzten verbliebenen Bretter, wo Henze und Brückmann noch leidenschaftlich kämpften.

Und es sah eigentlich alles gut aus. Topscorer Brückmann, an Brett 3 mit Weiß gegen Huneck stand eigentlich klar auf Gewinn, gestattete durch seine vorgerückten Bauern diesem absolut keinen Raum für Gegenspiel und es war nur eine Frage der Zeit, wann der volle Punkt auch hier verbucht werden konnte. Aber wohl im Zuge des sicheren Gewinnes stellte Brückmann ein zügig eine komplette Figur für nichts ein, die sein Gegner natürlich dankbar annahm. Auch dies passiert Spitzenspielern, tröstete Mannschaftsführer Henze sogleich den konsternierten Brückmann, der die Partie sofort aufgab und Huneck zum eigentlich nicht verdienten Sieg fairerweise doch gratulierte. Auch hier zeigte Brückmann wieder seine bekannte Größe und seinen fairen Sportsgeist.

So blieb es am Ende Mannschaftsführer Henze vorbehalten, nach fast 5 Stunden Spielzeit für das Endresultat zu sorgen mit dem letzten Sieg an diesem Spieltag.

An Brett 2 gegen Raffie erreichte er mit Schwarz zwar einen Qualitätsgewinn Turm gegen Läufer, musste sich dafür aber doch großem Druck durch das Läuferpaar und Dame seines Gegner erwehren, da dieser immer wieder Mattdrohungen aufstellen konnte. Henze wickelte hier aber gewohnt routiniert mit erzwungenem Damenabtausch in ein gewonnenes Endspiel ab, opferte noch einen Bauern für das Eindringen seines Turmes in die gegnerische offene Linie und brachte den Gewinn sicher nach Hause zum Endstand 5,5 zu 2,5 für Arolsen.

Damit ist der Klassenerhalt 2 Runden vor Schluss automatisch gesichert, da auch Ahnatal klar gegen Vellmar verlor und somit die beiden Absteiger mit Ahnatal und Wehlheiden fast sicher feststehen, die Arolser aber definitiv nicht mehr einholen können.

Für diese stehen noch das Schaulaufen und die Möglichkeit der Verbesserung in der Endplatzierung im Gesamtranking gegen die Gegner Eschwege und Baunatal in den letzten beiden Runden an.

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Hermann Henze holt die Blitzeinzelmeisterschaft 2015 und verteidigt seinen Vorjahrestitel

Auch im gerade abgelaufenen Jahr 2015 trumpfte Hermann Henze in der Blitzeinzelmeisterschaft des Schachverein Anderssen Bad Arolsen auf und verteidigte seinen Blitztitel wie auch schon in den Vorjahren mit seiner unnachahmlichen Spielweise.

In den für jeden Spieler auf maximal 5 Minuten Gesamtspielzeit gespielten Partien trumpfte Henze dermaßen auf, dass nur der Arolser Blitzcrack Prof. Dr. Jürgen Wolf einigermaßen Schritt halten konnte und es bis in den Dezember hin einigermaßen spannend um den Titel blieb.

Das Blitzturnier, welches in jeden Monat gespielt wird, erfolgt nach dem Grand Prix-Modus analog der alten Formel Eins-Wertung (Sieger 10 Punkte, Zweiter 8. Dritter 7 usw.). Von den insgesamt 12 Turnieren werden die besten 9 gewertet. Demnach erreicht ein ungeschlagener Spieler maximal 90 Wertungspunkte, Henze knackte diese Zahl nicht ganz, er kam aber auf sagenhafte 87 Punkte, was 7 Siege, ein geteilter erster Platz und als schlechtestes Ergebnis ein zweiter Platz in der Endabrechnung bedeutete. Wie im letzten Jahr kam Henze auch erst wieder ab Herbst so richtig in Fahrt, gewann er doch die Turniere September, Oktober, November und Dezember unangefochten hintereinander und stellte damit die Zeichen wieder klar auf Sieg und Titelverteidigung.

Er machte es der Konkurrenz dahingehend auch sehr schwer, da er in keinem Durchgang schwächelte und sich Wolf auch nicht anfangs absetzen konnte. Er holte, wenn er dann ein Turnier nicht gewann zumindest immer den zweiten Platz als schlechtestes Ergebnis.

Als Zweiter mit 76,5 Punkten folgte Jürgen Wolf auf Platz 2 schon mit deutlichem Abstand, Er gewann die Turniere Januar und Mai (jeweils geteilter erster Platz mit Brückmann und Henze) sowie März, Juli und August als alleiniger Sieger.

Mit dann weiterem Abstand folgte Gerd Brückmann auf Platz 3 mit 63 Punkten. Er erspielte sich im gesamten Turnierverlauf im Mittel die Plätze 2 bis 5, was für die Spitze genauso wenig ausreichte wie bei dem viertplatzierten Martin Malinowski. Dieser konnte sich aber auch mal in die Siegerliste eintragen, gewann er doch vor Henze, Brückmann und Wolf das Wertungsturnier April sehr souverän.

Auf den folgenden Plätzen folgte dann noch Beisinghoff, Wagener, Ackermann, Junghans und Steenput. Die Jungtalente Marcel und Moritz Ruhl, die eigentlich als Blitzspezialisten gefürchtet waren, hatten mit dem jeweiligem Turniersieg auf den Plätzen 6 (Moritz) und 8 (Marcel) nichts zu tun und enttäuschten doch ein wenig.

Aber ausruhen gilt ja bekanntlich nicht, da bereits am kommenden Freitag die nächste Jahreswertung für 2016 ansteht.

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SVA 1: Hauchdünnes 3,5:4,5 gegen den Tabellenführer Bad Emstal/ Wolfhagen

BAD AROLSEN. An der Sensation geschnuppert: Statt der unglücklichen 3,5:4,5 Niederlage hätte gut und gerne auch ein anderes Ergebnis für Arolsen stehen können. Das gegen den bis dahin souveränen Tabellenführer aus Bad Emstal/Wolfhagen mehr drin war, lag nicht zuletzt daran, dass die Arolser nahezu in Bestbesetzung antraten. So stand am Spitzenbrett zum ersten Mal in dieser Saison Paul Schäfer zur Verfügung. Ganz anders bei den Gästen: Denn Ex-Weltmeister Wladimir Kramnik blieb zur Enttäuschung der Residenzstädter auch dieses Mal zu Hause.

Trotzdem waren die Bad Emstaler gerade an den vorderen Brettern mit zwei Titelträgern weitaus stärker besetzt. Das Motto konnte für Arolsen daher nur lauten: Vorne mauern, hinten punkten. Ein Plan der erstaunliche Früchte tragen sollte. Auch als ein chancenlos agierender Hermann Henze regelrecht vom Brett geschoben wurde, die Antwort der Gastgeber ließ nicht lange auf sich warten. Jürgen Wolf brachte seelenruhig Figur um Figur in Angriffsstellung, um schließlich zum finalen Mattangriff zu blasen. Paul Straschnej mühte sich zwar redlich, konnte aber nur tatenlos zusehen, wie seine Königsstellung völlig überrannt wurde – 1:1.

Auch Harald Block mühte sich redlich, schien aber in einem Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern nicht vorwärts zu kommen. Nach langen Abwägen nahm er schließlich das Remisangebot Anton Tadlers an. Wäre hier mehr drin gewesen? Eine Frage, die die Arolser noch lange beschäftigen sollte.

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Zum Grübeln blieb vorerst hingegen keine Zeit. Martin Malinowskis König war nämlich dem Tod geweiht – es drohte Matt in einem Zug. Sollte er da nicht aufgeben? Keineswegs dachte sich Malinowski und ging – zum Erstaunen von Andriv Vachylya – zum Gegenangriff über. Mehrere Schachs und ein teuflisches Damenmanöver später war klar: Es war sein Gegner der im Mattnetz zappelte – Arolsen ging in Führung!

Die Freude währte leider nur kurz, da Bölke voller Übermut seinen König in gefährliches Fahrwasser geschifft hatte. Dort strandete er schließlich und wurde von Robert Oros gekonnt unter Beschuss genommen. Als Bölke in hochgradiger Zeitnot zudem die Qualität geben musste, war die Partie endgültig verloren. 2,5:2,5 – alles war noch drin.

Der Blick auf die drei verbliebenen Bretter ließ Hoffnung aufkommen, da zwei Partien für Arolsen klar besser schienen. Sollte man hier tatsächlich die Sensation schaffen und dem Tabellenführer den ersten Punktverlust zufügen? Wie so oft hatten sich die Mannen um Hermann Henze zu früh gefreut. Denn als Rudolf Beisinghoff seinen Gegner schon beinahe zur Aufgabe gezwungen hatte, begann er mit unerklärlichen Manövern seine Stellung zu ruinieren. Und so wurde innerhalb weniger Züge aus einer Gewinnstellung eine glatt verlorene. Entsetzen auf Arolser Seite, ungläubige Freude bei den Gästen.

Als kurz darauf auch Paul Schäfer am Spitzenbrett der großmeisterlichen Spielstärke von Yakov Nesterov Tribut zollen musste, war der Wettkampf entschieden. Für Gerd Brückmann ein Grund jetzt erst Recht weiterzuspielen. Und wie. Mit viel Ruhe und Präzision knetete er Hagen Rewalds Stellung so lange, bis dieser im Damenendspiel erst einen, dann noch einen zweiten Bauern geben musste. Der Rest war für Brückmann nur noch eine Frage der Technik. Ein schön herausgespieltes Trostpflaster, dass einmal die kämpferischen Qualitäten der Arolser unterstrich. Wehlheiden als nächster Gegner kann sich warm anziehen.

SV Anderssen Arolsen I

Sfr. Bad Emstal/Wolfhagen 3,5:4,5
Schäfer

Nesterov 0:1
Bölke

Oros 0:1
Henze

Tiba 0:1
Brückmann

Rewald 1:0
Malinowski

Vachylya 1:0
Wolf

Straschnej 1:0
Beisinghoff

Haan 0:1
Block

Tadler 0,5:0,5
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Hermann Henze verteidigt Titel im Porsche-Pokal mal wieder gegen Wolf

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Das war ja mal ein schöner Jahresanfang für den Arolser Henze und ganz nach seinem Geschmack. Das diesmal auch wegen des schlechten Wetters durch Blitzeis nur mit 5 Personen angelegte Pokalturnier, genannt nach dem gleichnamigen Pokal – Spender Dirk Porsche, heimste Hermann Henze wie schon im Vorjahr den Titel gegen Jürgen Wolf mit einer bis zum Schluss hochspannenden Finalpartie ein.

Und wie auch damals musste Henze im Endspiel des im doppelten KO-System gespielten Turniers nur ein Remis schaffen, da Wolf, aus der Verliererrunde kommend, unbedingt die erste Partie gewinnen musste, um erstmal Gleichstand zu erzielen.

Gespielt wurden Schnellpartien mit jeweils 15 Minuten Bedenkzeit je Spieler. Verlor man in der ersten Runde, konnte man sich trotzdem noch für das Finale qualifizieren, eine zweite Niederlage bedeutet aber das Ausscheiden aus dem Turnier.

Zwar waren wie erwähnt nur 5 Teilnehmer anwesend, aber mit Wolf, Henze, Brückmann, Beisinghoff und Moritz Ruhl waren mit die stärksten Arolser Brettspieler am Start und verhießen durchweg spannende Partien.

So auch gleich in Runde eins, wo Beisinghoff mit Weiß gegen Henze ranmusste und diesen gleich versuchte unter Druck zu setzten. Henze, gewohnt, den Gegner erstmal kommen zu lassen, gab aber gleich die Antwort und erspielte sich entsprechenden Materialvorteil, welchen er stetig ausbaute. Eigentlich dann klar auf der Siegerseite, verhalf er Beisinghoff aber dann trotzdem noch zu Gegenspiel, was letztlich aber nicht mehr ausreichte. Henze siegte letztlich souverän wie auch Wolf, der gegen Moritz Ruhl ranmusste. Auch hier eigentlich immer ziemlich enge Spielausgänge, gewann Wolf aber mit Weiß auch ziemlich überzeugend und klar.

Für Henze ging es dann gegen Brückmann mit Weiß gleich weiter. Auch hier setzte er sich mit starkem Konterspiel durch, erspielte einen Qualitätsgewinn und schickte auch Brückmann gleich in die Verliererrunde, wo auch Rudolf Beisinghoff und Moritz Ruhl um den Verbleib im Turnier kämpften. Beide ja schon mit einer Niederlage behaftet, konnte nur einer weiterkommen und dies war letztlich Moritz Ruhl. Mit genauem Spiel und stoischer Ruhe gewann er am Ende klar und beförderte Beisinghoff aus dem Turnier.

Mit diesem Sieg gestärkt ging Ruhl anschließend auch gleich in das nächste Überlebensduell gegen Brückmann. Auch hier kam nur der Sieger weiter und es war eng. Die Partie wogte hin und her, jeder konnte gewinnen, letztlich erreichten beide Kontrahenten remis, eine Blitzpartie musste demnach über das Weiterkommen entscheiden. Und hier sah sich Gerd Brückmann bereits auf der Verliererstraße, hatte er doch mit Weiß einen Bauern verloren und ein schlechteres Endspiel drohte. Aber in solchen Stellungen blühte Brückmann auf, konterte stark und siegte im Anschluss dann doch sehr souverän. Er zog somit in das Endspiel der Verlierergruppe ein und warte auf seinen Gegner, der nur Henze oder Wolf heißen konnte.

Diese beiden duellierten sich gerade im Siegerduell. Henze, mit Weiß spielte stark auf Angriff, Wolf opferte, wie gewohnt einen Bauern und erreichte ebenfalls starken Angriff. Sollte dieser nicht durchkommen, würde Henze durch diesen Bauernvorteil in ein besseres Endspiel einziehen. Und Henze musste sich arg verteidigen, um seinen Vorteil zu halten. Wolf, mit etwas besserer Restspielzeit verfing sich aber in der Verteidigung von Henze, was dieser gnadenlos ausnutze mit anschließendem Turm- und Partiegewinn und Einzug in das Finale.

Dies konnte Wolf auch noch erreichen, musste hier aber erst Brückmann im Verliererfinale aus dem Weg räumen, während Henze dergleichen seinen kommenden Endspielgegner beobachten konnte.

Mit Schwarz hatte Wolf eigentlich auch genügend Vorteil mit Bauernvorteil erreicht und war dem Sieg nahe, stellte dann aber ein zügig seinen Vorteil wieder ein und jetzt stand Brückmann besser, aber der revanchierte sich umgehend, indem er doch glatt im nächsten Zug einen ganzen Turm und die Partie absolut unnötig hergab. Wolf nahm hier dankend an und zog in das Endspiel gegen Henze ein.

Und wie im Vorjahr spielte Wolf mit Weiß voll auf Angriff, musste er doch die erste Partie gewinnen, wobei Henze das besagte Remis ausreichte. Und diesmal war Wolf ziemlich nahe am Erfolg. Er griff am Königsflügel vehement an, setzte Henze unter Druck und der sah tatsächlich seine Felle schon davonschwimmen und stelle sich innerlich schon auf den nächsten Stichkampf ein.

Wolf konnte mit einem taktischen Schlag die Stellung aufreißen, Henze musste fast tatenlos zusehen. Aber nur fast, denn jetzt kam auch er endlich in Fahrt, nutzte sofort eine kleine Zugschwäche von Wolf aus und erreichte nach Damenabtausch mit seinem Läuferpaar das bessere Endspiel um dann doch noch durch einfachen Bauernverlust alles wieder in Frage zu stellen. Dieser Vorteil reichte letztlich aber für Wolf nicht zum Gewinn, Henze konnte eine Figur abtauschen und erreichte ungleiche Läufer mit anschließendem Materialausgleich, was das sofortige und für ihn ausreichende Remis zum Gesamtsieg bedeutete.

Wolf musste wieder Zähneknirschend zum Gewinn gratulieren, war er doch diesmal wirklich kurz vor selbigem. Dann im nächsten Jahr!

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