SVA 1: Gegen Homberg kampflos zum Sieg

Am 8. Spieltag der Landesklasse Nord hatte der Schachverein Anderssen Arolsen gegen Homberg nichts zu leisten!

Aufgrund Spielermangel und der Tatsache, bereits abgestiegen zu sein, reisten die Homberger erst gar nicht mehr nach Bad Arolsen und gaben somit den Kampf mit einem 0 zu 8 an die Gastgeber ab.

Damit ist Arolsen nicht mehr von Platz 4 in der Endabrechnung zu verdrängen, auch nach einer evtl. Niederlage am letzten Spieltag in Lauterbach.

„Wir haben wirklich eine starke Saison gespielt, ob es evtl. noch zu Platz 3 reicht, muss man sehen“, meinte Mannschaftsführer Hermann Henze.

Auch nach dem deutlichen Sieg von Korbach gegen Baunatal und der gleichzeitigen Niederlage von dessen ärgstem Verfolger, Kassel 2, stehen diese eigentlich schon als Meister und Aufsteiger in die Verbandsliga Nord aufgrund der deutlich besseren Brettpunkte fest.

Kassel müsste demnach 8 – 0 im letzten Kampf gegen Homberg gewinnen (falls diese wieder nicht antreten, somit durchaus möglich) und Korbach gleichzeitig gegen Caissa Kassel an allen 8 Brettern verlieren! Eigentlich nicht möglich, aber rechnerisch eben schon!

Gratuliert wird deshalb von Arolser Seite auch erst nach dem letzten Spieltag!

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Schulschachrallye: Arolsen mischt kräftig vorne mit

BAD AROLSEN. In der Bürgerhalle stritten am vergangenen Samstag nahezu 100 Schüler aus gut einem Dutzend Schulen in ganz Nordhessen um die begehrten Schulschachpokale. In den drei Wertungsklassen S (Grundschule), L (Mittelstufe) und XL (Oberstufe) war alles zusammengekommen, was im nordhessischen Schulschach Rang und Namen hat. Eine herausragende Rolle spielten dabei auch die heimischen Schulen, allen voran die Nicolai-Schule in Mengeringhausen, wo seit einiger Zeit in einer Schach-AG fleißig und erfolgreich trainiert wird und die Christian Rauch-Schule in Arolsen.

In der Gruppe S der Grundschüler zeichnete sich schon bald ein Duell zwischen den Kasseler Schulen, der Eckhard-Vonholt-Schule in Treysa und der Nicolai-Schule in Mengeringhausen um die Spitzenplätze ab. In Mengeringhausen hat der Arolser Landesklassenspieler Constantin Vogel, selbst noch Schüler der CRS und eigentlich Topfavorit in der XL-Klasse, aber durch eine USA-Reise verhindert, im vergangenen Jahr mit dem Schachtraining begonnen. Seine Nachwuchskräfte konnten eindrücklich unter Beweis stellen, dass sie schon mit den Stars aus Kassel und Treysa mithalten können. Vor allem Jeremy Dumpich lehrte den Favoriten ein ums andere Mal das Fürchten. Mit 5 Punkten aus 7 Partien fand er sich am Ende auf dem geteilten 4. Platz. Den Titel machten zwar noch die Kasseler unter sich aus. Es gewann Lars-Quentin Mastmeyer (6,5), vor Kay Lukas Kersten (6) und Theresia Bürmann (5,5). Aber eine ganze Reihe schöner Gewinnpartien zeigten auch die Mengeringhäuser Ronja Thamm (4), Kevin Stegney (3,5), Kevin Tangel (3), Devan Luca Hoeer (3) und Siri Wolf (2,5) sowie die Korbacher Lucas Münnich (4,5) und Leonhard Kor (3).

Die L-Klasse wurde ein gefundenes Fressen für die Arolser Ruhl-Zwillinge. Die schon bei den Senioren erfolgreichen Arolser Schüler ließen den Gegnern von Beginn an nicht den Hauch einer Chance. Nur Sarah Scherer aus Fuldatal konnte beiden Arolsen in Runde 6 und 7 jeweils einen halben Punkt abknöpfen. Die Entscheidung um den Gesamtsieg brachte das direkte Duell, das diesmal Moritz gegen Marcel Ruhl gewann. Auf die Plätze hinter den Ruhls kamen Calvin Küthe aus Kassel (5), Sarah Scherer aus Fuldatal (4,5) und Brian Jin aus Hann. Münden (4).

In der XL-Klasse spielten schon echte Schachprofis, denn nahezu alle Schüler sind bereits Vereinsspieler und mischen bei den Senioren bis in Nordhessenliga und Landesklasse kräftig mit. Der Gesamtsieg ging an den überragenden Joschi Stabernack aus Fuldatal. Er gewann alle 7 Partien. Mithalten konnte eigentlich nur Benjamin Jin aus Hann. Münden, der nur einen Punkt gegen den späteren Sieger abgab. Um die Plätze stritt sich ein ziemlich ausgeglichenes Feld, in dem Maximilian Söder und Moritz Thiel (beide Hann. Münden) und Sebastian Ulloth und Jan Taege (beide Baunatal) nur durch unterschiedliche Feinwertung getrennt die Plätze 3-6 belegten. Die Waldecker Fahnen hielten hier die Korbacher Marc Norgall und Patrick Strube hoch. Sie platzierten sich im Mittelfeld.

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Nordhessenpokal: Schachfreunde Korbach siegen souverän gegen Arolsen

BAD AROLSEN. Was für ein Debakel für die Arolser im Heimspiel des Nordhessenpokalviertelfinales gegen Korbach. Konnte man in der Meisterschaft der Landesklasse Nord noch in Korbach gewinnen, revanchierten sich diese eindrucksvoll mit einem 4-0 im Pokal am vergangenen Sonntag in Bad Arolsen. Auch wenn Mannschaftsführer Henze anmerkte, durch diverse Aussetzer der Arolser etwas unglücklich verloren zu haben, war aber am letztlich verdienten Gesamtsieg der Korbacher nicht zu rütteln.

Und es ging auch gleich fulminant los. An Bett 2 kam es zum Duell der talentierten Jugendlichen Paul Schäfer auf Arolser und Christopher Kearns auf Korbach Seite. Schäfer mit Weiß versuchte gleich zu Beginn, Druck gegen Kearns Königsstellung aufzubauen, indem er groß rochierte. Nach Damentausch kam Kearns aber immer besser in das Spiel und erzeugte selbst mit seinen Leichtfiguren Gegendruck auf die Stellung von Schäfer, die dieser so gerade folgenlos parieren konnte, aber einen geringen Stellungsnachteil mit sich brachte. Als er sich dann aber eigentlich gut gesichert und für den Gegenschlag bereit sah, stellte er einzügig nach Springergabel mit Schach einen kompletten Turm ein und musste entnervt aufgeben.

Dieser Schock saß bei den Arolsern. Kurz danach stand es dann auch 0:2. Harald Block als Ersatz spielte an Brett 4 mit Schwarz gegen Jan Zioltkowski eine sehr gute Partie und baute sich entsprechend forsch mit seinen Figuren auf. Mit beiderseitigen Angriffsversuchen musste er aber dem Korbacher nach dessen starken Stellungsspiel gegen den König mit gleichzeitigem Verlust des wichtigen Bauern auf F7 und daraus folgenden Mattdrohungen in hochgradiger Zeitnot Tribut zollen und Zioltkowski den vollen Punkt überlassen.

Nun fehlte den Korbachern nur noch ein halber Punkt, um in das Halbfinale des Nordhessenpokals einzuziehen. Henze an Brett 1 gegen Andre Schmidt mühte sich mit Schwarz schon die ganze Stellung lang gegen dessen starke Angriffe mit Läufer und Dame. Da er keinen Gegendruck erzeugen konnte, musste er letztlich das Unheil über sich ergehen lassen und wurde langsam aber sicher überspielt. Auch das Opfern einer Qualität (Turm gegen Läufer) bot Henze seinen Gegner an um wenigsten zu etwas Gegenspiel zu kommen. Dies lehnte Schmidt aber konsequent ab und opferte selbst einen Läufer in die Königsstellung für eine offene Turmlinie. Henze nahm das Opfer an mit der Tatsache, seinen König durch diverse Schach`s der gegnerischen Dame retten zu können, gab aber zugleich sofort danach auf, da er glatt ein Matt auf F 7 nach Schmidt`s Zwischenzug mit der Dame übersehen hatte. Letztlich hat dies sein Ende nur schneller begünstigt, da die Stellung eh hinüber war.

Korbach war somit mit dem 0-3 eine Runde weiter und nun lag es an Jürgen Wolf, zumindest eine Resultatsverbesserung an Brett 3 spielend gegen Evgeniy Rymar zu erreichen. Mit Weiß stand er nach munteren Bauerzügen gegen Rymar´s Königsstellung gar nicht mal so schlecht, da dessen König ja noch nicht rochiert und somit auch nicht in sicherer Stellung war. Rymar konterte aber ebenfalls und zwang nunmehr Wolf etwas in die Defensive, was diesen veranlasste, seinem Gegner ein friedliches remis anzubieten, aber Rymar ablehnte. Dieser erspielte sich nunmehr selber Vorteil mit anschließendem Qualitätsgewinn. Wolf konterte, indem er sich die Bauern an dessen Königsflügel einverleibte und wieder etwas Hoffnung schöpfte. Jetzt opferte Rymar aber gekonnt seinen Turm und erzwang dadurch einen Umtausch von Wolf`s beiden Leichtfiguren in eine Stellung, aus der Rymar dann mit einer kompletten Mehrfigur in das Endspiel einzog. Nach einem weiteren kleinen Schnitzer mussten dann auch noch die Bauern und der Turm dran glauben und die Stellung war verloren, das 0-4 für Korbach zementiert.

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