SVA 1: Unglückliche 3,5:4,5 Niederlage gegen Baunatal

Schach-Nordhessenliga 2015/16 – 9. Runde

WOLFHAGEN/ BAD AROLSEN. Kein Happy End zum Saisonabschluss: Nach der knappen 3,5:4,5 Niederlage gegen Baunatal bleibt den Arolsern nur ein Tabellenplatz im Mittelfeld.

Schon vor Spielbeginn war die Luft eigentlich raus, da beide Mannschaften weder auf- noch absteigen konnten. So war es kein Wunder, dass bereits nach anderthalb Stunden die ersten Friedenspfeifen rauchten. Weder Martin Malinowski noch Thomas Bölke am Spitzenbrett konnten irgendeinen Vorteil nachweisen und begnügten sich mit Kurzremisen.

Als der sonst grundsolide agierende Hermann Henze einzügig Figur und Partie einstellte zogen erste Gewitterwolken auf. Diese konnte Jürgen Wolf mit einer bärenstarken Partie noch einmal vertreiben, da er den gegnerischen König gekonnt in die Enge getrieben hatte. Da kurz darauf Emil Ackermann wie durch ein Wunder dem sicheren Matt entkam und ins Remis rettete, schien für die Residenzstädter noch einmal die Sonne. Doch der Frieden währte nur kurz.

Denn Rudolf Beisinghoff hatte seine Gewinnstellung innerhalb weniger Züge in einen Trümmerhaufen verwandelt und musste zum Entsetzen seiner Mannschaftskameraden aufgeben. Als wenige Minuten später ein tapfer kämpfender Harald Block dank ungleichfarbiger Läufer ins Remis entkam, da war es an Gerd Brückmann mit einem Sieg immerhin das  4:4 zu retten.

Brückmann kämpfte und schnürte seinen Gegner in bester Karpovscher Manier so ein, dass diesem kaum mehr Luft zum Atmen blieb. Doch Werner Meyn wehrte sich nach Kräften und versuchte eine Festung aufzubauen. Brückmann stürmte Zug um Zug dagegen an – vergeblich. Die Mauer hielt. Nach über vier Stunden gab der Arolser schließlich seine Gewinnbemühungen auf und gratulierte den Baunatalern zum hauchdünnen 3,5:4,5 Erfolg.

SK Baunatal 2 – SV Anderssen Arolsen 1   4,5:3,5

Belz – Bölke 0,5-0,5
Weyer – Henze 1:0
Meyn – Brückmann 0,5:0,5
Sharoikow – Malinowski 0,5:0,5
Wuttke – Wolf 0:1
Hödtke – Ackermann 0,5:0,5
Gibhardt – Beisinghoff 1:0
Sarbidi – Block 0,5:0,5

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SVA 1: Hart umkämpftes 5:3 gegen Eschwege

Drama mit Happy End: Trotz Unterzahl siegt Arolsen mit 5:3 gegen Eschwege. Es hätte auch anders kommen können.

Durch das Fehlen von Paul Schäfer am Spitzenbrett gingen die Gäste aus Eschwege nach einer Stunde kampflos mit 1:0 in Führung. Ein denkbarer schlechter Start aus Sicht der Residenzstädter – aber es sollte noch schlimmer kommen.

Martin Malinowski hatte seine Entwicklung sträflich vernachlässigt und wurde prompt bestraft. Sein König ging in einem unabwendbaren Mattangriff unter – 2:0 für Eschwege.

Nach einem soliden Remis von Robert Wende war es ausgerechnet Rudolf Beisinghoff der zur Aufholjagd blies. In einer völlig verlorenen Stellung beschwindelte er seinen Gegner und hatte ganz unverhofft einen siegbringenden Freibauern auf dem Brett – 1,5:2,5.

Als Gerd Brückmann mit gekonnter Technik seinen Mehrbauern ebenfalls zum Sieg umwandelte und Harald Block in seine Gewinnstellung noch zum Remis verdarb war noch immer alles offen. So stand es nach fast vier Stunden 3:3 bei noch zwei laufenden Partien.

In einer dramatischen Zeitnotphase behielt Thomas Bölke den besseren Überblick und konnte in ein gewonnenes Turmendspiel abwickeln. Die Gäste wehrten sich in der noch verbleibenden Partie zwar noch nach Kräften, aber Jürgen Wolf ließ seine Mehrbauern furchtlos laufen: 5:3 für nimmermüde Arolser, die lange einem Rückstand hinterherliefen.

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SVA 1: Sieg gegen Wehlheiden sichert Klassenerhalt

Arolsen siegt in Wehlheiden und sichert durch Marcel Ruhl und Constantin Vogel den Klassenerhalt.

Ja, die Auswärtsfahrt nach Kassel hatte sich doch gelohnt, musste Arolsen doch gegen den Tabellenletzten Wehlheiden antreten und sicherte am Ende mit einem klaren Sieg den Klassenerhalt in der Nordhessenliga bereits 2 Spieltage vor Saisonschluss.

Das Zünglein an der Waage waren diesmal die starken Ersatzleute Marcel Ruhl und Constantin Vogel, die mit voller Punktausbeute zum tollen Ergebnis erheblich beitrugen.

Fast in voller Mannschaftstärke, diesmal nur ohne Boelke und Malinowski, war man gut gewappnet in den Mannschaftskampf gestartet und führte quasi vor Beginn bereits mit 1:0, da der Wehlheidener Rehbaum nicht gegen Wolf antrat und somit diesem einen spielfreien Sonntag bescherte und Arolsen den vollen Punkt.

Und es ging auch gleich gut weiter. Emil Ackermann an Brett 5 gegen Fliegner hebelte mit seinen weißen Steinen durch starken Angriff gekonnt dessen Königsstellung aus, dass diesem nach ca. 2 Stunden Spielzeit nur die Aufgabe blieb.

Arolsen führte 2:0 und dieses Ergebnis baute Paul Schäfer am Spitzenbrett mit einem fein herausgespielten Remis gegen Mertens weiter aus. Mit Weiß versuchte er in die schwarze Stellung einzudringen, Mertens blieb aber cool, konnte einen Damentausch erzwingen und brachte damit quasi alle Angriffsbemühungen von Schäfer zum Erliegen. Ohne großes Risiko und mit einer 2-0 Führung im Rücken nahm er dann das Remis-Angebot seines Gegners zum 2,5 zu 0,5 an.

Kurz darauf stellte dann der erste Ersatzmann, Constantin Vogel, die Weichen vollends auf Sieg. Das Arolser Jugendtalent, derzeit beruflich in Berlin tätig, erwischte mit Weiß spielend an Brett 7 gegen Marc Hintz diesen auf dem falschen Fuß und dominierte die Partie durch ein bravouröses Springermanöver. Hier gab es dermaßen Stellungsvorteil, dass der Wehlheidener nur noch mäßig agieren konnte aber nicht mehr reagieren. Dies ließ er sich aber nicht lange zeigen und gab entnervt zum vorentscheidenden 3,5 zu 0,5 für Arolsen auf.

Nun kam aber der Gastgeber durch Peter Barchfeld doch noch einmal kurz heran. Mit Weiß opferte er gegen den Arolser Beisinghoff eine Qualität (Turm gegen Läufer) und erreichte dadurch dermaßen Druck auf dessen schwarzen König, der nun über das ganze Brett wandern musste, um den andauernden Schachs entgehen zu können. Dies ging aber auf Dauer nicht lange gut und Beisinghoff musste die Waffen strecken, was den ersten vollen Punkt für Wehlheiden zum 3,5 zu 1,5 einbrachte.

Dieses kurzweilige Glücksgefühl der Gastgeber stelle aber der zweite Ersatzmann, Marcel Ruhl, gleich wieder ein. An Brett 8 mit Schwarz gegen Krause schlug es in dessen Stellung ein wie der Blitz. Mit starkem Stellungsspiel und einen Springer, der überall hinkonnte, manövrierte Marcel die weiße Königsstellung dermaßen aus den Angeln, das nur die sofortige Aufgabe blieb und er mit diesem vollen Punkt den Gesamtsieg zum uneinholbarem 4,5 für die Arolser nach 4 Stunden Spielzeit gekonnt sicherstellte.

Jetzt befreit aufspielen und das Ergebnis ausbauen galt für die beiden letzten verbliebenen Bretter, wo Henze und Brückmann noch leidenschaftlich kämpften.

Und es sah eigentlich alles gut aus. Topscorer Brückmann, an Brett 3 mit Weiß gegen Huneck stand eigentlich klar auf Gewinn, gestattete durch seine vorgerückten Bauern diesem absolut keinen Raum für Gegenspiel und es war nur eine Frage der Zeit, wann der volle Punkt auch hier verbucht werden konnte. Aber wohl im Zuge des sicheren Gewinnes stellte Brückmann ein zügig eine komplette Figur für nichts ein, die sein Gegner natürlich dankbar annahm. Auch dies passiert Spitzenspielern, tröstete Mannschaftsführer Henze sogleich den konsternierten Brückmann, der die Partie sofort aufgab und Huneck zum eigentlich nicht verdienten Sieg fairerweise doch gratulierte. Auch hier zeigte Brückmann wieder seine bekannte Größe und seinen fairen Sportsgeist.

So blieb es am Ende Mannschaftsführer Henze vorbehalten, nach fast 5 Stunden Spielzeit für das Endresultat zu sorgen mit dem letzten Sieg an diesem Spieltag.

An Brett 2 gegen Raffie erreichte er mit Schwarz zwar einen Qualitätsgewinn Turm gegen Läufer, musste sich dafür aber doch großem Druck durch das Läuferpaar und Dame seines Gegner erwehren, da dieser immer wieder Mattdrohungen aufstellen konnte. Henze wickelte hier aber gewohnt routiniert mit erzwungenem Damenabtausch in ein gewonnenes Endspiel ab, opferte noch einen Bauern für das Eindringen seines Turmes in die gegnerische offene Linie und brachte den Gewinn sicher nach Hause zum Endstand 5,5 zu 2,5 für Arolsen.

Damit ist der Klassenerhalt 2 Runden vor Schluss automatisch gesichert, da auch Ahnatal klar gegen Vellmar verlor und somit die beiden Absteiger mit Ahnatal und Wehlheiden fast sicher feststehen, die Arolser aber definitiv nicht mehr einholen können.

Für diese stehen noch das Schaulaufen und die Möglichkeit der Verbesserung in der Endplatzierung im Gesamtranking gegen die Gegner Eschwege und Baunatal in den letzten beiden Runden an.

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Hermann Henze holt die Blitzeinzelmeisterschaft 2015 und verteidigt seinen Vorjahrestitel

Auch im gerade abgelaufenen Jahr 2015 trumpfte Hermann Henze in der Blitzeinzelmeisterschaft des Schachverein Anderssen Bad Arolsen auf und verteidigte seinen Blitztitel wie auch schon in den Vorjahren mit seiner unnachahmlichen Spielweise.

In den für jeden Spieler auf maximal 5 Minuten Gesamtspielzeit gespielten Partien trumpfte Henze dermaßen auf, dass nur der Arolser Blitzcrack Prof. Dr. Jürgen Wolf einigermaßen Schritt halten konnte und es bis in den Dezember hin einigermaßen spannend um den Titel blieb.

Das Blitzturnier, welches in jeden Monat gespielt wird, erfolgt nach dem Grand Prix-Modus analog der alten Formel Eins-Wertung (Sieger 10 Punkte, Zweiter 8. Dritter 7 usw.). Von den insgesamt 12 Turnieren werden die besten 9 gewertet. Demnach erreicht ein ungeschlagener Spieler maximal 90 Wertungspunkte, Henze knackte diese Zahl nicht ganz, er kam aber auf sagenhafte 87 Punkte, was 7 Siege, ein geteilter erster Platz und als schlechtestes Ergebnis ein zweiter Platz in der Endabrechnung bedeutete. Wie im letzten Jahr kam Henze auch erst wieder ab Herbst so richtig in Fahrt, gewann er doch die Turniere September, Oktober, November und Dezember unangefochten hintereinander und stellte damit die Zeichen wieder klar auf Sieg und Titelverteidigung.

Er machte es der Konkurrenz dahingehend auch sehr schwer, da er in keinem Durchgang schwächelte und sich Wolf auch nicht anfangs absetzen konnte. Er holte, wenn er dann ein Turnier nicht gewann zumindest immer den zweiten Platz als schlechtestes Ergebnis.

Als Zweiter mit 76,5 Punkten folgte Jürgen Wolf auf Platz 2 schon mit deutlichem Abstand, Er gewann die Turniere Januar und Mai (jeweils geteilter erster Platz mit Brückmann und Henze) sowie März, Juli und August als alleiniger Sieger.

Mit dann weiterem Abstand folgte Gerd Brückmann auf Platz 3 mit 63 Punkten. Er erspielte sich im gesamten Turnierverlauf im Mittel die Plätze 2 bis 5, was für die Spitze genauso wenig ausreichte wie bei dem viertplatzierten Martin Malinowski. Dieser konnte sich aber auch mal in die Siegerliste eintragen, gewann er doch vor Henze, Brückmann und Wolf das Wertungsturnier April sehr souverän.

Auf den folgenden Plätzen folgte dann noch Beisinghoff, Wagener, Ackermann, Junghans und Steenput. Die Jungtalente Marcel und Moritz Ruhl, die eigentlich als Blitzspezialisten gefürchtet waren, hatten mit dem jeweiligem Turniersieg auf den Plätzen 6 (Moritz) und 8 (Marcel) nichts zu tun und enttäuschten doch ein wenig.

Aber ausruhen gilt ja bekanntlich nicht, da bereits am kommenden Freitag die nächste Jahreswertung für 2016 ansteht.

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SVA 1: Hauchdünnes 3,5:4,5 gegen den Tabellenführer Bad Emstal/ Wolfhagen

BAD AROLSEN. An der Sensation geschnuppert: Statt der unglücklichen 3,5:4,5 Niederlage hätte gut und gerne auch ein anderes Ergebnis für Arolsen stehen können. Das gegen den bis dahin souveränen Tabellenführer aus Bad Emstal/Wolfhagen mehr drin war, lag nicht zuletzt daran, dass die Arolser nahezu in Bestbesetzung antraten. So stand am Spitzenbrett zum ersten Mal in dieser Saison Paul Schäfer zur Verfügung. Ganz anders bei den Gästen: Denn Ex-Weltmeister Wladimir Kramnik blieb zur Enttäuschung der Residenzstädter auch dieses Mal zu Hause.

Trotzdem waren die Bad Emstaler gerade an den vorderen Brettern mit zwei Titelträgern weitaus stärker besetzt. Das Motto konnte für Arolsen daher nur lauten: Vorne mauern, hinten punkten. Ein Plan der erstaunliche Früchte tragen sollte. Auch als ein chancenlos agierender Hermann Henze regelrecht vom Brett geschoben wurde, die Antwort der Gastgeber ließ nicht lange auf sich warten. Jürgen Wolf brachte seelenruhig Figur um Figur in Angriffsstellung, um schließlich zum finalen Mattangriff zu blasen. Paul Straschnej mühte sich zwar redlich, konnte aber nur tatenlos zusehen, wie seine Königsstellung völlig überrannt wurde – 1:1.

Auch Harald Block mühte sich redlich, schien aber in einem Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern nicht vorwärts zu kommen. Nach langen Abwägen nahm er schließlich das Remisangebot Anton Tadlers an. Wäre hier mehr drin gewesen? Eine Frage, die die Arolser noch lange beschäftigen sollte.

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Zum Grübeln blieb vorerst hingegen keine Zeit. Martin Malinowskis König war nämlich dem Tod geweiht – es drohte Matt in einem Zug. Sollte er da nicht aufgeben? Keineswegs dachte sich Malinowski und ging – zum Erstaunen von Andriv Vachylya – zum Gegenangriff über. Mehrere Schachs und ein teuflisches Damenmanöver später war klar: Es war sein Gegner der im Mattnetz zappelte – Arolsen ging in Führung!

Die Freude währte leider nur kurz, da Bölke voller Übermut seinen König in gefährliches Fahrwasser geschifft hatte. Dort strandete er schließlich und wurde von Robert Oros gekonnt unter Beschuss genommen. Als Bölke in hochgradiger Zeitnot zudem die Qualität geben musste, war die Partie endgültig verloren. 2,5:2,5 – alles war noch drin.

Der Blick auf die drei verbliebenen Bretter ließ Hoffnung aufkommen, da zwei Partien für Arolsen klar besser schienen. Sollte man hier tatsächlich die Sensation schaffen und dem Tabellenführer den ersten Punktverlust zufügen? Wie so oft hatten sich die Mannen um Hermann Henze zu früh gefreut. Denn als Rudolf Beisinghoff seinen Gegner schon beinahe zur Aufgabe gezwungen hatte, begann er mit unerklärlichen Manövern seine Stellung zu ruinieren. Und so wurde innerhalb weniger Züge aus einer Gewinnstellung eine glatt verlorene. Entsetzen auf Arolser Seite, ungläubige Freude bei den Gästen.

Als kurz darauf auch Paul Schäfer am Spitzenbrett der großmeisterlichen Spielstärke von Yakov Nesterov Tribut zollen musste, war der Wettkampf entschieden. Für Gerd Brückmann ein Grund jetzt erst Recht weiterzuspielen. Und wie. Mit viel Ruhe und Präzision knetete er Hagen Rewalds Stellung so lange, bis dieser im Damenendspiel erst einen, dann noch einen zweiten Bauern geben musste. Der Rest war für Brückmann nur noch eine Frage der Technik. Ein schön herausgespieltes Trostpflaster, dass einmal die kämpferischen Qualitäten der Arolser unterstrich. Wehlheiden als nächster Gegner kann sich warm anziehen.

SV Anderssen Arolsen I

Sfr. Bad Emstal/Wolfhagen 3,5:4,5
Schäfer

Nesterov 0:1
Bölke

Oros 0:1
Henze

Tiba 0:1
Brückmann

Rewald 1:0
Malinowski

Vachylya 1:0
Wolf

Straschnej 1:0
Beisinghoff

Haan 0:1
Block

Tadler 0,5:0,5
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Hermann Henze verteidigt Titel im Porsche-Pokal mal wieder gegen Wolf

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Das war ja mal ein schöner Jahresanfang für den Arolser Henze und ganz nach seinem Geschmack. Das diesmal auch wegen des schlechten Wetters durch Blitzeis nur mit 5 Personen angelegte Pokalturnier, genannt nach dem gleichnamigen Pokal – Spender Dirk Porsche, heimste Hermann Henze wie schon im Vorjahr den Titel gegen Jürgen Wolf mit einer bis zum Schluss hochspannenden Finalpartie ein.

Und wie auch damals musste Henze im Endspiel des im doppelten KO-System gespielten Turniers nur ein Remis schaffen, da Wolf, aus der Verliererrunde kommend, unbedingt die erste Partie gewinnen musste, um erstmal Gleichstand zu erzielen.

Gespielt wurden Schnellpartien mit jeweils 15 Minuten Bedenkzeit je Spieler. Verlor man in der ersten Runde, konnte man sich trotzdem noch für das Finale qualifizieren, eine zweite Niederlage bedeutet aber das Ausscheiden aus dem Turnier.

Zwar waren wie erwähnt nur 5 Teilnehmer anwesend, aber mit Wolf, Henze, Brückmann, Beisinghoff und Moritz Ruhl waren mit die stärksten Arolser Brettspieler am Start und verhießen durchweg spannende Partien.

So auch gleich in Runde eins, wo Beisinghoff mit Weiß gegen Henze ranmusste und diesen gleich versuchte unter Druck zu setzten. Henze, gewohnt, den Gegner erstmal kommen zu lassen, gab aber gleich die Antwort und erspielte sich entsprechenden Materialvorteil, welchen er stetig ausbaute. Eigentlich dann klar auf der Siegerseite, verhalf er Beisinghoff aber dann trotzdem noch zu Gegenspiel, was letztlich aber nicht mehr ausreichte. Henze siegte letztlich souverän wie auch Wolf, der gegen Moritz Ruhl ranmusste. Auch hier eigentlich immer ziemlich enge Spielausgänge, gewann Wolf aber mit Weiß auch ziemlich überzeugend und klar.

Für Henze ging es dann gegen Brückmann mit Weiß gleich weiter. Auch hier setzte er sich mit starkem Konterspiel durch, erspielte einen Qualitätsgewinn und schickte auch Brückmann gleich in die Verliererrunde, wo auch Rudolf Beisinghoff und Moritz Ruhl um den Verbleib im Turnier kämpften. Beide ja schon mit einer Niederlage behaftet, konnte nur einer weiterkommen und dies war letztlich Moritz Ruhl. Mit genauem Spiel und stoischer Ruhe gewann er am Ende klar und beförderte Beisinghoff aus dem Turnier.

Mit diesem Sieg gestärkt ging Ruhl anschließend auch gleich in das nächste Überlebensduell gegen Brückmann. Auch hier kam nur der Sieger weiter und es war eng. Die Partie wogte hin und her, jeder konnte gewinnen, letztlich erreichten beide Kontrahenten remis, eine Blitzpartie musste demnach über das Weiterkommen entscheiden. Und hier sah sich Gerd Brückmann bereits auf der Verliererstraße, hatte er doch mit Weiß einen Bauern verloren und ein schlechteres Endspiel drohte. Aber in solchen Stellungen blühte Brückmann auf, konterte stark und siegte im Anschluss dann doch sehr souverän. Er zog somit in das Endspiel der Verlierergruppe ein und warte auf seinen Gegner, der nur Henze oder Wolf heißen konnte.

Diese beiden duellierten sich gerade im Siegerduell. Henze, mit Weiß spielte stark auf Angriff, Wolf opferte, wie gewohnt einen Bauern und erreichte ebenfalls starken Angriff. Sollte dieser nicht durchkommen, würde Henze durch diesen Bauernvorteil in ein besseres Endspiel einziehen. Und Henze musste sich arg verteidigen, um seinen Vorteil zu halten. Wolf, mit etwas besserer Restspielzeit verfing sich aber in der Verteidigung von Henze, was dieser gnadenlos ausnutze mit anschließendem Turm- und Partiegewinn und Einzug in das Finale.

Dies konnte Wolf auch noch erreichen, musste hier aber erst Brückmann im Verliererfinale aus dem Weg räumen, während Henze dergleichen seinen kommenden Endspielgegner beobachten konnte.

Mit Schwarz hatte Wolf eigentlich auch genügend Vorteil mit Bauernvorteil erreicht und war dem Sieg nahe, stellte dann aber ein zügig seinen Vorteil wieder ein und jetzt stand Brückmann besser, aber der revanchierte sich umgehend, indem er doch glatt im nächsten Zug einen ganzen Turm und die Partie absolut unnötig hergab. Wolf nahm hier dankend an und zog in das Endspiel gegen Henze ein.

Und wie im Vorjahr spielte Wolf mit Weiß voll auf Angriff, musste er doch die erste Partie gewinnen, wobei Henze das besagte Remis ausreichte. Und diesmal war Wolf ziemlich nahe am Erfolg. Er griff am Königsflügel vehement an, setzte Henze unter Druck und der sah tatsächlich seine Felle schon davonschwimmen und stelle sich innerlich schon auf den nächsten Stichkampf ein.

Wolf konnte mit einem taktischen Schlag die Stellung aufreißen, Henze musste fast tatenlos zusehen. Aber nur fast, denn jetzt kam auch er endlich in Fahrt, nutzte sofort eine kleine Zugschwäche von Wolf aus und erreichte nach Damenabtausch mit seinem Läuferpaar das bessere Endspiel um dann doch noch durch einfachen Bauernverlust alles wieder in Frage zu stellen. Dieser Vorteil reichte letztlich aber für Wolf nicht zum Gewinn, Henze konnte eine Figur abtauschen und erreichte ungleiche Läufer mit anschließendem Materialausgleich, was das sofortige und für ihn ausreichende Remis zum Gesamtsieg bedeutete.

Wolf musste wieder Zähneknirschend zum Gewinn gratulieren, war er doch diesmal wirklich kurz vor selbigem. Dann im nächsten Jahr!

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Becker auch Sieger beim Neujahrsblitzturnier!

Neujahrsblitz 2016

Nachdem das Weihnachtsblitz zwar knapp aber letztendlich hochverdient von dem Briloner Spitzenspieler Andrè Becker nach Stechen gewonnen wurde, schien auch beim traditionellen Neujahrsblitzturnier ein Stichkampf um den begehrten Titel vonnöten zu sein, aber leider musste hier Lokalmatador Jürgen Wolf, als einzigster Arolser noch um den Sieg mitspielend, gegen seinen Vereinskollegen Moritz Ruhl nach langem Kampf auf remis einwilligen, was letztendlich den entscheidenden Vorsprung mit einem halben Punkt und den Titel für Becker einbrachte.

Mit diesmal nur 11 Teilnehmern fand sich immerhin eine Truppe von Schachspielern im Arolser Sophienheim ein, die allesamt eine hochkarätige Spielstärke aufwiesen. Neben den Arolser Spitzenspielern Wolf, Henze, Brückmann Wagener, Beisinghoff, Block und Ruhl konnte man auch neben Becker den Korbacher Jürgens sowie den Ex-Arolser Ondrej Springer, welcher derzeit am Spitzenbrett von Bad Sooden Allendorf in der Landesklasse spielt, ganz herzlich begrüßen.

Und es ging auch gleich zur Sache. Die Topfavoriten gaben sich allesamt keine Blöße und gewannen doch sehr souverän Ihre Partien, bis es zum Spitzenkampf Becker gegen Wolf kam. In der von großem Angriff geführten Partie hatten beide eigentlich die Chance zum Sieg, einigten sich dann aber nach verteiltem Spiel und kein großes Risiko mehr eingehend auf remis. Das war die Chance für Henze, der sich bis dato ebenfalls keine Blöße gab und nunmehr allein an der Tabellenspitze thronte, aber nur bis zu nächsten Runde. Hier musste er dann im direkten Duell gegen Becker ran. Und wieder einmal zeigte sich der kleine Unterschied. Einen minimalen Stellungsvorteil nutze Becker zum Mehrgewinn eines Bauern, welcher im Endspiel das Zünglein an der Waage war und zum Sieg für Becker führte.

Dem nicht genug, kam es in der darauf folgenden Runde gleich auch noch zum immer wiederkehrenden vereinsinternen Duell Wolf gegen Henze. Und hier, wohl auch noch mit der Vorpartie gegen Becker im Kopf, griff Henze, der voll auf Sieg spielen musste, gründlich fehl, verlor die zweite Partei hintereinander und war somit komplett aus dem Titelrennen heraus.

Hier waren aber noch neben Becker und Wolf auch der starke Korbacher Gastspieler Jürgens und der Arolser Brückmann gut im Rennen. Brückmann siegte auch im direkten Duell gegen Jürgens, war aber nach Niederlagen gegen Ruhl, Becker, Henze und Wolf ebenfalls aus dem Titelrennen wie anschlie0end auch Jürgens, der gegen Henze, Wolf und Becker chancenlos war.

Auch Jungtalent Moritz Ruhl spielte zu Anfangs gut mit, fiel dann aber am Ende deutlich ab mit zum Teil sehr knappen Niederlagen. Und was machte der Ex-Arolser Springer?

Leider spielte ihm mehrfach die Zeit einen Streich, hatte er doch fast immer gute Stellungen auf dem Brett, geriet dann aber in Zeitnot und verlor doch teilweise auch sehr unglücklich, was ihm eine bessere Platzierung kostete als Platz 7.

Somit bahnte sich in der Vorschlussrunde dann eben das oben genannte Drama an. Während Becker seine Partie schnell gewann, kämpfte Wolf im internen Vereinsduell mit Schwarz gegen Moritz Ruhl mit allen Mitteln um den Sieg. Sein starker Freibauer sah auch vielversprechend aus, aber leider musste er in Zeitnot eine Figur geben um den Gewinn zu forcieren, was aber nicht mehr ausreichte. Ruhl konterte gegen und erreichte verdient das Unentschieden, was Becker vor der letzten Runde somit die alleinige Tabellenführung einbrachte. Und die behielt er auch gegen Wagener. Sehr souverän und schnell erreichte er einen glatten Damen- mit anschließendem Partiegewinn. Auch Wolf stellte mit klarem Sieg seinen 2. Platz sicher. Henze erreichte nach kleiner Aufholjagd noch Platz 3.

Endplatzierung nach 10 Runden:

1 .Becker 9,5 Punkte aus 10

2. Wolf 9

3. Henze 8

4. Brückmann 6

4. Jürgens 6

6. Ruhl, Moritz 5,5

7. Springer 4,5

Vor weiteren 5 Teilnehmern.

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SVA 1: Kein Wunder von Kaufungen

BAD AROLSEN/ KAUFUNGEN. Es wäre so schön gewesen: Mit einem Rumpfteam spielend hatte Arolsen die Sensation gegen Kaufungen schon auf dem Brett – doch dann versagten die Nerven. Am Ende stand es nach vielen Turbulenzen 5:3 für Kaufungen. Schade.

Wenn es bei Arolsen momentan eine Konstante gibt, dann folgende: Es fehlen immer mehrere Stammspieler! So auch gegen Kaufungen. Schlimmer noch: Es konnten nicht genug Ersatzspieler gefunden werden, um die Löcher in der Personaldecke zu füllen. Kurzum: Drei Bretter mussten unbesetzt bleiben, so dass es schon vor Wettkampfbeginn 3:0 für den Gegner stand.

Lohnt es sich da überhaupt noch zu spielen? „Natürlich!“ sagten sich die Residenzstädter und gingen entsprechend kämpferisch an die Bretter. Und siehe da: Von der Führung in Sicherheit gewiegt, griff Vincent Kirchner in einem Moment völliger Schachblindheit fehl und wurde von Thomas Bölke prompt bestraft. Nur noch 1:3 aus Arolser Sicht. Da geht mehr!

Und wie: Jürgen Wolf warf am Königsflügel alles nach vorn, während sich sein Gegner bloß hinten reinstellte und bemüht war die Stellung zu verrammeln. Doch nicht mit dem „bösen Wolf“. Der hebelte den schwarzen König kurzerhand mit seinen Bauern frei und erlegte diesen anschließend mit seiner Dame. Nur noch 2:3, Kaufungen wurde nervös.

Das die Chancen für Arolsen zu diesem Zeitpunkt gut standen, machte ein Blick auf die verbliebenden Bretter schnell klar. Rudolf Beisinghoff stand glatt auf Gewinn, Harald Block stand optisch ebenfalls einen Tick besser, während Robert Wende sicher den Remishafen ansteuerte. Der Sieg – oder zumindest ein 4:4 – war bereits zum Greifen nah.

Doch dann schien Schachgöttin Caissa mit einem Mal ihre Finger im Spiel zu haben. Denn Rudolf Beisinghoff verwandelte seine Gewinnstellung Zug um Zug in einen Trümmerhaufen. Wie aus dem Nichts zauberte sein Gegner einen Mattangriff aufs Brett, den Beisinghoff – zum Entsetzen seiner Mannschaftskollegen – nicht abzuwehren vermochte. 4:2 für Kaufungen – der Traum war vorbei.

Weder der tapfer kämpfende Harald Block noch der sicher agierende Robert Wende vermochten das Ruder herumzureißen und so trieben beide in den Remishafen. Fazit: Arolsen hat tapfer gekämpft, doch es schien einfach nicht die Zeit für Wunder sein. Vielleicht beim nächsten Mal.

SC Kaufungen SV Anderssen Arolsen 1 5:3
Hänisch Schäfer +:-
Maar Henze +:-
Kirchner Bölke 0:1
Mykietyszyn Brückmann +:-
Wander Wolf 0:1
Gück Beisinghoff 1:0
Eiser Wende ½ – ½
Becker Block ½ – ½
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Weihnachtsblitz 2015: André Becker siegt nach Stechen

Zum Jahresabschluss kommen zum traditionellen Weihnachtsblitzturnier Gäste vor allem auf Nordrheinwestfalen, um die Arolser Blitzer auf ihr Können zu testen. Mit André Becker, Gerhard Schubert und André Weber waren diese Jahr gleich drei Spieler angereist, um sich den Titel streitig zu machen.

Becker, vielfacher Siegen in den Vorjahren, begann jedoch unkonzentriert und verlor überraschend gegen das Arosler Nachwuchstalent Moritz Ruhl. Als dann noch eine Niederlage gegen Schubert eingefahren wurde schienen seine Chancen dahin. Doch auch Schubert gab Punkte ab: gegen Weber und Henze gab es lediglich halbe Punkte, gegen Gerstmayr gar eine Niederlage. Weber hatte bis dahin noch ab besten gespielt und machte sich Hoffnungen auf den Turniersieg, doch er mußte noch gegen Becker. Dieser lies aber nichts anbrennen und wahrte mit seinem Sieg die Titelchance.

Auch der Bad Arolser Hermann Henze wollte um den Sieg mitspielen. Zwar hatte er in der ersten Partie gegen Becker verloren, doch danach gewann er Partie um Partie. Doch auch ihm wurde Gerstmayr  zum Stoplterstein, dazu kamen noch zwei Remis gegen Schubert und Weber, so dass es für ihn am Ende nur für Platz vier reichte, immerhin die beste Bad Arolser Platzierung.

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Da Schubert und Becker ihre letzten Partien gewannen, stand es 9:9 Unentschieden, ein Stechen musste entscheiden. Doch hier zeigte Becker, warum er bisher schon so oft den Titel des Weihnachtsblitzturniers gewonnen hatte. In der ersten Partie gewann er Qualität und Bauern, tauschte die verbleibenden Figuren ab und hatte ein leicht zu gewinnendes Endspiel. Somit 0:1 hintenliegend musste Schubert alles riskieren; doch Becker verteidigte geschickt und eine kleine Unachtsamkeit Schuberts brachte ihm sogar noch den Sieg ein. Der Turniersieg stand fest: André Becker vor Gerhard Schubert, dritter wurde André Weber (alle Velmede/Bestwig), Henze mit 8 Punkten deutlich vor Gerstmayr, danach folgten: Beisinghoff und Brückmann (je 5 Punkte), Wagener (4,5 Punkte), Moritz Ruhl und Malinowski (je 4 Punkte) und schließlich Block und Pfaff.

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Die Teilnehmer verabredeten sich, das kommende Jahr wieder mit Schach beginnen zu lassen, am Neujahrsblitz um 16.00 Uhr.

 

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SVA 1: Hart umkämpftes 4:4 gegen Bad Sooden-Allendorf 2

BAD AROLSEN. Mit Kampfgeist und Fortune: Beim 4:4 gegen Bad Sooden-Allendorf 2 mussten die Arolser lange um den Punktgewinn zittern.

Das wird eine ganz knappe Kiste“ hatte Mannschaftsführer Hermann Henze vor dem Wettkampf orakelt. Knapp vor allem deshalb weil die Hälfte der Stammspieler abgesagt hatte. Der Arolser Nachwuchs füllte drei der Plätze und sollte sich später als Zünglein an der Waage erweisen.

Völlig von der Rolle spielte Gustav Tiede. Eine halbe Stunde zu spät kommend, glaubte er die verlorene Zeit mit besonders schnellen Spiel aufholen zu müssen. Und so dauerte es nicht lang, bis er vor lauter selbstauferlegter Hektik eine glatte Figur einstellte. 0:1 aus Arolser Sicht – ein klassischer Fehlstart.

Besser machte es Gerd Brückmann. Und wie. Mit einem taktischen Feuerwerk spielte er seinen Gegner schwindelig. Springer-Opfer mit folgenden Turmgewinn und Mattangriff – diese Partie hatte alles was des Schachspielers Herz höherschlagen lässt. Traumhaft! 1:1.

Nachwuchshoffnung Florian Umlauf kämpfte tapfer, ein Remis schien bereits in Sichtweite. Doch als sein weit vorgerückter f-Bauer plötzlich verloren ging, ahnten die Mannschaftskameraden bereits das Unheil: Sein Gegner wickelte gekonnt in ein Bauernendspiel ab, das leider nicht mehr zu halten war. 1:2.

Am Spitzenbrett bemühte sich Thomas Bölke zwar redlich erneut den Anschluss herzustellen – doch vergeblich. Hermann spielte solide und ließ sämtliche Angriffsbemühungen frühzeitig ins Leere laufen. Nach zweieinhalb Stunden rauchten so zum ersten Mal die Friedenspfeifen. 1,5:2,5.

Auch Jürgen Wolf konnte trotz unkonventioneller Eröffnung keinen Vorteil für sich reklamieren. Minusbauer gegen Initiative lautete das Motto der Partie. Am Ende hielt sich beides die Waagschale und man segelte friedlich in den Remishafen ein. 2:3.

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Ein kurzer Blick auf die verbliebenen Partien verhieß nichts Gutes. Moritz Ruhl schien dem Matt nah, während sein Bruder Marcel und Mannschaftsführer Hermann Henze nichts Greifbares vorweisen konnte. „Das wars dann wohl“ mag sich der ein oder andere Arolser gedacht haben. „Von wegen“ sagten sich die Ruhl-Zwillinge. Und siehe da: Während Moritz den Mattangriff seines Gegners eiskalt abwehrte und in ein vorteilhaftes Endspiel abwickelte, hatte Marcel wie aus dem Nichts eine Gewinnstellung aufs Brett gezaubert. Als kurz darauf ein gegnerischer Turm fiel blieb seinem vedutzten Gegner nur noch die Aufgabe. 3:3.

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Moritz mühte sich im Endspiel zwar redlich, konnte die gegnerische Festung aber nicht mehr stürmen. Als kurz darauf das Remis besiegelt wurde, stellte auch Hermann Henze seine Gewinnbemühungen ein und sicherte nach vier Stunden Spielzeit das letztlich verdiente 4:4.

Mit dem Punkt können wir leben“ waren sich die Arolser einig. Nach vier Spieltagen immer noch ohne Niederlage haben sich Residenzstädter fest im Mittelfeld etabliert. Da mit Kaufungen in der nächsten Runde ein deutlich größerer Brocken wartet, bleibt zu hoffen, dass die Mannschaft nicht weiterhin von zahlreichen Ausfällen gebeutelt wird.

1

10.

SV Anderssen Arolsen 1

7.

SK 1949 Bad Sooden-All. 2

4 – 4

1

74.

Boelke,Thomas

49.

Hermann,Albert

½ – ½

2

75.

Henze,Hermann-Josef

50.

Gonnermann,Jan

½ – ½

3

76.

Brückmann,Gerd

52.

Liebert,Frank

1 – 0

4

77.

Wolf,Jürgen

53.

Jung,Michael

½ – ½

5

95.

Ruhl,Moritz

54.

Bomert,Egon

½ – ½

6

119.

Ruhl,Marcel

55.

Simon,Götz-Jochen

1 – 0

7

97.

Umlauf,Florian

117.

Heppe,Jörg

0 – 1

8

120.

Tiede,Gustav

121.

Behrndt,Thomas

0 – 1

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