SVA1: Weiße Weste mit viel Glück verteidigt

Schach Nordhessenliga – Runde 5

Nach dem hauchdünnen 4,5:3,5 gegen Fritzlar stehen Arolsen und Bad Emstal/ Wolfhagen mit 10/10 Punkten ungeschlagen an der Spitze. In der nächsten Runde treffen beide Mannschaften im direkten Duell aufeinander und klären dann die Frage: Wer darf aufsteigen?

Mit guter Laune waren die Residenzstädter nach Fritzlar gereist, um gegen den Tabellenletzten einen weiteren Pflichtsieg einzufahren. Mannschaftsführer Hermann Henze mahnte allerdings vor Wettkampfbeginn noch, man solle den Gegner auf keinen Fall unterschätzen. Er sollte Recht behalten.

Ohne Mister 100 Prozent Constantin Vogel und Moritz Ruhl dafür mit dem frisch gekürten Pokalsieger Martin Malinowski wie auch Witold Umlauf als Ersatz, begannen die Arolser zuversichtlich.

Erst als Hermann Henze bereits früh in gedrückter Stellung seinem gesundheitlich angeschlagenen Gegner ein Remis entlocken konnte, wurde klar: Das hier wird kein Selbstläufer. Die Fritzlarer hielten gut mit und standen an einigen Brettern sogar besser.

Nach der Devise „erstmal auf Sicherheit spielen“ forcierte Harald Block ohne Probleme ein Remis, auch wenn er optisch sogar etwas besser stand. Auf die Ruhe folgte der Sturm: In einer ein chaotischen und mit viel Taktik gespickten Partie vermochte es Rudolf Beisinghoff irgendwie in ein gewonnenes Endspiel überzuleiten, während Martin Malinowski eine nicht mehr zu gewinnende Stellung doch noch gewinnen konnte, weil sein Gegner glatt ein einzügiges Matt übersah. Schachgöttin Caissa hatte daran gewiss ihre Freude.

Doch Fritzlar schlug noch einmal zurück, als Witold Umlauf etwas zu optimistisch eine Figur geopfert hatte, ohne dafür Kompensation zu erhalten. Für klare Verhältnisse sorgte nur Minuten später Thomas Bölke am Spitzenbrett, der seinen Gegner positionell so lange unter Druck setzte bis dieser einen Bauern einstellte und schließlich gar nach Zeit verlor. 4:2 für Arolsen. „Was soll nun noch schief gehen?“ dachten sich die Residenzstädter hatten dabei aber die Rechnung ohne Brückmann und Wolf gemacht.

Denn während Gerd Brückmann seine Traumstellung dank Opferfantasien in ein Trümmerfeld verwandelte und sein König hilflos über das Brett getrieben wurde, machte es Jürgen Wolf auch nicht viel besser. Zweimal hatte Wolf bereits ein Remisangebot abgelehnt – zu Recht. In einer Stellung ohne Gegenspiel konnte er in aller Ruhe auf Bauernjagd gehen – und war dabei erfolgreich. Das Dumme nur: Kurz darauf stellte er nicht nur seinen Mehrbauern ein, sondern musste dabei zusehen, wie er mit einem Mal in einem Endspiel mit Minusbauern gelandet war. Ungläubiges Staunen bei seinen Mannschaftskameraden wich der Angst, nun womöglich den Gesamtsieg leichtfertig verspielt zu haben.

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Wolf sammelte noch einmal alle Kräfte und spielte vielleicht auch aus Trotz plötzlich wie ein Uhrwerk. Kurzerhand hatte er sich mit Bauer, König und Läufer eine Festung gebaut, die Michael Gurnik trotz aller Bemühungen nicht durchbrechen konnte. Nach funf Stunden Spielzeit stellte der Fritzlarer schließlich seine Gewinnbemühungen ein und gratulierte zum Mannschaftssieg. Die Erleichterung auf Arolser Seite wich der Gewissheit, dass es im nächsten Spiel gegen Bad Emstal/ Wolfhagen nicht nur um die Tabellenführung sondern um den Aufstieg geht. Auch wenn der kommende Gegner nominell klar überlegen scheint, so war Schachgöttin Caissa den Arolsern immer gewogen. Bis jetzt!

SC Grauer Turm Fritzlar 1 SV Anderssen Arolsen 1 3,5:4,5
Salachov, Achmat Boelke, Thomas 0:1
Weiß, Ulrich Henze, Hermann-Josef ½:½
Zuschlag, Volker Brückmann, Gerd 1:0
Gurnik, Michael Wolf, Jürgen ½:½
Schnellbach, Josef Beisinghoff, Rudolf 0:1
Fröhlich, Torben Block, Harald ½:½
Schulz, Daniel Umlauf, Witold 1:0
Gurnik, Christoph Malinowski, Martin 0:1
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Spannendes Pokal-Turnier zum Jahresauftakt

Wie immer zu Beginn der Saison hatten sich die Aktiven des SV Anderssen Bad Arolsen zum Pokal-Turnier eingefunden. Das Besondere dieses KO- Turniers ist, dass die Verlierer einer Partie eine zweite Chance erhalten, also erst nach zwei Verlustpartien ausgeschieden sind.

Zunächst starteten alle mit reiner Weste und in den Partien Block- Wagener, Malinowski – Junghans, Umlauf- Beisinghoff und Wolf – Henze (v. Steenput spielfrei) sollten die ersten Vorentscheidungen fallen.

Vor allem die letzte Partie hatte es in sich, trafen doch – wie Fortuna es wollte – gleich zu Beginn die Vorjahresfinalisten aufeinander. Hermann Henze, der den Pokal eigentlich verteidigen wollte, spielte vorsichtig und konterte alle Angriffe Jürgen Wolfs so dass es eigentlich nach Remis aussah, doch er hatte übersehen, dass seine Zeit abgelaufen war und so konnte Wolf den Sieg reklamieren.

Der Vorsitzende des SV, Rudolf Beisinghoff hatte es ebenfalls auf diesen Pokal abgesehen und konnte nach Siegen gegen Umlauf und v. Steenput bereits auf das Endspiel der Siegerrunde hoffen. Doch wer würde sein Gegner sein?

Martin Malinowski, der nach mit relativ sicheren Gewinnen gegen Junghans und Block ebenfalls noch keine Partie abgegeben hatte war der nächste Gegner von Wolf.

Wolf wählte die französische Eröffnung, kannte er sich doch bestens damit aus.  stellungMalinowski hielt dagegen und es sah nach einem Unentschieden aus, bis Wolf einen (scheinbar) starken Zug fand (Turm D7 nach D2 siehe Stellung rechts), so dass alle Kiebitze sagten: Das wars wohl für Malinowski.

Doch Malinowski fand nach einigem Überlegen die Widerlegung und konnte in ein gewonnenes Endspiel überleiten. Nun die Aufgabe an die Leser:

Wie konnte Malinowski den drohenden Läuferverlust (bzw. nach Abtausch … LxE4, 25.DxE4, DxF2 nebst Matt) abwenden. Die Lösungen bitte als Kommentar zu diesem Bericht bis zum 10. 02. 2018 abgeben , unter den richtigen Antworten wird ein Schachbuch verlost. Damit konnten Beisinghoff und Malinowski den Sieger der Hauptrunde unter sich ausmachen. Malinowski wählte die Spanische Eröffnung, Beisinghoff brachte früh seine Dame ins Spiel, setzte sie dadurch aber dauernden Angriffen von Malinowski aus und musste schließlich mit Qualitätsverlust abtauschen. Der Rest war nur noch Technik. Malinowski stand als erster Finalist fest.

Sein Gegner wurde in der Verliererrunde ermittelt. Dort hatten sich Wagener gegen Junghans durchgesetzt, allerdings gegen Henze seine zweite Niederlage einstecken müssen. Für Henze ging es zunächst gegen Block weiter; danach gegen v. Steenput, die beide dem erfahrenen Schnellschachspieler nichts entgegenzusetzen hatten. Umlauf ging es ebenso gegen Wolf, so dass es erneut zum KO zwischen Wolf und Henze kam. Doch Wolf manövrierte sich Zug um Zug in eine schlechtere Stellung, so dass seine Figuren kaum Felder hatten, Henze nutzte dies geschickt aus. Wolf zeigte sich angesichts Figuren-und Parteiverlust als fairer Verlierer und gratulierte Henze zum Gewinn.

Nun stand nur noch Beisinghoff vor einer erneuten Finalteilnahme Henzes. Beisinghoff machte in unbedrängter Stellung einen versehentlichen Königszug und hatte damit die Rochademöglichkeit sowie einen Bauern verloren. Dies versuchte Henze auszunutzen, doch Beisinghoff verteidigte geschickt und als er sogar den abgeschnittenen Turm ins Spiel brachte, dachten manche schon: Geht da noch was für Beisinghoff? Doch Henze hatte seine Zentrumsbauern in Position gebracht und begann einen unwiderstehlichen Königsangriff, der schließlich im Matt gemündet hätte; Beisinghoff gab auf.

Also kam es im der finalen Partie zum Duell Malinowski- Henze.

Malinowski hatte noch keine Partie verloren und daher den Vorteil, dass Henze auf Sieg spielen musste um auszugleichen. Dieser wählte nicht seine Standarderöffnung (Sizilianisch), bot stattdessen den Übergang ins Königsgambit an. Malinowski ließ sich nicht darauf ein und ging ins Mittelspiel über. Dies brachte Henze ins Nachdenken, doch schließlich in eine Stellung, in der die Bauern seines Gegners schwach wurden. Malinowski konnte im Gegenzug den starken Läufer Henzes abtauschen, hatte aber einen Bauern weniger. Sollte sein Traum vom Pokalgewinn hier enden? Er bot einen weiteren Bauern an, Henze schlug diesen in Zeitnot, doch dabei übersah er, dass er den vorgerückten Bauern seines Gegners nur noch gegen seinen verbleibenden Turm vor der Umwandlung in die Dame abhalten konnte. Mit einem Turm mehr war es nur noch eine Formsache und Henze gratulierte Malinowski zu dessen zweiten Pokalgewinn.

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Weihnachtsblitz mit Fragezeichen

Ja – wer ist den jetzt Blitzmeister 2017, war die Frage nach dem diesjährigen Weihnachtsblitzturnier, das das letzte der gewerteten Turniere im Jahr ist. Doch da die Tabelle der bisher gespielten Turniere nicht erstellt wurde, wird dies wohl erst auf der Jahreshauptversammlung gelüftet werden.
Daher zu den bekannten Fakten:
Mit diesmal 13 Teilnehmern wurde im Sitzungssaal des ehemaligen Sophienheims in Mengeringhausen wieder um den Titel des Weihnachtsblitzturniers gekämpft.
Als Gäste durften die Spitzencracks aus Bestwig – Velmede begrüßt werden, die mit Andre`Becker und Ajadan Thanabalasingam auch die beiden ersten Plätze für sich beanspruchten, sowie der für Wolfhagen /Bad Emstal spielende Hagen Rewald.
Der Arolser Blitzspezialist Hermann Henze konnte mit seinem starken dritten Platz die Gästephalanx unterbrechen und zumindest den starken Andre Weber auf Platz 4 verweisen.
Die Bad Arolser,  unter anderen mit Wolf, Vogel und Malinowski ebenfalls stark vertreten, hielten im Gesamten zwar gut mit, aber für ganz vorn sollte es diesmal für keinen von Ihnen reichen.
Und es ging auch gleich zur Sache, in Runde eins kam es zum Arolser Spitzenduell Vogel gegen Henze, was Henze knapp für sich entschied, um in Runde 2 gleich dem Seriensieger Becker ein Remis abzuknöpfen. Ging hier heute für Henze etwas?
Dass hier Becker heute gewinnen würde, war nach 3 Runden völlig utopisch, hatte er nach dem Remis gegen Henze in Runde 3 doch glatt gegen Vogel verloren und startete somit mit 1,5 Minuspunkten. Aber das stachelte Becker erst so richtig an und er kam von da an von Sieg zu Sieg.
Auch der Vereinskollege Ajadan Thalabalasingam lies absolut nichts anbrennen. Er holte Punkt um Punkt und gab im Vorfeld nur 2 Remise gegen Andre Weber und den Wolfhager Spitzenspieler Hagen Rewald ab und führte die Tabelle knapp vor Becker und Henze an.
Und die anderen Arolser? Einzig Wolf und Vogel konnten einigermaßen schritthalten, mussten aber in den direkten Duellen gegen Becker und Ajadan Punkte abgeben, was vordere Platzierungen unmöglich machte.
Absolut von der Rolle waren die Einheimischen Block, Wagener, Beisinghoff und van Steenput, die hier und da immer für eine Überraschung gut waren, heute aber absolut nicht. Einzig Martin Malinowski verhinderte mit Siegen gegen Wolf und Schubert ein Debakel, letztlich landete er aber nur auf Platz 9.
Die Bestwiger Schubert und Weber, ebenfalls immer weit vorn zu suchen, machten mit Platz 8 und 4 zu wenig aus Ihren Möglichkeiten, wie Sie nach dem Turnier auch angaben.
Mittlerweile spielte sich der für Wolfhagen/Bad Emstal spielende Rewald immer weiter nach vorn, musste sich dann aber nach Niederlagen gegen die Arolser Henze und Wolf von der Spitze verabschieden, landete am Schluss aber  immerhin auf Platz 5-6 mit dem Arolser Vogel.
Spät aber nicht zu spät dann der Arolser Knaller Wolf gegen Henze. Beide mussten gewinnen um vorn zu bleiben. Und so spielten Sie auch, volle Pulle, am Ende aber mit Sieg von Wolf, der das Endspiel Läufer gegen den eigentlich stärkeren Springer noch für sich entschied.
Somit war Henze vorerst raus aber in den folgenden Runden Jürgen Wolf ebenfalls. Er musste gegen Becker die Segels streichen und kam am Ende auch für Ihn auf einen unbefriedigten Platz 7.
Auch die Bestwiger hatten jetzt Ihr eigenes Spitzen-Duell und zwar das um den Titel. Hier setzte sich Becker gegen seinen Vereinskameraden Ajadan in einem wahren Angriffskrimi durch und behauptete sich am Ende knapp mit 10,5 Punkten auf Platz eins vor Ajadan Tahalbalasingam mit 10 Punkten auf Platz 2.
Henze, immer noch mit der Niederlage gegen Wolf beschäftigt, kam mit 3 Siegen zum Schluss gegen Malinowski, Block und van Steenput auf Platz 3 mit 9 Punkten, womit er letztlich bei diesem starken Teilnehmerfeld auch höchst zufrieden war.
Am Ende verteidigte Becker seinen Vorjahrestitel, wenn auch nur mit einem halben PunktVorsprung , am Ende dann aber doch verdient.
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Von Links nach rechts: Hermann Henze, Ajadan Thalabalasingam, André Becker und Turnierleiter Martin Malinowski
Lange die Wunden lecken können die Arolser nicht, denn weiter geht es beim Neujahrsblitzturnier am kommenden Montag um 16 Uhr in Bad Arolsen, wo alle umliegenden Vereine wieder herzlichst eingeladen sind.
Die Tabelle:
1. André Becker 10,5 Punkte aus 12
2. Ajadan Thalabalasingam 10
3. Hermenn Henze 9
4. André Weber 8,5
5. ConstantinVogel 8
5. Hagen Rewald 8
7. Jürgen Wolf 7,5 vor weiteren 6 Teilnehmern
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SVA 1 weiter mit weißer Weste

Nach einem klaren 6,5:1,5 gegen Ahnatal gehen die Arolser ohne Punktverlust in die Weihnachtspause.

Aller Anfang war in diesem Wettkampf schwer da mit Hermann Henze und Thomas Bölke gleich zwei krankheitsgeplagte Spieler mehr schlecht als recht sich ans Brett mühten. Die logische Folge: Beide ließen sich auf keine Komplikationen ein und willigten früh in ein Remis ein. 1:1.

Der Blick in die Runde nach knapp zwei Spielstunden verhieß aus Arolser Sicht nichts Gutes: „Das könnte verdammt eng werden“ orakelte Hermann Henze. Dieses mal hingegen sollte er nicht Recht behalten.

Kombinatorisch voll auf der Höhe und mit einer kleinen Portion Glück setzten die Arolser nun zum Sturmlauf an. In einer mit vielen taktischen Wendungen gespickten Partie behielt Constantin Vogel den besseren Überblick und konnte seinen Vorteil mühelos in einen vollen Punkt verwandeln.

Die Partie des Tages lieferte Ersatzspieler Marcel Ruhl, der nach einem Damenopfer mit Turm, Springer und Läufern wie eine Lawine über die gegnerische Stellung hereinbrach. Hilflos musste Schwarz mit ansehen, wie sein König mitten auf dem Brett erlegt wurde – ein Finale mit Seltenheitswert.

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Etwas länger musste Jürgen Wolf seinen Gegner in einem typischen Wolga-Gambit kneten, bevor ihm am Damenflügel schließlich der entscheidende Durchbruch gelang. Ein Springergewinn wenige Züge später stellte die Weichen dann endgültig auf Sieg.

Rudolf Beisinghoff hätte eigentlich als erster nach Hause gehen können, nachdem sein Gegner schon nach wenigen Zügen auf Halbmatt stand. Doch Both kämpfte sich zurück in die Partie, so dass der Arolser Routinier länger als erwartet um den vollen Punkt kämpfen musste.

In wieder einmal Karpovscher Manier schnürte Gerd Brückmann seinen Gegner Zug um Zug ein, bis diesem schließlich die Luft aus ging und er sich zu einem Verzweiflungsopfer genötigt sah. Doch Brückmann ließ nicht locker und hatte mit einem weit vorgeschobenen Freibauern einen Trumpf zu viel in der Hand.

Und so wundert es auch nicht weiter, dass selbst in der einzigen Partie wo die Arolser klar schlechter standen, das Glück einmal mehr auf ihrer Seite war. Harald hatte sich langsam aber sicher in eine nahezu aussichtslose Stellung manövriert. Doch statt aufzugeben kämpfte er verbissen weiter, bis schließlich auch seinem Gegner ein Fehler unterlief und beide friedlich in den Remishafen einliefen.

Mit vier Siegen aus vier Spielen bleiben die Arolser weiterhin engster Verfolger der Spielgemeinschaft Bad Emstal/ Wolfhagen. Sollten beide auch den nächsten Wettkampf gewinnen, dann kommt es am 04.02.2018 zum vorentscheidenden Spitzenspiel in Bad Arolsen. Es bleibt spannend.

SV Anderssen Arolsen 1 Ahnataler SC 1969 (ASC69) 1 6,5:1,5
Vogel, Constantin Schmidt, Wolfram 1:0
Boelke, Thomas Becker, Jörg ½:½
Henze, Hermann-Josef Grcic, Milanko ½:½
Brückmann, Gerd Hartleib, Wolfgang 1:0
Wolf, Jürgen Meiss, Sven 1:0
Beisinghoff, Rudolf Both, Rolf 1:0
Block, Harald Dudenko, Egor ½:½
Ruhl, Marcel Reeh, Rasmus 1:0
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SVA 1 brilliert gegen Angstgegner Caissa Kassel

Mit einem fulminanten 7:1 fegt Arolsen den einstigen Angstgegner Caissa Kassel 2 von den Brettern.

Ein Wettkampf der nicht vieler Worte bedarf. Denn: Den Arolsern gelang fast alles. Eingerahmt von zwei Remisen an den Brettern eins und acht wurde in den übrigen Partien ein taktisches Feuerwerk nach dem anderen gezündet.

Den Anfang machte Rudolf Beisginhoff der nach Damengewinn eiskalt auf Angriff setzte. Mit Erfolg. Das unvermeidbare Matt in der h-Linie vor Augen blieb seinem Gegner nur die Aufgabe – 1:0.

Jürgen Wolf wollte dem nicht nachstehen und stürmte seinerseits mutig nach vorne. Nachdem auch er den gegnerischen König mit Hilfe der Bauern freigelegt hatte, blickte sein Gegner auf den verbliebenen Trümmerhaufen und resignierte – 2:0.

Einzig Martin Malinowksi musste an diesem Tag einige bange Momente überstehen und glaubte sich bereits verloren. Sein Gegner hingegen bot in hochgradiger Zeitnot plötzlich Remis an, was Malinowski dankend annahm.

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Als sichere Bank erwies sich einmal mehr Constantin Vogel, der seinem Gegner eindrucksvoll die Kraft des Läuferpaars demonstrierte. Ein wunderbares Damenmanöver sorgte am Ende für ein schönes Mattbild zum vorentscheidenden 3,5:0,5.

Gerd Brückman machte schließlich den Sack zu. Sein Gegner hatte für Angriff gar eine Figur geopfert, konnte aber die umsichtige Verteidigung des Arolser Zementmeisters nicht überwinden. Brückmann wickelte kurzerhand in ein gewonnenes Endspiel um und der Rest war eine Sache der Technik. 4,5:0,5 für Arolsen.

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Von seinen Mannschaftskameraden mitgerissen wollte es auch Remiskönig Hermann Henze nun richtig wissen und blies zum Angriff auf den gegnerischen König. Und so dauerte es nicht lang, bis sein Gegner hoffnunglos im Mattnetz zappelte und zum Sieg gratulierte – 5,5:0,5.

Moritz Ruhl hatte dank präziser Spielführung zwei Bauern erobert, bevor er gekonnt die Qualität opferte und seine Freibauern unaufhörlich zum niemals gefährdeten Sieg liefen – 6,5:0,5.

Thomas Bölke am Spitzenbrett blickte daraufhin in die Runde und beschloss dass er sich die vollen Punkte lieber für die knappen Wettkämpfe aufzuheben gedenkt. Kurzum bot er Peter Franke in ausgeglichener Stellung Remis an, was dieser umgehend annahm – 7:1 für Arolsen.

So kann es weitergehen“ wird sich der von nimmermüdem Kampfgeist erfüllte Gerd Brückmann gedacht haben und seinen Blick zurück auf die letzte Saison richten. Arolsen spielt wieder einmal 4:4? Das ist Geschichte. Vorerst zumindest.

SVG CAISSA Kassel 2

Anderssen Arolsen 1

1:7

Franke, Peter

Boelke, Thomas

½:½

Baschin, Wolf Hajo

Vogel, Constantin

0:1

Mastmeyer, Lars-Quentin

Henze, Hermann-Josef

0:1

Küthe, Calvin

Brückmann, Gerd

0:1

Geißer, Gerd

Wolf, Jürgen

0:1

Rudolph, Sebastian

Ruhl, Moritz

0:1

Schwartz, Marvin

Beisinghoff, Rudolf

0:1

Leitherer, Stephan

Malinowski, Martin

½:½

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Arolsen 1 zittert sich erneut zum Sieg

Im Lokalderby gegen Korbach mussten die Arolser lange bangen, bevor nach über fünf Stunden Spielzeit der hauchdünne 4,5:3,5 Erfolg besiegelt war.

Die Vorzeichen waren denkbar ungünstig: Während bei Arolsen gleich drei Stammspieler fehlten, hatten die Korbacher nur einen Ersatzmann zu stellen. Oder in diesem Falle eine Ersatzfrau. Anastasiya Shkolnyk-Kilic hatte es nach einer längeren Schachabstinenz gleich mit dem erfahrenen Taktikfuchs Friedrich Wagener zu tun. Und der tat, was er immer tat: Alles nach vorn werfen! Das sah zwar optisch ganz gut aus, aber die Korbacherin wehrte erfolgreich alle Angriffe ab und konnte schließlich gar einen Mehrbauern verbuchen. Doch statt nun weiter auf Sieg zu spielen bot sie Wagener ganz unverhofft Remis an, was dieser dankend annahm.

Das Glück nicht auf seiner Seite hatten hingegen Jürgen Wolf. In seiner Partie gegen den Ex-Arolser Karl-Heinz Lages hatte der Residenzstädter lange Zeit alle Trümpfe in seiner Hand. Mehr Raum, ein bärenstarkes Läuferpaar – was sollte da noch schiefgehen? Vermutlich war es Schachgöttin Caissa, die aus einer Laune heraus Wolf kurzzeitig mit völliger Schachblindheit verfluchte. Denn anders lässt sich nicht erklären, warum der Arolser im Glauben den gegnerischen Turm zu erobern, plötzlich seinen weißfeldrigen Läufer einzügig einstellte. Blankes Entsetzen auf Arolser Seite, ungläubige Freude bei den Korbachern.

Wer nun glaubte die Residenzstädter würden sich von diesem Schock nicht mehr erholen, sah sich allerdings getäuscht. Denn nur Minuten später war es Thomas Bölke, der umgehend den Ausgleich wiederherstellte. Schon früh hatte Bölke zwei Bauern erobert und gab sie nicht mehr her. Jan Zioltkowski bemühte sich zwar redlich, blieb aber die gesamte Partie über ohne jedes Gegenspiel. Technisch trocken wickelte Bölke in ein gewonnenes Endspiel ab, so dass dem Korbacher nur noch die Aufgabe blieb.

Mit dem erneuten Ausgleich im Rücken mobilisierte auch Mannschaftsführer Hermann Henze noch einmal alle Kräfte, um das Turmendspiel mit Minusbauern halten zu können. Sein aktiver König plus ein gegnerischer Doppelbauer sicherten dem Arolser genug Gegenspiel, so dass beide friedlich in den Remishafen einliefen.

Weitaus stürmischer ging es in der Partie von Martin Malinowski zu. In einer Partie, die an die wildromantische Ära des Schachs aus dem 19. Jahrhundert erinnerte, versuchten beide Seiten schnellstmöglich den gegnerischen König zu erlegen. In diesem hochtaktischen Schlagabtausch erwiesen sich Malinowkis Freibauern als brandgefährlich. Die Krönung war jedoch ein nicht zu bändigendes Springerpaar, das erfolgreich die gegnerische Stellung infiltrierte und Wolrad-Jürgen Witte schließlich zur Aufgabe zwang.

Weitaus mehr zu bangen hatte die Residenzstädter in der Partie von Harald Block. Gewohnt solide hatte es sich Block häuslich mit den schwarzen Steinen eingerichtet, immer bereit alle gegnerischen Angriffsbemühungen im Keim zu ersticken. Und tatsächlich: Irgendwie hielt seine Dame das Haus zusammen und Reinhard Figge sah sich außerstande einen Weg hineinzufinden – Remis!

Ruhl

Mit einem Zwischenstand von 3,5:2,5 für Arolsen richteten sich alle Blicke auf die beiden verbliebenen Partien. Und hier machten es die Ruhl Zwillinge noch einmal richtig spannend. Der eine wie der andere hatten sich in hochgradige Zeitnot manövriert – mal wieder. Zwölf Züge in kaum mehr als einer Minute? Bei den Mannschaftskollegen lagen die Nerven blank. Zum ungläubigen Staunen der Kibitze vermochten es beide die Zeitkontrolle im 40. Zug zu erreichen. Die Bilanz: Nachdem Marcel Ruhl mit einer gewissen Kaltschnäuzigkeit alle Mattangriffe von Lucien Paulus überlebt hatte, schlug nun sein Mehrmaterial zu Buche. Elegant ließ er seinen Läufer stehen, um einen der Freibauern Richtung Damenumwandlung zu bewegen. Paulus gab noch ein paar Schachs mit Turm und Springer, aber letztlich erwies sich der Bauern als uneinholbar – Sieg!4,5:2,5 für Arolsen, der Mannschaftssieg war somit sichergestellt.

Moritz Ruhl kämpfte noch über eine Stunde lang weiter, aber Christian Naujocks behielt in einem hochkomplexen Handgemenge letztlich die Oberhand. Der Arolser versuchte zwar mit einigen taktischen Tricks, seinen erfahrenen Gegner in eine Falle zu locken – vergeblich. Und so blieb es am Ende beim hauchdünnen 4,5:3,5 für Arolsen, das nun gemeinsam mit Wolfagen/ Bad Emstal die Tabelle anführt.

SV Arolsen 1

SF Korbach 1

4,5:3,5

Boelke, Thomas

Zioltkowski, Jan

1:0

Wolf, Jürgen

Lages, Karl Heinz

0:1

Henze, Hermann-Josef

Shkolnyk, Boris

½:½

Ruhl, Moritz

Naujocks, Christian

0:1

Block, Harald

Figge, Reinhard

½:½

Malinowski, Martin

Witte, Wolrad-Jürgen

1:0

Ruhl, Marcel

Paulus, Lucien

1:0

Wagener, Friedrich

Shkolnyk-Kilic, Anastasiya

½:½

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SVA1: Zittersieg zum Saisonauftakt

BAD AROLSEN/ IPPINGHAUSEN. Nach einem Drama in acht Akten gewinnt Arolsen gegen Vellmar knapp mit 4,5:3,5 und sammelt wichtige Punkte im Kampf um den Aufstieg.

Im vollbesetzten Dorfgemeinschaftshaus in Ippinghausen wartete auf die Residenzstädter gleich zu Saisonbeginn einer der stärksten Ligakonkurrenten. Die erste Überraschung: Vellmar reiste ohne Alexander Wehr am Spitzenbrett an. 1:0 für Arolsen – kampflos. Doch die Ruhe und Sicherheit trog, entwickelte sich nämlich an den übrigen Brettern ein offener Schlagabtausch.

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Seine Fähigkeiten in Sachen Verteidigung musste Gerd Brückmann Zug um Zug unter Beweis stellen, nachdem Wilfried Höhmann den schwarzen Königsflügel mit immer neuen taktischen Manövern unter Beschuss nahm. Brückmann nahm sich viel Zeit. Ließen sich die Drohungen noch abwehren? Als wenige Züge später der Königsflügel erfolgreich abgeriegelt war, sah auch Höhmann kein Vorwärtskommen mehr – Remis.

Weitaus schlimmer erging es Harald Block. Sein hyperdefensiver Aufbau wurde von Andreas Wagner als willkommene Einladung gesehen, alles nach vorne zu werfen und auf Matt zu spielen. Block wehrte sich erfinderisch blieb aber ohne echtes Gegenspiel. Und so war es nur eine Frage der Zeit bis sein König schließlich im Mattnetz zappelte – 1;5:1,5.

Für die erneute Arolser Führung sorgte Witold Umlauf. Theoretisch. Mit einer fulminanten Vorstellung hatte Umlauf seinen Gegner taktisch klar überspielt und sah bereits wie der sichere Sieger aus. Doch kaum hatten sich seine Teamkollegen mit der Gewissheit des sicheren Punktes vom Brett abgewandt, da stellte der Arolser ohne jede Not einen Turm ein. Entsetzen auf Arolser Seite, ungläubige Freude bei Vellmar die urplötzlich mit 2,5:1,5 in Führung gingen.

Zittern war auch bei Jürgen Wolf angesagt. Nach einer Expedition in theoretisch abgelegene Gewässer konnte der Arolser immerhin ein gewisses optisches Übergewicht für sich reklamieren. Im Bestreben nach mehr unterliefen ihm dann aber einige Ungenauigkeiten und mit einem Mal war es sein Gegner der auf Gewinn spielte. Der knetete Wolf noch ein paar Züge durch konnte jedoch auch nichts zählbares vorweisen, so dass beide friedlich in den Remishafen einliefen.

Immer noch in Rückstand war es an Hermann Henze die Residenzstädter wieder zurück ins Match zu bringen. In einer ausgeglichenen Stellung hatte Fiorini Calci glatt ein tückisches Zwischenschach übersehen und musste fortan mit einem Springer weniger weiterspielen. Henze brachte seinen Figuren gekonnt in Stellung und hebelte schließlich die gegnerische Königsstellung mit einem eleganten Springermanöver aus – Ausgleich.

Das Wohl oder Wehe hing nun an den beiden verbliebenen Partien. Sollte man ein 4:4 anbieten oder weiterspielen? Während das eine Brett klar besser für Arolsen stand, hing das andere am seidenen Faden. Aufgewühlte Diskussionen später war die Entscheidung klar: Weiterspielen!

Das es sich hierbei um die richtige Entscheidung handelte, bewies Constantin Vogel mit Nachdruck. Seine tadellose Verteidigung hatte bei Frank Gundlach für mehr als nur graue Haare gesorgt. Zum einen neigte sich die Bedenkzeit seines Gegners dem Ende zu, zum anderen hatte der Arolser rotzfrech einen Bauern erobert. Gundlach warf alles Richtung König um irgendwie Matt zu setzen, doch Vogel hatte stets einen Zug weiter gerechnet und neutralisierte alle Drohungen mit stoischer Gelassenheit. Die Folge: Sein Gegner überschritt in hoffnungsloser Stellung die Bedenkzeit – 4:3 für Arolsen.

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Würde das reichen? Denn Anlass zu ernsthaften Bedenken gab es genug. Rudolf Beisinghoff spielte in einer Partie mit ungleichfarbigen Läufern voll auf Königsangriff – sein Gegner aber auch. Die bange Frage war nun: Wer ist schneller? Mal sah es so aus, als hätte der Arolser die besseren Karten, dann wieder schien der Vellmarer das letzte Ass im Ärmel zu haben. Sieg? Niederlage? Remis? Alles schien möglich. Schier endlose Minuten später die Gewissheit: Trotz gegnerischer Mehrdame findet Beisinghof das rettende Dauerschach und hält den halben Punkt fest. 4,5:3,5 für Arolser – was für ein Auftakt.

SK Vellmar 1950 2

SV Anderssen Arolsen 1

3,5:4,5

Wehr, Alexander

Boelke, Thomas

-:+

Gundlach, Frank

Vogel, Constantin

0:1

Calci, Fiorino

Henze, Hermann-Josef

0:1

Höhmann, Wilfried

Brückmann, Gerd

½:½

Huneck, Frank

Wolf, Jürgen

½:½

Wagner, Andreas

Block, Harald

1:0

Thurau, Carsten

Beisinghoff, Rudolf

½:½

Benedikt, Alexander

Umlauf, Witold

1:0

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Hermann Henze gewinnt Runtemund-Gedächtnis-Turnier

Hermann Henze gewinnt Runtemund-Gedächtnis-Turnier in 2017 und verteidigt
erfolgreich seinen Vorjahrestitel.
Hermann Henze gewann das in Anlehnung des verstorbenen Arolser Spitzenspielers
Gerd Runtemund ausgespielten Pokalturniers mit insgesamt 4 Turnieren, wo die
besten drei in die Wertung kamen. Und ewig grüßt das Murmeltier, landeten
Jürgen Wolf sowie Moritz Ruhl wie auch im Vorjahr auf den Plätzen 2 und 3.
5 Partien und 15 Minuten Bedenkzeit je Spieler waren in jeder Runde
zu absolvieren, wo Henze mit 13,5 aus 15 möglichen Punkten am Ende
den Sieg sicherte. Als starker Zweiter folgte Jürgen Wolf mit 12 Punkten auf
Platz 2, vor Moritz Ruhl, der sich mit 8,5 Punkten mit deutlichem Abstand vor den
Verfolgern und weiteren 6 Teilnehmern Platz 3 sicherte.
Wie auch im Vorjahr dominierte Henze die erste Runde und errang nach Siegen
gegen seinen direkten Dauerkonkurrenten Wolf, Moritz Ruhl, Beisinghoff, van
Steenput und Remis gegen den stark aufspielenden Block 4,5 Punkte, gefolgt von
Wolf mit 3,5 und Beisinghoff mit 3 Punkten.
Das gleiche Ergebnis stand nach dem zweiten Turnier zu Buche, auch hier gab
Henze nur ein Remis gegen Wolf ab, holte weitere 4,5 Punkte, aber Wolf machte es
ihm nach und blieb mit gleicher Punktzahl in Reichweite des Titels. Auch Moritz Ruhl
konnte mit 3 Punkten einigermaßen Schritt halten. Block, Wagener und Beisinghoff
folgten dann nur auf den Plätzen.
Und hätten wir nicht schon genug Wiederholungen im gesamten Turnierverlauf, auch
in Runde 3 holte Henze wieder 4,5 Punkte aus möglichen 5, er gab nur ein Remis
gegen Wolf ab, und baute damit seine Gesamtpunktzahl auf 13,5 Punkte aus. Nur
diesmal konnte Wolf nicht kontern, musste er doch gegen Wagener nach starkem
Spiel von beiden und in allerhöchster Zeitnot Remis geben und erreichte am Ende
nur 4 Punkte, gefolgt wieder von Moritz Ruhl mit 3 vor Block, der die starken
Wagener und Beisinghoff nacheinander bravourös schlug, mit 2 Punkten.
Die bedeutete noch keine Entscheidung im Titelkampf, denn holte Wolf im letzten
Turnier die volle Punktzahl, konnte er mit diesen 5 Punkten noch mit Henze ebenfalls
auf 13,5 Gesamtpunkte kommen, was dann Stichkampf um den Titel bedeutet hätte.
Somit musste Henze im direkten Duell gegen Wolf nur ein Remis abknöpfen um ganz
sicher zu gehen, die Titelverteidigung zu wiederholen. Letztlich waren an diesem 4
und letzten Turnier aber noch weitere starke Spieler am Start, u.a. Constantin Vogel
und Gerd Brückmann. Alles Spieler die Wolf ebenfalls besiegen konnten und somit
Henze Schützenhilfe leisten konnten.
Und genau dies tat dann auch Constantin Vogel gleich in der ersten Runde gegen
Wolf. Nach starkem Angriffsspiel mit Weiß schnürte er Wolf`s König dermaßen ein,
dass dieser keinerlei eigene Aktionen starten konnte und am Ende glatt mattgesetzt
wurde mit Vogels Turm und Dame.
Da war das Turnier entschieden und Henze stand als Gesamtsieger
uneinholbar fest, obwohl er noch gar nicht die erste Runde zu Ende gespielt hatte.
Vogel gewann dann auch souverän nur mit Niederlage gegen Beisinghoff die letzte
Runde mit 4 Punkten gefolgt von Moritz Ruhl mit 3,5 vor Wolf, Henze, Brückmann
und Beisinghoff.
Endklassement nach 4 gespielten Turnieren, mit 3 Wertungen:
1     Henze      13,5
2     Wolf        12
3     Ruhl, Moritz   8,5
4     Beisinghoff      5
5     Vogel      4
6     Block     3,5
7     Brückmann  2
8    Wagener    1,5
9    Van Steenput   0,5
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SVA 1: Knappes 4:4 gegen Eschwege, Platz 4. in der Endtabelle

BAD AROLSEN/ ESCHWEGE. Gut gekämpft und halb gewonnen: Mit einem knappen aber verdienten 4:4 gegen Eschwege beenden die Arolser eine wechselhafte Saison auf dem vierten Tabellenplatz.

Nach chaotischer Hinfahrt und mit einem Mann weniger am Start standen die Zeichen für Arolsen zunächst auf Sturm. Und den wollten die Gegner aus Eschwege möglichst nutzen, um sich mit einem Sieg noch Chancen auf den Aufstieg zu wahren. Entsprechend kämpferisch gingen die Gastgeber an die Bretter – nicht immer mit Erfolg.

Durch das Fehlen von Gerd Brückmann mit 0:1 im Rückstand hieß es für die Residenzstädter erst einmal: Ausgleichen! Das versuchte Martin Malinowski auch lange, doch in einem zähen Damenendspiel mit Springer gegen Läufer fand keine Seite gewinnbringende Ideen, so dass kurzerhand die Friedenspfeifen geraucht wurden. Als dann Moritz Ruhl kurz darauf mit seinem Turm auf die gegnerische Grundreihe eindrang und dabei eine Figur einkassierte, war Arolsen wieder voll im Rennen.

Doch zu früh gefreut: Denn sowohl Florian Umlauf als auch Rudolf Beisinghoff hatten sich im Mittelspiel zu viele Schwächen erlaubt, die ihre Gegner nun gekonnt ausnutzten. Bauer um Bauer ging verloren und trotz aller Gegenwehr hieß es am Ende jeweils 1:0 für Eschwege. Damit führten die Gastgeber bereits 3,5:1,5 – eine gute Grundlage, um sich Chancen für den Aufstieg zu wahren.

Erst der wie gewohnt bärenstarke Ersatzspieler Constantin Vogel ließ dank taktischem Weitblick und guter Endspieltechnik noch einmal Hoffnung aufkommen. Diesen wollte Jürgen Wolf auch sogleich nutzen und knetete seinen Gegner in einem Bauernendspiel mit ungleichfarbigen Läufern – doch verbeblich. Es gab einfach kein Durchkommen. Zähneknirschend musste Wolf in das Remis zum 3:4 Zwischenstand einwilligen.

So lag die ganze Last mit einem Mal bei Thomas Bölke am Spitzenbrett. In einem zähen positionellen Kampf fand er lange kein Rezept gegen die Manöver von Peter Tonn, einige sahen bereits die Friedenspfeifen qualmen. Doch mit dem Ergebnis vor Augen stellte Bölke seinen Gegner immer wieder vor neue Probleme und nach über vier Stunden Spielzeit reichte ihm bereits eine kleine Ungenauigkeit um mit unnachgiebiger Endspieltechnik seinen Freibauern gewinnbringend nach vorne zu schieben – 4:4!

Wäre mit voller Besetzung mehr drin gewesen? Wahrscheinlich! Noch viel wahrscheinlicher ist auch: Ohne die ständigen Ausfälle von zwei und mehr Stammspielern hätte Arolsen ganz vorne mitspielen können – so muss man sich in dieser Saison mit Platz vier begnügen.

SC Eschwege 1 SV Anderssen Arolsen 1 4:4
Tonn, Peter Boelke, Thomas 0:1
Berger, Wolf-Ingo Brückmann, Gerd +:-
Sippel, Ralf Wolf, Jürgen ½:½
Jung, Rüdiger Malinowski, Martin ½:½
Ullmann, Ralf Ruhl, Moritz 0:1
Ludwig, Heiner Beisinghoff, Rudolf 1:0
Lorch, Alexander Umlauf, Florian 1:0
Rathgeber, Lutz Vogel, Constantin 0:1
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SVA 1: Hart umkämpftes 4:4 gegen Kaufungen

Nach dem 4:4 gegen Kaufungen bleibt Arolsen im Mittelfeld, während die Gäste weiter um den Klassenerhalt bangen müssen.

Schon vor Wettkampfbeginn hatten die Arolser so einige Probleme zu umschiffen, mussten doch insgesamt vier Stammspieler ersetzt werden. „Ein Unentschieden sollte trotzdem drin sein“ orakelte Mannschaftsführer Hermann Henze mit einem Grinsen. Er sollte Recht behalten, auch wenn eigentlich alles hätte anders kommen sollen. Eigentlich.

Da Uwe Hänisch bei den Gästen fehlte gingen die Residenzstädter kampflos mit 1:0 in Führung. Eine Führung, die lange hielt. Denn mit soliden Spiel und einem groß angelegten Generalabtausch konnte Robert Wende bereits frühzeitig die Friedenspfeifen rauchen. Deutlich schärfer legte wie gewohnt Jürgen Wolf seine Partie an, rannte aber vergeblich gegen die Festung seines Gegners an: Remis! Auch Hermann Henze stand zwar optisch etwas besser und hatte mehr Raum für seine Figuren, aber Konkretes war dank umsichtiger Verteidigung nicht drin – nochmal Remis. Erst als Nachwuchsspieler Florian Umlauf seinen schön heraus gespielten Vorteil ganz routiniert zum Sieg verwertete, schien der Wettkampf bereits gelaufen – 3,5:1,5 für Arolsen. Gerd Brückmann wollte noch einen draufsetzen und knetete seinen Gegner nach allen Regeln der Kunst – doch vergeblich. Denn immer wieder fand Vincent Kirchner eine Verteidigung, welche die Stellung im Gleichgewicht hielt – Remis!

Schon halb in Feierlaune, kam für die Gastgeber was kommen musste. Denn ausgerechnet an den beiden hinteren Brettern mussten sich die beiden Veteranen Witold Umlauf und Andre van Steenput den Nachwuchsspielerinnen aus Kaufungen geschlagen geben. Zum großen Erstaunen eroberten diese mit feinen taktischen Nadelstichen Figur um Figur, so dass den beiden Arolsern jeweils nur die Aufgabe blieb. 4:4 – hier war durchaus mehr drin!

SV Anderssen Arolsen 1

SC Kaufungen 1

4:4

Boelke, Thomas

Hänisch, Uwe

+:-

Henze, Hermann-Josef

Mykietyszyn, Pawel

½:½

Brückmann, Gerd

Kirchner, Vincent

½:½

Wolf, Jürgen

Becker, Martin

½:½

Wende, Robert

Eiser, Karsten

½:½

Umlauf, Florian

Gück, Günter

1:0

Umlauf, Witold

Maar, Patricia

0:1

van Steenput, Andre

Maar, Felicitas

0:1

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