SVA 1 weiter ohne Glück: 2,5:5,5 gegen Vellmar

BAD AROLSEN/ VELLMAR. Gut gekämpft, trotzdem verloren: Nach dem 2,5:5,5 gegen Vellmar wird die Luft für Arolsen immer dünner.

Auf dem Papier hätten die Vorzeichen ungleicher nicht sein können. Denn die sieglosen Arolser trafen mit Vellmar auf einen souveränen Tabellenführer, der bisher alle Spiele gewonnen hatte. Einzige Hoffnung: Zum ersten Mal war am Spitzenbrett Paul Schäfer mit dabei.

Und so war der Beginn aus Arolser Sicht durchaus vielversprechend. Nach etwa zwei Stunden stand Gerd Brückmann zwar einen Hauch besser, aber zum Partiegewinn reichte es leider nicht – Remis. Auch Thomas Bölke glich mit den schwarzen Steinen problemlos aus und war mit einem Remis zufrieden. Mehr Glück hatte da schon Mannschaftsführer Hermann Henze, der in verdächtiger Stellung ins Remis entschlüpfte. Sein Gegner hatte eine für ihn vorteilhafte Abwicklung schlicht übersehen. Einmal tief durchatmen für die Residenzstädter. Nach einem spannenden Schlagabtausch landete Martin Malinowski in einem ausgeglichen Endspiel, so dass nach drei Stunden auch hier die Friedenspfeifen rauchten.

2:2 – vier Partien waren beendet, aber vom Klassenunterschied war bis dahin nichts zu spüren. Das änderte sich als Robert Wende gegen FIDE-Meister Oliver Koeller trotz großer Gegenwehr taktisch überspielt wurde. Vellmar ging 3:2 in Führung. Auch Jürgen Wolf stand zwischendurch sehr bedenklich. Als sich alle schon auf eine zähe Verteidigungsschlacht einstellten wurden plötzlich die Hände gereicht – Remis!

Als kurz darauf Paul Schäfer in Zeitnot der gegnerischen Drohungen nicht mehr Herr wurde und Material einbüßte, war der Wettkampf verloren. Rudolf Beisinghoff wollte es sich dennoch nicht nehmen lassen, wenigstens eine Partie für Arolsen zu gewinnen. So wich er in scheinbar aussichtsreicher Stellung einer Zugwiederholung aus und fand sich zwei Züge später auf verlorenem Posten wieder. Die Rechnung war für Arolsen – wieder einmal – nicht aufgegangen…

SK Vellmar 1950 1

-

SV Anderssen Arolsen 1

5,5:2,5

Heinelt, Manfred

-

Schäfer, Paul

1:0

Kleinschmidt, Felix

-

Boelke, Thomas

½:½

Knorr, Alexander

-

Henze, Hermann-Josef

½:½

Knoth, Eugen

-

Brückmann, Gerd

½:½

Fichte, Wolfgang

-

Wolf, Jürgen

½:½

Gundlach, Frank

-

Malinowski, Martin

½:½

Mueller, Klaus

-

Beisinghoff, Rudolf

1:0

Koeller, Oliver

-

Wende, Robert

1:0

 

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Hermann Henze gewinnt das Thema-Pokalturnier 2014

Eigentlich mit ziemlich großem Vorsprung in die Finalrunde gegangen, war es am Ende doch ein spannendes Finish, wo im letzten Spiel Henze dem Titelverteidiger Jürgen Wolf den Titel doch noch entreißen konnte.

Das Thema-Pokalturnier ist unter den Spielern sehr beliebt, werden doch entsprechende Eröffnungszüge fest vorgegeben. Bei dem diesjährigen Turnier wurde von Turnierleiter Martin Malinowski die Sizilianische Eröffnung in der Drachenvariante vorgegeben, welche für den Spieler mit den weißen Steinen starken Königsangriff bietet und den Gegner mit den schwarzen Steinen vorerst in die Defensive drängt.

Insgesamt wurden 4 Turniere mit jeweils 5 Runden mit 15 Minuten Bedenkzeit je Spieler gespielt, wovon aber nur die 3 besten in die Wertung kamen. Die absoluten Favoriten Wolf und Henze konnten vor der Finalrunde aber jeweils nur 2 Turniere spielen, wo Henze mit 9 Punkten (4+5) sowie Wolf mit 7,5 (3,5+4) gegenüber den Mitkonkurrenten das Feld schon anführten.

Henze hatte somit mit 1,5 Punkten einen beruhigenden Vorsprung und durfte hoffen, dass Wolf in der Finalrunde Punkte ließ. Würde dieser aber die volle Punktzahl von 5 erreichen musste Henze mindestens 3,5 Punkte für den Gleichstand und Stichkampf holen. Oder er gewinnt im direkten Duell und macht es selber klar.

Jürgen Wolf wollte aber so kampflos das Feld nicht räumen und die erste Runde hatte es gleich in sich. Wolf errang gegen Brückmann in einer starken Angriffspartie den vollen Punkt und setzte Henze, der gegen Malinowski ran musste, gleich unter Druck. Henze spielte zu verhalten mit Weiß, Malinowski kam klar in Stellungsvorteil, den Henze aber durch einen Schachabzug eigentlich wieder für sich gewinnbringend kontern konnte. Mit einer Figur mehr setzte er aber im Eifer des Gefechts seinen Gegner patt und spielte nur remis, was dem Spielverlauf aber auch am Gerechtesten war.

In der zweiten Runde kam für Wolf gleich mit Malinowski der nächste starke Spieler, auch diesen bezwang er zwar mit etwas Glück aber letztlich durch starkes Endspiel aber verdient. Henze mit Sieg gegen Block konnte hier aber in einer spannenden Partie ebenfalls siegen und hielt somit den Turnierverlauf weiterhin offen.

Henze gegen Brückmann war dann der nächste Knaller. Wolf hatte mittlerweile gegen Höppner ziemlich schnell vorgelegt und auch die dritte Runde für sich entscheiden und hoffte auf einen Punktverlust von Henze gegen den starken Brückmann.

Dieser tat sich mit Weiß auch gegen Brückmann vorerst ziemlich schwer, eroberte einen Bauern und erreichte Stellungsvorteil mit weiterem Materialgewinn. Aber Brückmann wehrte sich vehement, erspielte einen Freibauern der bis kurz vor die Damenumwandlung kam und Henze musste hier geschickt verteidigen um am Ende dann sein Mehrmaterial in den wichtigen Sieg umzumünzen.

Nach dieser spannenden Partie stellte Henze aber in der 4 Runde mit einem schnell heraus gespielten Sieg gegen Höppner zumindest das Minimalziel Stichkampf gegen Wolf sicher und setzte diesen gegen Block gleich ebenfalls unter Druck. Gab Wolf hier nur einen halben Punkt ab, wäre der Titel für Henze unabhängig von dem noch stattfindenden direkten Duell der beiden Führenden nicht mehr zu nehmen. Dem hielt Wolf aber mit starkem Angriffsspiel Stand und siegte am Ende souverän.

Somit kam es in der letzten Runde zu dem alles entscheidenden Duell um den Titel, wo Henze im Gesamtstand mit 12,5 Punkten vor Wolf mit 11,5 mit einem vollen Punkt führte und somit etwas befreiter aufspielen konnte, Wolf dagegen musste gewinnen um zumindest mit Henze gleichzuziehen und den Stichkampf zu erreichen.

Mit Weiß legte er los wie die Feuerwehr, rückte seine weißen Bauern unaufhörlich gegen die schwarze Königsstellung von Henze und erzeugte starken Druck. Henze wiederum versuchte am Damenflügel gegen den weißen König von Wolf anzukommen, um Gegenspiel zu erreichen.

Dann ließ Wolf aber den Damentausch zu, der starke Angriff erlahmte daraufhin sofort. Henze opferte sofort einen Bauern für Angriff und erreichte mit einem Minusbauern das Endspiel wo beide nach Bauernumwandlung eine neue Dame erhielten und Henze mit einem Zwischenschach den Bauernrückstand wettmachen konnte und somit neben der Dame jeweils nur noch 1 Bauer und der jeweilige König übrig blieb.

Wolf`s Bauer war aber stärker, da weiter vorgerückt. Sollte es hier zu einem Damentausch kommen, den Henze somit unbedingt vermeiden musste, wäre der Sieg von Wolf nur noch Formsache. Henze, dem ja das Remis reichte zum Titel, versuchte Wolf mit Damendauerschach an dem weiteren Vorrücken des Bauern zu hindern und das erforderliche Remis zu erzwingen. Wolf wehrte sich mit allen Mitteln, konnte letztlich aber das für ihn nutzlose Unentschieden nicht mehr verhindern und gratulierte Henze fair zum Titel.

Hervorzuheben ist hier Harald Block, der in diesem starken Feld mit Brückmann einen geteilten 3 Platz im Endklassement erreichte.

Die Platzierungen:

1.) Henze 13 Punkte

2.) Wolf 12

3.-4.) Brückmann 6,5

Block 6,5

5.-6.) Malinowski 6

Beisinghoff 6

7.) Wagener 4

8.-9.) van Steenput 3

Schwebs 3

10.-11.) Vogel 1,5

Höppner 1,5

12.) Umlauf 1

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Weihnachtsblitz für einen guten Zweck: Becker gewinnt

Das diesjährige Weihnachtsblitz des SV Anderssen Bad Arolsen stand unter einem besonderen Stern: Alle Teilnehmer waren sich einig, dass die Startgelder und gesammelten Spenden den Flüchtlingen in Syrien zugute kommen sollten. Dennoch waren die Titelaspiranten hochkonzentriert und spielten interessante und spannende Partien.

In Runde 1 spielten mit Hermann Henze (Arolsen) und Gerhard Schubert (Bestwig) gleich zwei Favoriten gegeneinander. Henze achtete auf die Springer seines Gegners und konnte dank seiner Routine gewinnen. Der Korbacher Christopher Kearns hatte mit dem Bestwiger Talabalasinga ebenfalls einen schweren Gegner, der ihn in die Enge drängte und schließlich besser stand. Doch bevor er Kearns Mattsetzen konnte fiel sein Blättchen was die Zeit kontrolliert und Kearns war der glückliche Gewinner.

In Runde 2 trat  der vielfache Titelträger  Andre Becker ins Spielgeschehen ein. Er gewann alle seine Partien souverän, bis er gegen den Bad Arolser Blitzer Jürgen Wolf kam. Wolf hatte zwar gegen Kearns verloren, machte sich aber noch Hoffnungen auf den Sieg und spielte aggressiv und bezwang Becker. Spätestens jetzt war klar, der Turniersieg würde zwischen Becker, Wolf und Kearns ausgemacht werden. Kearns musste allerdings noch gegen Becker spielen und Wolf gegen den Jugendlichen Marcel Ruhl, der ihn im Dezemberblitz besiegt hatte. Und in der Tat, Becker konnte den Angriff Kearns parrieren und einen Gegenangriff starten und gewinnen. Wolf tat sich da schon etwas schwerer und stand wiederum schlecht gegen das Nachwuchstalent aus Bad Arolsen. Doch dieser brauchte zu viel Zeit um die schwierige Stellung zu meistern und der Sieger hieß noch einmal Wolf.

So schien alles auf Kearns als Sieger hinauszulaufen, da dieser die vermeintlich leichteren Gegner hatte. Gegen Malinowski kam die Drachenvariante der Sizilianischen Verteidigung aufs Brett. Was Kearns nicht wusste war, dass im Thematurnier der Arolser genau diese Eröffnung gespielt wurde und Malinowski daher nicht so leicht zu überrumpeln war. Dieser opferte die Qualität und bekam einen unwiderstehlichen Königsangriff, so dass Kearns erst die Dame geben musste und schließlich aufgab. Da Becker die noch ausstehenden Partien gewann, konnte er ein weiteres Mal den Titel nach Hause bringen. Kearns wurde mit Wolf zusammen Zweiter vor 4. Henze, 5. Talabalasinga, 6. Rehwald (Bad Emstal), 7. Schubert (Bestwig), 8. Malinowski (Arolsen), 9. Marcel Ruhl (Arolsen), 10. Beisinghoff/Wagner (beide Arolsen) 12 Block (Arolsen) 13 Wende (Arolsen).

Dank der Spendenbereitschaft der Titelträger und Teilnehmer konnten 200,- an die World Vision Flüchtlichshilfe Syrien überwiesen werden. Vielen Dank dafür.

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Henze sichert sich die Blitzmeisterschaft 2014

Die diesjährige Blitzmeisterschaft glich bezogen auf Dominanz eines Spielers eher der Bundesliga als der Meisterschaft der vergangenen Jahre, die von harten Kopf-an-Kopf Duellen geprägt war.
Doch 2014 war schon früh klar, dass die Kontrahenden nur eine Chance hätten, wenn Hermann Henze mal nicht an einem Turnier teilnahm. So konnte er bereits von dem  letzten Turnier mit nicht weniger als 7 Gesamtsiegen den Titel bereits sicherstellen.
Doch der ehrgeizige Henze wollte (gleich der Bayern) einen weiteren Rekord einstellen und spielte voll auf Gewinn. Im ersten Spiel gegen J. Wolf flogen die Figuren nur so übers Brett und es entstand eine Stellung, die unmöglich war. Die beiden Kontrahenten einigten sich daraufhin auf Remis. Die Jugendlichen Marcel und Moritz Ruhl, die erstmals an einem Blitzturnier der Meisterschaft teilnahmen, sollten gegen Henze lernen, dass es bei ihm keinen “Welpenschutz” gibt und er fegte beide vom Brett.
Auch gegen Malinowski erlangte Henze schnell einen scheinbaren Vorteil, doch Malinowski konnte seine Springer geschickt einsetzen und Henze kam ins Grübeln: “Ich hasse Springer” entwich es ihm. Als er dann auch noch einen ganzen Turm verlor und nur noch wenige Sekunden hatte, gab er entnervt auf. Plötzlich führte Malinowski, der noch nie ein Monatsblitz gewonnen hatte, die Tabelle an. Doch er musste noch gegen Wolf, seinen Angstgegner. Die Stellung sah zunächst ausgelichen mit leichten Vorteilen für Malinowski aus. Mit zunehmender Spieldauer setzte sich jedoch die Routine des Vorsitzenden des SV Anderssen durch und dieser erklomm mit seinem Sieg gegen Malinowski die Tabellenspitze.
In der letzten Partie schien alles nur noch eine Formsache gegen Marcel Ruhl zu sein, doch dieser war achtsam und spielte solide und auf Sicherung der eigenen Figuren bedacht. Anders Wolf, der eine Figur einstellte und schließlich auch ein Matt übersah. Da Malinowski sein letzes Spiel gegen Beisinghoff gewann war dieser damit alleiniger Sieger des Dezemberblitzturniers; Henze und Wolf teilten sich den 2ten Platz. Moritz Ruhl kam mit 4 Punkten auf den verdienten 4ten Platz vor Beisinghoff und seinem Bruder Marcel.
Durch den Sieg kam Malinowski in der Blitzmeisterschaft noch einmal gefährlich nahe an Wolf, so dass die Entscheidung um den Kampf um den zweiten Platz der Gesamtwertung auf das Weihnachtblitzturnier verschoben wurde. Dieses findet am 19.12 statt und ist wie jedes Jahr offen für  Teilnehmer aus benachbarten Vereinen.

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Pech, Pecher, Arolsen: SVA 1 nach 3,5:4,5 Tabellenletzter

BAD AROLSEN. Es kann nur besser werden: Nach dem hochunglücklichen 3,5:4,5 gegen Wehleiden haben die Arolser vorerst auf dem letzten Tabellenplatz geparkt.

Nach dem Wettkampf fehlten den Residenzstädtern die Worte. Wieder einmal verloren. Und wie. Hätte das alles wirklich so kommen müssen? Es hätte nicht. Denn zumindest die erste Entscheidung sorgte für etwas Ruhe. Zwar kam Mannschaftsführer Hermann Henze etwas unter Druck, aber dank umsichtiger Verteidigung wurden nach knapp zwei Stunden die ersten Friedenspfeiffen geraucht. Erst als Emil Ackermann in einen vernichtenden Königsangriff geriet zogen dunkle Gewitterwolken auf. Die vertrieb Martin Malinowski noch einmal kurzzeitig. Denn mit seinem Glanzsieg gegen den ehemaligen Arolser Martin Stuckenschneider gab er den Marsch zum Angriff. Und so war es an Constantin Vogel die Arolser mit einem fulminanten Springer-Mattangriff erstmals in Führung zu bringen.

Die Freude sollte nicht lange währen. Denn Robert Wende musste nach zähem Kampf sein Bauernendspiel verloren geben. Wehleiden war wieder dran auch wenn der Blick in die Runde schnell klarmachte: Arolsen steht an den drei verbleibenden Brettern ganz stark. So schien der Sieg von Thomas Bölke am Spitzenbrett nur eine Frage der Zeit zu sein. Und genau diese lief dem Arolser allmählich weg. Mit nur noch Sekunden auf der Uhr knallte Bölke seine Züge aufs Brett. Und griff fehl. Innerhalb von wenigen Zügen verwandelte er seine Gewinnstellung in einen Trümmerhaufen und wurde kurzerhand Matt gesetzt. Entsetzen. Ungläubiges Staunen. „Nicht schon wieder“ stöhnte Mannschaftsführer Hermann Henze. Doch das Drama nahm unaufhaltsam seinen Lauf: Denn weder Jürgen Wolf noch Gerd Brückmann konnten Zählbares aus Ihren Stellungen herausholen und mussten schließlich beide ins Remis einwilligen.

Mit null Punkten aus drei Spielen wird die Lager für Arolsen immer bedrohlicher. Das es im nächsten Spiel zum verlustpunktfreien Tabellenführer aus Vellmar geht, lässt nichts Gutes erahnen. Oder vielleicht doch?

SV Anderssen Arolsen 1-SAbt TG 1949 Wehlheiden 13,5:4,5
Boelke, Thomas-Schlachowitsch, Markus0:1
Henze, Hermann-Josef-Ratschke, Lars½:½
Brückmann, Gerd-Francis, Patrick½:½
Wolf, Jürgen-Rehbein, Ullrich½:½
Ackermann, Emil-Pichl, Uwe0:1
Malinowski, Martin-Stuckenschneider, Martin1:0
Vogel, Constantin-Müller, Joachim1:0
Wende, Robert-von Kiedrowski, Klemens0:1
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SVA 1 kommt in Bad Sooden Allendorf unter die Räder und ist Tabellenletzter

Au Backe, jetzt geht es aber nicht mehr tiefer in der Tabelle der Landesklasse Nord für den Schachverein Anderssen Bad Arolsen.

Wollte man nach der mehr als unglücklichen Niederlage in der ersten Runde gegen Hersfeld doch deutliche Wiedergutmachung betreiben, waren die Voraussetzungen für die 2. Runde in Bad Sooden Allendorf doch mehr als schlecht, mussten doch hier gleich 4 Stammkräfte ersetzt werden..

Nur der Zweiten Mannschaft ist es zu verdanken, dass Mannschaftsführer Henze eine komplette Mannschaft stellen konnte, aber nur, weil diese ihrerseits den eigenen Kampf gegen Wehlheiden kampflos abgaben und sich für die Erste zur Verfügung stellten. Ein Dankeschön an diese tolle Truppe bescheinigte Henze sodann auch der Zweiten.

Und es ging eigentlich auch ganz gut los für Bad Arolsen. Hier hatte gleich Ersatzmann Peter Junghans an Brett 7 sein Erfolgserlebnis gegen den Allendorfer Fischer.

Mit Weiß stand er sogar auch besser, wollte aber kein zu hohes Risiko eingehen gegen den nominell deutlich stärkeren Gegner und nahm dessen Remisangebot an.

Dem wollte Jürgen Wolf, in der ersten Runde gegen Hersfeld noch vom Riesen-Pech verfolgt, gegen Waldemar Schmidt nach verteiltem Spiel nicht nachstehen und auch hier trennte man sich friedlich remis zum 1-1 Zwischenstand.

Dann zogen aber die bekanntlich schwarzen Wolken über die Arolser auf. Friedrich Wagener, der zweite Ersatz musste an Brett 5 mit Weiß gegen den starken Konstantin Schmidt die Segel streichen. Nach 2 Stunden konnte er die Stellung mit deutlich weniger Material nicht mehr halten genauso wenig wie Marcel Ruhl an Brett 8 gegen Jörg Heppe.

Hatte das Arolser Jungtalent doch noch eine Figur geopfert gegen 2 starke Freibauern und dadurch eigentlich ein Riesenspiel auf dem Brett, übersah er völlig unnötig eine Springergabel mit Schach und gleichzeitigem Turmverlust, wonach er sofort enttäuscht seinem Gegner gratulierte zum zwischenzeitlichen 1-3 aus Arolser Sicht.

So wollten die Arolser aber nicht kampflos untergehen und Hermann Henze sorgte hier am Spitzenbrett gegen Jens Hohmeister für den einzigen Sieg an diesem Sonntag und stellte den Anschluss zum 2-3 her.

Henze erspielte sich mit Weiß einen Bauernvorteil den er aber für starken Angriff mit seinen Schwerfiguren und Turm auf der siebenten Reihe wieder zurückgab. Nach anschließendem Turmopfer konnte er ein Mattnetz aufbauen, aus dem es kein Entrinnen mehr gab. Dies wollte sich Hohmeister aber dann doch nicht mehr zeigen lassen und gab entnervt auf.

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Leider nur ein kurzes Strohfeuer für Arolsen, den kurz darauf musste Rudolf Beisinghoff an Brett 3 mit Weiß gegen den Ex-Arolser Spitzenspieler Ondrej Springer doch noch die Segel streichen und das eigentlich auch völlig unnötig.

Hatte er diesen quasi so richtig an die Wand gespielt mit Bauern- und Figurenopfer, machte er aber leider den Sack nicht zu.

Springer konnte sich befreien und wickelte in ein Endspiel mit nun deutlichem Mehr-Material ab und stelle danach routinemäßig das 2-4 für Bad Sooden-Allendorf sicher.

Somit durfte Arolsen nichts mehr abgeben, wollte man zumindest das Unentschieden retten. Und es sah hier eigentlich an den restlichen 2 Brettern auch gar nicht so schlecht aus, dass aber dann doch noch beide Partien verloren gingen, war nicht absehbar.

Robert Wende, als Ersatz vom Ersatz auch schon länger nicht mehr gespielt, erkämpfte sich eine ausgeglichene Stellung an Brett 6 mit Schwarz gegen den Altmeister Egon Bomert. Diese Stellung wurde aber leider durch einen auch hier völlig unnötigen Bauerneinsteller positionell dermaßen verschlechtert, dass Bomert sogar noch ein Springeropfer draufsetzte und Wende dem nichts mehr entgegensetzen konnte. Eine Klassepartie bescheinigte hier Henze, aber der doch dann fehlenden Routine geschuldet, hier nicht mehr daraus gemacht zu haben.

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Das war es nun, ging Bad Sooden Allendorf mit 2-5 uneinholbar in Führung und stelle den Mannschaftssieg sicher. Dieser wurde sogar noch gekrönt mit einem Sieg von Fiedler gegen den tapfer kämpfenden Arolser Emil Ackermann. Dieser hatte mit Schwarz an Brett 4 einen tollen Königsangriff aufgezogen, der eigentlich nicht besser hätte gespielt werden können. Aber auch hier wurde nicht die beste Fortsetzung gefunden und auch hier konnte sich Fiedler geschickt befreien und zu einem Gegenangriff ausholen der ihn nach 5 Stunden den Sieg brachte zum letztlich etwas zu hoch ausgefallenen 6-2 für die Hausherren.

Mehr war leider nicht drin, obwohl der Ersatz gekämpft hat wie ein Löwe, meinte Henze abschließend. Letztlich sind es dann nur Kleinigkeiten gewesen, welche über Sieg oder Niederlage entscheiden. Als derzeitiger Tabellenletzter kann diese Saison nur Klassenerhalt das Ziel sein, egal wie!

SK Bad Sooden-Allendorf

-

SV Anderssen Arolsen

6:2

Hohmeister, Jens-Henze, Hermann-Josef0:1
Schmidt, Waldemar-Wolf, Jürgen½:½
Springer, Ondrej-Beisinghoff, Rudolf1:0
Fiedler, Ralf-Ackermann, Emil1:0
Schmidt, Konstantin-Wagener, Friedrich1:0
Bomert, Egon-Wende, Robert1:0
Fischer, Andreas-Junghans, Peter½:½
Heppe, Jörg-Ruhl, Marcel1:0
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Drama in acht Akten: SVA 1 verliert unglücklich 3,5:4,5

BAD AROLSEN. Welch eine Achterbahnfahrt zum Saisonauftakt: Mit viel Pech verliert der SV Anderssen Bad Arolsen ein Auftaktmatch voller Dramen denkbar knapp mit 3,5:4,5. Nur Schachgöttin Caissa vermag wohl letztlich zu erklären, warum die Gäste aus Bad Hersfeld als Sieger nach Hause fuhren. Denn lange Zeit schien es, als hätten die Residenzstädter alle Trümpfe auf ihrer Seite.

Schon vor Spielbeginn war klar: Die stark ersatzgeschwächten Hersfelder könnten sich gut als erster Aufbaugegner machen. „Ein Punkt sollte mindestens drin sein“, so der Tenor auf Arolser Seite. Das der Wettkampf ruhig startete beunruhigte noch niemanden. Sowohl Martin Malinowski als auch Hermann Henze sahen nach zweieinhalb Stunden kein Durchkommen mehr und segelten jeweils friedlich in den Remishafen. Es sollte die Ruhe vor dem Sturm sein.

Denn innerhalb der nächsten Stunden brannte es an allen Brettern. Für den ersten Paukenschlag sorgte ausgerechnet Routinier Rudolf Beisinghoff. Mit zwei Minusbauern aus der Eröffnung kommend, sah alles nach einer schnellen Niederlage aus. Doch weit gefehlt. Beisinghoff kämpfte sich zurück ins Spiel, eroberte erst einen Bauern und gewann wie aus dem Nichts auch noch die Qualität. Als anschließend sein h-Bauer unaufhaltsam zur Dame lief, blieb seinem völlig konsternierten Gegner nur die Aufgabe – 2:1.

Die Arolser Freude währte nicht lange. Denn Emil Ackermann opferte sehr ambitioniert zwei Bauern für mehr Angriff. Das Dumme nur: Den Angriff hatte sein Gegner. Und der war nicht aufzuhalten – 2:2. Für erneuten Arolser Jubel sorgte einmal mehr Ersatzspieler Constantin Vogel mit einer Klassepartie. In einem Kopf-an-Kopf-Rennen der Freibauern, hatte Vogel einen Zug weiter gerechnet, die Damenumwandlung war unvermeidlich – 3:2 für Arolsen.

Drei Bretter liefen noch und die sahen insgesamt ganz gut für Arolsen aus. Jürgen Wolf hatte nicht nur zwei Bauern erobert, sondern seinen Gegner auch noch derart eingeschnürt, dass der Sieg eigentlich nur noch eine Frage der Zeit schien. Eigentlich. Was nach vier Stunden Spielzeit dann passierte, wusste Wolf auch nach der Partie nicht in Worte zu fassen. „Ein Blackout“ nannte es Mannschaftsführer Hermann Henze. Mit nur wenigen Zügen verwandelte.Wolf wie von Zauberhand seine Gewinnstellung in eine Verluststellung. Von unaufhörlichem Kopfschütteln begleitet blieb folglich nur die Aufgabe – 3:3.

Von den dramatischen Ereignissen völlig unbeeindruckt, schwebte Thomas Bölke am Spitzenbrett schon früh in seiner Zeitnotsphäre. Doch auch das kümmerte ihn nicht weiter. Und auch nicht, dass seine Stellung hoffnungslos passiv schien. Seelenruhig manövrierte Bölke durch alle Untiefen und hielt das Remis – und damit die Arolser Hoffnungen – eisern fest. 3,5:3,5. Nur noch eine Partie lief. Und die hatte es in sich.

Gerd Brückmann hatte in für ihn typischer Manier positionell alles im Griff. Ein leichter Vorteil, aber vermutlich nicht gewinnbringend, so das Urteil der Kiebitze. Dann opferte Brückmann einen Bauern. „Wir gewinnen den Wettkampf“ rief Malinowski seinen Mannschaftskollegen im Ruheraum zu. Ungläubige Hoffnung machte sich breit. Alles rannte zum Spielsaal. Ein kurzer Blick. „Ja, das sieht gut aus“ bekräftigte Henze den ersten Eindruck. Alle rannten wieder runter in den Ruheraum. Sofort wurde die Partiestellung aufgebaut. „Das gewinnt doch nicht“ warf Bölke ein. Schnell kam man zu dem Ergebnis: Jörk Günther kann den verlorenen Springer dank eines Zwischenschachs zurückgewinnen. „Dann bekommt Gerd zwar einen unaufhaltsamen Freibauern, aber Günther hat Dauerschach“ orakelte Henze. Und tatsächlich. Aus dem Dauerschach gab es kein Entkommen. „Also doch Remis“ schloss wiederum Malinowski die Analyse. Ein gerechtes 4.:4 also. Alle rannten wieder nach oben in den Spielsaal. Und erstarrten. Brückmann hatte nicht wie gedacht den Springer geschlagen. Nein, er hatte die Damen getauscht. „Geht das überhaupt?“ geisterte es gleichzeitig durch die Köpfe der Arolser. Völlig ungläubig rannte das Trio wieder nach unten – analysieren. Zwei Minuten später war klar: Brückmann steht auf Verlust. Durch den Damentausch kann Günther seine Freibauern in Bewegung setzen. Und die sind nicht aufzuhalten. Stöhnen. Kopfschütteln. „Das kann doch nicht wahr sein“ murmelte Henze auf dem Weg zum Spielsaal vor sich hin. Gebannt blickten alle Arolser minutenlang auf das Brett, musterten Gerd Brückmann, der scheinbar stoisch am Brett saß. Hatte er mehr gesehen? Als Brückmann plötzlich in tiefes Grübeln verfiel, wurde es immer mehr zur Gewissheit: Er hatte etwas übersehen. Schlimmer noch: Sein Gegner knallte die Züge a tempo aufs Brett. Denn seine Freibauern waren tatsächlich nicht aufzuhalten und liefen und liefen und liefen. Mitten hinein ins Arolser Unglück. Nach fast sechs Stunden bleib auch Gerd Brückmann nichts mehr. Er reichte die Hand zur Aufgabe. Er hatte alles riskiert und – dieses Mal – alles verloren. Einziger Trost: Die Saison ist noch jung, nichts unmöglich. Und selbst die launische Schachgöttin Caissa wird den Arolsern dereinst wieder gewogen sein. Irgendwann. Irgendwo.

Anderssen Arolsen 1-Turm Bad Hersfeld 13,5:4,5
Boelke, Thomas-Schmidt, Markus½:½
Henze, Hermann-Josef-Willich, Manfred½:½
Brückmann, Gerd-Günther, Jörk0:1
Wolf, Jürgen-Marth, Jürgen0:1
Ackermann, Emil-Krauße, Eckhard0:1
Malinowski, Martin-Lieder, Günter½:½
Beisinghoff, Rudolf-Kapustjan, Denis1:0
Vogel, Constantin-Heisterhagen, Tilman1:0
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Hermann Henze ist neuer Vereinsmeister des Schachvereins Bad Arolsen!

Mit 6 Punkten aus möglichen 7 sicherte sich Henze ungeschlagen die Vereinsmeisterschaft 2014 vor dem Titelverteidiger aus dem Vorjahr, Gerd Brückmann, welcher mit 5,5 Punkten auf Platz 2 landete. Henze konnte sich in der letzten Runde sogar ein Remis gegen Peter Junghans erlauben, um Platz 1 zu sichern.

In der ersten Runde setzten sich die Favoriten Brückmann und Henze jeweils mit Siegen gegen Beisinghoff und van Steenput sicher durch. Die erste Überraschung gelang dann Wagener mit einem toll herausgespielten Remis gegen den weiteren Favoriten Ackermann, der immerhin Stammspieler der ersten Mannschaft ist.

In Runde zwei kam es aufgrund der Auslosung bereits zur Vorentscheidung um den Titel. Hier trafen mit Brückmann und Henze die Top-favoriten direkt aufeinander. Nur nicht verlieren war der Tenor von beiden um nicht gleich vorentscheidend an Boden zu verlieren.

Brückmann legte los wie die Feuerwehr und spielte konsequent auf Henzes schwarzen König. Der konterte in gedrückter Stellung und konnte durch den unweigerlichen Damentausch in ein besseres Endspiel überleiten, ja hätte Brückmann die Damen nur getauscht. Er wickelte aber anders ab, verlor Turm und Partie und gab sofort auf.

Block und Beisinghoff mit Siegen gegen van Steenput und Wagener sowie der herausragende Endspielsieg von Jungahns gegen Ackermann rundeten die zweite Runde ab.

In der dritten Runde dann der nächste Kracher. Block holte gegen Brückmann mit Weiß ein nie geglaubtes Remis und stürzte diesen damit quasi aus allen Titelträumen, Henze baute mit Sieg gegen Beisinghoff seinen Vorsprung weiter aus und Ackermann und Wagener kamen durch volle Punkte ebenfalls weiter an die Tabellenspitze heran.

In Runde vier startete van Steenput mit seinem ersten halben Punkt gegen Wagener endlich in das Turnier, auch hielten sich Brückmann, Beisinghoff und Henze mit Siegen schadlos. Henze – noch verlustpunktfrei – führte hier mit 4 Punkten vor Brückmann mit 2,5 sowie Beisinghoff, Block und Wagener alle mit 2.

In Runde fünf dann der erste Schönheitsfleck von Henze mit Schwarz spielend gegen Ackermann. In einem mit allen Schwerfiguren geführten Königsangriff von Ackermann erwiderte Henze mit einem Opferschlag, gewann 2 Bauern und war auf gutem Wege zum Gewinn der Partie. Aber hier wollte Henze dann zu schön spielen, als einfach noch den dritten Bauern zu gewinnen und in ein glasklares siegreiches Endspiel abzuwickeln. Ackermann konterte hier geschickt und rang Henze ein Remis ab, der zwar hier nicht gerade erfreut war, letztlich aber Ackermann auf Distanz hielt und doch noch deutlich vor Brückmann führte. Dieser siegte dann auch zugleich gegen Wagener und hoffte wieder, evtl. doch noch entscheiden ranzukommen. Auch Beisinghoff und Junghans nutzten durch Siege Henzes kleinen Ausrutscher.

Aber in Runde 6 konterte Henze klassisch zurück und festigte nach verteiltem Spiel gegen Wagener mit anschließendem Turm- und Bauerngewinn seine Spitzenposition. Da auch Brückmann klar gegen Junghans gewann, führte Henze mit einem vollen Punkt Vorsprung vor der letzten Runde und ging somit ohne großen Druck in diese Partie, reichte ihm dort gegen Junghans doch ein Remis zum Titel. Die anderen Teilnehmer konnten hier nicht mehr eingreifen, hier ging es nur um die Platzierungen.

Und die letzte und 7. Runde war nur noch von wenig Spannung getragen. Henze mit Schwarz gegen Junghans einigte sich nach verteiltem Spiel schnell auf das noch notwendige Remis und sicherte sich somit Platz 1 mit einem halben Punkt Vorsprung vor Brückmann, der sich zugleich an van Steenput schadlos hielt und ebenso schnell gewann wie Ackermann, der mit diesem Sieg gegen Beisinghoff noch Platz 3 auf dem Treppchen sicherte. Mit Blocks Sieg gegen Wagener nach hartem Kampf ging diese Vereinsmeisterschaft 2014 zu Ende.

Platzierungen nach 7 Runden:

1.         Henze             6   Punkte
2.         Brückmann     5,5 Punkte
3.         Ackermann     4   Punkte
4.         Beisinghoff     3,5 Punkte
5. – 6.   Block             3   Punkte
Junghans         3   Punkte
7.         Wagener         2   Punkte
8.         van Steenput   1   Punkt

 

 

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Arolsen gewinnt auch letztes Saisonspiel in Rotenburg

Riesenkompliment sprach Mannschaftsführer Hermann Henze aber der 2. Mannschaft Arolsens aus, die mit 4 Ersatzleuten aushalfen und großen Anteil am Erfolg hatten.

Mit Boelke, Schäfer, Brückmann und Malinowski mussten gleich 4 Leute aus der Stammmannschaft ersetzt werden, hier sprangen dann Beisinghoff, Block sowie die beiden Nachwuchshoffnungen Marcel und Moritz Ruhl in die Bresche und taten dies mit Bravour.

Nicht verlieren gegen den Tabellenletzten war somit auch die Vorgabe von Henze für die weite Fahrt nach Rotenburg an der Fulda, aber trotzdem befreit aufspielen, da es für beide Mannschaften um nichts mehr ging.

Und dies beherzigten auch alle Spieler, besonders auch Jürgen Wolf. Der wollte wohl doch ziemlich schnell fertig werden, setzte mit Weiß an Brett 3 gegen Brehm gekonnt auf Angriff, eroberte eine Qualität (Turm gegen Springer) und der Rest war nach 2 Stunden nur noch Formsache zur Arolser 1-0 Führung.

Dem stand Ackermann mit Schwarz gegen Oliferenko in nichts nach. Er ließ seine Königsbauern in die gegnerische Stellung eindringen, opferte gekonnt taktisch im richtigen Moment und stelle das 2-0 in souveräner Manier sicher.

Den ersten halben Punkt musste ausgerechnet der Arolser Topscorer Constantin Vogel an Brett 2 gegen Schaffer hergeben. Mit Schwarz zwar etwas in die Verteidigung gedrängt, konnte er sich aber Zug um Zug aus seiner Defensive befreien und Gegenspiel erreichen, schätze dies aber doch nicht als so Gewinnträchtig ein und willigte auch aufgrund der großen Führung in das angebotene Remis zum 2 ½ zu ½ für Arolsen ein.

Nun schlug in Rudolf Beisinghoff der erste Ersatzmann unweigerlich zu. An Brett 5 mit Weiß gegen den Rotenburger Jacek erreichte er nach verteiltem Eröffnungs- und Mittelspiel mit Chancen auf beiden Seiten ein etwas besseres Endspiel mit Bauern und jeweils einem Springer. Aufgrund seines gut positionierten Königs drang er in die gegnerische Stellung ein, gewann Bauern um Bauern und stelle gekonnt den Sieg zum 3 1/2 zu ½ sicher.

Nun fehlte noch ein halber Punkt zum Unentschieden und diesen holte in mannschaftlicher Spielweise der nächste Ersatzmann und Mannschafsführer der Zweiten, Harald Block, an Brett 6 mit Schwarz gegen Elmiro. Mit starkem Angriffsspiel setzte er seinen Gegner derart unter Druck, dass dieser nur mit Materialverlust einigermaßen gegenhalten konnte. Block stand klar besser, verfing sich dann aber doch in taktische Raffinessen seines Gegners, der daraufhin Remis anbot. Eigentlich immer noch besserstehend nahm Block hier aber das Remis zum 4-1 an und stellte hier seine eigenen Interessen klar zurück für den ersten Mannschaftspunkt für Arolsen.

Dass hieraus dann gleich 2 wurden, machte dann Henze am Spitzenbrett mit Weiß gegen Davidov klar. Auch in dieser Partie hatte der Arolser mit seinen Schwerfiguren des Gegners König eigentlich klar in seiner Gewalt, opferte einen Bauern für die offene Angriffslinie und es war nur eine Frage der Zeit, durch ein weiteres Opfer den kompletten Punkt sicherzustellen. Hier fand Henze aber im Gefühl des sicheren Sieges nicht die beste Fortsetzung und ermöglichte seinem Kontrahenten unnötigerweise das Eindringen der Dame mit der Drohung eines Dauerschachs, was zum unweigerlichen Remis geführt hätte.

Dies konnte Henze aber nur auf Kosten seiner Angriffsbemühungen verhindern, setzte aber auf seinen fortgeschrittenen Freibauern. Dies konterte Davidov aber ebenfalls mit einem Freibauern und bot in unklarer Stellung nun seinerseits ebenfalls Remis an, was Henze trotz etwas besserer Stellung aber sofort annahm und den jetzt endgültig feststehenden Gesamtsieg zum 4 ½ zu 1 ½. sicherstellte.

Nun liefen nur noch die beiden Partien der Arolser Jungtalente und Nachwuchshoffnungen Moritz und Marcel Ruhl, die verbissen Zug um Zug um eine bessere Stellung kämpften, sehr zur Freude von Mannschaftsführer Henze und den restlichen Arolser Kiebitzen, die gespannt des Geschehen an den Brettern verfolgten.

Hier musste Moritz Ruhl an Brett 8 mit Schwarz gegen den erfahrenen Rotenburger Leidorf doch Tribut zollen. Schwer unter Druck konnte er sich nur mit Figurenverlust aus der Umklammerung lösen und versuchte im Endspiel verzweifelt, die drohende Niederlage abzuwenden. Als nichts mehr half, versuchte er es noch mit einem taktischen Opfer seiner Dame, wo Leidorf aber nicht darauf hineinfiel und sofort mattsetzen konnte.

Auch Bruder Marcel an Brett 7 mit Weiß gegen den starken Afanasyev musste in die Defensive. Schon einen Bauern weniger drohte auch der Verlust eines zweiten mit weiterer Verschlechterung der Stellung. Aber nicht mit Marcel! Er holte zum Gegenschlag aus, konterte bravourös mit Rückgewinnung seines Bauern und nun besserer Stellung. Aber der noch fehlenden Erfahrung ist es hier geschuldet, nicht weiter konsequent auf Gewinn zu spielen, er nahm das Remisangebot des Gegners an, was ein Wahnsinns Erfolg in dieser Klasse für ihn bedeutet.

Die beiden Ruhls werden in naher Zukunft fester Bestandteil er ersten Mannschaft sein und dem Arolser Verein noch sehr viel Freude bereiten, nahm Henze die beiden sogleich in die Pflicht, sich langsam aus der zweiten Mannschaft zu verabschieden.

Mit diesem letzten Remis stand der Gesamtsieg mit 5 – 3 fest. Rotenburg und Alsfeld müssen somit als Absteiger eine Klasse tiefer antreten und der Kasseler SK 2 steigt in die Verbandsliga auf. Herzlichen Glückwunsch dazu von Arolser Seite!

Landesklasse Nord: Abschlusstabelle nach dem 9. Spieltag

#Mannschaft12345678910MPBP
1Kasseler SK 1876 2**5.04.55.05.52.54.06.57.56.091546.5
2SC Fulda 23.0**5.54.04.06.04.55.55.07.091444.5
3SK Bad Sooden-Allendorf 13.52.5**5.52.55.55.05.55.07.091242.0
4SAbt TG Wehlheiden 13.04.02.5**4.05.03.54.56.07.091039.5
5SV Anderssen Arolsen 12.54.05.54.0**2.54.04.54.05.091036.0
5SV CAISSA e. V. Kassel 15.52.02.53.05.5**5.55.52.04.591036.0
7SK Turm Bad Hersfeld 14.03.53.04.54.02.5**5.04.07.59938.0
8SC Langenbieber 11.52.52.53.53.52.53.0**6.07.09432.0
9SV Alsfeld 10.53.03.02.04.06.04.02.0**3.59428.0
10SC Rotenburg 12.01.01.01.03.03.50.51.04.5**9217.5
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SVA 1: Arolsen schlägt Langenbieber und stürmt auf Platz 5

Das konnte man nicht unbedingt erwarten“, waren am Spielende die Worte von Mannschaftsführer Herman Henze, musste Arolsen doch mit Paul Schäfer und Thomas Boelke gleich 2 Spitzenspieler an den Brettern 1 und 2 ersetzen. Als Ersatzleute sprangen van Steenput sowie Beisinghoff aus der zweiten Mannschaft ein.

Langenbieber, als Tabellendrittletzter noch in Abstiegsnöten, fing auch gleich an wie die Feuerwehr und setzte die Arolser mit couragiertem und druckvollem Spiel gehörig unter Druck.

 Hier bot aber Ersatzmann Andre`van Steenput an Brett 7 mit Schwarz gegen Lenz mit einem schönen Konter mehr als Paroli und erzwang das erste remis. Mit Mehrbauern und besserer Abwicklung wäre vielleicht auch mehr drin gewesen.

Mit einem weiteren remis am Spitzenbrett zwischen Henze und Knacker, der nach dem klassischen Königsgambit seinen weißen König unrochiert in eine sicherere Stellung brachte und somit kein weiteres Durchkommen von Henze`s Schwerfiguren ermöglichte, brachte das zwischenzeitliche 1-1. Dies hatte aber leider für Arolsen nur kurz Bestand, musste doch Rudolf Beisinghoff an Brett 8 mit Weiß nach starkem Angriff von Müller in einer scharfen Drachenvariante die Waffen strecken. Langenbieber führte 2-1.

Aber auch dieses Resultat stand nicht lange. Gerd Brückmann glich in seiner unnachahmlichen Art mit Weiß gegen Paul Weber zum 2-2 aus. Er schob seinen Gegner mit voller Angriffswucht förmlich vom Brett und war kurz vor dem Gewinn einer Qualität (Turm gegen Läufer) und dem sicheren Partiegewinn, Weber konnte dies wohl nicht mehr mit ansehen und stellte zu allem Überfluss glatt einzügig seine Dame ein und gab sofort auf.

Nachdem dann Wolf an Brett 3 gegen Ulrich trotz aller Versuche kein Durchkommen sah und in das Remis zum 2,5 zu 2,5 einwilligte, schauten alle gespannt auf die Partie an Brett 2. Hier spielte Vogel mit Weiß gegen Herbst. Beide hatten jeweils 2 Freibauern am Damenflügel, aber Vogels Bauern waren weiter fortgeschritten. „Vogel steht eigentlich klar auf Gewinn“, meinten die Kiebitze aber dann? Vogel musste einen Konter von Herbst abwehren, der ihm eigentlich eine Figur gekostet hätte. Er entschied sich aber für ein Opfer seiner Dame und erhielt dafür Turm und Springer. Nun stand Herbst zwar mit mehr Material besser, aber Vogel mit taktischer Finesse erzwang aufgrund der starken Freibauern einen Generalabtausch wo er 2 Türme gegen die Dame erreichte und beide sich anschließend auf Remis einigten zum 3-3.

Bei noch zwei laufenden Partien wurde es jetzt richtig spannend. Martin Malinowski mit Weiß an Brett 6 gegen den stärksten Langenbieberer, Felix Beyer, stand sehr solide und brachte seinen Gegner durch taktische Wendungen mehr und mehr in Bedrängnis. Beide waren im Besitz eines Freibauern, Malinowski stand aber offensiver. Hier musste Beyer zuviel Zeit in seine Stellung investieren und schaffte nicht mehr die obligatorische Zeitkontrolle, was gleichzeitig die Niederlage und für Arolsen das erlösende 4-3 und den ersten Mannschaftspunkt brachte.

Nun war Langenbieber unter größtem Druck, musste die letzte Partie unbedingt gewonnen werden um zumindest das 4-4 Unentschieden zu erreichen. Aber nicht mit Emil Ackermann.

Der stand mit Schwarz gegen Alfred Weber und ziemlich offener Königsstellung unter höchstem Druck. Weber versuchte hier mit Dame und zwei Springern ein Mattbild aufzubauen, was Ackermann aber bravourös konterte. Er brauchte ja nur ein remis zum Gesamtsieg und brachte seine Dame so in Stellung, dass diese Dauerschach und somit das Zwangsremis drohte. Dies konnte Weber nur mit Damentausch verhindern, musste dadurch aber einen weiteren Bauern geben und trotzdem versuchen noch auf Gewinn zu spielen. Dies ließ sich Ackermann aber nicht mehr nehmen, brachte einen Freibauern am Damenflügel in die Damenumwandlung wo Weber seinen letzten Springer für opfern musste und somit das Remis und die Niederlage für seinen Verein nicht mehr verhindern konnte.

Arolsen gewann schließlich verdient 4,5 zu 3,5 und muss im letzten Spiel gegen den Tabellenletzten und feststehenden Absteiger Rotenburg ran. Für Langenbieber wird es jetzt sehr eng, schloss doch Alsfeld als Vorletzter nach Punkten auf und könnte sich am letzten Spieltag noch vor Langenbieber setzten.

Die Paarungen:

Henze, Hermann-Josef

-

Knacker, Gerald

½:½

Vogel, Constantin

-

Herbst, Alexander

½:½

Wolf, Jürgen

-

Ulrich, Olaf

½:½

Brückmann, Gerd

-

Weber, Paul

1:0

Ackermann, Emil

-

Weber, Alfred

½:½

Malinowski, Martin

-

Beyer, Felix

1:0

van Steenput, Andre

-

Lenz, Roland

½:½

Beisinghoff, Rudolf

-

Müller, Günter

0:1

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