Rumpfmannschaft sichert 4:4 gegen Angstgegner Caissa

Kein Risiko eingehen: Beim 4:4 gegen Caissa Kassel 2 agierten die Arolser äußerst vorsichtig. „Bloß keinen Fehlstart wie in der letzten Saison“ lautete die Devise von Mannschaftsführer Hermann Henze.

Grund zur Vorsicht hatten die Residenzstädter mehr als genug, fehlten doch gleich fünf Stammspieler. Auch die ebenfalls stark ersatzgeschwächten Kasseler wollten lieber nichts anbrennen lassen und agierten sehr verhalten. So wurde an fast allen Brettern schnell zum Generalabtausch aufgerufen und es dauerte nicht lang, bis die ersten Friedenspfeifen rauchten. Als auch an den übrigen Brettern keine Seite entscheidenden Vorteil reklamieren konnte, liefen die verbliebenen Partien ebenfalls in die Remishäfen ein. Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach dachten sich beide Seiten. Bleibt zu hoffen, dass Arolsen in den kommenden Spielen wieder in Bestbesetzung antreten kann.

CAISSA Kassel 2

SV Anderssen Arolsen 1

4 – 4

Franke,Peter

Schäfer,Paul

½ – ½

Pinnow,Manfred

Henze,Hermann-Josef

½ – ½

Geißer,Gerd

Boelke,Thomas

½ – ½

Leitherer,Stephan,Dr.

Beisinghoff,Rudolf

½ – ½

Flatau,Leo

Wagener,Friedrich

½ – ½

Kotliarevski,Mikhail

Ruhl,Moritz

½ – ½

Kotliarevski,Dennis

Block,Harald

½ – ½

Schneider,Danny

Umlauf,Florian

½ – ½

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Andre Becker gewinnt Sauerland-Waldecker Blitzturnier 2015

Waldeck-Sauerland-Blitz
Nach den Stationen Marsberg, Arolsen und Korbach fand das 4. und letzte Blitzturnier in Bestwig-Velmede statt und hier war mal wieder der Blitzspezialist Andre` Becker das Maß aller Dinge und Herr im eigenen Hause.

Er gewann in souveräner Manier auch dieses Turnier ohne Punktverlust mit 13 von 13 möglichen Punkten und siegte im Gesamtranking nach Grand-Prix-Wertung mit 30 von 30 möglichen Punkten (je Sieg gab es 10 Punkte bei einem Streichergebnis) auch hier mit absoluter Punktzahl vor seinen Teamkameraden Andre Weber und Gerhard Schubert, der immerhin in Arolsen einmal als Sieger hervorstechen konnte.

Titelverteidiger Henze, noch strahlender Sieger aus 2014 hatte diesmal auch nicht im entferntesten eine Chance, um vorn eingreifen zu können. Er schloss das Turnier mit Rang 9 und gerade mal 6 Punkten mit einem seiner schlechtesten Ergebnisse ab und trudelte im Gesamtranking weit abgeschlagen auf den 4. Gesamtplatz ein. Ihm folgten auf Platz 5 gemeinsam Jürgen Wolf und der Velmeder Dirk Hoppe vor den starken Korbacher Karl-Heinz Lages aus Korbach auf Rang 7.

Becker, bereits nach dem Korbacher Turnier mit uneinholbaren 28 Punkten (2 Siege, einmal zweiter) schon erster, konnte beruhigt in die letzte Runde gehen. Aber auch hier toppte er sein Gesamtergebnis mit einer derartig überragenden Spielweise, die alle anderen Teilnehmer in den Schatten stellte.

Schien er in manchen Partien mal schlechter oder sogar auf Verlust zu stehen, wendete sich das Blatt kurze Zeit später wieder zu seinen Gunsten. Gerhard Schubert und auch Jürgen Wolf hatten ihn eigentlich schon am Haken, aber in diesen Situationen läuft Becker eben zur absoluten Höchstform auf und setzt sogar noch Gegner matt, wenn er, wie gegen den starken Bert Hollmann, nur noch 3 Sekunden Spielzeit auf seiner Uhr hatte.

Ihm an diesem Tag folgen konnte eigentlich nur sein Teamkamerad Andre Weber mit 10 Punkten und der starke Arolser Jürgen Wolf mit 9 Punkten, welche auf den Plätzen 2 und 3 folgten. Gerade Wolf hätte durchaus ein besseres Ergebnis erzielen können, wäre er in den Anfangsrunden aufmerksamer gestartet. Dort hat er einige Punkte liegenlassen, unter anderem auch gegen den Korbacher Wolfgang Käding, welcher mit 4 Punkten auf Platz 12 eintrudelte.

Die Arolser Beisinghoff und Malinowski hielten mit den Plätzen 7-8 die Fahnen für Arolsen einigermaßen hoch, während Henze und auch Wagener total von der Rolle waren und nur teilnahmen.

Am Ende des Blitzturniers nahm dann Turnierleiter Gerhard Schubert die Siegerehrung mit Pokalübergabe an den verdienten Sieger Becker unter starkem Applaus aller Anwesenden vor.

Die Termine für die Fortsetzung dieses doch von allen Teilnehmern sehr geliebten Blitzturnieres wurden in groben Zügen für 2016 schon festgezurrt.

Abschlusstabelle im Gesamtranking nach 3 Wertungen im Grand-Prix-Modus:

  1. Andre` Becker, Bestwig-Velmede 30 Punkte von 30 möglichen
  2. Andre Weber, Bestwig-Velmede 22,5 Punkte
  3. Gerhard Schubert, Bestwig-Velmede 20 Punkte
  4. Hermann Henze, Anderssen Arolsen 17,5 Punkte
  5. Jürgen Wolf, Anderssen Arolsen 17 Punkte
  6. Dirk Hoppe, Bestwig-Velmede 17 Punkte
  7. Karl-Heinz Lages, Korbach 10 Punkte
  8. Jan Zioltkowski, korbach 6 Punkte
  9. Gerd Brückmann, Anderssen Arolsen 5 Punkte

10.)Wolfgang Kies, Marsberg 4,5 Punkte

Vor weiteren 20 Teilnehmern

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Jürgen Wolf gewinnt Erdbeerblitz und entthront Henze

Das diesjährige traditionelle Erdbeerblitzturnier des Schachverein Anderssen Bad Arolsen litt doch stark an den hohen Temperaturen. Letztlich konnten die Gastgeber keine auswärtigen Spieler aus den befreundeten Nachbarvereinen begrüßen.

Somit waren nur die einheimischen Cracks an den Brettern um mit 5 Minuten Bedenkzeit pro Spieler um Punkte zu kämpfen. Der Spielstärke tat dies bei den nur 9 Teilnehmern aber keinen Abbruch, war doch fast die gesamte erste Mannschaft vertreten. Und hier schlug dann Jürgen Wolf in gewohnt starker Manier zu. Er verlor keine Partie und setzte sich mit 7 Punkten bei 2 Remis an die Spitze gefolgt vom Titelverteidiger Hermann Henze auf Platz 2 mit 6 Punkten und Rudolf Beisinghoff mit 5 Punkten auf Platz 3.

Erdbeerblitz

In der ersten Runde wolle es die Auslosung so, dass gleich Henze gegen Wolf ranmussten. Bloß nicht verlieren war für beide die Devise und so sollte es kommen, dass Henze mit Weiß trotz Mehrbauern aber mit etwas schlechterer Zeit auf das Remisangebot von Wolf einging.

In der zweiten Runde bekam es Wolf mit Brückmann zu tun, auch hier trennte man sich friedlich mit einem Unentschieden wie auch Ackermann gegen Henze, wobei dieser Glück hatte, stellte er doch ein zügig eine komplette Figur ein und erreichte gerade so noch das Unentschieden.

In den darauffolgenden Runden zeichnete sich dann nur ein Zweikampf Wolf gegen Henze ab, die ihre Partien gewannen, auch der starke Beisinghoff konnte den beiden nichts entgegensetzen und fiel zurück. Ebenfalls von der Rolle waren die beiden Ruhl-Zwillinge, eigentlich für Blitzpartien geradezu prädestiniert, in diesem Turnier aber nahezu chancenlos.

Hiervon profitierte dann auch Wolf gegen Moritz Ruhl in der alles entscheidenden letzten Runde. Eigentlich immer ein knappes Rennen, gewann er doch ziemlich schnell. Mit starkem Spiel und deutlichen Stellungsvorteil hatte dem Moritz nichts mehr entgegen zu setzten und gab auf.

Mit diesem Sieg setzte er Henze noch nachträglich unter Druck, hatte der doch mit sich selbst schon genug zu kämpfen. Mit Schwarz gegen Brückmann schon deutlich ins Hintertreffen geraten, musste somit gewinnen, wollte er zumindest einen Stichkampf gegen Wolf erreichen.

Aber hier spielte Brückmann absolut nicht mit. Eigentlich auch abgeschlagen und nach vorn in der Tabelle nichts mehr möglich, wuchs er dermaßen über sich hinaus, dass Henze absolut nichts auszurichten hatte. Ohne einen Hauch von Gegenspiel ging er unter und verlor klar.

Dass beförderte Wolf auf den ersehnten Spitzenplatz, was an diesem Abend auch mehr als verdient war. Aber Henze gratulierte fair, „war heute einfach nicht mein Tag oder Jürgen doch einfach zu stark“, meinte dieser und hakte die Niederlage schnell ab.

Die Endtabelle:

  1. Wolf mit 7 Punkten aus 8

  2. Henze 6 Punkte

  3. Beisinghoff 5 Punkte

  4. Brückmann 4,5 Punkte

Vor weiteren 5 Teilnehmern

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Hermann Henze gewinnt Runtemund-Gedächtnis-Turnier, Friederich Wagener wird starker Zweiter!

Im letzten Jahr konnte Hermann Henze aus terminlichen Gründen nicht am Turnier teilnehmen, dieses Jahr klappte es besser. Er gewann am Ende sehr souverän das in Anlehnung des verstorbenen Arolser Spitzenspielers Gerd Runtemund ausgespielten Pokalturniers mit insgesamt 4 Turnieren, wo die besten drei in die jeweilige Wertung kamen.

5 Runden mit 15 Minuten Bedenkzeit je Spieler waren Runde zu Runde zu absolvieren, wo Henze mit 13 aus 15 möglichen Punkten am Ende den Spitzenplatz errang. Als starker Zweiter kam Friedrich Wagener mit 10 Punkten in das Ziel vor Jürgen Wolf als 3 mit 8 Punkten vor weiteren 10 Teilnehmern.

Runtemund Turnier 2015

Als Eröffnungsthema wurde dieses Jahr das angenommene Königsgambit als feste Eröffnungszugfolge festgelegt. Nicht jedermanns Sache wie sich im weiteren Turnierverlauf auch noch herausstellen sollte. .In der ersten Runde dominierte Jürgen Wolf mit 4,5 Punkten das Geschehen, wo er nur ein Remis gegen Henze abgeben musste. Er verwies Henze, Malinowski und Brückmann auf die Plätze.

Die zweite Runde dominierte dann das Arolser Jungtalent Constantin Vogel, der aus Berlin kommend mal wieder Lust auf Schach bei seinem Heimatverein hatte. Auch er gewann mit 4,5 Punkten aus 5 klar vor Henze und Malinowski, die mit jeweils 3,5 Punkten mit Moritz Ruhl, Block und David Kober auch hier nur auf den weiteren Plätzen fast schon abgeschlagen landeten.

In Runde 3 dann aber endlich dominierte Henze, bis er gegen Wagener ranmusste. Eigentlich eine klare Sache für die Kiebitze, aber Wagener holte zu mehreren taktischen Schlägen mit weiterem Materialopfer die Königsstellung von Henze dermaßen aus den Angeln, dass dieser nur entnervt aufgeben musste und Wagener vor Henze und Beisinghoff diese Runde mit 5 Punkten für sich entschied.

Die 4. Runde musste dann die Entscheidung bringen. Henze hatte im Gesamtschnitt die bessere Punktausbeute und somit noch alles in eigener Hand, führte er doch mit 11,5 Punkten vor Wagener mit 8,5 Punkten schon deutlich, konnte aber nur noch seinen Punktestand erhöhen, wenn er mehr wie sein schlechtestes Ergebnis von 3,5 Punkten aus einer der Vorrunden holte.

Würde Wagener aber seinen Sieg wie in der letzten Runde mit 5 weiteren Punkten wiederholen, könnte er deutlich aufholen, da sein schlechtestes Ergebnis bei nur 2 Punkten lag und das schlechteste Turnier ja gestrichen wurde.

Damit konnte er, auch einem Sieg gegen Henze im direkten Duell vorausgesetzt, noch an diesem vorbeiziehen bzw. Gleichstand in der Endabrechnung erzielen, was dann einen Stichkampf bedeutet hätte.

Aber gleich in der ersten Runde war Schluss mit Lustig, denn Wagener musste gegen seinen Angstgegner Wolf gleich in der ersten Runde ran.

Hier erreichte Jürgen Wolf mit den weißen Steinen eine Qualität Turm gegen Springer und hatte somit schon Materialvorteil. Wageners starker Freibauer schon ziemlich weit vorgerückt, konnte dies aber nicht mehr genügend ausgleichen. Nach weiteren Verzweifelungszügen war dessen Stellung nicht mehr zu halten. Somit war klar, dass Henze unabhängig vom weiteren Turnierverlauf als Gesamtführender nicht mehr vom Spitzenplatz verdrängt werden konnte und bereits nach der ersten Runde als Sieger im Gesamtklassement feststand.

Er ließ hier aber keine Zweifel aufkommen, siegte souverän gegen Block, Junghans und Meckelburg, bezwang dann in der Vorschlussrunde seinen ärgsten Kontrahenten Wagener und setzte mit einem Sieg in der letzten Runde gegen Jürgen Wolf mit 5 Punkten und dem Turniersieg noch einen drauf.

Am nächsten Freitag, den 03.07.2015 findet wieder das traditionelle Arolser Erdbeerblitzturnier mit jeweils 5 Minuten Bedenkzeit statt.

Hier sind neben den Arolsern natürlich auch die befreundeten Vereine aus Marsberg, Brilon, Korbach und der näheren Umgebung herzlichst eingeladen.

Neben den vom Gartencenter Meckelburg gesponserten Erdbeeren gibt es natürlich noch weitere tolle Preis zu gewinnen.

Beginn ist um 20Uhr 15, Meldeschluss ist 20Uhr. Das Startgeld beträgt 5,– €.

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Gerhard Schubert dominiert das II. Sauerlandblitzturnier

Das war dann mal gar nichts für die Arolser Gastgeber, welche das II. Sauerlandblitzturnier ausrichteten. In den schönen Bürgersaal des Sophienheim Helsen, wo extra vom Helser Ortsbeiratsmitglied Michael Pesta die eigene anberaumte Sitzung verlegt wurde (Herzlichsten Dank dafür!), kamen die Arolser gegen die Marsberg/Briloner- Blitzphalanx einfach nicht zum Zuge und musste den 4 Gästespielern Schubert, Becker, Weber und Hoppe die ersten 4 Plätze überlassen.

Mit schon deutlichem Abstand gelang dem Arolser Hermann Henze der 5 Platz, wo Brückmann, Wolf und Moritz Ruhl dann auf den nachfolgenden Plätzen folgten.

Und wer hier gedacht hätte, dass der Topfavorit Andre Becker aus Brilon wie schon beim ersten Turnier in Marsberg das Rennen um Platz eins machte, sah sich diesmal arg getäuscht, denn Gerhard Schubert stahl ihm diesmal sehr konsequent die Schau und gewann nach 14 Runden ohne Niederlage mit nur 3 Unentschieden und 12,5 Punkten souverän das Turnier.

Becker, mit 2 Niederlagen eben gegen Schubert und dem starken Hoppe sicherte sich im Schlussspurt aber noch Platz 2 mit 12 Punkten vor Andre Weber und Dirk Hoppe mit jeweils 11 Punkten. Mit dem erreichten Platz 2 und weiteren 8 Grand-Prix-Punkten baute Becker seine Gesamtführung weiter aus. Ihm folgen Hermann Henze und Dirk Hoppe vor Gerhard Schubert.

Das Turnier startete für Sieger Schubert traumhaft, lag er doch nach 7 Siegen souverän an der Spitze. Und die Arolser. Tja, die spielten ja auch mit und wenn dann mal Wolf oder Henze gegen die Topfavoriten siegten oder remis spielten, machten sie in den internen Duellen und gegenseitigem Punktewegnahmen wieder alles zunichte. Besonders Henze gegen seinen in dieser Saison einfach nicht zu bezwingenden Mannschaftskollegen Rudolf Beisinghoff. Wie schon in der Vereinsmeisterschaft mit völlig unerwarteter Niederlage reichte es auch beim Blitzen nicht zum Punktgewinn in einer Stellung die man eigentlich nicht verlieren kann. Aber dass dies geht, zeigte Henze eindrucksvoll. Mit deutlichem Mehrmaterial konnte er gegen den unermüdlich kämpfenden Beisinghoff wieder nicht zum Zuge kommen.

Und Blitzspezialist Jürgen Wolf, der auch gut in das Turnier startete, dann aber gegen die eigenen Arolser Moritz Ruhl, Friedrich Wagener und Favorit Becker mit drei Eiern bzw. Niederlagen hintereinander abreißen lassen musste und jäh aus allen Siegträumen gerissen wurde.

Einzig ein diesmal gut aufgelegter Gerd Brückmann schien mithalten zu können, aber auch dieser konnte gegen die auswärtigen Marsberg-Briloner nicht Punkten und gab in der Vorschlussrunde im internen Duell gegen Henze mit einer weiteren Niederlage auch noch den 5. Platz ab.

Aber wie den Arolsern ging es auch den Gästen aus Korbach, welche mit Lages und Käding auch 2 Blitzspezialisten in das Rennen schickten. Aber auch diese spielten nicht in der Form wie man sie kennt. Besonders für Karl-Heinz Lages, als ehemaliger Arolser Spieler ja bestens bekannt, scheint Arolsen kein gutes Pflaster zu sein, „hier in Arolsen hole ich irgendwie nie was“, war auch sein gleichlautender Tenor.

Auch der Arolser Friedrich Wagener hielt sehr gut mit, holte er doch gegen die Favoriten Weber und Schubert 2 Remisen, gewann auch gegen Wolf und fiel nur am Ende des Turniers ab, was eine bessere Platzierung wie der 9. Platz dann zunichte machte. Hervorzugheben auch Moritz Ruhl, der mit 7 Punkten einen starken Platz 7 erreichte, dafür aber sein Bruder Marcel an diesem Tag überhaupt nicht in das Turnier fand.

Auch die Arolser Junghans, Block und Beisinghoff spielten im vorderen Platzierungsbereich keine Rolle.

Hier die End-Platzierungen aus dem Arolser Turnier:

  1. Gerhard Schubert mit 12,5 Punkten aus 14

  2. Andre`Becker 12 Punkte

  3. Andre`Weber 11 Punkte

  4. Dirk Hoppe 11 Punkte

  5. Hermann Henze 9,5 Punkte

  6. Gerd Brückmann 9 Punkte

  7. Jürgen Wolf 8 Punkte

  8. Moritz Ruhl 8 Punkte

  9. Friedrich Wagener 7 Punkte

  10. K.H. Lages 7 Punkte

Vor weiteren 5 Teilnehmern.

In der Gesamtwertung nach 2 gespielten Turnieren (in Marsberg und Bad Arolsen) nach Grand-Prix-Modus führt derzeit Andre` Becker mit 18 Punkten gefolgt von Hermann Henze und Dirk Hoppe mit jeweils 12,5 Punkten und Gerhard Schubert mit 10 Punkten vor weiteren Teilnehmern.

Alles in allem war es eine gelungene Veranstaltung in Bad Arolsen, welche mit dem 3. Turnier im Juli dann in Korbach stattfindend, dann auch wieder hoffentlich mit so starker Besetzung seine Fortsetzung findet.

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SVA 1 verliert auch letztes Spiel und steigt ab

Schach-Landesklasse – Runde 9

BAD AROLSEN/ KASSEL. Kein Happy-End: Arolsen verliert unglücklich mit 3,5:4,5 gegen Caissa Kassel und muss den Weg in die Nordhessenliga antreten.

Vor dem alles entscheidenden Spiel war klar: Arolsen muss gewinnen und gleichzeitig auf Patzer der Mitkonkurrenten hoffen. Theoretisch war also noch alles drin. Schwieriger verhielten sich die Dinge in der Praxis. Denn mit Caissa Kassel musste man am letzten Spieltag ausgerechnet zum langjährigen Angstgegner. Aber vielleicht würde man ja in diesem Jahr endlich den Fluch brechen.

Das es bei der Hoffnung blieb, lag nicht zuletzt an den Resdidenzstädtern selbst. Kampfesmüde und zu sehr auf Sicherheit bedacht rauchten die Arolser lieber die Friedenspfeiffen, als alles auf eine Karte zu setzen. So reklamierte Martin Malinowski noch in der Eröffnung eine dreimalige Stellungswiederholung und auch Thomas Bölke begnügte sich nach seiner Pleite in der Vorrunde lieber mit dem Spatz in der Hand. Selbst Hermann Henze und Jürgen Wolf konnten keinerlei Vorteil nachweisen. Nach dem Motto „Die vollen Punkten müssen wir hinten holen“ liefen beide nach zwei Stunden in den Remishafen ein – 2:2.

Der Haken an der Sache war: Die Partien an den beiden hinteren Brettern drehten kurz nach dem Remisreigen von „sieht gut für uns aus“ in „wir stehen glatt auf Verlust“. Während Rudolf Beisinghoff ohne Not eine Figur einstellte, zappelte Moritz Ruhl ganz plötzlich in einem nicht zu entwirrenden Mattnetz. Bange Minuten später wurden die Befürchtungen Realität: Beide Partien waren nicht mehr zu halten, es stand 4:2 für Caissa Kassel.

Um wenigstens einen Punkt zu retten, hätte Arolsen die beiden verbliebenen Partien gewinnen müssen. „Nicht mit mir“ dachte sich der Kasseler Michael Hollmann und setzte Paul Schäfer gehörig unter Druck. An einen Gewinn war nicht im Entferntesten zu denken. Als Schäfer sich kurze Zeit später ins Remis rettete, stand fest: Wettkampf verloren, Abstieg besiegelt.

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Einziger Lichtblick zum Schluss: Gerd Brückmann vollendete eine von Pleiten, Pech und Pannen begleitete Saison mit einem positionellen Meisterwerk. Gekonnt manövrierte er seine Mehrqualität, fand immer wieder neue, versteckte Drohungen. Zwar verteidigte sich Wolfgang Hasse sieben Stunden lang sehr erfinderisch, fand am Ende aber kein Mittel gegen die saubere Endspieltechnik Brückmanns.

SVG CAISSA Kassel SV Anderssen Arolsen 4,5:3,5
Hollmann, Michael Schäfer, Paul ½:½
Winterfeld, Dirk Boelke, Thomas ½:½
Wendland, Jürgen Henze, Hermann-Josef ½:½
Haase, Wolfgang Brückmann, Gerd 0:1
Austein, Hartmut Wolf, Jürgen ½:½
Powalla, Christian Malinowski, Martin ½:½
Seewald, Christian Beisinghoff, Rudolf 1:0
Leitherer, Stephan Ruhl, Moritz 1:0
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SVA 1: Martin Malinowski bringt die Wende!

Das war mal wieder eine Aufholjagd, die der Schachverein Anderssen Bad Arolsen in der Landesklasse Nord in Lauterbach gestartet hat. Laut Mannschaftsführer Hermann Henze braucht man das in dieser Form gar nicht, musste man schon letztens gegen Kaufungen diese Dramaturgie des Spielverlaufs hinnehmen, was ja bekannter Weise zu den ersten Punkten für Arolsen führte.

Mit nur 7 Mann, Schäfer am Spitzenbrett und Boelke wegen Krankheit fielen kurzfristig aus, holte Arolsen im Abstiegsduell ein ganz wichtiges 4-4 Unentschieden und hat somit noch Chancen auf den Klassenerhalt. Gleichzeitig gab man die rote Laterne an Kaufungen ab, die klar aber trotzdem etwas unerwartet gegen Langenbieber verloren.

Da auch die Arolser Zweite ranmusste, konnte Henze so kurzfristig nur Robert Wende als Ersatzmann aufbieten und musste somit schon den ersten Punkt kampflos an die Hausherren abgeben.

Unter diesen Voraussetzungen war allen klar, dass die Partien gnadenlos auf Sieg gespielt werden mussten. Dies durchkreuzte am 2. Brett aber ausgerechnet Hermann Henze gegen den Lauterbacher Andreas. Mit Schwarz geriet er unweigerlich in eine klassische Abtauschvariante, wo am Ende nicht mehr viel an Figuren übrig blieb und es unweigerlich zum remis führte.

Als dann auch kurz danach Emil Ackermann mit Weiß an Brett 5 gegen Zorn kein Durchkommen trotz Läuferpaar und eigentlich optisch starker Stellung erreichte und auch hier remis geben musste, stand es 2-1 für Lauterbach und es wurde noch düsterer. Rudolf Beisinghoff an Brett 7 gegen den starken Mil stand eigentlich mit seinen weißen Figuren klar besser, kam dann aber kurzerhand ins Hintertreffen, wo Mil seine beiden Türme auf Beisinghoffs zweiter Reihe platzieren konnte und ständig Mattdrohungen aufstellte. Hier hatte aber der Arolser nun mal das Glück des Tüchtigen, er konnte sich aus der Umklammerung befreien, in die gegnerische Stellung einbrechen und trotz Minderbauern diese wichtige Partie remis halten zum 2,5 zu 1,5 für Lauterbach.

Leider konnte Ersatzmann Robert Wende an Brett 8 seine Stellung mit den schwarzen Steinen gegen Struth nicht mehr halten. Mit einem Bauern weniger und dem starken Eindringen des gegnerischen Springers in die Königstellung mit Matt- und weiteren Materialverlustdrohungen blieb nur noch die Aufgabe. Lauterbach führte 3,5 zu 1,5 und brauchte somit nur noch einen Punkt für den Sieg.

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Aber jetzt schlug in grandioser Weise Martin Malinowski an Brett 7 mit Schwarz gegen Klein dermaßen zurück, dass den Kiebitzen am Brett drum herum Hören und Sehen verging. Die Stellung ist doch nicht mehr zu halten, die Niederlage somit besiegelt, dachten alle. Aber nicht mit Malinowski. Der verfiel in seiner passiven Stellung in absolute Höchstform, verteidigte dermaßen geschickt seinen König, brachte Klein weiter in höchste Zeitnot und opferte zur Krönung am Schluss sogar noch eine Dame gegen Springer um den überaus lebensnotwendigen Sieg sicherzustellen zum Anschluss 2,5 zu 3,5 noch für Lauterbach.

Das wollte aber Gerd Brückmann, in dieser Saison wie auch Malinowski in bestechender Form, mit Weiß an Brett 3 gegen Kurzawa, so nicht stehen lassen. Er baute seine starke Stellung am Damenflügel auf, erreichte einen Freibauern auf der D-Linie, den er geschickt laufen ließ. Wie die Maus vor der Schlange musste Kurzawa mitansehen, was ihm blühte, aufhalten konnte er es indes aber nicht mehr. Brückmann drohte den Bauern zur Dame umzuwandeln, Kurzawa musste eine komplette Figur opfern. Mit somit deutlichem Materialverlust und einer absoluten schlechten Königsstellung war die Partie nicht mehr zu halten und Brückmann glich zum Gleichstand 3,5 zu 3,5 aus.

Nun hing alles an der letzten Partie Wolf mit Schwarz an Brett 4 gegen Krauß. Ging da noch was, Figuren waren genug auf dem Brett. Leider waren aber die Bauern so dermaßen gegeneinander verkeilt, dass ein Durchkommen so ohne weiteres nicht möglich war. Versuchte jemand mit der Brechstange auf Sieg zu spielen, kann dies auch nach hinten losgehen. Mit einem Mann weniger war somit für Arolsen das Remis und gleichzeitige Unentschieden sicherlich einfacher zu akzeptieren als von Lauterbach. Von daher müssen die beiden letzten Spiele gegen Fulda und Kassel abgewartet werden, um dann zu sehen was dieser Punkt letztlich wert war.

Auch die Arolser Zweite holte gegen den Tabellenführer Willingen mit einem Mann weniger ein 3-3 Unentschieden in der Bezirksliga West. Hier sorgten Wagener, Moritz und Marcel Ruhl für die Punkte.

SVG Lauterbach 1

SV Anderssen Arolsen 1

4:4

Herda, Christoph

Boelke, Thomas

+:-

Andreas, Steffen

Henze, Hermann-Josef

½:½

Kurzawa, Dirk

Brückmann, Gerd

0:1

Krauß, Martin

Wolf, Jürgen

½:½

Zorn, Roland

Ackermann, Emil

½:½

Klein, Andreas

Malinowski, Martin

0:1

Mil, Gennady

Beisinghoff, Rudolf

½:½

Struth, Jürgen

Wende, Robert

1:0

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Schach-Jugendtraining startet unter neuer Leitung

Ganz viel Spaß am Schach: Das und noch viel mehr wollen die drei neuen Jugendleiter des Schachvereines SV Anderssen Bad Arolsen vermitteln.

Jugendleiter
Freuen sich auf das Jugendtraining (v.l.): Marcel Ruhl, Emil Ackermann & Moritz Ruhl

Am Freitag, den 06.03. findet im Sophienheim Helsen von 16:00 bis 17:00 Uhr erstmals wieder das wöchentliche Jugendtraining statt. „Schach fördert Konzentration und Disziplin“ weiß Emil Ackermann aus langjähriger Erfahrung. Wichtig sei aber vor allem der Spaß am Spiel. Den haben die beiden Zwillinge Marcel und Moritz Ruhl immer noch. Mit vier Jahren haben die beiden mit dem Schachspielen angefangen und in der Folge zahllose Pokale gewonnen. Die sollen künftig auch bei internen Turnieren ausgespielt werden.

Bis dahin heißt es für die Kinder und Jugendlichen erst einmal: Theorie lernen und möglichst viele Partien spielen. „Wir werden am Anfang ganz gezielt die eigenen Partien der Kinder analysieren“ erklärt Emil Ackermann. Denn auf diese Weise könne man schnell und gezielt aus den gemachten Fehlern lernen. Das sich das lohnt, dafür sind die beiden Ruhl-Zwillinge das beste Beispiel: „Anfangs haben wir oft gegen die Älteren verloren“, weiß Marcel und fügt mit einem Grinsen hinzu: „Mittlerweile sind es die Erwachsenen die uns zu fürchten haben.“

Das Jugendtraining steht allen Interessierten offen. Die Teilnahme ist kostenlos.

 

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Hermann Henze verteidigt Titel im Porsche-Pokal gegen Wolf

Das war ja mal wieder typisch. Das diesmal groß angelegte Pokalturnier, genannt nach dem gleichnamigen Pokal – Spender Dirk Porsche, heimste Hermann Henze wie schon im Vorjahr im Finale gegen Jürgen Wolf auch in 2015 ein.

Und wie auch damals musste Henze in der Finalpartie des im doppelten KO-System gespielten Turniers nur ein Remis schaffen, da Wolf, aus der Verliererrunde kommend, unbedingt die erste Partie gewinnen musste, um erstmal Gleichstand zu erzielen.

Gespielt wurden Schnellpartien mit jeweils 15 Minuten Bedenkzeit je Spieler. Verlor man in der ersten Runde, konnte man sich trotzdem noch für das Finale qualifizieren, eine zweite Niederlage bedeutet aber das Ausscheiden aus dem Turnier.

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In der ersten Runde ging es auch gleich zur Sache, spielten doch erstmals auch die beiden Ruhls, Marcel und Moritz, mit. Und hier zeigte Moritz gleich gegen Hermann Henze sein ganzes Können und brachte diesen doch hier und da in einige Verlegenheit. Aber Henze, ziemlich unbeeindruckt vom forschen Auftreten des Youngsters löste seine Aufgabe am Ende aber souverän und schickte Moritz gleich in die Trostrunde. Dieser folgte dann sogleich auch Altmeister Andre` van Steenput, der letztlich gegen den stark aufspielenden Wagener im Endspiel keine Chance hatte und aufgeben musste.

Seinem Bruder Moritz folge dann auch Marcel Ruhl in die Verliererrunde, aber gegen Wolf spielend denkbar knapp. Er stand eigentlich besser, letztlich fehlt aber gegen den ausgefuchsten Wolf wohl auch die Routine, um diesen zu schlagen. Währenddessen zog Block mit einem Freilos in die nächste Runde wie auch Ackermann, der mit Weiß die Stellung von Beisinghoff regelrecht zertrümmerte und klar siegte und anschließend auch gleich Harald Block ausschaltete.

Auf der Siegerseite zog dann Henze einsam seine Kreise, siegte gegen Wagener diesmal aber ziemlich überzeugend und es kam zum Duell Henze gegen Wolf, quasi das vorweggenommene Endspiel um den Titel.

Wolf, der in der Vorrunde ebenfalls souverän Ackermann schlug, zog mit den weißen Steinen sein gekonntes Angriffsspiel auf und versuchte, Druck gegen Henzes Königsstellung aufzubauen. In beiderseitiger hochgradiger Zeitnot und eigentlich ausgeglichener Stellung reklamierte Henze auf Wolfs gefallene Zeit, aber da beide keinen Materialvorteil besaßen, einigte man sich fairerweise auf Remis und es musste eine Blitzstichpartie her. Hier ließ Henze aber nichts anbrennen und gewann doch sehr deutlich, zog in das Finale ein und musste auf seinen Gegner aus der Verliererrunde warten. Dass dieser wieder Wolf hieß, ahnte zu diesem Moment aber noch keiner.

Währenddessen kam In der Verliererrunde Moritz Ruhl nach einem Sieg gegen van Steenput ebenso eine Runde weiter wie Beisinghoff, der letztlich grandios spielte und dessen Bruder Marcel endgültig aus dem Turnier beförderte. Und Beisinghoff spielte weiter groß auf, hatte auch Block gegen ihn keinerlei Chance, wie leider auch Moritz Ruhl gegen Ackermann, der gekonnt den Sieg durch Opfer sicherstellen konnte. Kurz danach war dann auch für Beisinghoff Schluss mit Lustig und er wurde etwas unerwartet aber letztlich doch völlig verdient durch Wagener aus dem Turnier förmlich geschossen. Mit deutlicher Übermacht und anschließendem Materialopfer siegte Wagener und bereitete seinen Weg gegen den schon wartenden Ackermann exzellent vor. Dieser aber wartete mit einer Neuerung in der Eröffnung auf, mit der Wagener seine Probleme bekam. Nach verlorenem Material und deutlich schlechterer Zeit blieb Wagener nur die Aufgabe mit einem aber toll erspielten Platz 4 im Gesamtklassement.

Ackermann zog in das Finale der Verliererrunde ein, wo bereits Wolf nach der Niederlage gegen Henze ebenfalls schon wartete. Wolf wollte hier aber überhaupt keine Missverständnisse aufkommen lassen, erspielte mit Weiß so viel Vorteil, dass Ackermann zu viel Zeit benötigte um seine Stellung einigermaßen zu halten.

Letztlich fiel aber Ackermanns Zeit und seine Stellung und nach Aufgabe war das Traumfinale Henze gegen Wolf wie aus dem Vorjahr wieder perfekt.

Und hier musste Wolf, bereits mit einer Niederlage im Turnier behaftet, die erste Partie gewinnen, um Gleichstand zu erzielen.

Henze mit Weiß spielte aber keineswegs nur auf Remis, dies ist bei Wolf schon tödlich, lässt man diesen erstmal in sein geliebtes Angriffsspiel kommen. Henze spielte hier selber voll auf Angriff, was ja die beste Verteidigung ist und hatte auch etwas Stellungsvorteil. Diesen zerschlug Wolf aber im Endspiel, drang sogar mit seinem König in Henzes Stellung, nach dem Motto „Alles oder nichts“.

In beiderseitiger Zeitnot fanden beide Spieler nicht immer die beste Fortsetzung zum Sieg, aber dies war Henze egal, denn er musste ja nicht unbedingt gewinnen. Er tausche seine Figuren, entschärfte Wolfs gefährlichen Freibauern und am Ende blieb für beide neben den jeweiligen König nur noch ein Turm und Springer, was für einen Sieg nicht ausreichte. Auch hier musste Wolf zähneknirschend auf das für ihn nicht ausreichende Remis einwilligen und gratulierte Henze gleichzeitig zum Pokalsieg 2015.

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Jahreshauptversammlung: Aufbruch in neue Zeiten

BAD AROLSEN. Intensive Jugendarbeit und neue Angebote: Der frisch gewählte Vorsitzende Rudolf Beisinghoff will den SV Anderssen Bad Arolsen wieder attraktiver für alle Schachfreude machen. Gemeinsam mit den neu gewählten Jugendwarten Emil Ackermann sowie den Zwillingen Marcel & Moritz Ruhl sollen vor allem Schulschachangebote ausgebaut werden.

Die Begrüßung zur Jahreshauptversammlung stand zunächst im Zeichen des Gedenkens an zwei verstorbene Mitglieder. Der scheidende Vorsitzende Prof. Dr. Jürgen Wolf ehrte die Leistungen von Peter Kirschning und Detlev Hellmann, die beide in ihrer langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit im Verein wichtige Impulse setzten. Kirschning hatte viele Jahre lang die Jugendarbeit des Vereins geprägt, einer Arbeit aus der fast die gesamte 1. Mannschaft hervorgegangen ist. Hellmann hatte als EDV-Spezialist eigens für das Twistesee-Open eines der ersten Auslosungsprogramme überhaupt geschrieben.

Erfreulicher waren die Ehrungen. So wurde Emil Ackermann zum 60. Geburtstag geehrt, während Dirk Porsche die silberne Ehrennadel plus Urkunde für seine 25jährige Vereinszugehörigkeit erhielt.

Im Jahresbericht von Prof. Dr. Jürgen Wolf wurde deutlich: Die Mitgliederzahl befindet sich mit einem Rückgang von 42 auf 33 weiter im Sinkflug. „Die Gründe hierfür liegen im Wegbrechen des Jugendwarts sowie der Herausnahme von Karteileichen“ erläuterte Wolf. Positiv entwickelt habe sich hingegen die zur Förderung der Schachjugend gegründete Meckelburgstiftung. „Das Potential für eine intensive Jugendarbeit ist riesig“ folgerte der Vorsitzende. Leider sei das Jugendtraining durch den studienbedingten Weggang von Constantin Vogel stark ins Hintertreffen geraten.

In den anschließenden Vorstandswahlen war schnell klar: Es wird ein neuer Wind wehen. Rudolf Beisinghoff will den Verein nach außen hin wieder deutlich präsenter machen. Im Mittelpunkt stehe hierbei besonders die aktive Jugendarbeit im Verein, aber auch in den Schulen. Als Garanten für neue Impulse im Jugendbereich gelten die neu gewählten Jugendwarte Emil Ackermann, Marcel Ruhl und Moritz Ruhl. Die beiden Jugendlichen werden Routinier Ackermann mit ihrem Wissen und ihrer Leidenschaft für Schach tatkräftig zur Seite stehen. Neben dem Aufbau der Schach-AG´s in Schulen soll für das Vereinstraining regelmäßig Uwe Kersten als Schachtrainer eingeladen werden. Darüber hinaus sind attraktive Jugendpokalturniere geplant. Der neu gewählte Vorstand ist damit wie folgt besetzt: 1. Vorsitzender: Rudolf Beisinghoff. Kassenwart: Hermann Henze. Jugendwarte: Emil Ackermann, Marcel & Moritz Ruhl. Pressewart: Thomas Bölke. Turnierleiter: Friedrich Wagener. Schriftführer: André Van Steenput.

Bei der Turnieren der Erwachsenen gab es laut Turnierleiter Martin Malinowski erfreuliche Entwicklungen, denn trotz dünner Personaldecke sei die Beteiligung an den Turnieren recht gut gewesen. Als Seriensieger entpuppte sich einmal mehr Routinier Hermann Henze, der fünf von sieben Vereinspokalen gewinnen konnte. Hier die Liste der Sieger: Vereinsmeisterschaft: Hermann Henze. Porschepokal: Hermann Henze. Runtemundgedächtnisturnier: Prof. Dr. Jürgen Wolf. Erdbeerblitz: Hermann Henze. Sommerturnier Kurzpartien: Prof. Dr. Jürgen Wolf. Thematurnier Sizilianisch: Hermann Henze. Blitzmeisterschaft: Hermann Henze. Seniorenmeister: Emil Ackermann.

Weniger erfolgreich gestaltet sich aktuell der Ligabetrieb. Oftmals stark ersatzgeschwächt liegt die 1. Mannschaft derzeit auf dem letzten Tabellenplatz, hat aber laut Mannschaftsführer Hermann Henze immer noch minimale Chancen auf den Klassenerhalt. Auch die zweite Mannschaft um Harald Block hat bisher nur einen Wettkampf dank gegnerischer Mithilfe gewinnen können und steht momentan auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Unter dem Punkt „Verschiedenes“ wurde zum Abschluss der Jahreshauptversammlung beschlossen, das Erdbeer- und Weihnachtsblitzturnier doppelt zu werten, um so das Interesse an beiden Turnieren zu steigern. Einstimmig befürwortet wurden zudem der Vorschlag, das Sommerfest weiterhin bei einem Mitglied des Vereins im privaten Rahmen durchzuführen.

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