Constantin Vogel gewinnt Porsche Pokal

Der nach seinem Stifter benannte Porsche Pokal wird als doppeltes KO System ausgespielt, d. h. wer einmal verliert, darf in der Verliererrunde solange spielen, bis er ein zweites Mal verliert und damit ausscheidet.

Mit Constantin Vogel trat erstmals der Spitzenspieler der ersten Mannschaft an, den Pokal zu erobern. In Runde eins mußte er gegen Vorjahressieger Malinowski spielen, geriet in eine nachteilige Stellung , die ihn viel Zeit und schließlich auch die Partie kostete. Also musste er in der Verliererrunde alle Partien gewinnen, wollte er den Pokal mit nach Hause nehmen. Auch in der Partie Wolf-Henze sollte ein Titelaspirant die Gewinnerrunde verlassen. Die beiden waren in den vergangenen Jahren oft die Finalisten und mussten diesmal gleich gegeneinander antreten. Hermann Henze lies Wolf aber keine Chance und Jürgen Wolf hatte sein erstes Handycap. Moritz Ruhl und Rudolf Beisinghoff konnten sich gegen ihre Gegner Frieder Wagener und Harald Block durchsetzen, so dass in der zweiten Runde Henze- Beisinghoff und Malinowski-Ruhl spielten. Henze lies wiederum nichts anbrennen und schickte Beisinghoff in die Verliererrunde. Malinowski wollte es dem Nachwuchs nicht so leicht machen und spielte eine Variante der Holländischen Verteidigung, die Moritz Ruhl erst mal zum Nachdenken brachte. Nach der Eröffnung sahen sich beide Spieler in einer komplizierten Stellung wieder, in der Moritz Ruhl jedoch konsequenter spielte und seinen Gegner Matt setzte. Auch der Vorjahressieger war das erste Mal geschlagen und mit Henze- Ruhl stand das Finale der Siegerrunde fest. Auch hier zeigte der Nachwuchs seine Stärke und konnte gegen Henze einen seiner Bauern zur Dame umwandeln und fand in hochgradiger Zeitnot auch das Matt.

In der Verliererrunde hatte Wolf mittlerweile seine miserable Tagesform gekrönt, indem er gegen Block ebenfalls mit einer Dame weniger und König und Läufer auf das Falle des Blättchens hoffend, schließlich doch Matt gesetzt wurde und ausschied, ebenso wie Wagener gegen den starken Constantin Vogel. Die nächsten Paarungen waren also: Malinowski- Block und Vogel-Beisinghoff. Beide Favoriten setzten sich mühelos durch, so dass es erneut zur Partie Vogel-Malinowski kam. Auch diesem Mal geriet Vogel in eine schlechte Stellung (und Zeitnot), doch baute ein eine Mattfalle auf, in die Malinowski dann auch (drei Sekunden vor den Falle der Zeitkontrolle) reintappte. Also mußte in der letzten Partie der Verlierer Henze-Vogel der Gegener von Moritz Ruhl ermittlet werden.

Constantin Vogel eröffnete unregelmäßig, was Henze aber nicht aus der Ruhe brachte. Nach der Eröffnung und dem ersten Abtausch einiger Figuren sah sich Henze aber einem Angriff von Dame Springer und Turm ausgesetzt, der er allenfalls durch Dauerschach entrinnen konnte. Die Kibitze raunten schon: „Dieses Jahr wird ein junger Spieler Pokalsieger.“ Henze konnte in der verbleibenden Zeit keinen Weg mehr aus dem drohenden Matt finden und das Dauerschach wurde von Vogel verhindert so dass das Finale feststand: Moritz Ruhl – Constantin Vogel.

Moritz Ruhl, (links) – Constantin Vogel (rechts)

Vogel hatte ja bereits eine Verlustpartie und mußte gegen Ruhl (bisher alle Partien gewonnen) erst einmal gewinnen um auszugleichen. Auch hier begann er mit seiner Geheimwaffe Bh4 und konnte eine gewonnene Stellung erreichen und zum 1:1 ausgleichen. In der nächsten Partie sollte die Entscheidung fallen. Auch hier sahen die Kibitze hochklassiges Schach mit ungewohnten Zügen. In der entscheidenen Stellung nutzte Vogel eine Unachtsamkeit Ruhls, gewann zwei Figuren für einen Turm und der Rest war Formsache. Die Zuschauer gratulierten Vogel zum ersten Pokalgewinn.

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