Jürgen Wolf entscheidet Pokalfinale für sich

Das Jahr 2020 ist noch jung, aber schon gab es die erste Entscheidung und damit den ersten Pokal für einen Arolser Schachspieler. Im am vergangenen Freitag gespielten Turnier des SV Anderssen Arolsen traten 7 Spieler an, im doppelten KO System den nach seinem Stifter benannten Porsche-Pokal zu gewinnen. Das doppelte KO-System besagt, dass der Verlierer der Partien der Hauptrunde nicht endgültig ausgeschieden sind, sondern in der „Trostrunde“ nocheinmal gegeneinander antreten. Der Sieger der Hauptrunde tritt in der Endscheidung gegen den Sieger der Trostrunde an, hat dort aber den Vorteil, dass ihm ein Remis reicht, das Turnier zu gewinnen.
Aufgrund der ungerade Anzahl der Teilnehmer war Jürgen Wolf in der ersten Runde spielfrei, Harald Block musste gegen Hermann Henze spielen, Martin Malinowski gegen Stefan Reuschel und Frieder Wagener gegen Rudolf Beisinghoff.

Anders als in den vergangenen Jahren gab es keine Überraschung, die Favoriten Reuschel, Henze und Wagener setzten sich durch, so dass es in der zweiten Runde zum Spitzenduell Henze- Wolf kam. Der in Kurzpartien etwas bessere Wolf hatte in einem Minusbauern einen scheinbaren Nachteil, doch die dadurch entstandene Lücke nutzen seine Figuren gut aus, so dass er gewann und Henze in die Trostrunde schickte. Dort wartete Malinowski auf ihn, der sich mit etwas Glück gegen Beisinghoff durchgesetzt hatte. Die Partie war eher strategisch geprägt, doch Malinowski übersah im entscheidenden Moment einen Bauerndurchbruch von Henze und musste einsehen, dass sein Zeitvorteil nicht reichen würde, um die Partie nicht zu verlieren.

Im parallel ausgetragenen Match zwischen Wagener und Block gewann Wagener eine Figur und brachte Block derart aus dem Konzept, dass dieser mattgesetzt wurde. Also musste Henze nun Wagener besiegen, um weiterzukommen. Hier wurde er seiner Favoritenrolle gerecht und er musste nun warten, wer die letzt Partie der Hauptrunde verlieren würde: Wolf und Reuschel traten gegeneinander an. Reuschel begann strategisch sehr umsichtig, stellte seine Figuren auf die wichtigen Felder und befand sich in einem Vorteil – lediglich die Zeit (maximal 15 Minuten pro Partie) wurde knapp. Dies ist die Stärke von Wolf, der in Zeitnot die besseren Züge fand, siegte und damit als Finalist feststand. Sein Gegner musste zwischen Henze und Reuschel ausgespielt werden.

Henze hatte mit seinem zentralen Bauer einen Angriffspunkt, doch sein Läuferpaar schielte immer wieder gefährlich auf den gegenerischen König. Dieser Vorteil wandelte Henze auch in Figurengewinn um und mit Material- und Zeitnachteil gab Reuschel auf.

Also gab es erneut die Begegnung Henze-Wolf. Henze hatte den Anzug, wollte Damengambit (d4) spielen, Wolf konterte mit Holländisch (f5). Diese bei Henze nicht  beliebte Eröffnung brachte ihm dennoch einen optischen Vorteil und Wolf hatte einen rückständigen Bauern auf der e-Linie, Henze einen Vorposten auf d5. Doch Wolf brachte seine Dame geschickt ins Spiel und ein unnötiger Königszug von Henze führte dazu, dass der Bauer auf d5 zu fallen schien. Wolf war es jedoch zu gefährlich, diesen zu nehmen, er brauchte ja schließlich nur das Remis. Als dann Henze in einer Abtauschsituation nicht zuerst mit Schach zurückschlug und Wolf einen der vakanten Bauern mit dem weissen Läufer decken konnte, war das Dauerschach gesichert. Henze hatte auch die Möglichkeit, einige Schachs zu geben, aber mehr als Dauerschach war auch für ihn nicht drin, also gratulierte er Jürgen Wolf zum Remis und dem damit verbundenen Sieg des Pokaltuniers.

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Hermann Henze verteidigt Blitzeinzelmeisterschaft

Auch im gerade abgelaufenen  Jahr 2019 trumpfte Hermann Henze in der Blitzeinzelmeisterschaft des Schachverein Anderssen Bad Arolsen auf, verteidigte seinen Blitztitel und war wieder einmal schnellster Arolser Schachspieler.

In den für jeden Spieler auf maximal 5 Minuten Gesamtspielzeit gespielten Partien war Henze der Favorit, lediglich die Arolser Blitzcrack`s Prof. Dr. Jürgen Wolf und Martin Malinowski waren eventuelle Konkurreneten.

Neu dabei war der wieder aktive Stefan Reuschel, der aber zu spät in das Turnier einstieg und somit keinerlei Siegchancen hatte und in den mitgespielten Turnieren sich nicht ganz vorn platzieren konnte.

Das  Blitzturnier, welches in jeden Monat gespielt wird, erfolgt nach dem Grand Prix-Modus analog der alten Formel Eins-Wertung (Sieger 10 Punkte, Zweiter 8. Dritter 7 usw.).

Von den insgesamt 13 Turnieren (inkl. Weihnachtsblitzwertung) werden die besten 9 gewertet.

Demnach erreicht ein ungeschlagener Spieler maximal 90 Wertungspunkte, Henze knackte diese Zahl nicht ganz, er kam aber auf sagenhafte 84 Punkte, was 5 Siege, zwei geteilte erste Plätze und als schlechtestes Ergebnis zwei zweite Plätze in der Endabrechnung bedeutete.

Sein größter Konkurrent um den Blitztitel, Jürgen Wolf, kam auf Platz 2 mit 74 Gesamt-punkten aber schon deutlich abgeschlagen in`s Ziel. Er erreichte dies u.a. mit 3 Siegen und einem geteilten ersten Platz mit weiteren 2 und 3.Plätzen.

Als starker Gesamtdritter konnte sich Martin Malinowski mit 65,5 Punkten klar vor Wagener platzieren, krönte er doch seine vorderen Plätze in den Einzelwertungen mit dem Sieg im Dezemberblitz vor den starken Reuschel und Wagener.

Wie im letzten Jahr legte Henze den Grundstein zum Gesamtsieg mal wieder im Spätsommer bis Herbst und siegte in den Turnieren Juni, September und Oktober und errang in den Monaten Juli und August jeweils den geteilten ersten Platz. Mit diesen Ergebnissen stand quasi die erfolgreiche Titelverteidigung schon im Oktober fest, was der Spannung aber letztlich nicht schadete.

Henze machte  es der Konkurrenz dahingehend auch sehr schwer, da er in keinem Durchgang so richtig schwächelte und als schlechtestes Ergebnis 7 Punkte erspielte und dies auch gleichzeitig seine Streichergebnisse waren.

Hier konnte Wolf nicht mithalten, wie auch die übrigen Spielerkollegen Malinowski, Reuschel, Wagner, Beisinghoff,  Block und van Steenput.

Dies traf leider auch auf die Ruhl-Zwillinge zu, da  sie zu wenig Wertungen erreichten wie auch Constantin Vogel, der als Gastspieler in nur 3 Turnieren mitwirkte und in seiner derzeit bestechender Form Henze hätte richtig gefährlich werden können, erreichte er doch ebenfalls wie Henze Spitzenwerte in den vorderen Platzierungen.

Zu überzeugen wusste auch Harald Block in einzelnen Turnieren, erreichte er doch dort neben Wagener und Altroutinier Beisinghoff auch vordere Plätze.

Tabelle

  1. Henze 84
  2. Wolf 74
  3. Malinowski 65,5
  4. Wagener 51,5
  5. Reuschel 46,5
  6. Block 38,5
  7. Beisinghoff 38
  8. Ruhl, Moritz 34
  9. Vogel 29
  10. Umlauf 16,5
  11. v. Steenput 10,5
  12. Ruhl, Marcel 9
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Hermann Henze Vereinsmeister 2019 / Friederich Wagener nach Stechen Sieger in der Seniorenwertung

Nun konnte auch endlich die Vereinsmeisterschaft 2019 des Schachverein Anderssen Bad Arolsen beendet werden, wo Hermann Henze mit 6 Punkten aus 7 seinen Vorjahrestitel unangefochten verteidigen konnte und Friedrich Wagener nach 2-0 Stichkampfsieg gegen Harald Block die Seniorenwertung einheimste.

Den Grundstein zur Titelverteidigung legte Henze auch gleich in der ersten Runde, als er mit den weißen Steinen gegen den Mitfavoriten auf den Titel, Rudolf Beisinghoff, einen starken Angriff zum Sieg führte und somit einen direkten Konkurrenten ausstach wie auch gleich in der 2. Runde gegen Wagner. Auch diesen besiegte er diesmal aber mit den schwarzen Steinen ebenfalls nach fulminantem Königsangriff und führte die Tabelle alleine an. Folgen konnten hier nur noch Harald Block und Peter Junghans, die mit 1,5 Punkten die weiteren Plätze belegten.

Aber so einfach wollten die Vereinskollegen Henze aber nicht ziehen lassen, besonders in Runde 3 musste dieser sich gegen Andre`van Steenput doch ziemlich strecken, da es auf dem Brett fast schon nach remis aussah. Aber durch einen geschickten Königszug mit Tempogewinn konnte er diese knappe Partie doch noch gewinnen wie auch Block gegen Junghans und Beisinghoff gegen David Kober.

In Runde 4 wurde dann Beisinghoff aus dem Titelkreis befördert, er unterlag überraschend aber letztlich auch verdient gegen Block und Henze machte gegen Peter Junghans den Sieg klar und bereitete somit die 5 Runde zum direkten Spitzenduell Henze (4 Pkt.)  gegen Block (3,5 Pkt.) vor.

Mit den weißen Steinen wollte Henze die Vorentscheidung auf den Titelsieg erzwingen, stand auch klar besser, hatte schon einen Bauernvorteil und sah den Sieg vor Augen, aber nicht mit Block. Dieser drang mit seiner Dame in Henze`s Stellung und drohte Dauerschach mit unweigerlichem remis.

Beide auch in großer Zeitnot, gaben sich letztlich mit dem Unentschieden zufrieden und vertagten die Entscheidung, für die dann letztlich Wagener mit einem Sieg gegen Block in Runde 6 sorgen sollte.

Er überspielte mit Weiß die schwarze Stellung von Block quasi im Eiltempo und brachte sich somit wieder selbst in Titelnähe, die Henze mit seinem Sieg und nunmehr 5,5 Punkten und somit 1 Punkt Vorsprung vor Wagener und der letzten Runde quasi zum Greifen nahe hatte.

Er konnte sich gegen Kober ein sorgenfreies remis leisten um ganz sicher zu gehen und dies trat so dann auch ein. Mit nunmehr 6 Punkten war er uneinholbar und verteidigte seinen Vereinsmeistertitel aus dem Vorjahr letztlich souverän.

Wagener, ebenfalls remis gegen van Steenput, musste dann den Sieg von Block mit ansehen wo beide punktgleich und mit jeweils 5 Punkten vor Beisinghoff, Junghans, Steenput und Kober auf den 2. Platz landeten.

Dies bedeutete Stechen um den Seniorenpokal und hier behielt Wagener nach 2 klaren Siegen mit vertauschen Farben klar gegen Block die Oberhand und sicherte sich diesen Titel.

Die Tabelle

1. Henze 6 aus 7
2. Wagener, Friederich 5       (Seniorenpokalsieger nach Stechen)
2. Block, Harald 5
4. Beisinghoff 4
5. Junghans 3,5
6. van Steenput 3
7. Kober 1
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Weihnachtsblitz beendet Blitzsaison

Im letzten Turnier des Jahres gab es für die Arolser Schachspieler noch einmal Wertungspunkte für die Blitzmeisterschaft zu gewinnen. Ausserdem hatten die Spitzenspieler aus Bad Arolsen den Gewinn des Turniers im Visier, wenn auch mit André Becker, Gerhard Schubert und André Weber drei starke Spieler aus NRW angereist waren. Becker, der Vorjahressieger zeigte mit Siegen gegen die Arolser Malinowski Block Wolf und Reuschel, dass er auch in diesem Jahr in Form war. Erst Constantin Vogel trotzte ihm ein Remis ab. Vogel, Ex-Arolser nutzte seinen Weihnachtsbesuch im alten Verein zu einer Demonstration seiner gesteigerten Spielstärke. Er gewann Partie um Partie und sein Remis gegen Becker ließ ihm noch alle Optionen offen. Gegen Weber gewann er Dame und Turm, hatte aber keine Zeit mehr, so dass er sich mit seinem zweiten remis zufriedengab.
Becker gewann weiter seine Partien auch gegen die Vereinskameraden Schubert, Weber sowie den Korbacher Jürgens. Hermann Henze hatte aufgrund seiner Remisen gegen  Schubert, Weber und Wagener bereits keine Chance auf den Titel, aber vielleicht reichte es ja zum Zweiten Platz. In seiner letzen Partie kam er gegen Becker, der mit einem Sieg alles klar machen konnte. Doch Henze verteidigte sich umsichtig und beide einigten sich auf remis. Wenn Vogel nun gewinnen würde, wäre ein Stichkampf fällig. Doch dieser musste gegen Schubert sich einer komplizierten Stellung auseinandersetzen und willigte schließlich auch in eine Punkteteilung ein. Damit war es entschieden: André Becker gewinnt auch 2019 das Weihnachtsblitzturnier mit 11 Punkten vor Constantin Vogel mit 10,5 Punkten. Hermann Henze wurde abgeschlagen mit 9 Punkten Dritter, knapp vor André Weber (8,5 Punkte). Gerhard Schubert folgte auf Platz 5, vor Thomas Jürgens (6,5 Punkte) und Stefan Reuschel (5,5 Punkte) Wolf und Malinowski teilen sich den 8ten Platz, Block und Beisinghoff den 10ten Platz, Wagener und Benedikt landeten auf den letzten Plätzen.

Siegerehrung (v.l.n.r.) Constantin Vogel, Hermann Henze, André Becker, Turnierleiter Martin Malinowski

Tabelle:
1. Becker (11)
2. Vogel (10,5)
3. Henze (9)
4. Weber (8,5)
5. Schubert (7,5)
6. Jürgens (6,5)
7. Reuschel (5,5)
8/9. Malinowski/Wolf (4,5)
10/11. Block/Beisinghoff (3)
12. Wagener (2,5)
13. Benedikt (2)

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SVA 1: Spitzenduell geht an Wolfhagen

BAD AROLSEN/ WOLFHAGEN. Im Kampf um den Aufstieg mussten die Arolser eine empfindliche 3:5 Niederlage gegen Bad Emstal/ Wolfhagen hinnehmen.

Bis auf Mannschaftskapitän Hermann Henze in Bestbesetzung, spielten alle Residenzstäder von Anfang an munter auf Sieg. Fast alle. Denn ausgerechnet Gambit-Spezialist Jürgen Wolf erwies sich laut eigener Aussage als „zu hasenfüßig“ und ließ nach drei Stunden die Friedenspfeifen rauchen.

Thomas Bölke hingegen setzte am Spitzenbrett einmal mehr auf eine unkonventionelle Eröffnungsbehandlung. Der Mut wurde dieses Mal nicht belohnt und nach einem gegnerischen Qualitätsopfer brach seine Stellung auseinander.

Besser machte es Mario Bonte, der mit einem wuchtigen Angriff den gegnerischen König gekonnt zur Strecke brachte – 1,5:1,5. Der Arolser Glücksmoment währte nur kurz, da Marcel Ruhl in schlechter Stellung in ein Matt lief. Bitter. Gerd Brückmann war nach Kräften bemüht wieder den Ausgleich herzustellen. Dank zuschnappender Eröffnungsfalle mit glatter Gewinnstellung auf dem Brett verrann sein Vorteil Zug um Zug, bis er sich schließlich in einem völlig ausgeglichenen Endspiel wiederfand – Remis.

Eine Stunde später war dann alles klar: Torsten Fankhaenel rettete sich zwar in ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern und Minusbauer, fand aber einfach kein Mittel gegen den eindringenden schwarzen Turm. In einer strategisch hochkomplexen Partie hatte Stefan Reuschel lange Zeit alles unter Kontrolle, übersah aber mit nur noch Sekunden auf der Uhr ein tödliches Ablenkungsschach und musste einen Läufer geben.

Den goldenen Schlusspunkt setzte Moritz Ruhl, der sich nie aus der Ruhe bringen liess und mit seinen zwei Springern sämtliche weißen Bauern abgraste, während der gegnerische Turm hilfos versuchte die schwarzen Freibauern aufzuhalten. 3:5 für Bad Emstal/ Wolfhagen. Da war mehr drin.

Sfr. Bad Emstal/Wolfhagen 3 SV Anderssen Arolsen 1 5:3
Cermianin, Georgiy Boelke, Thomas 1:0
Peppas, Hrisovaladis Brückmann, Gerd ½:½
Reshetar, Alexsander Fankhaenel, Torsten 1:0
Tegze, Mykola Ruhl, Moritz 0:1
Bemak, Mikhail Wolf, Jürgen ½:½
Rewald, Hagen Ruhl, Marcel 1:0
Körber, Thomas Bonte, Mario 0:1
Dovzik, Juri Reuschel, Stefan 1:0
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SVA 1 weiter mit weißer Weste

Schach Nordhessenliga Runde 3

BAD AROLSEN. Drittes Spiel, dritter Sieg: Mit einem deutlichen 6:2 siegen die Arolser gegen Homberg und verteidigen die Tabellenführung.

Während bei Arolsen nur Torsten Fankhaenel fehlte mussten die Gäste ohne ihre beiden Spitzenbretter antreten. Klar in der Favoritenrolle legten die Residenzstädter los wie die Feuerwehr.

Hermann Henze überspielte seinen Gegner scheinbar mit Leichtigkeit und verknüpfte geschickt Mattangriff mit Figurengewinn, so dass Stefan Wiegand nur die Aufgabe blieb. Von Caissa inspiriert spielte auch Rudolf Beisinghof voll auf Königsangriff – mit Erfolg. Am Ende musste Gerrit Krug gar seine Dame opfern, um schlimmeres abzuwenden.

Die ganze Kraft von Dame und Turm brachte Jürgen Wolf aufs Brett, der den weißen König gekonnt einschnürte, bis diesem keine Luft mehr blieb – 3:0 für Arolsen. Den nächsten vollen Punkte holte Thomas Bölke am Spitzenbrett, nachdem er in komplexer Mittelspielstellung erst die Initiative übernahm und sich dann genüsslich durch die gegnerischen Bauern fraß.

Den Arolser Sieg stellte nach viereinhalb Stunden Moritz Ruhl in einem langwierigen Turmendspiel sicher, dass er so lange knetete, bis Torsten Schmehl letztlich einen wichtigen Bauern geben musste – 5:0.

Für das erste Remis sorgte Gerd Brückmann, der trotz aller Gewinnbemühungen kein Durchkommen für seinen Springer finden konnte, weshalb nach fünfeinhalb Stunden die Friedenspfeifen rauchten. Eine aussichtsreiche Stellung gab hingegen Mario Bonte aus der Hand. Eben noch auf Sieg spielend, fand sich der Arolser plötzlich mit einer Qualität weniger in einem verlorenen Endspiel wieder.

Den Schlusspunkt schließlich setzte Marcel Ruhl, indem er sich mit einem Dauerschach in ein hart umkämpftes Remis retten konnte. Nach drei klaren Siegen steht am kommenden Spieltag das Spitzenduell gegen Wolfhagen/ Bad Emstal auf dem Plan – es bleibt spannend.

SV Anderssen Arolsen 1 Homberger SC 1 6:2
Boelke, Thomas Pfaff, Volker 1:0
Henze, Hermann-Josef Wiegand, Stefan 1:0
Brückmann, Gerd Schmehl, Jürgen ½:½
Ruhl, Moritz Schmehl, Torsten 1:0
Wolf, Jürgen Mentel, Marko 1:0
Ruhl, Marcel Eckert, Juergen ½:½
Bonte, Mario Hofmeier, Ingo 0:1
Beisinghoff, Rudolf Krug, Gerrit 1:0
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SVA 1: Zweites Spiel, zweiter Sieg

VELLMAR/ BAD AROLSEN. Nach einem klaren 5,5:2,5 Sieg gegen Vellmar bleibt Arolsen weiter mit weißer Weste.

Ohne Gerd Brückmann dafür mit Ersatzjoker Stefan Reuschel versprachen die Gastgeber aus Vellmar eine deutlich härtere Nuss zu werden als Hofgeismar. Nichtsdestotrotz gab es für Mannschaftskapitän nur eine Devise: Auf Sieg spielen!

Gänzlich friedlich endeten dann die ersten Partien, als Hermann Henze nach kurzweiligen Mittelspielgeplänkel in den Remishafen einlief, während Torsten Fankhaenel nach der Auflösung des gegnerischen Isolanis nichts greifbares vorweisen konnte. Und auch Taktifuchs Jürgen Wolf fand sich irgendwann in einer Stellung wieder, bei der es für beide Seite weder ein vor noch zurück gab – Remis.

Für die Arolser Führung sorgte Marcel Ruhl, der mit einem starken Qualtitätsopfer im Endspiel seine Freibauern gewinnbringend zur Geltung bringen konnte. Dem wollte Neuzugang Mario Bonte nicht nachstehen und erlegte den gegnerischen König mit einem fulminanten Mattangriff, während kurz darauf Moritz Ruhl seine Mehrfigur mit technischer Präzision zum Sieg verdichtete und so für die Vorentscheidung sorgte – 4,5:1,5 für Arolsen.

Joker Stefan Reuschel hatte mit Volker Haus ein starken Ersatzspieler vorgesetzt bekommen und musste nach allerlei taktischen Komplikationen seine Dame opfern ohne dafür ausreichend Gegenspiel zu erhalten – es sollte der einzige Sieg für Vellmar bleiben an diesem Tag. Den goldenen Schlusspunkt setzte am Spitzenbrett Thomas Bölke, der mit einem brachialen Springeropfer die gegnerische Königsstellung zertrümmerte und am Ende mit einem ganzen Mehrturm dastand.

SK Vellmar 1950 2 SV Anderssen Arolsen 1 2,5:5,5
Kleinschmidt, Felix Boelke, Thomas 0:1
Blaschke, Henri Johannes Henze, Hermann-Josef ½:½
Höhmann, Wilfried Fankhaenel, Torsten ½:½
Azizov, Fariz Ruhl, Moritz 0:1
Calci, Fiorino Wolf, Jürgen ½:½
Wagner, Andreas Ruhl, Marcel 0:1
Thurau, Carsten Bonte, Mario 0:1
Haus, Volker Reuschel, Stefan 1:0
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Kirschning Gedenkturnier mit Najdorf Eröffnung

Stefan Reuschel gewinnt Kirschning Gedenk-TurnierDas auf 4 Runden angesetzte Turnier im Schnellschachmodus sollte in diesem Jahr unter dem Erööfnungsmotto „Najdorf-Variante“ der Sizianischen Verteidigung gespielt werden. Im ersten Turnier gewann Jürgen Wolf knapp vor den Mitfavoriten und es versprach ein spannendes Turnier zu werden.
Im zweiten Turnier bestätigte sich dies, kamen doch zu den bereits an Platz zwei liegenden Stefan Reuschel und Hermann Henze weitere Anwärter auf einen Spitzenplatz hinzu, Frieder Wagener und Martin Malinowski wollten auch mitmischen und landeten nur einen Punkt vor dem Spitzenduo.
Jürgen Wolf konnte leider aus terminlichen Gründen keine drei Turniere mitspielen und schied damit aus beim Kampf um einen Sieg. Anders Stefan Reuschel und Hermann Henze. Beide waren hochmotiviert, Stefan Reuschel hatte allerdings den Vorteil, dass er die Eröffnung aus dem ff kannte und siegte im dritten Turnier souverän mit 1,5 Punkten Vorsprung vor Malinowski. Also mußte Hermann Henze im entscheidenden vierten Turnier siegen, um noch gewinnen zu können. Doch nachdem er gegen Wolf in ein Remis einwilligte, musste er gegen Reuschel im direkten Vergleich alles auf Sieg setzen.

Er opferte seine Dame doch seine Stellung verschlechterte sich Zug um Zug. Reuschel gewann und mußte im nächsten Spiel gegen Wolf antreten, der befreit aufspielen konnte, hatte er doch eh keine Chance mehr auf einen Sieg des Turniers. Wolf entzog sich allen eröffnungstaktischen Schwierigkeiten, brachte Reuschel in Zeitnot, in der dieser dann entsheidendes Material einstellte. Dennoch wurde Reuschel aufgrund der starken Turniere zuvor mit 12,5 Punkten Gesamtsieger vor dem abgeschlagenen Hermann Henze (10,5 Punkte). Den dritten Platz teilten sich Frieder Wagener und Martin Malinowski (7,5 Punkte) vor Jürgen Wolf (7 Punkte), Harald Block (3 Punkte) und Rudolf Beisinghoff (2 Punkte).

NameTurnier ITurnier IITurnier IIITurnier iVSumme 3 aus 4
Reuschel344,5412,5
Henze342,53,510,5
Wagener232,517,5
Malinowski1,5337,5
Wolf3,53,57
Block0,52,53
Beisinghoff22
Jonas0,500,5
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SVA 1: Saisonauftakt gelungen!

Schach Nordhessenliga – Runde 1

BAD AROLSEN. Mit einem klaren 5,5:2,5 schickten die Arolser den Aufsteiger aus Hofgeismar nach Hause und sorgten für einen gelungenen Saisonauftakt.

Der einzige Wermutstropfen floss noch vor Wettkampfbeginn: Durch den kurzfristigen Ausfall von Marcel Ruhl lagen die Residenzstädter prompt mit 0:1 hinten.

Das hinderte die Mannschaftskollegen keinesfalls daran, munter auf Angriff zu spielen. Nachdem Martin Malinowski mit Dame gegen zwei Leichtfiguren keine Probleme hatte seinen Partie zum Sieg zu führen, meldete sich auch Neuzugang Mario Bonte zu Wort und wickelte gegen seinen jungen Gegner geschickt in ein gewonnenes Turmendspiel über. Kurzen Prozess machte Thomas Bölke am Spitzenbrett nachdem Jens Hohlbein ein Springeropfer übersah und sich sein König kurz darauf in einem Mattnetz wiederfand – 3:1 für Arolsen.

Jürgen Wolf knetete den Gegner lange mit seinem Läuferpaar musste aber schließlich der findigen Verteidigung von Ernst Schmidt Tribut zollen und ins Remis einwilligen. Für die Vorentscheidung sorgte Mannschaftskapitän Hermann Henze, der Sebastian Hild erst nach allen Regeln der Kunst einschnürte und dann gewinnbringend Material eroberte – 4,5:1,5 für Arolsen.

Mit dem Sieg im Gepäck stellten Moritz Ruhl und Gerd Brückmann alle weiteren Gewinnbemühungen ein und gaben ihre Partien nach vier Stunden Spielzeit Remis – 5,5:2,5 für Arolsen. In zwei Wochen wartet mit Vellmar ein deutlich dickerer Brocken auf die Arolser – alles ist möglich!

SV Anderssen Arolsen 1 SK Hofgeismar 1 5,5:2,5
Boelke, Thomas Hohlbein, Jens 1:0
Henze, Hermann-Josef Hild, Sebastian 1:0
Brückmann, Gerd Hartmann, Arndt ½:½
Ruhl, Moritz Schäfer, Gerhard ½:½
Wolf, Jürgen Schmidt, Ernst ½:½
Ruhl, Marcel Hübner, Uwe -:+
Bonte, Mario Mielke, Jonas 1:0
Malinowski, Martin Mielke, Andreas 1:0
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Stefan Reuschel gewinnt Meckelburg-Gedächtnisturnier

Der souveräne Sieger mit 14 von 15 möglichen Punkten wurde nach vier Spieltagen wie auch schon 2018 Stefan Reuschel. Während er im letzten Jahr noch ein Stechen mit Jürgen Wolf austragen musste, genügten ihm in diesem Jahr drei erste Plätze in vier gespielten Turnieren mit einem fast optimalen Ergebnis. Die Gegner hatten es ihm allerdings auch leicht gemacht, waren doch von den Spitzenspielern Jürgen Wolf nur an einem Turnier anwesend, Hermann Henze pausierte gleich alle vier Turniere. Lediglich Martin Malinowski konnte ihm eine Partie abnehmen, jedoch reichten zwei passable Ergenisse mit jeweils 4 Punkten und sein durchwachsenes Ergebnis im ersten Turnier am Ende nur für einen abgeschlagenen zweiten Platz (10,5 Punkte)

Harald Block konnte trotz absteigender Form (9 Punkte) mit seinem dritten Platz zufrieden sein, knapp vor dem Vorsitzenden Rudolf Besinghoff (8,5  Punkte). Die weiteren Teilnehmer hatten an Schluss keine drei Ergebnisse zu addieren, so dass sie auch keine Chancen auf die ersten Plätze hatten.

Die Tabelle:

NameTurnier ITurnier IITurnier IIITurnier IVSumme derPunkte
Reuschel534514
Malinowski2.54410.5
Block4329
Beisinghoff2.531.538.5
Ruhl, Moritz42.56.5
Wolf44
Wagener033
Junghans1102
Umlauf, W.22
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