Arolsen I siegt klar in Homberg

Das Auswärtsspiel in der Nordhessenliga gegen die starken Homberger konnten die Arolser Schachcracks mit den starken Ersatzspielern Wagener, Wende und Reuschel klar für sich entscheiden und blieben an Tabellenführer Korbach dran, die klar gegen Fritzlar siegten.
Zumindest ist somit rechnerisch am letzten Spieltag der Aufstieg für die Bad Arolser drin und es bleibt spannend, auch für die Baunataler, die diesmal gegen Vellmar aber leer ausgingen, aber punktgleich mit den Arolsern das Verfolgerfeld anführen.
Und wie bei der letzten Niederlage gegen Baunatal musste Arolsen auch in Homberg  auf die Spitzenspieler Vogel, Boelke und Fankhänel verzichten. Hoffentlich nicht wieder ein Rückstand, sinnierte Henze noch vor dem Spiel, lag man doch gegen die Baunataler mit 0-3 schon aussichtlos hinten.

Aber in Homberg sah das ganz anders aus, denn hier überzeugten die Ersatzspieler bravourös und den Anfang machte hier Wagener gegen Kimm.  Dieser schluckte einen Bauern, übersah dabei aber eine Kombination wo Wagener mit Läufereinschlag auf f7 die gegnerische Königsstellung aufbrach und mit feinem Spiel ganz geduldig den gegnerischen König mattsetzte zum 1-0. Dem stand Ersatzspieler Nummer 2, Robert Wende, in nichts nach. Gegen Torsten Schmehl erreichte er nach verrammelter Bauernstellung ein sicher herausgespieltes Remis, da keiner der beiden unnötige Risiken mehr eingehen wollte.
Auch Gerd Brückmann, eigentlich immer auf Sieg spielend, musste gegen Jäger an Brett 2 mit Schwarz auf remis einwilligen. Nach starkem Angriff und sogar einem Mehrbauern, konnte Jäger diesen aber zurückgewinnen und die Stellung ausgleichen, weitere Gewinnversuche blieben erfolglos, es stand 2-1 für Arolsen.

 
Diesem friedlichen Spielausgang schloss sich auch Henze am Spitzenbrett gegen Scheunemann an. Nach verteiltem Spiel hatte Henze eigentlich Vorteil, da seine beiden Läufer aktiver gegen dessen König standen. Aber auch hier konnte der Homberger kontern und mit seinen starken Zentrumsbauern entsprechenden Ausgleich erzielen und in beiderseitigen Zeitnot ging keiner mehr ein Risiko ein und man remisierte auch hier.
Wie auch Marcel Ruhl nach knapp 4 Stunden Spielzeit gegen Wiegand. Mit Weiß hatte er zwar Materialnachteil mit Turm gegen Läufer, aber dafür starken Angriff auf den gegnerischen König. Aber nach div. Schachgeboten von Wiegand übersah Ruhl in Zeitnot einen Figurenverlust, konnte aber durch seine starke Dame Dauerschach geben was zwangsweise zum remis führte, in diesem Moment zwar etwas glücklich, aber nicht unverdient, hatte er doch im gesamten Spielverlauf Vorteil.


Den Vogel schoss dann aber der letzte Ersatzspieler Arolsens ab. Der wieder reaktivierte Stefan Reuschel, lange keine Turnierpartie spielend, gewann in absoluter Zeitnot gegen Hofmeier mit den schwarzen Steinen und stellte auf 4-2 für Arolsen.
Mit starkem Spiel seiner Zentrumsbauern ließ er kein Gegenspiel zu, aber das kostete Zeit und diese hatte Reuschel wirklich nicht mehr. Knapp 2 Minuten auf der Uhr für noch 15 zu spielende Züge opferte er die Qualität für einen starken Königsangriff, trieb diesen über das ganze Brett mit weiteren Materialgewinnen und hoffnungsloser Stellung für seinen Gegner, der nur noch staunend aufgeben konnte.
Nun musste für den Gesamtsieg nur noch ein halber Punkt her bei 2 noch laufenden Partien, die beide sehr gut für Arolsen standen. Und diesen holte Moritz Ruhl gegen Jürgen Schmehl. Der Arolser Topscorer auch Ligaweit, versuchte quasi schon mit der Brechstange auf Sieg zu spielen. Mit Bauernopfer und starkem Angriff setze er den Homberger zu, machte hier aber nicht den Deckel drauf. Mit Glück und Geschick konnte der Homberger sich aus der Umklammerung befreien und das Remis erzwingen, was ihn sicherlich freute, seiner Mannschaft aber nicht half, da damit die Niederlage der Homberger besiegelt war.
Den Schlusspunkt nach ca. 6 Stunden Spielzeit setzte dann Jürgen Wolf, in dieser Saison noch ohne Niederlage, gegen den starken Pfaff. Eigentlich schon auf Gewinn stehend mit Mehrmaterial, musste er dies nur noch in einen Sieg ummünzen. Aber Pfaff war irgendwie nicht zu kriegen und Wolf musste aufpassen, um kein Dauerschach zuzulassen. Letztlich opferte er aber einen Bauern, drang mit seiner Dame gezielt in die Königsstellung des Hombergers ein und gewann weiteres Material und die Partie zum 5,5 zu 2,5 Sieg für Arolsen.


Ein verdienter Sieg laut Mannschaftsführer Henze, dieser freute sich auch danach noch über die starken Leistungen seiner Erstzspieler.

Zur Tabelle

Homberger SC 1 SV Anderssen Arolsen 1 2,5:5,5
Scheunemann, Tim Henze, Hermann-Josef ½:½
Jäger, Frank Brückmann, Gerd ½:½
Pfaff, Volker Wolf, Jürgen 0:1
Schmehl, Jürgen Ruhl, Moritz ½:½
Wiegand, Stefan Ruhl, Marcel ½:½
Hofmeier, Ingo Reuschel, Stefan 0:1
Kimm, Thomas Wagener, Friedrich 0:1
Schmehl, Torsten Wende, Robert ½:½
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Runtemund Gedächtnis Turnier 2019

NameRGT IRGT IIRGT IIIRGT IVSummePlatzierung
Henze3.558.51
Malinowski4482
Beisinghoff3363
Wolf4.54.54
Wagerner1345
Block1.523.56
Kober1.523.56
v. Steenput1127
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Florian Umlauf Matchwinner

Eigentlich sollte gegen den letzten der Bezirksliga West, den Ahnataler SC ein sicherer Sieg eingefahren werden, doch so leicht machten es die Schachspieler des ASC nicht. Zwar fehlten zwei Stammspieler beim SV Anderssen Arolsen, doch Ersatzspieler Malinowski konnte recht früh den ersten Punkt gegen Stephan Bernhard sichern. Robert Wende dagegen übersah einen Doppelangriff und gab sich ebenfalls früh seinem Gegner Franz Joseph Steiner geschlagen: 1:1 Zwischenstand nach 1,5 Stunden.
Peter Junghans hatte eine gedrückte Stellung und versuchte sich mit einem Königsangriff zu befreien. Sein Gegenüber Horst Pauli parierte und zielte ebenfalls auf den König, übersah aber den Gewinnzug und lenkte in ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern ein, was zu einem Remis führte.
Also musste die Begegnung an den beiden Spitzenbrettern entschieden werden.

An Brett 1 sah sich Rudolf Beisinghoff der Fesselung seines zentralen Springers ausgesetzt.
Gleichzeitig hatte Florian Umlauf, der der Arolser Schul-Schach AG entstammt, seinen Gegner Martin Hochbein so unter Druck, dass dieser zu einem vermeintlichen Entlastungszug mit Angriff auf die Dame griff. Dabei übersah er allerdings, dass sich diese mit Schachgebot aus der Turmlinie entfernen und in der Folge eine Figur gewinnen konnte. Damit war zumindest ein Punkt gesichert.

An Brett 1 verwandelte Rolf Both seine starke Angriffsstellung durch Abtausch seiner Angriffsfiguren in eine Remisstellung, so dass mit dem daraus folgenden Remis der Gesammtsieg Dank der sehr starken Leistung von Florian Umlauf gesiechert wurde.

Bezirksliga – West: Tabelle

# Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Sp. MP BP
1 Sfr. Bad Emstal/Wolfhagen 3 ** 5.0 4.0 2.5 4.0 3.0 4.5 5.0 7 13 28.0
2 SC Diemelstadt 1 0.0 ** 3.5 3.0 3.0 3.0 4.5 4.0 7 12 21.0
3 SK Hofgeismar 1 1.0 ** 4.0 3.5 4.0 3.5 4.5 6 10 20.5
4 SK Upland Willingen 1 2.5 1.5 1.0 ** 3.0 2.5 2.5 4.5 7 7 17.5
5 SV Anderssen Arolsen 2 1.0 1.5 ** 2.5 3.5 1.5 3.0 3.0 7 7 16.0
6 SF Korbach 3 2.0 1.0 2.5 ** 2.0 3.0 2.0 3.5 7 5 16.0
7 SF Korbach 2 2.0 2.0 1.5 3.0 ** 3.5 5 4 12.0
8 SV KK Heckershausen 1 2.0 2.0 1.5 2.5 3.5 2.0 ** 6 3 13.5
9 Ahnataler SC 1969 (ASC69) 3 0.5 0.5 0.5 2.5 2.0 3.0 ** 2.0 7 3 11.0
10 Ahnataler SC 1969 (ASC69) 2 0.0 1.0 0.5 2.0 1.5 1.5 3.0 ** 7 2 9.5

 

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Aufstiegszug fährt ohne Arolsen nach Niederlage gegen Baunatal

Das war Enttäuschung pur, letztlich aber eine nicht unverdiente Niederlage für die Arolser Schachcracks gegen die Baunataler, die nun, wie auch Korbach nach klarem Sieg gegen Ahnatal, beste Chancen auf Platz 1 und den Aufstieg in die Landesklasse haben.
Der Spieltag stand schon unter keinem guten Stern, musste doch neben dem Spitzenbrett Constantin Vogel kurzfristig auch Thomas Boelke aufgrund Grippe passen. Als Ersatz war Arolsen aber eigentlich gut aufgestellt, konnte man doch mit Paul Schäfer und der Nachwuchshoffnung Florian Umlauf adäquaten Ersatz stellen.

Tja und Umlauf kassierte an Brett 7 mit Schwarz gegen den erfahrenen Hödtke mit dessen Läufereinschlag und anschließendem Materialgewinn nach knapp 2 Stunden auch eine klare Niederlage wie auch direkt danach Marcel Ruhl mit Weiß gegen Gibhardt. Dieser nutzte konsequent eine Königsfesselung ebenfalls mit deutlichem Materialgewinn, was zum schnellen Sieg und einem 0-2 gegen Arolsen führte.

Und das Drama für Arolsen ging weiter, denn kurz danach lag man 0-3 hinten. Torsten Fankhänel mit Schwarz an Brett 3 gegen Sharikow landete etwas eingeschnürt von dessen Schwerfiguren in einer eigentlich nur etwas schlechteren Stellung, die haltbar war. Leider zog er fehl, stellte einen Bauern auf b 6, den Sharikow mit seinem Springer mit gleichzeitigem Angriff auf Dame und Läufer genüsslich vereinnahmte, ein. Nach Läufertausch und schönem Zwischenzug konnte er weiteren Materialvorteil erzielen, den sich Fankhänel nicht mehr zeigen ließ und entnervt aufgab.

Was war das denn, sinnierte Mannschaftsführer Henze, konnte er sich wie auch seine Mannschaftskollegen an solch einen klaren Rückstand kaum mehr erinnern.

Aber Henze holte dann auch gleich zur folgenden, leider aber nur kurzen, Aufholjagd aus. Am Spitzenbrett mit Schwarz musste er sich dem Angriff von Christian Belz erwehren, der durch einen ungenauen vorherigen Zug von Henze mit Qualitätsopfer zum Totalangriff auf dessen König startete, welcher mit Einschlag auf f7 und Springertausch eigentlich zum Sieg ausreichen sollte. Aber Henze konterte geschickt, blies ebenfalls zum Angriff und verleitete Belz auch dessen Zeitnot geschuldet zu ebenfalls ungenauen Zügen, wo beide dann mit einem Remis zufrieden waren.

Der erste halbe Punktgewinn für Arolsen, den Ersatzmann Paul Schäfer an Brett 8 mit Weiß gegen Sarbidi mit seinem fulminantem Sieg aber weiter ausbauen konnte. Mit Bauernvorteil konnte er in absoluter Zeitnot seinen Turm und Läufer zwangstauschen sodass der entfernte Freibauer ungehindert zur Dame einlaufen konnte, seinem Gegner blieb nur die Aufgabe.

Arolsen verkürzte zum 1,5 zu 3,5 Zwischenstand, den dann  Jürgen Wolf weiter ausbaute. Auch er gewann nach knapp 5 Stunden Spielzeit mit Weiß an Brett 4 gegen den Baunataler Wuttke. In seiner unnachahmlicher Spielweise zertrümmerte er erst des Gegners Königsstellung um anschließend mit 2 Mehrbauern in ein absolut gewonnenes Endspiel einzuziehen und zum 2,5-3,5   Zwischenstand für Baunatal stellte.

Da geht ja doch noch was, dachten alle Arolser, standen doch die restlichen 2 Bretter mit Moritz Ruhl und Gerd Brückmann erfolgversprechend. Und genau hier konterte nunmehr Baunatal und zwar in Form von Werner Meyn. Er hielt sein Endspiel gegen Moritz Ruhl trotz Minderbauern Remis, dieser versuchte zwar alles, hatte er bis dato doch 100% Punkterfolg erzielt. Aber Meyn, ein erfahrener Spieler setzte konsequent dagegen und hielt seine Stellung. Ruhl musste auf das Remis einwilligen.

Das was der erste Mannschaftspunkt für Baunatal zum 3-4 und jetzt war klar, dass Gerd Brückmannn seine Partie an Brett 2 gegen den nominell stärksten Baunataler Mathias Pohl unbedingt gewinnen musste, wollte man doch noch zumindest ein Unentschieden erreichen.

Aber Brückmann, mit Weiß im Endspiel mit der etwas schwächeren Bauernstellung, versuchte alles und überzog seine Stellung, welche eigentlich ein Remis verdient gehabt hätte, zur alles entscheidenden Niederlage.  Er musste Pohl einen Freibauern überlassen, welcher ungehindert zur Dame und dem Sieg einlief. Brückmann musste enttäuscht aufgeben, die Arolser Niederlage war besiegelt.

Baunatal rauschte somit an der Tabelle an Arolsen vorbei und ist nunmehr mit den Korbachern, die in Ahnatal ebenfalls klar gewannen, absolut Punktgleich auf den beiden ersten Plätzen, was einen spannenden Titelkampf verspricht.

Ob Arolsen noch Chancen hat, müssen die beiden restlichen Spieltage zeigen. Versucht wird aber alles, laut Hermann Henze.

SV Anderssen Arolsen 1 Schachklub Baunatal 1963 1 3:5
Henze, Hermann-Josef Belz, Christian ½:½
Brückmann, Gerd Pohl, Mathias 0:1
Fankhaenel, Torsten Sharikow, Alexej 0:1
Wolf, Jürgen Wuttke, Bodo 1:0
Ruhl, Moritz Meyn, Werner ½:½
Ruhl, Marcel Gibhardt, Peter 0:1
Umlauf, Florian Hödtke, Jörn 0:1
Schäfer, Paul Sarbidi, Juri 1:0

Nordhessenliga: Tabelle Stand 7. Spieltag 24.02.2019

# Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Sp. MP BP
1 SF Korbach 1 ** 5.0 2.0 5.0 7.5 5.5 5.0 6.0 7 12 36.0
1 Schachklub Baunatal 1963 1 3.0 ** 5.0 4.5 6.0 6.5 4.5 6.5 7 12 36.0
3 SV Anderssen Arolsen 1 6.0 3.0 ** 5.5 5.5 3.5 7.5 5.5 7 10 36.5
4 SK Vellmar 1950 2 3.0 2.5 ** 3.5 6.0 5.0 5.5 5.0 7 8 30.5
5 SC Grauer Turm Fritzlar 1 3.5 2.5 4.5 ** 2.0 4.0 4.5 5.5 7 7 26.5
6 SAbt TG 1949 Wehlheiden 2 0.5 2.0 2.0 6.0 ** 4.5 3.0 5.5 7 6 23.5
7 Homberger SC 1 2.5 1.5 4.0 3.5 ** 3.0 5.5 5.5 7 5 25.5
8 SVG CAISSA Kassel 2 3.5 4.5 3.0 3.5 5.0 ** 3.0 3.0 7 4 25.5
9 Mündener SC von 1925 1 3.0 1.5 0.5 2.5 5.0 2.5 5.0 ** 7 4 20.0
10 Ahnataler SC 1969 (ASC69) 1 2.0 2.5 3.0 2.5 2.5 2.5 5.0 ** 7 2 20.0
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Protokoll JHV 2019

Protokoll JHV 2019 pdf
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Vereinsmeisterschaft 2019

Vereinsmeisterschaft 2019 1.Runde: 25.01.2019 v. Steenput – Block 0.5:0.5 Wagener – Junghans 0.5:0.5 Henze – Beisinghoff 1:0 Kober – Spielfrei 1:0 2.Runde: 22.02.2019 Block – Kober : Junghans – v. Steenput : Wagener – Henze : Beisinghoff – Spielfrei 1:0 … Weiterlesen

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SVA 1 wie im Rausch

Dank eines glasklaren 7,5:0,5 gegen den Mündener SC verteidigt Arolsen die Tabellenführung.

Den Wettkampf auf einen Nenner gebracht: Münden mühte sich, Arolsen holte die Punkte. Und so landete Topscorer Moritz Ruhl schnell in einem Endspiel mit Mehrbauern, um diesen mit schlafwandlerischer Sicherheit zum vollen Punkt zu führen – sehenswert. Sein Bruder Marcel tankte nach einigen unglücklichen Niederlagen wieder Selbstvertrauen und steuerte dieses Mal sicher in den Remishafen. 1,5:0,5 nach nicht einmal zwei Stunden.

Den Ausgleich für Münden schien Pawel Mykietyszyn auf dem Brett zu haben, nachdem er Mister 100% Constantin Vogel schwer in Bedrängnis brachte und dessen König über das ganze Brett jagte. Trotz zweier Minusbauern schaffte es Vogel irgendwie seinen eigenen Freibauern umzuwandeln und plötzlich auf Gewinn zu stehen. Mykietyszyn traute seinen Augen nicht und musste kurz darauf völlig konsterniert aufgeben. 3,5:1,5 für Arolsen.

Nach dieser bitteren Niederlage brachen bei Münden alle Dämme: Jürgen Wolf überspielte seine junge Gegnerin mit taktischen Nadelstichen, während Torsten Fankhaenel ein einziger Mehrbauer genügte, um den Sieg sicherzustellen. Hermann Henze hingegen behielt in einer Zeitnotschlacht den besseren Überblick und Gerd Brückmann schließlich zerlegte seinen Gegner mit einem fulminanten Königsangriff. 6,5:1,5 für Arolsen.

Das wars dann“ hätte man meinen können. Von wegen! Durch ein taktisches Minenfeld manövrierend war Thomas Bölke in einem Endspiel gelandet, das vor allem eines war: Totremis. Moritz Thiel hingegen lehnte das Remis ab und spielte weiter auf Gewinn, bis, ja bis sich der Mündener mit einem Mal in einem verlorenen Endspiel wiederfand. Dem ungläubigen Staunen folgte störrisches Weiterspielen und schließlich die bittere Aufgabe.

7,5:0,5 für Arolsen, Baunatal kann kommen!

Mündener SC 1 Anderssen Arolsen 1 0,5:7,5
Mykietyszyn, Pawel Vogel, Constantin 0:1
Thiel, Moritz Boelke, Thomas 0:1
Niemeyer, Norbert Henze, Hermann-Josef 0:1
Sabuninas, Nikolajus Brückmann, Gerd 0:1
Schäfer, Marc Fankhaenel, Torsten 0:1
Block, Joachim Ruhl, Moritz 0:1
Maar, Felicitas Ruhl, Marcel ½:½
Maar, Patricia Wolf, Jürgen 0:1
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Arolsen mit Paukenschlag gegen Tabellenführer Korbach

Mit einem 6-2 Sieg schickten die Arolser Schachspieler den Tabellenführer Korbacher Schachfreunde auf den Heimweg und übernahmen wieder selbst die zuvor verlorene Tabellenführung. Hierbei legte der bärenstarke Constantin Vogel gegen Kearns mit einem fulminanten Sieg in beiderseitiger Zeitnot den Grundstein zum Sieg, den Jürgen Wolf gegen den Ex-Arolser Karl-Heinz Lages ebenfalls in absoluter Zeitnot vollendete.

Mannschaftsführer Hermann Henze war am Freitag noch bester Laune, hatte er doch endlich zum ersten Mal in dieser Saison seine Spitzenformation an allen Brettern gesehen, aber leider fiel am Sonntag Thomas Boelke durch Krankheit kurzfristig aus, Martin Malinowski sprang hierfür aber ein, was aber keine Schwächung bedeuten sollte.

Befreit aufspielen war die Devise und Vorgabe von Henze, da durch die unnötige Arolser Niederlage gegen Kassel am Spieltag zuvor unbedingt gewonnen werden musste, wollte man das Aufstiegsrennen nochmals spannend machen, Korbach war bis dato verlustpunktfrei.

Den Anfang machte nunmehr der Ersatzspieler. Martin Malinowski hatte es am Brett 8 mit dem Korbacher Altmeister Karl-Heinz Behle zu tun. Mit den weißen Steinen erwehrte er sich gekonnt den Angriffen seines Gegners, dessen Läuferpaar viel Druck ausübte. Der übersah einen Doppelangriff und verlor eine Figur und schließlich die Qualität. Somit ein Turm im Nachteilund keinen Angriffchancen gab Behle auf.

Dem stand Gerd Brückmann mit den schwarzen Steinen an Brett 3 gegen Jan Zioltkowski in Nichts nach. Mit Turmverdoppelung auf der a-Linie band er des gegnerischen Kräfte, konnte dann gekonnt ein Springerschach platzieren mit anschließenden unabwendbaren Bauerngewinnen. Zioltkowski hatte keinen Angriff mehr und gab entnervt auf zum 2-0.

Wau, damit hatten die Arolser nicht unbedingt gerechnet, zumal Torsten Fankhänel gegen den starken Korbacher Dennis Schuhmacher sicher in den Remishafen eintrudelte und absolut nichts anbrennen ließ. Gegen alle Angriffsversuche des Korbachers hatte er immer eine entsprechende Antwort parat.

Die Vorentscheidung fiel dann am Spitzenbrett zwischen den beiden stärksten Spielern dieses Kampfes. Der Arolser Vogel hatte es mit den schwarzen Steinen mit Christopher Kearns zu tun. Und beide gingen gleich mit Volldampf aufeinander los, schenkten sich nichts und griffen pausenlos an. Kearns opferte für gutes Stellungsspiel einen Bauern, geriet dann aber in Zeitnot, was Vogel in weitere Materialgewinne ummünzte und am Ende nach 4 Stunden Spielzeit ein gewonnenes Endspiel bescherte, was Kearns sich aber nicht mehr zeigen ließ und enttäuscht aufgab. Arolsen führte 3,5 zu 0,5 und brauchte noch einen Punkt für den Gesamtsieg.

Den machte dann Jürgen Wolf gegen den Ex-Arolser Karl-Heinz Lages, wenn auch etwas glücklich, fest. An Brett 6 hatte er mit Weiß eigentlich alle Vorteile auf seiner Seite, drückte gegen den gegnerischen König und konnte auch Material gewinnen. Leider vergaß er dabei etwas seine Zeit und das gehörig. Hatte er doch nur noch 4 Sekunden für 6 Züge auf der Uhr, eigentlich unmöglich, das noch umzubiegen. Lages, ebenfalls in Zeitnot, vergaß diese ebenfalls und ließ im Glauben, deutlich mehr Zeit zu haben, seine Uhr ablaufen, er überlegte zu lange. Wolf reklamierte auf Zeit, Lages verlor und wusste gar nicht wie ihm geschah.

Der Gesamtsieg war gesichert, nun ging es noch um die Tabellenführung und da musste noch 1 Brettpunkt her. Den vergab zuerst Marcel Ruhl an Brett 7 gegen Rolf Habermann. Dieser stand mit seinen weißen Steinen klar auf Sieg, seine Springer dominierten klar das Geschehen, Bauerngewinne und ein gewonnenes Endspiel waren die Folge. Korbach verkürzte auf 4,5 zu 1,5.

Aber dann machte sein Bruder Moritz Ruhl an Brett 5 gegen Boris Shkolnyk so richtig Ernst und überrannte am Damenflügel mit seinen Schwerfiguren Dame und Turm des Gegners Stellung. Materialgewinn und klarer Sieg des Arolsers waren die Folge mit der damit verbundenen Tabellenführung.

Und diese baute dann Hermann Henze an Brett 2  mit einem hart erkämpften Remis nach fast 6 Stunden Spielzeit aus. Gegen Thomas Neumark, ebenfalls ein langjähriger Ex-Arolser, musste er sich starken Angriffen auf seinen schwachen Bauern erwehren und sogar einen Bauern opfern für etwas Gegenspiel, um auch einen weit aufgerückten Freibauern Paroli bieten zu können. Und endlich kam Henze ins Laufen, konterte ebenfalls geschickt und setzte den gegnerischen König mit vielseitigen Drohungen derart unter Druck, dass auch Neumark keine Vorteile mehr für sich sah und alle Gewinnversuche einstellte und in das Remis einwilligte zum 6-2 für Arolsen.

Durch diesen Sieg hat Arolsen, Korbach und sogar Baunatal nach Sieg gegen Wehlheiden beste Chancen auf den Aufstieg, alle sind derzeit Punktgleich.

Die Ergebnisse:

SV Anderssen Arolsen 1         –           SF Korbach 1  6:2
Vogel, Constantin                    –           Kearns, Christopher    1:0
Henze, Hermann-Josef          –           Neumark, Thomas      ½:½
Brückmann, Gerd                    –           Zioltkowski, Jan          1:0
Fankhaenel, Torsten               –           Schumacher, Dennis  ½:½
Ruhl, Moritz                             –           Shkolnyk, Boris           1:0
Wolf, Jürgen                             –           Lages, Karl Heinz        1:0
Ruhl, Marcel                             –           Habermann, Rolf        0:1
Malinowski, Martin                 –           Behle, Karl-Heinz        1:0

Die Tabelle:

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Constantin Vogel gewinnt Porsche Pokal

Der nach seinem Stifter benannte Porsche Pokal wird als doppeltes KO System ausgespielt, d. h. wer einmal verliert, darf in der Verliererrunde solange spielen, bis er ein zweites Mal verliert und damit ausscheidet.

Mit Constantin Vogel trat erstmals der Spitzenspieler der ersten Mannschaft an, den Pokal zu erobern. In Runde eins mußte er gegen Vorjahressieger Malinowski spielen, geriet in eine nachteilige Stellung , die ihn viel Zeit und schließlich auch die Partie kostete. Also musste er in der Verliererrunde alle Partien gewinnen, wollte er den Pokal mit nach Hause nehmen. Auch in der Partie Wolf-Henze sollte ein Titelaspirant die Gewinnerrunde verlassen. Die beiden waren in den vergangenen Jahren oft die Finalisten und mussten diesmal gleich gegeneinander antreten. Hermann Henze lies Wolf aber keine Chance und Jürgen Wolf hatte sein erstes Handycap. Moritz Ruhl und Rudolf Beisinghoff konnten sich gegen ihre Gegner Frieder Wagener und Harald Block durchsetzen, so dass in der zweiten Runde Henze- Beisinghoff und Malinowski-Ruhl spielten. Henze lies wiederum nichts anbrennen und schickte Beisinghoff in die Verliererrunde. Malinowski wollte es dem Nachwuchs nicht so leicht machen und spielte eine Variante der Holländischen Verteidigung, die Moritz Ruhl erst mal zum Nachdenken brachte. Nach der Eröffnung sahen sich beide Spieler in einer komplizierten Stellung wieder, in der Moritz Ruhl jedoch konsequenter spielte und seinen Gegner Matt setzte. Auch der Vorjahressieger war das erste Mal geschlagen und mit Henze- Ruhl stand das Finale der Siegerrunde fest. Auch hier zeigte der Nachwuchs seine Stärke und konnte gegen Henze einen seiner Bauern zur Dame umwandeln und fand in hochgradiger Zeitnot auch das Matt.

In der Verliererrunde hatte Wolf mittlerweile seine miserable Tagesform gekrönt, indem er gegen Block ebenfalls mit einer Dame weniger und König und Läufer auf das Falle des Blättchens hoffend, schließlich doch Matt gesetzt wurde und ausschied, ebenso wie Wagener gegen den starken Constantin Vogel. Die nächsten Paarungen waren also: Malinowski- Block und Vogel-Beisinghoff. Beide Favoriten setzten sich mühelos durch, so dass es erneut zur Partie Vogel-Malinowski kam. Auch diesem Mal geriet Vogel in eine schlechte Stellung (und Zeitnot), doch baute ein eine Mattfalle auf, in die Malinowski dann auch (drei Sekunden vor den Falle der Zeitkontrolle) reintappte. Also mußte in der letzten Partie der Verlierer Henze-Vogel der Gegener von Moritz Ruhl ermittlet werden.

Constantin Vogel eröffnete unregelmäßig, was Henze aber nicht aus der Ruhe brachte. Nach der Eröffnung und dem ersten Abtausch einiger Figuren sah sich Henze aber einem Angriff von Dame Springer und Turm ausgesetzt, der er allenfalls durch Dauerschach entrinnen konnte. Die Kibitze raunten schon: „Dieses Jahr wird ein junger Spieler Pokalsieger.“ Henze konnte in der verbleibenden Zeit keinen Weg mehr aus dem drohenden Matt finden und das Dauerschach wurde von Vogel verhindert so dass das Finale feststand: Moritz Ruhl – Constantin Vogel.

Moritz Ruhl, (links) – Constantin Vogel (rechts)

Vogel hatte ja bereits eine Verlustpartie und mußte gegen Ruhl (bisher alle Partien gewonnen) erst einmal gewinnen um auszugleichen. Auch hier begann er mit seiner Geheimwaffe Bh4 und konnte eine gewonnene Stellung erreichen und zum 1:1 ausgleichen. In der nächsten Partie sollte die Entscheidung fallen. Auch hier sahen die Kibitze hochklassiges Schach mit ungewohnten Zügen. In der entscheidenen Stellung nutzte Vogel eine Unachtsamkeit Ruhls, gewann zwei Figuren für einen Turm und der Rest war Formsache. Die Zuschauer gratulierten Vogel zum ersten Pokalgewinn.

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Stechen im Runtemund-Gedächtnis-Turnier

Spannender geht ja eigentlich nicht mehr. Das mit 5 Runden ausgespielte traditionelle Runtemund Gedächtnis-Pokalturnier in Anlehnung des verstorbenen Arolser Spitzenspielers Gerd Runtemund, hatte es mal wieder in sich.
Mit jeweils nur 15 minütiger Bedenkzeit pro Partie und der vorgegebenen Eröffnung des Evans Gambit wurden die besten 3 gespielten Runden gewertet.
Und hier setzte sich Hermann Henze erst nach 2 Stichkämpfen gegen Jürgen Wolf durch und verteidigte seinen Vorjahrestitel. Beide erreichten jeweils 12 Punkte gefolgt von Moritz Ruhl, der knapp mit 11,5 Punkten auf den 3 Platz kam.
Beisinghoff und Malinowski folgten mit Abstand und 9,5 Punkten auf den geteilten 4 Platz vor weiteren 8 Teilnehmern.
Dass es am Ende ziemlich spannend war, lag am letzten Wertungsturnier und der letzten gespielten Partie zwischen Henze mit Weiß und Moritz Ruhl mit den schwarzen Steinen.
Die Konstellation war eigentlich ganz einfach. Moritz Ruhl musste gewinnen, um zumindest den von Wolf schon vorgelegten Punktestand und Stichkampf zu erreichen, Henze reichte dazu ein remis, somit sein Mindestziel in dieser letzten alles entscheidenden Partie.
Gewann aber Henze, konnte er sich allein an die Spitze mit 12,5 Punkten setzten und war Pokalsieger, verlor er, war er aber raus aus den Titelgeschäft und Ruhl zog in das Stechen mit Wolf.
Somit konnten beide Kontrahenten alles gewinnen aber auch alles verlieren und so spielten sie dann auch, vorerst ziemlich verhalten aber dann mit Feuer.
Henze mit Weiß voll im Angriff ließ sich dann aber unnötigerweise von Ruhl überspielen. Dieser setzte aber dann ebenfalls völlig unnötig seine beiden starken Springer zu passiv ein, Henze konnte kontern und war klar nach Tausch seines Turmes gegen die beiden starken Springer auf der Siegerstraße. Aber auch nur eigentlich. Henze spielte dann auch zu passiv, verlor seinen Gewinnweg und musste am Ende auf das Remis nach beiderseitiger Zeitnot einwilligen. Ruhl war raus aus dem Titelrennen, Henze musste gegen Wolf nachsitzen.
In der ersten Stichpartie hatte Henze mit Weiß etwas Vorteil, Wolf spielte dann aber stark auf Angriff und hatte im Bauernendspiel neben der Dame den aktiveren Läufer auf dem Brett. Henze drang dafür aber in dessen Königsstellung ein mit der Drohung auf Dauerschach und Remis, wo beide sich dann auch mit zufrieden gaben.
Somit musste die zweite Partie die Entscheidung bringen. Hier legte Wolf jetzt mit den weißen Steinen spielend los wie die Feuerwehr. Aber auch hier konnte Henze kontern, drang mit seinem Turm in die gegnerische Stellung. Wolf sah einen Qualitätsgewinn nach Henze`s Bauerngewinn, aber der Schein trügte.  Henze erreichte nach Zwischenschach am Ende 2 Leichtfiguren für den Turm bei klar besserem Endspiel.
Hier sah Jürgen Wolf keine Siegchancen mehr und musste nach einem weiteren Materialeinsteller alle Siegchancen begraben und gratulierte Henze fair zum Titel.

Tabelle nach 5/5 Turnieren:

  1. Wolf: 12
  2. Henze 12

    Sieger Hermann Henze

  3. Ruhl, Moritz 11,5
  4. Beisinhoff 9,5
  5. Malinowski 9,5
  6. Vogel 7,5
  7. Wagener 6,5
  8. Kober 4
  9. Ruhl, Marcel 3,5
  10. Block 2
  11. Umlauf 1
  12. Wende 1
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