Stechen im Runtemund-Gedächtnis-Turnier

Spannender geht ja eigentlich nicht mehr. Das mit 5 Runden ausgespielte traditionelle Runtemund Gedächtnis-Pokalturnier in Anlehnung des verstorbenen Arolser Spitzenspielers Gerd Runtemund, hatte es mal wieder in sich.
Mit jeweils nur 15 minütiger Bedenkzeit pro Partie und der vorgegebenen Eröffnung des Evans Gambit wurden die besten 3 gespielten Runden gewertet.
Und hier setzte sich Hermann Henze erst nach 2 Stichkämpfen gegen Jürgen Wolf durch und verteidigte seinen Vorjahrestitel. Beide erreichten jeweils 12 Punkte gefolgt von Moritz Ruhl, der knapp mit 11,5 Punkten auf den 3 Platz kam.
Beisinghoff und Malinowski folgten mit Abstand und 9,5 Punkten auf den geteilten 4 Platz vor weiteren 8 Teilnehmern.
Dass es am Ende ziemlich spannend war, lag am letzten Wertungsturnier und der letzten gespielten Partie zwischen Henze mit Weiß und Moritz Ruhl mit den schwarzen Steinen.
Die Konstellation war eigentlich ganz einfach. Moritz Ruhl musste gewinnen, um zumindest den von Wolf schon vorgelegten Punktestand und Stichkampf zu erreichen, Henze reichte dazu ein remis, somit sein Mindestziel in dieser letzten alles entscheidenden Partie.
Gewann aber Henze, konnte er sich allein an die Spitze mit 12,5 Punkten setzten und war Pokalsieger, verlor er, war er aber raus aus den Titelgeschäft und Ruhl zog in das Stechen mit Wolf.
Somit konnten beide Kontrahenten alles gewinnen aber auch alles verlieren und so spielten sie dann auch, vorerst ziemlich verhalten aber dann mit Feuer.
Henze mit Weiß voll im Angriff ließ sich dann aber unnötigerweise von Ruhl überspielen. Dieser setzte aber dann ebenfalls völlig unnötig seine beiden starken Springer zu passiv ein, Henze konnte kontern und war klar nach Tausch seines Turmes gegen die beiden starken Springer auf der Siegerstraße. Aber auch nur eigentlich. Henze spielte dann auch zu passiv, verlor seinen Gewinnweg und musste am Ende auf das Remis nach beiderseitiger Zeitnot einwilligen. Ruhl war raus aus dem Titelrennen, Henze musste gegen Wolf nachsitzen.
In der ersten Stichpartie hatte Henze mit Weiß etwas Vorteil, Wolf spielte dann aber stark auf Angriff und hatte im Bauernendspiel neben der Dame den aktiveren Läufer auf dem Brett. Henze drang dafür aber in dessen Königsstellung ein mit der Drohung auf Dauerschach und Remis, wo beide sich dann auch mit zufrieden gaben.
Somit musste die zweite Partie die Entscheidung bringen. Hier legte Wolf jetzt mit den weißen Steinen spielend los wie die Feuerwehr. Aber auch hier konnte Henze kontern, drang mit seinem Turm in die gegnerische Stellung. Wolf sah einen Qualitätsgewinn nach Henze`s Bauerngewinn, aber der Schein trügte.  Henze erreichte nach Zwischenschach am Ende 2 Leichtfiguren für den Turm bei klar besserem Endspiel.
Hier sah Jürgen Wolf keine Siegchancen mehr und musste nach einem weiteren Materialeinsteller alle Siegchancen begraben und gratulierte Henze fair zum Titel.

Tabelle nach 5/5 Turnieren:

  1. Wolf: 12
  2. Henze 12

    Sieger Hermann Henze

  3. Ruhl, Moritz 11,5
  4. Beisinhoff 9,5
  5. Malinowski 9,5
  6. Vogel 7,5
  7. Wagener 6,5
  8. Kober 4
  9. Ruhl, Marcel 3,5
  10. Block 2
  11. Umlauf 1
  12. Wende 1
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Wolf/Henze teilen sich Blitzmeisterschaft und Thematurnier

Die Blitzmeisterschaft (5 Minuten Bedenkzeit), die aus den Gewinnern der monatlichen Blitzturniere sowie Erdbeerblitz und Weihnachtsblitz ermittelt wird, wurde in diesem Jahr ganz von Hermann Henze dominiert, der in zahlreichen Turnieren einen der ersten Plätze belegte. Damit stand schon vor dem Dezember-Blitzturnier Hermann Henze als Blitzmeister fest. Jürgen Wolf, ebenfalls Ambitionen auf diesen Titel hatte, musste sich mit Platz zwei zufriedengeben.
Anders im Thematurnier, das in vier Turnieren (15 Minuten Bedenkzeit) ausgetragen wird, wobei die besten drei gewertet werden. Hier konnte Jürgen Wolf mit 13 von 15 möglichen Punkten den Sieg sichern und Hermann Henze, der nur einen halben Punkt Rückstand hatte, landete auf Platz zwei. Die weiteren Platzierungen werden vermutlich auf der Jahreshauptversammlung feststehen.

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Christopher Kearns gewinnt Arolser Weihnachtsblitz

Trotz des parallel laufenden Spitzenspiels der Fußball-Bundesliga fanden sich am Freitag 15 Schachfreunde in Bad Arolsen ein, um das traditionelle Weihnachtsblitzturnier auszuspielen. Vorjahressieger André Becker war dieses Jahr nicht am Start, so dass unklar war, wer in dessen Fußstapfen gehen würde – sollte es etwa einer der Arolser Spitzenspieler sein? Doch die mußten ja auch untereinander antreten: So bezwang Constantin Vogel gleich mehrere seiner Vereinskollegen: Jürgen Wolf musste ebenso die Segel strecken, wie Hermann Henze und Martin Malinowski. Doch gegen Kearns (Korbach) und André Weber (Bestwig) sollte kein Durchkommen sein und so standen am Ende 12 von 14 Punkten auf seinem Konto. Hermann Henze, an diesem Abend nicht in bester Form, mußte auch gegen Malinowski sowie Schubert, Kearns und Weber den Verlust der Partie eingestehen und gegen Wolf reichte es nur zu einem Remis. Er hatte also keine Chance auf einen der vorderen Plätze. Malinowski, der im Auftaktspiel gegen das Nachwuchstalent aus Korbach, Lucas Münnich, auf die Verliererstrasse einbog, übersah im Spiel gegen Wolf die Gelegenheit auf den Damengewinn und mußte das Turnier früh abhacken. Es blieben also noch Kearns und Weber. Christopher Kearns lies gegen den Bestwiger keine Zweifel aufkommen und gewann auch gegen diesen und am Ende ohne Punktverlust mit 14 Punkten das Turnier. Zweiter mit 12,5 Punkten wurde André Becker vor Constantin Vogel (12), der damit bester Arolser wurde. Als bester Jugendlicher konnte Lucas Münnich in diesem schweren Feld immerhin den achten Platz belegen.
Turnierleiter M. Malinowski gratuliert Christopher Kearns
(weitere v. l.n. r.: Vogel, Münnich, Weber, Wolf),

Die Abschlusstabelle:
1) Kearns (Korbach 14 Punkte)
2) Weber (Bestwig 12,5 Punkte)
3) Vogel (Arolsen 12 Punkte)
4) Wolf (Arolsen 10,5 Punkte)
5) Henze/Schubert (Arolsen/Bestwig 8,5 Punkte)
7) Malinowski (Arolsen 7,5 Punkte)
8) Münnich/Beisinghoff (Korbach/Arolsen 5,5 Punkte)
10) Block (Arolsen 4,5 Punkte)
11) Grön/Käding/Benedikt (Korbach/Vellmar 4 Punkte)
14) v. Steenput (Arolsen 2 Punkte)
15) Umlauf (Arolsen 1 Punkt)

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SVA 1: Unverhofft kommt oft

KASSEL/ BAD AROLSEN. Kollektives Unvermögen führte beim bitteren 3,5:4,5 gegen Caissa Kassel 2 Regie und lässt die Arolser im Aufstiegskampf empfindlich zurückfallen.

Minus drei Stammspieler, dafür ein Brett kampflos gewonnen. Schon der Auftakt beim alten Angstgegner aus Kassel sorgte für reichlich Spannung. Eigentlich. Denn was in der Folge passierte war meist folgendes: Arolsen drückte, Arolsen mühte sich, Arolsen fand kein Durchkommen gegen den solide aufspielenden Außenseiter.

Und so reihten sich neben Thomas Bölke, auch Hermann Henze und Jürgen Wolf in den Remisreigen ein, ebenso wie Ersatzspieler Martin Malinowski. Es sollte einfach nicht sein. Erste Zeichen einer sich anbahnenden Krise kamen auf, als Harald Block erst einen Bauern und dann die Partie einstellte. 3:3 bei noch zwei laufenden Partien. Und was für welche.

Nach turbulenter Eröffnung hatte sich Rudolf Beisinghoff eine aussichtsreiche Stellung erarbeitet und seinen jungen Gegner in Zeitnot gebracht. Und so kam es, dass just in dem Moment als dieser seinen 40. Zug ausführen wollte, dessen Zeit ablief. Sieg für Arolsen! Oder doch nicht? Kassel reklamierte, da ihrer Meinung nach die 40 Züge voll waren: Schiedsrichterentscheidung. Die Uhr wurde angehalten, die Partie Zug um Zug nachgespielt. Das Ergebnis: Beide Spieler hatten je einen Zug nicht aufgeschrieben. Mit anderen Worten: Keine Zeitüberschreitung – weiterspielen.

Während sich Beisinghoff wieder an das Brett begab, tobte bei Marcel Ruhl ein weiterer Zeitnotkrimi. Mit einem nackten König, dafür aber mit Mehrfigur versuchte der Arolser vor allem eines: Überleben. Bei nur noch 45 Sekunden für fünfzehn Zügen schien das einem Wunder gleich, drohte sein Gegner doch allerlei Ungemach. Als die Uhr nur noch fünf Sekunden anzeigte, aber immer noch drei Züge bis zur Rettung fehlten, hatten die meisten Mannschaftskameraden innerlich schon aufgegeben. Nicht so Marcel Ruhl, der im Blitztempo die letzten Züge aufs Brett knallte, bis, ja bis die Uhr tatsächlich bei drei Sekunden stehenblieb – geschafft. Die Partie war wieder völlig offen.

Am Nachbarbrett hatte Rudolf Beisinghoff indessen seinen Vorteil in der Weise ausgebaut, dass alles auf einen Sieg für Arolsen hindeutete. Die Geschichte hätte vermutlich ein gutes Ende genommen, wenn Beisinghoff einfach die Türme getauscht hätte. Stattdessen ließ er sich auf ein Wettrennen der verbliebenen Bauern ein und schaffte es gleichzeitig seinen König einzuschließen. Von Kopfschütteln begleitet mussten die Mannschaftskollegen mit ansehen, wie Sebstian Rudolph plötzlich mit einem unerwarteten Turmopfer für Verwirrung sorgte. Der Arolser sah die vermeintliche Bescherung, stand völlig konsterniert auf und gab die Partie verloren. Ungläubiges Entsetzen bei den Kollegen, denn hätte der Arolser auch nur einen zweiten Blick auf die Schlussstellung geworfen, dann wäre ihm schnell aufgefallen: Die Stellung ist dank forcierter Pattkombination Remis. Statt 4:3 für Arolsen hieß es nun 4:3 für Kassel – bitter.

Das Entsetzen saß fortan auch Marcel Ruhl im Nacken, der wenig später seine Gewinnbemühungen einstellte und froh war, mit einem Remis entkommen zu sein. Kassel gewinnt dank formschwacher Arolser, die zu keinem Zeitpunkt an den spielerischen Glanz vergangener Wettkämpfe anschließen konnten.

SVG CAISSA Kassel 2 SV Anderssen Arolsen
4,5:3,5
Powalla, Christian Boelke, Thomas ½:½
Powalla, Klaus Henze, Hermann-Josef ½:½
Pinnow, Manfred Ruhl, Moritz -:+
Baschin, Wolf Hajo Wolf, Jürgen ½:½
Geißer, Gerd Ruhl, Marcel ½:½
Köttig, Jochen Malinowski, Martin ½:½
Rudolph, Sebastian Beisinghoff, Rudolf 1:0
Mohanadhasan, Theisiyan Block, Harald 1:0
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Hermann Henze Stadtmeister / Wagener verteidigt Seniorentitel

Mit einem Superergebnis von 6,5 aus möglichen 7 Punkten holte sich Hermann Henze den begehrten Arolser Stadtmeistertitel zurück, den er im letzten Jahr knapp an Moritz Ruhl verlor, der diesmal, etwas abgeschlagen, Zweiter mit 5 Punkten wurde.
Friedrich Wagener verteidigte mit 4,5 Punkten seinen im Vorjahr erkämpften Seniorentitel (Teilnehmer über 60 Jahre) und wurde starker Gesamtdritter. Beisinghoff, Junghans, Marcel Ruhl, Block und Kober folgten auf den weiteren Plätzen.
Und in Runde 1 zeigte Henze gegen Wagener auch gleich, das der diesjährige Titel nur über Ihn gehen sollte. Mit Weiß und starkem Angriffsspiel zwang er Wagener derart in die Defensive, dass er mit anschließendem Springeropfer die Partie sofort für sich entschied. Auch Moritz Ruhl und Rudolf Beisinghoff stellten mit Siegen gegen Kober und Junghans ihre Favoritenstellung heraus. Das Remis von Marcel Ruhl gegen den starken Block war die erste Überraschung.
In Runde 2 wollte es die Auslosung, dass die beiden absoluten Favoriten Henze und Moritz Ruhl aufeinandertrafen. Und hier konnte sich Henze mit den schwarzen Steinen und fulminantem Königsangriff durchsetzen. Mit seinen Schwerfiguren Dame und Turm konnte er die Königsstellung von Moritz aufbrechen und siegte durch Mattdrohung oder deutlichem Materialverlust, Ruhl gab sofort auf.
Mit dieser kleinen Vorentscheidung und den nicht erwartenden  Niederlagen von Beisinghoff und Marcel Ruhl gegen Kober und Junghans führte Henze schon mit einem Punkt Vorsprung die Tabelle an, die er mit weiteren Siegen gegen Beisinghoff und Junghans ausbauen konnte, da die direkten Konkurrenten sich gegenseitig die Punkte abnahmen.
Einzig Moritz Ruhl und auch Seniorensieger Friederich Wagener hielten noch einigermaßen mit, wobei Wagener im direkten Duell gegen Moritz Ruhl und dessen routinierten Spiel chancenlos war und in der Spitze nicht mehr eingreifen konnte.
Nachdem aber Moritz Ruhl gegen seinen Bruder Marcel im direkten Duell nicht über ein Remis hinauskam und im Anschluss trotz aller Angriffsbemühungen gegen den sich stark wehrenden Block auch nur remis spielte, hatte Henze nach Siegen gegen Marcel Ruhl und Kober bereits den Titel vor der letzten Runde sicher und konnte sich ein lockeres Remis gegen Harald Block zum klaren Titelgewinn erlauben.
Hatte Beisinghoff noch Chancen auf den Seniorentitel, verspielte der diese gegen Wagener im direkten Duell mit einer klaren Niederlage. Er konnte der schwarzen Dame von Wagner mit dessen Leichtfiguren und seiner eigenen offenen Königsstellung nach großer Rochade keine Gegenwehr mehr bieten und gab entnervt auf.
Wagener stelle dann in der letzten Runde mit einem Remis gegen Marcel Ruhl seinen Seniorentitel und starken dritten Gesamtplatz sicher.

Die Tabelle:

  1. Henze 6,5 aus 7 Partien
  2. Ruhl, Moritz 5/7
  3. Wagener 4.5/7
  4. Beisinghoff 3/7
  5. Junghans 3/7
  6. Block 3/7
  7. Ruhl, Marcel 2.5/7
  8. Kober 1/7
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SVA 1: Mit viel Dusel zum Sieg

BAD AROLSEN. Dank eines glücklichen 5,5:2,5 gegen Fritzlar fährt Arolsen den dritten Sieg in Folge ein.

Auch ohne drei Stammspieler hatten die Residenzstädter vor dem Wettkampf nur ein Ziel vor Augen: Zwei Punkte müssen her! Entsprechend beschwingt ging es sofort zur Sache: Nach einer Stunde war es Thomas Bölke am Spitzenbrett, der seinen Gegner schwindelig gespielt hatte und den ersten vollen Punkt einfuhr. Damit nicht genug erhöhte Rudolf Beisinghoff nur Minuten später zum 2:0, da Hartmut Pallesche sein Endspiel einfach nicht gewinnen wollte. Aufatmen bei Arolsen.

Nachdem Gerd Brückmann allen Verwicklungen zum Trotz irgendwie in den Remishafen eingelaufen war und ein gut aufgelegter Hermann Henze, die offene Königsstellung seines Gegners zum Mattangriff ausnutzte, da schien der Wettkampf eigentlich gelaufen. Eigentlich.

Denn an den verbleibenden Brettern drohte Ungemach. Entweder hatte man schlechtere Stellungen zu verteidigen oder aber die Zeit wurde knapp. Letzteres wurde Marcel Ruhl zum Verhängnis, dem nach einem fulminanten Springereinschlag von Josef Schnellbach nur noch die Aufgabe blieb.

Auch Friedrich Wagener schien von der schwarzen Bauernhorde überrollt zu werden, bis Torsten Schmidt doch noch einen Weg fand, ebendiese Bauern prompt einzustellen – Remis. Beinahe noch problematischer sah die Sache bei Mortz Ruhl aus, dem nicht nur die Zeit, sondern auch die guten Züge wegliefen. Just in dem Moment, als alles verloren schien, stellte Achmat Salachov ohne Not einen Springer ein. Ruhl griff zu und blitzte alle Züge bis zur Zeitkontrolle in einem Rekordtempo herunter. 5:3 für Arolsen – Sieg! Als Sahnebonbon folgte unmittelbar darauf noch ein Remis von Robert Wende, der in einem schwierigen Endspiel mit bewährter Zähigkeit das Remis festhielt.

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Harald Block sichert Arolser Sieg in Ahnatal

Wieder ein Sieg in der Fremde und diesmal in Ahnatal. Mit den Ersatzleuten Junghans und Block für die beiden ausgefallenen Spitzenspieler Vogel und Boelke hatte Mannschaftsführer Hermann Henze genau ins Schwarze getroffen.  Beide sollten mindestens 1 Punkt beisteuern, was auch klappte.
Gerd Brückmann, in der ersten Runde noch nicht dabei, unterstrich gleich die Arolser Ambitionen, hier voll auf Sieg zu spielen.  An Brett 2 mit Schwarz gegen Becker trieb er mit einem fulminanten Königsangriff  dessen König über das gesamte Brett, Becker blieb nur Matt oder Aufgabe, Arolsen führte nach knapp 2 ½ Stunden. Hier wollte Moritz Ruhl nicht nachstehen. Mit absoluter Sicherheit trug er ebenfalls mit den schwarzen Steinen gegen Dudenko einen Angriff nach dem anderen vor, bis ebenfalls Matt unabwendbar war, Arolsen führte auf 2-0.
Dann kam aber Ahnatal groß auf. Am Spitzenbrett spielte Henze mit Weiß gegen Schnellenpfeil eigentlich eine fast normale Partie, bis Henze, wie auch bereits in der ersten Runde, einen einzügigen Bauerngewinn übersah, der Schnellenpfeils Springer dermaßen auftrumpfen ließ, dass entweder Mattdrohungen oder weiterer Materialverlust anstanden. Henze, in dieser Saison irgendwie noch nicht richtig angekommen, quittierte die zweite Saison-Niederlage und gab entnervt auf wie auch Ersatzmann Junghans mit Weiß gegen den starken Gricic. Eigentlich hatte er ein gutes Mittelspiel vor Augen, ließ dann aber nach und nach des Gegner`s  Figuren über seinen König herfallen, Gricic siegte klar, Ahnatal glich aus zum 2-2.
Hier kam aber gleich  Neuzugang Torsten Fankhänel zum Zuge, der Arolsen wieder auf Siegkurs brachte. An Brett 3 mit Weiß gegen Schmidt spielend hatte er keinerlei Mühe mit 2 Mehrbauern, einer ging zwar verloren, dadurch kam er aber zum zwingenden Damentausch, wo anschließend der Mehrbauer entscheidend  war zum 3-2 nach knapp 4 Stunden Spielzeit.
Dies toppte dann kurz danach Jürgen Wolf gegen Reeh ebenfalls mit den weißen Steinen. Des Gegner`s König war am offenen Damenflügel zwar hinter Wolf`s Freibauern einigermaßen geschützt, aber nicht auf Dauer.  Die Zeitnot im Nacken mit der schlechten Stellung reichten  Wolf mit grandioser Endspieltechnik zum Sieg und dem Arolser 4-2, was zumindest das Unentschieden sicherte.
Noch ein Remis aus 2 laufenden Partien für den Gesamtsieg sollte doch möglich sein, war der Tenor der Arolser. Und hier kam nun das erwünschte Erfolgserlebnis des Ersatzmannes Harald Block.  Gegen Braun musste er mit Schwarz sich eines starken Freibauern erwehren und es sah nicht gut aus. Block aber konterte gleichermaßen, griff ebenfalls mit seinem Bauern an, zwang Braun zum Figurenverlust und brachte danach seinen Bauern zur Dame. Braun gab auf, Arolsen führte uneinholbar mit 5-2.


Die Mitspieler atmeten beruhigt auf und sahen zur letzten noch laufenden Partie, wo der Arolser Marcel Ruhl in absoluter Zeitnot  mit Mehrfigur zwar, aber nur noch Sekunden Gesamtspielzeit auf der Uhr, gegen den Ahnataler Hartleib um das Remis kämpfte. Und er hatte das Glück des Tüchtigen, konnte mit seiner Mehrfigur, die er zurückopferte, Hartleib`s  Bauern einsacken bis dieser nur noch den nackten König auf dem Brett hatte, was unweigerlich trotz abgelaufener Spielzeit zum Remis führte. Eine Wahnsinnspartie, wo Marcel eigentlich den Sieg verdient gehabt hätte.
Mit diesem Endstand zum 5,5 zu 2,5 rückte Arolsen hinter Korbach auf den zweiten Tabellenplatz der Nordhessenliga vor und erwartet in 2 Wochen die Fritzlarer zum nächsten Heimkampf.

Ergebnisse der Einzelpaarungen:

Ahnataler SC 1969 1 SV Anderssen Arolsen 1
Schnellenpfeil, Wolfgang Henze, Hermann-Josef 1:0
Becker, Jörg Brückmann, Gerd 0:1
Schmidt, Wolfram Fankhaenel, Torsten 0:1
Dudenko, Egor Ruhl, Moritz 0:1
Reeh, Rasmus Wolf, Jürgen 0:1
Hartleib, Wolfgang Ruhl, Marcel ½:½
Grcic, Milanko Junghans, Peter 1:0
Braun, Thomas Block, Harald 0:1

 

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Erfolgreicher Start: SVA 1 gewinnt gegen Vellmar

FRITZLAR/ BAD AROLSEN. Beim ersten Wettkampf in der neuen Saison gewannen die Residenzstädter verdient mit 5,5:2,5 gegen Vellmar.

Gemeinsame Wettkämpfe an einem zentralen Standorten scheinen für die Arolsen ein gutes Pflaster zu sein, hat man der seit Einführung doch alle Spiele gewinnen können. Der Matchbeginn gegen die insbesondere an den vorderen Brettern deutlich verstärkten Vellmarer verlief zunächst friedlich, nachdem Torsten Fankhaenel zwar optisch einen Hauch besser stand, aber nichts konkretes vorweisen konnte. Als sich nach zwei Stunden schließlich ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern auf dem Brett manifestierte, segelten beide in den Remishafen.

Auf die Ruhe folgte ein taktischer Sturm. Jürgen Wolf opferte nach einem wilden Eröffnungsgemenge munter eine Figur, um danach zu einem unwiderstehlichen Mattangriff zu blasen, während Moritz Ruhl alle gegnerischen Gewinnversuche eiskalt abwehrte, um schließlich im Gegenangriff Material zu erobern. Zwillingsbruder Marcel Ruhl wollte dem nicht nachstehen und sah mit Mehrfigur bereits wie der sichere Sieger aus. Bis mit einem Male ganz ohne Not die Dame verloren ging – nur noch 2,5:1,5 für Arolsen.

Als Thomas Bölke kurz darauf seinerseits die gegnerische Dame geschickt in eine Falle gelockt hatte, war der Mannschaftssieg zum Greifen nah und es bedurfte nur noch der filigranen Endspieltechnik von Paul Schäfer, um zum vorentscheidenden 4,5:1,5 zu punkten. Schäfer hatte seinem Gegner nie den Hauch einer Chance gelassen und am Ende gar einen ganzen Turm erobert.

In einem hochklassigen Duell am Spitzenbrett sah sich Constantin Vogel frühzeitig unter Druck gesetzt, spielte Philipp Humburg doch eine zu Hause gut vorbereitete Variante im Blitztempo herunter. Nach einem mutigen Qualitätsopfer war es jedoch plötzlich der Arolser, der auf Angriff spielte und nach wilden taktischen Geplänkeln mit Mehrbauern in ein gewonnenes Endspiel abwickelte.

So blieb nur noch Mannschaftsführer Hermann Henze, dessen Remisangebote von Frank Gundlach gleich zweifach abgelehnt wurden. Als der Arolser geradezu fahrlässig eine Qualität geben musste, fand er sich mit einem Male in einem Endspiel Läufer gegen Turm wieder. Gundlach manövrierte geschickt und eroberte Bauer für Bauer, so dass Henze nach über fünf Stunden Spielzeit nur die Aufgabe blieb.

SV Anderssen Arolsen 1

SK Vellmar 1950 2

5,5:2,5

Vogel, Constantin

Humburg, Philipp

1:0

Boelke, Thomas

Kleinschmidt, Felix

1:0

Henze, Hermann-Josef

Gundlach, Frank

0:1

Fankhaenel, Torsten

Wehr, Alexander

½:½

Ruhl, Moritz

Calci, Fiorino

1:0

Wolf, Jürgen

Thurau, Carsten

1:0

Ruhl, Marcel

Haus, Volker

0:1

Schäfer, Paul

Löbermann, Thomas

1:0

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Neue Termine Thematurnier/Stadtmeisterschaft

Es gibt einen neuen Terminplan und die Auslosungen zur Stadtmeisterschaft.

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Schachfreund Alfred Horn verstorben

Nachruf
Die Vereine Schachclub Diemelstadt und Schachverein Anderssen Arolsen nehmen Abschied von Alfred Horn, der am 09. September 2018 verstorben ist.

Alfred Horn war ein leidenschaftlicher Schachspieler, der lange Jahre für den SV Anderssen Arolsen aktiv spielte. 1980 erfolgte unter seiner Federführung die Gründung des SC Diemelstadt. Unter seiner Leitung stieg die Mannschaft schnell in die Bezirksliga auf. Bis kurz vor seinem 80. Geburtstag spielte er aktiv in der Diemelstädter Mannschaft. Dem SV Anderssen Arolsen blieb er dabei stets als passives Mitglied treu. Er spielte dort an Vereinsabenden und nahm jährlich an den Arolser Stadtmeisterschaften teil.

Wir verlieren mit Alfred Horn nicht nur den Gründungsvater und langjährigen Vorsitzenden des SC Diemelstadt, sondern auch einen verlässlichen und fairen Sportkameraden. Mit großer Dankbarkeit blicken wir auf die jahrzehntelangen Verdienste für unsere Schachvereine zurück.

Wir trauern mit seiner Familie und werden Ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Schachclub Diemelstadt  und Schachverein Anderssen Arolsen

Alfred Horn am Schachbrett (vorne links)

 

 

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