Sauerland-Waldeck-Pokal: Kearns legt vor

In der ersten Runde des Sauerland-Waldeck-Pokals im Blitzschach zeigte der Korbacher Schachspieler Christopher Kearns, dass er bei derTeilnahme an den deutschen Meisterschaften im Blitzschach viel dazugelernt hatte. Er gewann in Marsberg alle Partien und legte damit schon mal für den Gewinn des Pokals vor.

Der Pokal wird in vier Runden im Grand-Prix Modus ausgespielt, wobei die drei besten Ergebnisse zählen. Zweiter des 16 Teilnemher großen Feldes wurde Schachfreund Andre Weber aus Bestwig mit 13,5 Punkten. Bester Arolser mit 12,5 Punkten und damit noch auf dem Siegerfoto wurde Hermann Henze. Danach folgten: Schubert (Bestwig, 12 Punkte), Wolf (Bad Arolsen, 9,5 Punkte) Kies (Marsberg, 6 Punkte) Ackermann (Bad Arolsen, 8,5 Punkte) Wagener und Bickmann, jeweils 7 Punkte, Malinowski (6,5 Punkte) mit Wertungspunkten für die Endwertung. Auf den Plätzen ab 11 folgte: Käding, Fobbe, Worm, Luca, Kalkuhl, Worm, Rene und Gonnermann.

Die nächste Runde des Pokalturniers findet am Freitag, 17.Mai um 19.30 Uhr in Bad Arolsen statt.

Veröffentlicht unter Aktuelles | Kommentare deaktiviert für Sauerland-Waldeck-Pokal: Kearns legt vor

SVA 1 beendet Saison mit Niederlage gegen Bad Hersfeld

LK NORD – 9.Runde

Für beide Mannschaften ging es um nichts mehr, verschenken wollte man aber auch nichts, war der Tenor von Mannschaftsführer Hermann Henze an die Truppe. Diese wurde aber mal wieder personell arg gebeutelt, musste man doch ohne 3 Stammspieler (Bölke, Ackermann und Malinowski fehlten) auskommen und hatte mit Harald Block aus der zweiten Mannschaft nur einen Ersatzspieler als Ausgleich, was somit gleich zu Beginn ein 0-2 gegen die Arolser bedeutete. (Bölke und Ackermann wurden als kampflos verloren gewertet)

Hiervon ließen sich die Spieler aber nicht beunruhigen und besonders Gerd Brückmann, im letzten Kampf gegen Lauterbach noch eine Siegpartie verspielend war besonders motiviert. An Brett 7 spielte er mit Weiß gegen Vanessa Krauße derart stark auf, dass diese schnell mit Materialnachteil auf die Verliererstaraße geriet. Aber so einfach war es dann doch nicht, sie kämpfe und hatte am Ende nur noch einen Bauern im Nachteil, diesen verwandelte Brückmann aber gekonnt zum Sieg und stellte den Anschluss zum 1-2 her.

Und es ging noch besser. Paul Schäfer an Brett 1 gegen Eckhard Krauße stellte nach 2 ½ Stunden Spielzeit mit seinem fulminanten Sieg den 2-2 Ausgleich her. Er überrannte Krauße am Königsflügel mit seinen Schwerfiguren dermaßen, dass das Matt mit sofortiger Aufgabe nicht mehr zu verhindern war.

Weiter so, dachten nun die Arolser, aber jetzt konterte Bad Hersfeld und ging durch Marth an Brett 5 gegen Wolf wieder mit 3-2 in Führung. Wolf erspielte sich mit Weiß einen schönen Angriff und opferte für weiteren Stellungsvorteil sogar noch seinen Turm gegen Läufer. Letztlich geriet sein Angriff aber ins Stocken, Marth drehte nun auf, konterte geschickt mit Gegenopfer und konnte mit Materialvorteil ins Endspiel gehen wo Wolf schließlich kapitulieren musste.

Kurz danach musste Ersatzmann Block an Brett 8 gegen Lisa Bornschier in ein remis einwilligen. Trotz Freibauern auf der a-Linie konnte er diesen nicht gewinnbringend einsetzen und beide reichen sich schließlich friedlich die Hände.

Beim Zwischenstand von 3,5 zu 2,5 für Hersfeld wurde es an den beiden verbleibenden Brettern von Vogel und Henze immer enger. Wollte man den Mannschaftskampf gewinnen, mussten beide Partien gewonnen werden, danach sah es aber weiß Gott nicht aus.

Vogel an Brett 4 gegen Schmidt musste sich nach überraschendem Qualitätsverlust mit Schwarz und langem Kampf nach knapp 4 Stunden geschlagen geben und besiegelte somit die Arolser Niederlage unabhängig vom Ausgang der letzten Partie von Henze.

Dieser quälte sich mit Weiß an Brett 3 gegen Willich spielend die ganze Partie über und musste sich ständig mit dessen starken Springer im Zentrum herumärgern. Aber trotz der feststehenden Niederlage kämpfte Henze. Er opferte einen Bauern, befreite sich aus seiner gedrückten Stellung und erreichte starkes Angriffsspiel.

Er trieb Willich`s König mit diversen Schachgeboten über das ganze Brett, gewann seinen Bauern zurück, kam aber nicht über Dauerschach hinaus.
Willich´s erstes Remisangebot lehnte Henze vorerst noch ab um nach dann fast 6 Stunden Spielzeit dann doch in das Unentschieden einzuwilligen was letztlich die 3-5 Niederlage besiegelte.

Als Trost von Henze blieb nur, dass er die gesamte Runde ungeschlagen blieb. Als bester Arolser Scorer trat Gerd Brückmann mit starken 5,5 Punkten aus 9 Partien souverän hervor.

Arolsen beendete die Saison auf einen starken 4 Platz. Als Absteiger stehen Lauterbach und Caissa Kassel 2 fest, es könnte aber auch noch Langenbieber erwischen, je nach dem, was aus den obigen Ligen noch passiert.

Den Aufstieg in die Verbandsliga sicherte sich unangefochten SK 1850 Vellmar. Ebenfalls aufgestiegen aus dieser Klasse ist Korbach in die Hessenliga. Herzlichen Glückwunsch von Arolser Seite an beide Vereine!

SK Turm Bad Hersfeld 1 – SV Anderssen Arolsen 1 5:3

Krauße, Eckhard – Schäfer, Paul 0:1
Frank, Wolfgang – Boelke, Thomas +:-
Willich, Manfred – Henze, Hermann-Josef ½:½
Schmidt, Markus – Vogel, Constantin 1:0
Marth, Jürgen – Wolf, Jürgen 1:0
Schneider, Sabrina – Ackermann, Emil +:-
Krauße, Vanessa – Brückmann, Gerd 0:1
Bornschier, Lisa – Block, Harald ½:½

Veröffentlicht unter Aktuelles | Kommentare deaktiviert für SVA 1 beendet Saison mit Niederlage gegen Bad Hersfeld

SVA 1: Viel Pech beim 3:5 gegen Lauterbach

LK NORD 8. Runde

BAD AROLSEN. Wenig Kampf, viel Krampf: Beim überraschenden 3:5 gegen Lauterbach machten die Arolser alles andere als eine gute Figur. Dabei hatte man gegen den Tabellenletzten einen Sieg eigentlich fest eingeplant.

Mit dem Rücken zur Wand mussten die Lauterbacher punkten und gingen entsprechend engagiert zur Sache. Die Residenzstädter hingegen hatten gleich zu Wettkampfbeginn den ersten Schock zu verdauen. Spitzenspieler Paul Schäfer war nicht erschienen. Rätselraten auf Arolser Seite. Einen Anruf später ist klar: Schäfer fällt aus – 1:0 für die Gäste. Diese Nachricht im Hinterkopf wirkte das Spiel von Arolsen fortan verkrampft.

Die Quittung folgte prompt: Emil Ackermann sah nach einigen Ungenauigkeiten seinen König einer Treibjagd ausgesetzt aus der es kein Entrinnen gab – 2:0 für Lauterbach. Selbst Mannschaftsführer Hermann Henze opferte ohne jede Not einen Bauern und wandelte in einem schwierigen Turmendspiel lange am Abgrund. Erst als er wie durch ein Wunder ins Remis entkam, keimte neue Hoffnung auf.

Jürgen Wolf hatte sich wie so oft eine vielversprechende Angriffsstellung aufgebaut. Leider kamen seinen Bauern nie ins Rollen, da Krauß immer wieder neue taktische Mückenstiche fand, so dass zu guter Letzt die Friedenspfeifen rauchten. Auch Martin Malinowski konnte kurz darauf mit Schwarz alle generischen Gewinnbemühungen abwehren und lief glücklich in den Remishafen ein. Zehn Minuten später war Arolsen wieder auf Kurs: Thomas Bölke hatte mit taktischen Schlägen den schwarzen König ins Kreuzfeuer genommen. Gerade als Andreas zum Gegenangriff ansetzte, schloss sich der Kreis und Matt war unausweichlich. Da die beiden verbleibenden Partien ebenfalls für Arolsen sprachen, schien nun alles doch seinen gewohnten Gang zu gehen.

Bis mit einem Male Schachgöttin Caissa Routinier Gerd Brückmann mit Schachblindheit schlug. Und so verwandelte sich seine klar bessere Stellung innerhalb weniger Züge in einen Trümmerhaufen. Die gegnerischen Freibauern liefen und liefen – bis Brückmann nur die entnervte Aufgabe blieb. Den Sieg Lauterbachs vor Augen gab Constantin Vogel seine Angriffsbemühungen auf, nachdem er den Gegner positionell lange vergeblich geknetet hatte. Die Niederlage hat für Arolsen keine Auswirkungen, Lauterbach hingegen bleibt trotz Sieg auf dem letzten Tabellenplatz, da auch die direkte Konkurrenz punkten konnte.

SVA Arolsen 1 – SVG Lauterbach 1 3:5
Schäfer, Paul – Herda, Christoph -:+
Boelke, Thomas – Andreas, Steffen 1:0
Henze, Hermann-Josef – Kurzawa, Dirk ½:½
Wolf, Jürgen – Krauß, Martin ½:½
Vogel, Constantin – Mil, Gennady ½:½
Brückmann, Gerd – Reese, Heinz-Hermann 0:1
Malinowski, Martin – Struth, Jürgen ½:½
Ackermann, Emil – Zorn, Roland 0:1

Veröffentlicht unter Aktuelles | Kommentare deaktiviert für SVA 1: Viel Pech beim 3:5 gegen Lauterbach

SVA 2: Klassenerhalt so gut wie sicher

Bezirksliga West – Runde 8

BAD AROLSEN. Das Abstiegsgespenst muss sich nach dem hoch verdienten 4,5:1,5 gegen den Kasseler SK 4 ein neues zuhause suchen.

Noch vor Wettkampfbeginn plagte die Arolser Zweite eine gewisse Nervosität: Auf keinen Fall wollte man gegen den Mitabstiegskonkurrenten aus Kassel verlieren. Die anfängliche Unsicherheit verflog nicht zuletzt dank Mannschaftsführer Harald Block. Der hatte früh zwei Bauern gewonnen und fuhr seine Partie anschließend grundsolide nach Hause. Arolsen ging nach zwei Stunden erstmals in Führung. Der Euphorie folgte kurz darauf ein Schock: Marcel Ruhl kämpfte zwar wie ein Löwe, konnte den gegnerischen Mehrbauern in einem schwierigen Endspiel aber nicht aufhalten – 1:1.

So war es an Routinier Rudolf Beisinghoff trotz des Ausgleichs die Ruhe zu bewahren. Gesagt, getan preschte er mit allem verbliebenen Mut in die gegnerische Stellung vor. Sein Lohn: Ein Bauerngewinn. Gekonnt brachte er den so geschaffenen Freibauern in Stellung, der sich letztlich als unaufhaltsam erwies – 2:1 für Arolsen. Moritz Ruhl baute im Anschluss die Arolser Führung weiter aus. In einem scheinbar ausgeglichenen Endspiel hatte er einen Zug weiter als seine Gegnerin gerechnet und mit einer schönen Abtauschkombination einen Turm erobert.

Den Mannschaftssieg stellte schließlich nach drei Stunden Friedrich Wagener sicher. Nachdem sein forscher Königsangriff plötzlich verpuffte, stand er dank Minusbauer mit dem Rücken zur Wand. Doch Wagener kämpfte sich in für ihn typischer Manier zurück in die Partie und setzte seinen Gegner so unter Druck, dass dieser sein Remisangebot dankend annahm – Sieg! Für den goldenen Schlusspunkt sorgte Peter Junghans. Der musste erst einen bedrohlichen Bauernsturm über sich ergehen lassen, bevor er mit seinen Türmen zu einem vernichtenden Konter ansetzen konnte und auf der gegnerischen Grundreihe entscheidend Material gewann.

Kasseler SK 4 – SV Anderssen Arolsen 2 1½ – 4½
Falk,Heinrich – Beisinghoff,Rudolf 0 – 1
Schmieder,Wolfgang – Junghans,Peter 0 – 1
Barna,Dorin-Emil – Wagener,Friedrich ½ – ½
Stracke,Gerhard – Ruhl,Marcel 1 – 0
Bürmann,Theresia – Ruhl,Moritz 0 – 1
Hupfeld,Fabian – Block,Harald 0 – 1

Veröffentlicht unter Aktuelles | Kommentare deaktiviert für SVA 2: Klassenerhalt so gut wie sicher

SVA 1: Dank Kraftakt Klassenerhalt gesichert

LK NORD 7. Runde

BAD AROLSEN. Mit einem furiosen 6:2 gegen Langenbieber sichern sich die Arolser vorzeitig den Klassenerhalt und können die letzten beiden Wettkämpfe beruhigt angehen.

Was waren die Residenzstädter im Vorfeld nicht immer wieder gewarnt worden, man solle die Gäste keinesfalls unterschätzen. Und wie angedroht spielte Langenbieber an allen Brettern zunächst gut mit. Bis auf eine Ausnahme: Am achten Brett hatte Ersatzmann Friedrich Wagener seinen Gegner in einer Glanzpartie regelrecht überrollt. Schon nach 19 Zügen war der Zauber vorbei und Arolsen lag mit 1:0 vorn. So kann es weitergehen, sagte sich Martin Malinoswki und stürzte sich ebenfalls in einen taktischen Schlagabtausch. Das dieser für den Arolser böse hätte ins Auge gehen können, sah sein Gegner wiederum nicht und stand statt auf Gewinn plötzlich vor einem Scherbenhaufen. Mit viel Dusel erhöhte Arolsen auf 2:0.

Nach diesen beiden vorentscheidenden Schlägen beruhigte sich das Spiel vorerst. So kämpfte Paul Schäfer an Brett eins zwar beherzt um den vollen Punkt, aber da sein Gegner nichts anbrennen ließ liefen beide in den Remishafen ein. Positionelle Feinkost servierte Gerd Brückmann seinem Gegenüber. Leider stellte sich Weber ebenfalls als Feinschmecker heraus, so dass auch hier zum Abgang die Friedenspfeifen rauchten. Weitaus mehr Fortune hatte Emil Ackermann, der sich in höchster Not mit einem dubiosen Figurenopfer und anschließenden Bauernsturm ins Remis retten konnte.

Für die letzten Entscheidungen sorgten Thomas Bölke und Jürgen Wolf. Bölke hatte mit provokativen Manövern Wagner aus der Reserve gelockt und das Endspiel mit Mehrmaterial sicher nach Hause gefahren. Wolf hingegen verabreichte seine Endspielmassage Deluxe mit solcher Präzision, dass der Mehrbauer schließlich unaufhaltsam Richtung Damenumwandlung marschierte und so den hoch verdienten 6:2-Erfolg sicherstellte.

SV Anderssen Arolsen 1 – SC Langenbieber 1 6:2

Schäfer, Paul – Knacker, Gerald ½:½

Boelke, Thomas – Wagner, Thomas 1:0

Vogel, Constantin – Ulrich, Olaf ½:½

Wolf, Jürgen – Herbst, Alexander 1:0

Brückmann, Gerd – Weber, Alfred ½:½

Ackermann, Emil – Trapp, Dieter ½:½

Malinowski, Martin – Weber, Aloys 1:0

Wagener, Friedrich – Weber, Josef 1:0

Veröffentlicht unter Aktuelles | Kommentare deaktiviert für SVA 1: Dank Kraftakt Klassenerhalt gesichert

SVA 1: Brückmann und Vogel stellen Sieg sicher

BAD AROLSEN/ FULDA. Alles richtig gemacht: Nach einem fulminanten 5,5:2,5 Erfolg gegen Fulda 2 stürmt Arolsen auf den vierten Tabellenplatz. Die Abstiegsgefahr ist vorerst gebannt.

Während der Fahrt nach Fulda wurde noch orakelt, was bei einer Niederlage passieren könnte. Den Tabellenkeller vor Augen, wäre Mannschaftsführer Hermann Henze schon mit einem 4:4 zufrieden gewesen. Hauptsache die direkte Konkurrenz hinter sich lassen.

An den Brettern versuchten die Residenzstädter zunächst vor allem eines: Den Schwung vom letzten Sieg mitnehmen und den Gegner früh unter Druck setzen. Die ersten Früchte konnte nach gut zwei Stunden Emil Ackermann ernten. Mit beherzten Spiel neutralisierte er alle gegnerischen Mattdrohungen, um anschließend selbst über den Gegner herzufallen. Nach einem effektvollen Springermanöver blieb Kopko nur die Aufgabe.

Für weitere Sicherheit sorgte am Spitzenbrett Paul Schäfer. Mit einem schönen Doppelangriff hatte dieser zunächst einen Bauern erobert und schien auf der Siegerstraße. Doch Haase nutzte geschickt die schwache Grundreihe aus und nachdem sich der Mehrbauern in Luft aufgelöst hatte, war die Stellung vollends verflacht – Remis!

Kurz darauf lief auch Hermann Henze in den Remishafen ein. Als sich nach intensivem Abtauschgeplänkel schließlich der Pulverdampf verzog, sahen beide Seiten keine Gewinnchancen – Arolsen lag weiter hauchdünn vorn. Sorgen machte vor allem die Partie von Rudolph Beisinghoff. Nach missglückter Eröffnung ging Bauer um Bauern verloren und gerade als Land in Sicht kam, kam ohne Not auch noch ein Turm abhanden – plötzlich hatte Fulda ausgeglichen!

Wer nun ein dramatisches Fotofinish erwartet hatte wurde enttäuscht. Zwar kam Martin Malinowski gerade noch mal mit einem Remis davon, nachdem er den gegnerischen Bauernsturm am Damenflügel abgefangen hatte, aber an den restlichen Brettern war eher Arolsen am Drücker. Den „Sekt-oder-Selters“-Angriff von Huss konnte Thomas Bölke nicht nur kaltblütig abwehren, sondern im Gegenangriff entscheidend Material gewinnen. Als Huss zu allem Überfluss auch noch die Zeit überschritt, lag Arolsen erneut in Führung.

Für einen krönenden Abschluss sorgten im Duett Constantin Vogel und Gerd Brückmann. So brachte die Nachwuchshoffnung mit einer strategisch ausgereiften Partie seine Gegnerin schier zur Verzweiflung. Geschickt war Vogel mit seinen Türmen in die weiße Stellung eingedrungen, nur um anschließend ein feines Mattnetz zu spinnen, aus dem es kein Entkommen gab. Mit einer positionellen „Massage Royale“ hatte Gerd Brückmann seinen Gegner bedacht. So fand Medshibosher keinerlei Angriffspunkte und musste schließlich einen Bauern geben. Den hielt Brückmann eisern bis ins Endspiel fest und er lief und lief – bis sein Gegner ein Einsehen hatte und zum verdienten Arolser Sieg gratulierte.

Fulda 2 – SV Anderssen Bad Arolsen 1 2,5:5,5
Haase – Schäfer 0,5:0,5
Huss – Bölke 0:1
Kersting – Henze 0,5:0,5
Kierzek – Vogel 0:1
Medshibosher – Brückmann 0:1
Janusic – Malinowski 0,5:0,5
Kopco – Ackermann 0:1
Schiebelbein – Beisinghoff 1:0

Veröffentlicht unter Aktuelles | Kommentare deaktiviert für SVA 1: Brückmann und Vogel stellen Sieg sicher

SVA 2: Wichtiger Auswärtssieg gegen Zierenberg

BAD AROLSEN/ ZIERENBERG. Dem Nachwuchs sei Dank holt Arolsen 2 mit einem hart erkämpften 4:2 Erfolg zwei wichtige Punkte gegen den Abstieg.

Den Anfang machte Friedrich Wagener, der nach einem effektvollen Opfereinschlag auf f7 mit seinem Gegner kurzen Prozess machte. Wenig später konnte Kevin Hasprich nachlegen: Gekonnt schnappte er sich den eingeklemmten Läufer seines Gegners, so dass sein Freibauer anschließend zur Dame und zum Sieg laufen konnte.

Der Anschluss fiel an Brett 2. Peter Junghans übersah eine Bauerngabel und musste zwei Leichtfiguren geben. Maneth liess sich nicht zweimal bitten, und stellte den vollen Punkt sicher. Für den erneuten Zwei-Punkte-Vorsprung sorgte Moritz Ruhl. Mit einer Bauernwalze überrollte er seinen Gegner förmlich. Als nach einem starken Springeropfer die Bauern unaufhaltsam Richtung Damenumwandlung marschierten, gab sein Gegner entnervt auf.

Ausgerechnet Mannschaftsführer Harald Block machte es noch einmal spannend. Erst schlug sein Königsangriff nicht durch, anschließend wickelte er auch noch eine Kombination falsch ab und musste seinem Gegner zum Sieg gratulieren.

Den Arolser Gesamtsieg stellte Matchwinner Marcel Ruhl her. Unter dem Druck auf keinen Fall verlieren zu dürfen, erspielte sich Marcel ganz abgebrüht einen Freibauern, den er bravourös zur Damen marschieren ließ – Sieg!

SK Wichtelkönig Zierenberg – SV Anderssen Bad Arolsen 2 2:4
Koch – Wagener 0:1
Maneth – Junghans 1:0
Iltisberger – Ruhl, Marcel 0:1
Kirsch – Ruhl, Moritz 0:1
Longar – Block 1:0
Henschler – Hasprich 0:1

Veröffentlicht unter Aktuelles | Kommentare deaktiviert für SVA 2: Wichtiger Auswärtssieg gegen Zierenberg

Jahreshauptversammlung 2013: SVA zieht durchwachsene Bilanz

Auf der Jahreshauptversammlung des Schachvereins Anderssen Arolsen konnte der Vorsitzende Jürgen Wolf erstmals seit vielen Jahren wieder einmal eine positive Mitgliederbilanz präsentieren. Vor allem zahlreiche neue Jugendspieler und –spielerinnen sorgten für den leichten Aufschwung in dem nun 45 Spieler starken Verein. Der Nachwuchs war es denn auch, der für die größten Erfolge im vergangenen Jahr sorgte. So beherrschten die Ruhl-Zwillinge das Schachgeschehen in ihrer Alterklasse in ganz Nordhessen. Marcel konnte sich sogar für die Endrunde der deutschen Amateurmeisterschaft qualifizieren. Ganz besonders erfreulich für Jugendleiter Thorsten Fankhaenel war auch die Entwicklung der ‚Neuen’, die gleich bei ihren ersten Turnierauftritten für Furore sorgten. Ronja Thamm und Jeremy Dumpich platzieren sich bei der Schulschachrallye sogar gleich im Vorderfeld, Ronja gewann zudem die Turnierserie der Schachfreizeiten im Juni und November. Nicht ganz so rosig fiel der Bericht zu den Senioren aus, wo aktuell die Erste in der Landesliga und die Zweite in der Bezirksliga um den Klassenerhalt zittern.

Das Turniergeschehen im Verein bestimmten die alten Hasen. Hermann Henze (Vereinsmeisterschaft, Blitz, Kurzpartien) und Jürgen Wolf (Erdbeerpokal, Thematurnier, Runtemund-Gedächtnis) sicherten sich jeweils drei Titel. Gerd Brückmann wurde Stadtmeister. Seinen ersten ‚echten Titel’ heimste Turnierleiter Martin Malinowski ein, der das Pokalturnier in einem dramatischen Finale gegen Seriensieger Hermann Henze gewann. Die Titel in den großen offenen Turnieren des Vereins – Sauerland-Waldeck-Pokal, Weihnachts- und Neujahrsblitz – gingen allesamt an Auswärtige, denn die Korbacher, Briloner und Bestwiger Spitzenspieler kam nicht nur gerne und in großer Zahl nach Arolsen, sondern waren immer einen Hauch besser als die Residenzstädter.

Noch nicht von Erfolg gekrönt waren die Versuche des Vereins, die Außenwirkung von Schach zu erhöhen. Vor allem eine Freischachanlage im Umfeld des neuen Bürgerhauses soll hier neue Dimensionen der Schachpräsenz eröffnen. Entsprechende Erfahrungen in diversen anderen Kurstädten und vor allem in der Schweizer Metropole Genf könnten ein Vorbild sein, denn dort werden entsprechende Angebote von Jung und Alt intensiv wahrgenommen. Von Morgens bis Abends sind dort Freischachbretter nicht nur Zentren des Schachspiels, sondern der Kommunikation und Entspannung. Vorsitzender Wolf bekräftigte dazu: „Wir sind weiter mit der Stadt im Gespräch, unsere Ideen werden dort wohlwollend geprüft und für eine Kurstadt können wir mit einer Freischachanlage sicher ein tolles Angebot für alle entwickeln.“

Die abschließenden Neuwahlen des Vorstandes brachten nur kleinere Veränderungen. Wie so oft verlässt wieder einmal ein Spitzenspieler die Residenzstadt. Die Metropole Kassel lockt, und diesmal lockt sie den erfolgreichen Jugendtrainer Thorsten Fankhaenel. Er steht zwar noch für eine gewisse Zeit als Trainer zur Verfügung, aber das Amt musste neu besetzt werden. Mit überwältigender Zustimmung erhielt Constantin Vogel, selbst noch Jugendspieler, aber auch schon eine Stütze des Landesligateams, das Vertrauen der Versammlung. Sein Amt des Schriftführers übernimmt André van Steenput. Wiedergewählt wurden Jürgen Wolf (Vorsitzender), Hermann Henze (Schatzmeister), Martin Malinowski (Turnierleiter), Thomas Bölke (Presse).

Zum Abschluss der überaus harmonischen Sitzung machte der neue und alte Vorsitzende noch einmal deutlich, dass der Verein einiges tun müsse, um Schach in der Residenzstadt weiter im Blickpunkt zu halten. Vor allem der Nachwuchs gibt Anlass zur Hoffnung und mit den Fördermitteln der ‚Meckelburg-Stiftung’ stehen – einzigartig in Nordhessen – auch finanzielle Mittel bereit, Jugendschach in Schulen und Verein adäquat zu fördern. Und kaum war die Sitzung beendet, wurde natürlich Schach gespielt. Das ‚Hauptversammlungsturnier’ gewannen Wolf und Henze, aber viel wichtiger war, dass Jung und Alt am Brett zusammen kamen.

Veröffentlicht unter Aktuelles | Kommentare deaktiviert für Jahreshauptversammlung 2013: SVA zieht durchwachsene Bilanz

SVA 1 zittert sich zum Sieg

BAD AROLSEN. Erleichterung pur – nach einem hauchdünnen 4,5:3,5 Sieg gegen den Kasseler SK 2 kann Arolsen im Abstiegskampf wieder aufatmen.

Das Bild nach fünfeinhalb Stunden Anspannung sagte alles: Ein Seufzer der Erleichterung hier, eine geballte Faust da als Gerd Brückmann den Siegpunkt einfuhr. „Das ist richtig Balsam auf unsere gebeutelte Schachseele“ freute sich Mannschaftsführer Hermann Henze.

Die Vorzeichen hätten schlechter nicht sein können. Drei Niederlagen in Folge agierten die Residenzstädter mehr als glücklos. Das Abstiegsgespenst zog seine Kreise. Und dann kam mit dem Kasseler Schachklub ausgerechnet eine Mannschaft, gegen die man in den Vorjahren mehr schlecht als recht ausgesehen hatte.

So gingen die Gäste fast schon erwartungsgemäß in Führung, nachdem Martin Malinowski sein Zentrum nicht zusammenhalten konnte und plötzlich mit zwei Minusbauern dastand. Thomas Bölke war zwar in der Folge bemüht den Ausgleich herzustellen, verlief sich aber in hochgradiger Zeitnot und musste zähneknirschend ins Remis einwilligen. Sollte das Arolser Pech auch heute wieder allen Bemühungen einen Strich durch die Rechnung machen?

Mitnnichten, sagte sich Nachwuchshoffnung Constantin Vogel. Mit feinen Manövern nutzte er gegnerische Ungenauigkeiten aus, eroberte erst eine Qualität und leitete gekonnt in ein gewonnenes Endspiel über – 1,5:1,5. Und ss sollte noch besser kommen: Hermann Henze bereitete seinem Gegner dermaßen Kopfzerbrechen dass dieser in tiefes Nachdenken verfiel. Böhm grübelte und grübelte – bis Henze wie aus heiterem Himmel auf die Uhr deutete und „Zeit“ reklamierte. Arolsen ging erstmals in Führung.

Bange Minuten später hatte auch Paul Schäfer alle Angriffsbemühungen abgewehrt und fuhr sicher in den Remishafen ein, derweil Jürgen Wolf seinen Gegner im Leichtfigurenendspiel knetete. Als auch hier die Friedenspfeifen rauchten, bahnte sich am Nachbarbrett bereits die Entscheidung an. In bester Karpovscher Manier hatte Gerd Brückmann seinen Gegner fachgerecht in die Enge getrieben, um schließlich mit Mehrbauer in ein gewonnenes Endspiel abzuwickeln – Sieg! Den Arolser Freudentaumel vermochte da auch die Niederlage von Emil Ackermann nicht mehr mehr zu trüben. In dieser Form müssen sich die Residenzstädter auch vor dem anstehenden Kellerduell gegen Fulda 2 nicht fürchten.

SV Anderssen Arolsen 1 – Kasseler SK 1876 2 4,5:3,5

Schäfer, Paul – Eckard, Markus ½:½
Boelke, Thomas – Lüchtemeier, Peter ½:½
Henze, Hermann-Josef – Böhm, Siegfried 1:0
Vogel, Constantin – Krutsch, Wladimir 1:0
Wolf, Jürgen – Heitsch, Bernhard ½:½
Brückmann, Gerd – Shoup, Karl 1:0
Ackermann, Emil – Wüstehube, Harry 0:1
Malinowski, Martin – Forgach, Andreas 0:1

Veröffentlicht unter Aktuelles | Kommentare deaktiviert für SVA 1 zittert sich zum Sieg

Arolsen 2 ohne Fortune

BAD AROLSEN. Unverhofft kommt oft: Gegen den Mündener SC muss Arolsen 2 eine klare 2:4 Niederlage hinnehmen.

Waren die Residenzstädter vor Spielbeginn noch klare Favoriten, so kamen nach der Niederlage von Rudolf Beisinghoff erste Zweifel auf. Dieser hatte zwar mutig eine Figur geopfert, doch als sein Angriff nicht durchschlug blieb nur die Aufgabe. Auch in der Partie von Peter Junghans schien alles ruhig, bis mit einem Mal zwei Bauern und damit die Partie verloren gingen.

Für einen Lichtblick sorgte Friedrich Wagener. Mit einem fulminanten Damenscheinopfer eroberte er nicht nur einen Bauern, sondern setzte seinen verblüfften Gegner anschließend so sehr unter Druck, dass dieser die Uhr abstellte. Die Hoffnung währte nur kurz, da Marcel Ruhl seine Partie zwar lange offenhielt, aber sein Endspiel mit Minusbauer nicht halten konnte. Als zu gierig erwies sich Mannschaftsführer Harald Block, der auch noch einen zweiten Bauern gewinnen wollte, aber eine Lücke in seiner Kombination übersah. Und so war es an seinem Gegner Material zu erobern und die Partie für sich zu entscheiden.

Für einen versöhnlichen Abschluss sorgte Moritz Ruhl. Mit druckvollem Spiel hatte er seinen Gegner am Damenflügel überrollt und in Folge dessen eine Qualität erobert. Der schön herausgespielte Sieg konnte die Niederlage zwar nicht mehr abwenden, könnte am Ende aber ein wichtiger Brettpunkt sein.

SV Anderssen 2 – Mündener SC 1 2:4
Beisinghoff – Niemeyer 0:1
Junghans – Söder 0:1
Wagener – Jin Benjamin 1:0
Ruhl Marcel – Thiel 0:1
Block – Block 0:1
Ruhl Moritz – Jin Brian 1:0

Veröffentlicht unter Aktuelles | Kommentare deaktiviert für Arolsen 2 ohne Fortune