Weihnachtblitz in Bad Arolsen

Wie schon in alter Tradition wurde am letzten Spieltag des Jahres das Bad Arolser Weihnachtsblitzturnier ausgetragen. 15 Schachspieler aus nah und fern hatten sich in stilvoller Umgebung des Ortbeiratsraums Helsen zusammengefunden; der weiteste Teilnehmer kam aus einem Ort in der Nähe Moskaus und kannte das Turnier schon aus dem Vorjahr.

Doch schon früh musste das Feld erkennen, dass Christoph Kearns aus Korbach nach dem Titelgewinn des Waldeck/Sauerland Blitzmeisters auch an diesem Abend vorn mitspielen wollte. Nachdem er einige Gegner der Gastgeber besiegt hatte, kam er gegen Markus Schlachowitsch vom Schachverein Wehlheiden Kassel. Doch in gewohnt sicherer Manier ließ Kearns nichts anbrennen und siegte. Dannach kamen zwei Arolser ans Brett, die ihrerseits in der vereinsinternen Blitzwertung ganz vorne standen: Hermann Henze und Prof. Dr. Jürgen Wolf.

Kearns wusste, dass beide für eine Überraschung gut waren, spielte auf Sicherheit und schließlich endeten beide Partien remis. Sollte doch noch etwas für die Konkurrenten drin sein? Was machte der starke Russe Kordylov? Nachdem ihm im ersten Spiel Malinowski ein remis abgetrotz hatte, leisteter sich in Zeitnot einige Unsauberkeiten und verlor gegen die direkten Konkurrenten Kearns, Schubert, Weber und Schlachowitsch.

Weber wiederum hatte ebenfalls einige Punkte abgegeben, so dass letzendlich der Sieg von Ch. Kearns nicht gefährdet war. Mit 13 von 14 Punkten siegte er souverän. Schlachowitsch gab sich mit 11,5 Punkte und dem zweiten Platz zufrieden. Dritter und damit bester Arolser wurde Prof Dr. Wolf, der damit zwar sein Konto in der Vereinswertung um 3 Punkte verbessern konnte, aber dennoch Hermann Henze, der vierter wurde, zur Bad Arolser Blitzmeisterschaft gratulieren musste.

Weitere Platzierungen:
5. Weber (Bestwig)
6. Schubert (Bestwig)
7/8. Kordylov/Brückmann
9. Schegelsberg (Caissa Kassel)
10/11 Wagerer/ Malinowski (BA)
12. Block (BA)
13/14. Beisinghoff/v. Steenput (BA)
15. Ehlers (Korbach)

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SVA 1: Unverhoffter Erfolg gegen BSA

LK NORD Runde 3

BAD AROLSEN. David schlägt Goliath: Nach dem überraschend deutlichen 5,5:2,5 gegen Bad Sooden-Allendorf kann Arolsen vorerst aufatmen.

Mit dem Rücken zur Wand – so fühlten sich die Arolser nach der Niederlage in Kassel. Und mit dem Aufstiegsfavoriten aus Bad Sooden-Allendorf drohte die nächste Pleite. Zwei Nullen in Folge und man würde mitten im Abstiegskampf stecken. Mal wieder.

Doch die erste positive Überraschung liess nicht lange auf sich warten: Die Gäste reisten ersatzgeschwächt an. „Vielleicht geht ja doch was“, murmelte Mannschaftsführer Hermann Henze leise vor sich hin. Er war es auch, der nach anderthalb Stunden ein erstes Zeichen setzte. Mit den schwarzen Steinen segelte er ziemlich bequem in den Remishafen.

Ganz anders Gerd Brückmann. Der drückte mit Weiß nach allen Regeln der Kunst. „Typische Brückmann-Partie“ meinte seinen Mannschaftskollegen. Das gewinnt der schon – wie immer halt. Von wegen. Mit fahrlässigen Zügen liess er seinen Gegner ohne Not ins Spiel kommen. Plötzlich waren die schwarzen Figuren überall. Ein Bauer ging verloren, das entstehende Enspiel nicht zu halten – 1,5:0,5 für die Gäste. „Wie in Kassel“ stöhnten die Residenzstädter. Auch dort stand man erst vielversprechend, nur um dann reihum einzubrechen.

Die Wende läutete ausgerechnet Nachwuchsspieler Constantin Vogel ein. Der kämpfte mit Minusbauern eisern gegen den drohenden Verlust – und hatte Erfolg. Als sein Gegner wie aus heiterem Himmel eine Figur einstellte, sagte Vogel „Danke“ und fuhr die Partie sicher nach Hause – Ausgleich! Auch nach der nächsten Entscheidung blieb alles offen: Thomas Bölke vergab in Zeitnot seinen Vorteil und musste sich widerwillig mit Remis begnügen.

Erst Jürgen Wolf brachte die Arolser wieder auf die Siegerstraße, nachdem er Egon Bohmert in einem zähen Endspiel niedergerungen hatte. Leider drohte an Brett sieben der unmittelbare Ausgleich zu fallen. Martin Malinowski wehrte sich verzweifelt gegen den ehemaligen Arolser Ondrej Springer. Dieser war mit Dame und Turm tief ins Lager von Malinowski eingedrungen und wollte nur eines: Mattsetzen. Wie lange würde das noch gutgehen? Als Springer einen weiteren Bauern drohend nach vorne schob, ging der Arolser zum Gegenangriff über. Und der hatte es in sich. Springer blieb nichts anderes übrig, als seinen Turm zu opfern. Malinowski griff zu. Bange Minuten später war klar: Die Partie geht an Arolsen – 4:2!

Den halben Punkt zum Mannschaftssieg machte Emil Ackermann klar. Nachdem sich in einer vollkommen chaotischen Partie der Pulverdampf verzogen hatte, rauchten nach fünf Stunden die Friedenspfeiffen. Für den krönenden Abschluss sorgte am Spitzenbrett Paul Schäfer, der mit strategischem Weiblink in ein gewonnenes Endspiel abwickelte. Sein Freibauer lief und lief – mitten hinein ins Arolser Glück.

SV Anderssen Arolsen 1 – SK Bad Sooden-Allendorf 1 5,5:2,5

Schäfer, Paul – Schmidt, Alexander 1:0
Boelke, Thomas – Schmidt, Waldemar ½:½
Henze, Hermann – Fiedler, Ralf ½:½
Vogel, Const. – Schmidt, Konstantin 1:0
Wolf, Jürgen – Bomert, Egon 1:0
Brückmann, Gerd – Fischer, Andreas 0:1
Malinowski, M. – Springer, Ondrej 1:0
Ackermann, Emil – Jung, Michael ½:½

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SVA 1: Kalte Dusche gegen Caissa Kassel

LK Nord – 2. Runde

KASSEL/ BAD AROLSEN. Das war wohl nix: 2,5:5,5 hat der SV Anderssen Bad Arolsen gegen Caissa Kassel verloren. Wieder einmal.

Nach dem starken Saisonauftakt gegen Bad Hersfeld, wollte man auch gegen den Angstgegner aus Kassel Punkte mit nach Hause nehmen. Was keiner ahnte: Es sollte bei den guten Vorsätzen bleiben.

Leider lief aus Arolser Sicht schief, was beim Schach eben schief laufen kann. Das fing schon bei der Aufstellung an. Es war 14:09 Uhr als an den Brettern die Figuren in Bewegung gesetzt wurden. An allen Brettern – bis auf einem. Der Platz am Arolser Spitzenbrett war verwaist. Wo war Paul Schäfer? Ratlose Gesichter. Minuten vergingen – Fehlanzeige. Um 15:00 Uhr schließlich Gewissheit: Schäfer blieb verschollen, die Partie war verloren. Die erste Runde ging an Kassel – kampflos.

Die gleiche Ratlosigkeit machte sich fortan auf den Arolsern Brettern breit. Friedrich Wagener griff zwar wie gewohnt unbeirrt an, doch seine Stellung war löchrig wie ein Schweizer Käse. Powalla liess sich nicht zweimal bitten und kassierte Bauern und Qualität. Nichts mehr zu machen – 2:0 für Kassel. „Nichts“ – so fasste auch Emil Ackermann seine Partie zusammen. In einem Spiel auf ein Tor sah der sonst so solide aufspielende Arolser kein Land – 3:0. Für Ergebniskosmetik sorgte Constantin Vogel. Der hatte den spielstarken Haase erstaunlich gut im Griff. Erst dank eines Generalabtauschs rettete sich der Kasseler ins Remis. Kurz darauf lief auch Martin Malinowski in den Remishafen ein. Beide Seiten hatten die Stellung dermaßen verrammelt, dass es kein Vorwärtskommen mehr gab.

Kassel lag immer noch mit 4:1 in Front, aber die verbliebenen Partien machten Hoffnung. Glaubten zumindest die Arolser. Denn Wolf und Brückmann standen klar besser, auch bei Bölke war noch alles offen. Manch einer träumte bereits vom erneuten 4:4 in Unterzahl. Hätte, könnte, sollte. Denn nicht ohne Grund ist Caissa Kassel der (!) Arolser Angsgegner. Und so schlug der böse Zauber auch in diesem Jahr zu. Sein Opfer: Jürgen Wolf. Der Routinier hatte Schnegelsberg nach allen Regeln der Taktikkunst überspielt, gar eine Figur erobert. Doch was dann passierte glich einem Alptraum. Wolf spielte zögerlich, fast ängstlich. Schnegelsberg – lange Zeit in der Defensive – griff plötzlich an. Wolf zögerte erneut – und übersah prompt einen taktischen Schlag. Die Partie war gekippt, der Wettkampf verloren.

Das Entsetzen noch in den Knochen, griff auch Thomas Bölke fehl. In hochgradiger Zeitnot hatte er den gegnerischen König in die Enge getrieben. Doch statt Mattzusetzen opferte er beide Türme, um Dauerschach zu geben – remis. Für den einzigen vollen Punkt sorgte Gerd Brückmann. Unbeeindruckt schnürte er seinen Gegner ein, eroberte Bauern plus Qualität. Das reichte dem Arolser, um lässig in ein gewonnenes Endspiel abzuwickeln. Ein bittersüßer Sieg zum Abschluss eines denkwürdigen Spieltags. Es kann nur besser werden.

SV CAISSA Kassel 1 – SV Anderssen Arolsen 1 5,5:2,5
Hollmann – Schäfer +:-
Winterfeld – Boelke ½:½
Haase – Vogel ½:½
Schnegelsberg – Wolf 1:0
Austein – Brückmann 0:1
Powalla – Ackermann 1:0
Wendland – Malinowski ½:½
Powalla – Wagener 1:0

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SVA 2: Ein Sieg zum Auftakt

Bezirksliga West 2013/2014 – Runde 1

BAD AROLSEN/ DIEMELSTADT. Unverhofft kommt oft: Im Derby gegen Diemelstadt siegte die Arolser Zweite dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung mit 4:2.

Als klarer Außenseiter nach Diemelstadt gereist, spielten die Residenzstädter zu Beginn wie entfesselt auf. Zuerst war es Friedrich Wagener der mit dem Glück des Tüchtigen seinen Gegner beschwindelte. Statt den König in Sicherheit zu bringen, lief Bonte in die falsche Richtung und wurde eiskalt ausgekontert. Auch Junghans stellte seinem Gegner eine tückische Falle – in die Horn prompt hineinlief. Denn während der Diemelstädter einen Bauern verspeiste, setzte Junghans kurzerhand Matt – 2:0 für Arolsen. Altmeister Kirschning spielte seine ganze Routine aus und behielt in einer lange Zeit ausgeglichenen Partie am Ende den besseren Überblick – 3:0 für Arolsen.

Den entscheidenden Punkt zum Sieg holte Mannschaftsführer Harald Block. Der bot in besserer Stellung seinem Gegner prompt ein mannschaftsdienliches Remis an. Reich überlegte kurz – und nahm an. Einen weiteren halben Punkt konnte Moritz Ruhl beisteuern. Beide Seiten spielten ohne Fehl und Tadel – und keiner wollte ein unnötiges Risiko eingehen. So war ein Unentschieden die logische Folge. Derweil kämpfte sein Buder Marcel mit großem Kampfgeist gegen seinen erfahrenen Gegner. Am Ende reichte es nicht ganz und Diemelstadt kam zum ersten und einzigen vollen Punkt.

SC Diemelstadt – SV Anderssen Bad Arolsen II 2:4

Bonte – Wagener 0:1
Reich P. – Block 0,5:0,5
Horn – Junghans 0:1
Schäfers – Ruhl Mo. 0,5:0,5
Reich R. – Ruhl Ma. 1:0
Jaekel – Kirschning 0:1

 

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SVA 1: In Unterzahl zum Unentschieden

LK Nord – Runde 1

BAD AROLSEN. Das fängt ja gut an: Spielstark und kombinationsicher holt der SV Anderssen Bad Arolsen gegen Bad Hersfeld mit 4:4 den ersten Punkt.

Dabei standen die Zeichen vor Wettkampfbeginn auf Sturm. Die Niederlage aus dem Vorjahr noch im Kopf, fielen mit Paul Schäfer und Martin Malinowski auch noch zwei Stammspieler aus. Die Folge: Brett eins blieb unbesetzt – Bad Herfeld ging kampflos mit 1:0 in Führung. „Na, das kann ja heiter werden“ schwante den Arolsern nichts Gutes.

Nach zwei Stunden schien sich die Vorahnung zu bewahrheiten. Die Arolser standen an vielen Brettern zwar kompakt, aber von einer Wende keine Spur. So lief Jürgen Wolf nach banger Eröffnungsphase erst im Endspiel zu gewohnter Form auf und sicherte den ersten halben Punkt. An Brett zwei drückte Thomas Bölke zwar von Anfang an auf die schwarze Stellung, aber Frank hielt mit allen Miiteln dagegen. Am Ende hieß es auch hier: Remis.

Für die Wende sorgte einmal mehr Constantin Vogel. Gekonnt drängte er seinen Gegner Zug um Zug zurück, eroberte schließlich einen Bauern und noch mehr Raum. Ohne jedes Gegenspiel gab Marth entnervt auf. 2:2 – Arolsen war wieder im Spiel. Doch die Achterbahnfahrt ging weiter. Emil Ackermann hatte am Damenflügel alles auf eine Karte gesetzt und dabei glatt seinen König vergessen. Der sah sich plötzlich einem unwiderstehlichen Mattangriff ausgesetzt – kein Entkommen möglich. Kaum hatte Ackermann seine Partie aufgegeben, da setzte Ersatzspieler Rudolph Beisinghof seinerseits zum großen Sturm an. Sein Freibauer auf f7 erwies sich als Pfahl im Fleische und konnte sich dank eines Springerschachs gewinnbringend zur Dame umwandeln. 3:3 – alles war wieder offen.

Es knisterte vor Spannung. Denn: Die beiden noch verbliebenen Partien waren alles andere als entschieden. Mannschaftsführer Hermann Henze hing lange am seidenen Faden. Ein Fehltritt und sein König wäre im Mattstrudel untergegangen. Doch Henze erwies sich als umsichtiger Kapitän und hielt in beiderseitiger Zeitnot das rettende Remis fest. So war es an Gerd Brückmann seinen Gegner in gewohnter Manier zu kneten. An allen Fronten völlig ohne Gegenspiel setzte Willich auf seine einzige Chance: Alles dicht machen. Und tatsächlich: Brückmann fand trotz aller Bemühungen einfach kein Durchkommen und willigte nach vier Stunden schließlich ins Remis ein. Kann Arolsen mit dem 4:4 zufrieden sein? Ja und nein. Einerseits: In Unterzahl nimmt man gegen die spielstarken Hersfelder gerne einen Punkt mit. Andererseits: In voller Besetzung wäre wahrscheinlich noch mehr drin gewesen.

SV Anderssen Arolsen 1 – SK Turm Bad Hersfeld 1 4:4

Schäfer, Paul – Keßler, Paul -:+
Boelke, Thomas – Frank, Wolfgang ½:½
Henze, Hermann-Josef – Schmidt, Markus ½:½
Vogel, Constantin – Marth, Jürgen 1:0
Wolf, Jürgen – Heisterhagen, Tilman ½:½
Brückmann, Gerd – Willich, Manfred ½:½
Ackermann, Emil – Schneider, Marcel 0:1
Beisinghoff, Rudolf – Schneider, Sabrina 1:0

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Brückmann Vereinsmeister 2013

Mit 7,5 Punkten aus 9 Partien sicherte er sich knapp den Titel vor Jugendspieler Constatntin Vogel der sich im Endspurt den starken zweiten Platz mit 7 Punkten erspielte.

Für den Titelverteidiger Hermann Henze blieb mit 5,5 Punkten schon ziemlich deutlich abgeschlagen nur Platz 3 und landete als kleinen Trost zumindest mit auf dem Treppchen.

In der 1. Runde gelangen ausschließlich Favoritensiege und eine Überraschung durch den diese Saison ebenfalls stark aufspielenden Harald Block, der ziemlich klar Ackermann zerlegte, der immerhin Stammspieler der ersten Mannschaft ist.

Die Auslosung wolle es, dass gleich in Runde 2 die absoluten Favoriten Henze und Brückmann aufeinander trafen. Aus den letzten Spielen war klar, wer verliert gerät schon deutlich in Nachteil. Nach vorsichtigem Abtasten war eigentlich eine Remisstellung fällig, aber Henze wollte mit den weißen Steinen mehr, spielte vehement auf Angriff, überzog dann seine Stellung und verlor. Brückmann, wie auch Vogel, der klar gegen Wagener siegte und Beisinghoff, der Ackermann überspielte, führten somit mit 2 Punkten die Tabelle an.

Und Brückmann baute seinen Vorsprung mit klarem Sieg in Runde 3 gegen Junghans aus und Henze verlor weiter gegen Vogel an Boden. Trotz starker schwarzer Stellung kam nicht mehr als ein remis heraus. Henze war somit erstmal raus aus dem Titelrennen, Vogel blieb mit dem remis mit 2,5 Punkten wie Beisinghoff, der gegen Höppner nur remis erreichte aber dran.

In Runde 4 sicherte sich endlich Wagener gegen Ackermann seinen ersten Punkt nach 3 Niederlagen in Folge durch einen souveränen Sieg mit den weißen Steinen und auch Henze endlich wieder mit einem Sieg blieb zumindest optisch an dem führenden Trio dran.

Brückmann nicht schlagbar, das musste dann Beisinghoff im direkten Duell um Platz 1 in Runde 5 klar erkennen. Mit Schwarz konnte er zwar gegenhalten aber letztlich nutzte Brückmann seinen kleinen Vorteil routiniert zu einem letztlich klaren Sieg und führte ungeschlagen mit 5 Punkten nur noch jetzt gefolgt von Vogel, der mit Sieg gegen Höppner mit 4,5 Punkten in Lauerstellung war. Henze siegte gegen Ackermann, der diese Saison irgendwie nicht so richtig zu Potte kam und Wagener musste dem starken van Steenpunkt den vollen Punkt überblassen.

Endlich, dachten sich alle Teilnehmer, muss doch Brückmann mal was abgeben, als in Runde 6 das Topduell erster (Brückmann) gegen den zweiten (Vogel) anstand. Pustekuchen, dachte sich hier wohl Brückmann. Mit eigentlich einfachem Sieg mit seinen weißen Steinen holte er auch den 6 vollen Punkt in Serie. Da Wagener gegen Beisinghoff in einer Wahnsinnspartie über sich herauswuchs und klar gewann, war der Vereinsmeister eigentlich schon gekürt, führte Brückmann nun doch schon fast uneinholbar mit 1,5 Punkten vor Beisinghoff , Vogel und Henze, die punktgleich mit jeweils 4,5 Punkten folgten.

Wer soll den schlagen, dachte sich Block in Runde 7, als er mit Weiß gegen Brückmann ran musste. Und hier waren die Chancen noch nicht einmal so schlecht, musste Brückmann sich doch gewaltig strecken, um den 7 Sieg im siebten Spiel mit all seiner Routine sicherzustellen.
Das war auch gleich der neue Vereinsrekord, holte doch bis dato kein Arolser Spieler die volle Ausbeute nach 7 Runden in einer Vereinsmeisterschaft.
Brückmann`s Rekord krönte dann noch Vogel, der Beisinghoff in gleicher Runde mit einem Sieg aus dessen letzten Titelträumen riss und das Verfolgerfeld noch weitere reduzierte.

Zu einfach, dachte sich dann Brückmann in Runde 8 mit Weiß gegen Ackermann kann das doch alles nicht gehen? Ackermann wiederum, der eigentlich überhaupt nicht in das Turnier gefunden hat, brachte dann aber gegen seinen Lieblingsgegner eine Traumstellung auf das Brett. Eigentlich alles in trockenen Tüchern und vielleicht remis spielen reicht doch völlig aus, war Brückmann`s Devise. Aber nicht mit Ackermann! Der holte gnadenlos zum Gegenschlag aus, konterte mit seinen Leichtfiguren und fügte Brückmann die erste Niederlage im Turnier zu.

Geht da wohl noch was, dachte sich vor allem Vogel, der mit klarem Sieg gegen Block nun vor der letzten Runde nur noch mit einem halben Punkt zurücklag und mit 6,5 Punkten hinter Brückmann mit 7 folgte. Auch Henze konnte bis auf einen halben Punkt herankommen, hatte er doch noch eine Nachholpartie von Wagener in der Hinterhand und mit Beisinghoff einen zwar starken aber machbaren Gegner vor der Brust. Mit 2 Siegen wäre er mit Vogel punktgleich und die letzte Runde wäre so richtig spannend geworden.

Tja, wäre wäre schön gewesen. Henze übte mit Schwarz zwar ständig Druck gegen Beisinghoff aus, kam aber irgendwie nicht durch und holte die Brechstange wie schon gegen Brückmann raus und auch das ging schief. Nun konterte Beisinghoff und stellte klar den Sieg sicher und beendete Henze`s wagen Träume vom Titel.

Dem nicht genug verlor er auch gleich noch die Nachholpartie gegen Wagner und erreichte somit das bisher schlechteste Ergebnis in einer Vereinsmeisterschaft mit 2 Niederlagen in Folge!

Brückmann, etwas verunsichert nach seiner Niederlage gegen Ackermann musste nun in der letzten Runde gegen van Steenput unbedingt gewinnen, um aus eigener Kraft seinen Titel zu verteidigen und stand somit unter Druck. Vogel derweil gegen Ackermann spielend musste auf jeden Fall gewinnen und hoffen, dass Brückmann noch Federn lässt. Und es sah eigentlich nicht schlecht. Er stand gut und drängte Ackermann in die Defensive, Brückmann schlug sich derweil gegen den tapfer kämpfenden van Steenput herum.

In dieser Zeit hatten Block gegen Beisinghoff, Wagener gegen Höppner und Henze gegen Junghans Ihre Partien bereits gewonnen, welche aber für den Titel unbedeutend waren. Sie wollten sich gerade auf ein starkes Finish freuen, als alles doch schnell vorbei war. Ackermann konnte durch Zugwiederholung gegen Vogel ein remis sicherstellen, was Brückmann gleich dazu brachte kein weiteres Risiko einzugehen. In etwas besserer Stellung bot er remis an, was van Steenput sofort annahm und stellte damit den Sieg und die Vereinsmeisterschaft 2013 mit einem halben Punkt Vorsprung letztlich doch souverän sicher.

Endstand nach 9 Runden:

Brückmann 7,5 Pkt.
Vogel 7 Pkt..
Henze 5,5 Pkt.
Wagener 5 Pkt.
Block 5 Pkt.
Beisinghoff 4,5 Pkt.
Ackermann 4,5 Pkt. Vor weiteren Teilnehmern

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Hermann Henze sichert sich den Erdbeerblitzpokal

BAD AROLSEN. Nichts für schwache Nerven war das diesjährige Blitzturnier, da waren sich am Ende alle Beteiligten einig.

Neben dem begehrten Pokal gab es natürlich auch wieder einmal die begehrten Erdbeeren vom Gartencenter Meckelburg zu gewinnen. Begrüßen konnte Turnierleiter Malinowski neben den Arolser Blitzcracks auch 3 Korbacher Gästespieler und zwar Chrsitopher Kearns, Karl-Heinz Lages und den starken Jugendspieler Jannik Ehlers. Diese spielten aber nur außer Konkurrenz und nicht um den Vereinspokal der Arolser. Die jeweils erzielten Ergebnisse gegen die Gästespieler flossen aber in die Gesamtwertung auch für die Arolser mit ein. Und es braucht eigentlich nicht erwähnt zu werden, dass hier auch der künftige Korbacher Hessenligaspieler Kearns alle Partien gewann und sich somit zumindest den Geldpreis mit Erdbeeren für Platz 1 sichern konnte. Momentan ist an seiner Überform nicht zu rütteln.

Den Arolsern war es egal, ging es hier doch um deutlich mehr als Geldpreise! Der Pokal musste her und diesen wollte auch Lokalmatador Jürgen Wolf aus dem Vorjahr unbedingt verteidigen und Henze nach dem Gewinn 2011 ebenfalls wieder zurückholen. Und die Favoriten legten auch gleich los. Henze hielt sich an Block und Ehlers schadlos, Wolf gewann gegen Wagener und Junghans und Brückmann und Vogel gewannen ebenfalls die ersten beiden Partien..

Im ersten Duell Korbach gegen Arolsen trafen dann Kearns und Wolf aufeinander, wo Kearns ziemlich schnell gewann und Wolf somit den ersten vollen Verlustpunkt bescherte. Nachdem dieser dann auch noch gegen den unberechenbaren Brückmann in Gewinnstellung nicht über ein remis hinauskam, hatte er bereits 1,5 Minuspunkte auf dem Konto und musste nun im direkten Duell gegen den noch verlustpunktfreien Henze quasi schon um alles spielen. Mit Weiß versuchte er krampfhaft, dessen schwarze Königsstellung durch Bauernopfer aufzureißen, vernachlässigte hierbei aber seine eigene Königsstellung. Henze konterte geschickt, opferte ebenfalls einen Bauern und konnte Wolf mit schöner Zugfolge Mattsetzen.

War dies eine Vorentscheidung auf den Titel für Henze? Wolf war mit 2,5 Minuspunkten quasi draußen, Vogel, Brückmann und Malinowski hatten ebenfalls schon Miese auf dem Konto, wie auch die weiteren Arolser Junghans, Block und Wagener. Die Korbacher interessierten ja wie bekannt nicht. Somit war doch alles für Henze vorbereitet. Weit gefehlt! Gegen den Korbacher Lages mit Weiß sah es anschließend deutlich nach remis aus. Lages bot dies auch an, Henze lehnte aber ab, wollte die Vorentscheidung weiter ausbauen. Nach bravourösem Spiel erreichte er das Endspiel mit glatter Mehrdame gegen Lages König und nur noch dessen einen Bauern und stand klar auf Gewinn. Leider hatte er aber keine Zeit mehr, um mattzusetzen. In letzter Sekunde opferte er seine Dame gegen den letzten Bauern von Lages und erzwang somit ein remis, da Lages trotz Zeitvorteil nicht mehr gewinnen konnte mit nacktem König.

Siehe da, der erste halbe unnötige Verlustpunkt von Henze, dem anschließend gleich noch ein weiterer gegen Kearns folgte. Noch etwas aufgewühlt von der vorherigen Partie hatte er gegen den Korbacher keine Chance und verlor glatt. Mit 1,5 Minuspunkten hatte er 3 Runden vor Schluss immer noch ein kleines Polster, musste hier aber noch gegen die Vereinskollegen Vogel, Malinowski und Brückmann ran, während Wolf das leichtere Restprogramm hatte und somit sich auch noch feste Hoffnung auf den Sieg machte. Gegen Vogel konnte Henze glatt gewinnen und trat in der Vorschlussrunde gegen Malinowski an, der nicht zu unterschätzen war und Henze bereits in einigen Vorturnieren das Fürchten lehrte.

Aber doch nicht diesmal, oder? Henze spielte mit Weiß stark auf, gewann klaren Stellungsvorteil mit deutlichem Mehrmaterial und war in Begriff, Malinowskis nur noch alleinigen König mit 2 Türmen mattzusetzen. Dieser entkam aber immer wieder in den gegnerischen Bauern von Henze, der aufpassen musste, Malinowski nicht patt zu setzen, was unweigerlich remis bedeutet hätte. Im letzten Zug vor dem Matt kam aber doch noch der Hammer für Henze. Malinowski reklamierte dessen Zeit und somit remis, Henze war am Boden. Wieder ein halber absolut unnötiger Verlustpunkt brachte das Feld der Verfolger wieder heran.

Henze mit jetzt 2 Minuspunkten führte knapp vor Wolf mit 2,5. Alles war wieder offen. Wolf gegen Lages und Henze gegen Brückmann hießen die letzten Paarungen, welche über den Titel des Erdbeerblitzmeister entschieden sollten. Die Nerven beider waren angespannt. Henze musste mindestens ein remis erreichen um zumindest einen Stichkampf zu erreichen, sollte Wolf gegen Lages gewinnen. Verlor Henze gar und Wolf gewann ebenfalls, hatte dieser den Titel! Brückmann konnte befreit aufspielen, ging es bei ihm nur noch um die Platzierung. Er setzte Henze, der noch von der Partie gegen Malinowski angeschlagen war stark unter Druck und spielte klar auf Sieg, den er mit einem Qualitätsgewinn Turm gegen Läufer noch unterbaute. Henze sah seine Felle davonschwimmen, zumal Wolf in diesem Moment gegen Lages gewann und somit noch mehr Druck erzeugte. Jetzt packte Henze aber die Brechstange aus. Spielte er anfangs doch zu ängstlich, ging jetzt nur noch alles oder nichts. Er opferte einen Springer gegen die weiße Königsstellung um Gegenspiel zu erreichen. Brückmann konnte hier eigentlich parieren, übersah aber die weitere Zugfolge mit anschließendem Matt und dem Sieg von Henze.

Dieser atmete auf, gewann er quasi im letzten Moment doch noch den Titel, der aufgrund der vorherigen Partien aber auch klar verdient war. Henze sicherte sich somit vor Wolf, Vogel, Brückmann, Malinowski und weiteren Teilnehmern den Titel und schaute bereits auf den kommenden Freitag, wo jetzt die Kurzpartienturniere anstehen. Auch hier kann er seinen Titel verteidigen!

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Christopher Kearns siegt beim Waldeck-Sauerland Blitzturnier 2013

Spannung war angesagt beim 4 und letzten Waldeck-Sauerland-Blitzturnier, welches diesmal in den eigenen heiligen Hallen im Bürgerhaus der Korbacher ausgetragen und somit zum Heimkampf für den Titelverteidiger und künftigen Korbacher Hessenligaspieler Christopher Kearns wurde.

Die Auslosung vom erfahrenen Turnierleiter Daniel Bremer wollte es so, dass in der letzten Runde der mit einem halben Punkt führende Korbacher Kearns und der Zweitplatzierte Arolser Hermann Henze aufeinander trafen.

Kearns musste nur ein remis erreichen um Platz eins und die nach Grand Prix- Wertung (Platz 1: 10 Pkt., Platz 2: 8 Pkt., Platz 3: 7 Pkt. usw.) so wichtigen 10 Punkte einzufahren, um noch an den Bestwiger Andre` Weber vorbeizuziehen, welcher momentan in der Gesamtwertung mit 27 Punkten noch führte, in diesem Turnier aber deutlich unter Form nicht mehr um den Sieg mitspielen konnte.

Sollte Kearns aber nur zweiter werden, käme er mit 8 Punkten ebenfalls auf 27 Gesamtpunkte und ein Stichkampf gegen Weber wäre fällig gewesen. Henze dagegen konnte befreit aufspielen da mehr als Platz 3 im Endklassement nicht mehr möglich war.

Und hier sicherte sich Kearns, der noch am letzten Samstag beim von der SPD Bad Arolsen ausgerichteten Schachturnier ziemlich unglücklich im Stichkampf um Platz 1 gegen den Briloner Andrè Becker verlor, gegen den Arolser Lokalmatadoren Hermann Henze das entscheidende remis und damit Platz 1 mit 13,5 Punkten aus 15 Runden vor Henze mit
13 Punkten und fügte seinem bereits vorhandenem Punktekonto von 19 (10 + 9) weitere
10 Punkte zum Gesamtsieg mit 29 Punkten hinzu, was die Titelverteidigung brachte.

Bemerkenswert, dass neben Kearns nur noch Henze in diesen 15 Runden mit starker Konkurrenz keine Partie verlor und eben nur einmal mehr remis spielte als Kearns.

Das der Gesamtsieg und die Titelverteidigung letztlich verdient waren, verdeutlicht auch die Tatsache, dass Kearns im 3 Turnier in Bestwig nicht antreten konnte und Weber somit gegen etwas leichtere Konkurrenz gut vorlegen konnte. Er führte aus den 3 Turnieren mit insgesamt 27 Punkten (8 + 9 + 10) und musste eigentlich nur verhindern, dass Kearns erster wurde, oder dieser mehr Punkte holte als er selbst.

Leider war es diesmal nicht der Tag des Strategen Weber, der, sobald nur im kleinsten Stellungsvorteil, diesen dermaßen gekonnt zum Sieg ausspielen konnte wie kein zweiter. Gut fing es für ihn auch an, aber zum Ende des Turniers musste er mit 3 Niederlagen gegen Kearns, den starken Arolsern Wagener und Wolf die Segel streichen.

Während Kearns Punkt um Punkt holte, konzentrierte sich Henze auf das verteidigen seines im Gesamtklassement derzeit erreichten 3 Platzes gegen den Bestwiger Schubert. Im direkten Duell kam es zum remis, aber Henze bekam Schützenhilfe durch seine Vereinskollegen.

Emil Ackermann in einer Wahnsinns Zeitnotpartie, Rudolf Beisinghoffs starker Mattangriff und Brückmanns gekonnt heraus gespielter Endspielsieg bescherten Schubert zum Ende des Turniers 3 Niederlagen quasi in Folge und somit das Ende der minimalen Chance, doch noch auf das Treppchen mit Platz 3 zu kommen.

Auch der Arolser Wolf startete gut in das Turnier, vergab dann aber in den Runden 4-7 durch 4 Niederlagen hintereinander gegen Turnierleiter Bremer, Ackermann, Schubert und Wagener alle Siegchancen. Aber wer Wolf kennt, weis, dass er nie aufgibt. Die letzten 6 Runden gewann er alle souverän und erspielte sich mit dem 8. Platz zumindest die obere Tabellenhälfte wo auch Emil Ackermann mit einem starken Platz 5 abschloss.

In die unteren Tabellenregionen rutschten dann die Arolser Wagener, Brückmann, Beisinhoff und Block, welche alle nichts mehr mit dem Turniersieg zu tun hatten.

Henze wiederum hielt sich diesmal an allen Arolsern schadlos und baute seinen Vorsprung auf Schubert somit entsprechend weiter aus. Zum Ende gab er nur noch gegen den starken Korbacher Lages und dem Bestwiger Weber ein remis ab und stellte in der letzten Runde gegen Kearns mit einem weiteren remis den zweiten Platz im Turnier mit 13 Punkten hinter Kearns mit 13,5 und vor Schubert mit 11,5 und Weber mit 11 Punkten sicher.

Im Gesamtklassement nach Grand-Prix-Wertung und 3 von 4 gewerteten Turnieren ergab sich somit folgende Abschlusstabelle:

1. Kearns 29 Punkte
2.) Weber 27
3.) Henze 22
4.) Schubert 20
5.) Wolf 14
6.)Brückmann 9
7.)Ackermann 7,5
8.)Bellers 7
9.) Wagener 5,5
9.) Lages 5,5
11.)Malinowski 4,5
12.)Krieger 3
13.)Bremer 2,5

vor weiteren 9 Teilnehmern.

Alle Beteiligten aus Korbach, Marsberg, Brilon und Bad Arolsen waren sich einig, dieses Turnier fest im Terminplan auf die nächsten Jahre hin fest zu verankern.

Am kommen Freitag wird schon wieder geblitzt in Bad Arolsen und zwar um den begehrten Erdbeerblitzpokal. Auch hier sind alle Nichtarolser Vereinsspieler sehr gern eingeladen!

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Kearns und Weber geteilte Sieger beim II. Waldeck-Sauerlandblitzschachturnier in Bad Arolsen

Nach Marsberg fand nun beim Schachverein Anderssen Arolsen das zweite Waldeck-Sauerlandblitzschachturnier statt und hatte mit dem künftigen Korbacher Hessenligaspieler Kearns und dem Bestwiger Andre` Weber gleich 2 Sieger auf dem Podest. Mit Platz 3 musste sich der starke Gastspieler Beller aus Rheda Wiedenbrück begnügen. Als bester Arolser folgte Hermann Henze auf Platz 4.

Insgesamt 21 Spieler begrüßte Turnierleiter Martin Malinowski und bescheinigte ein doch sehr starkes Teilnehmerfeld mit dem Abonnementssieger Kearns und Karl-Heinz Lages aus Korbach sowie den starken Bestwigern Weber und Schubert und allen Arolser Blitzgrößen wie Wolf, Brückmann, Henze, Vogel, Malinowski und Wagener.

Gespielt wurde aufgrund der großen Teilnehmerzahl in 3 Vorrundengruppen mit je 7 Spielern, wo sich jeweils die ersten 3 und die beiden besten 4 Plätze für das A-Finale qualifizierten.

Und in der Gruppe A machte Kearns mal gleich so richtig ernst und zog mit 6 Siegen neben Beller, Kieg und Brückmann in das Finale ein und machte sogleich klar, auch dieses zweite Turnier gewinnen zu wollen. Malinowski blieb hier nur das B-Turnier.

Die B-Gruppe dominierte der Arolser Hermann Henze mit 5,5 Punkten aus 6 und zog mit dem Korbacher Lages und den Velmeder Krieger in das Finale. Der Blitzspezialist Constantin Vogel blieb hier völlig überraschend auf der Strecke und musste wie Beisinghoff und van Steenput ebenfalls in das B-Turnier.

Die C-Gruppe gewann Weber vor dem Vereinskameraden Schubert, weiterhin qualifizierten sich hier die Arolser Wolf und der stark aufspielende Wagener für das Finalturnier.

Und hier ging es dann auch gleich zur Sache! In der ersten Runde stand das ewige Arolser Vereinsduell Wolf gegen Henze an. Wolf, in den letzten Turnieren von Henze arg gebeutelt, bot remis an, was dieser in etwas besserer Stellung auch annahm.

Der mit starker Wertungszahl angetretene Gastspieler Beller aus Rheda-Wiedenbrück musste auch in Arolsen feststellen, dass hier Schach gespielt werden kann, begann er doch mit 2 Niederlagen gegen Schubert und dem Arolser Wagener, der in dieser Partie über sich hinauswuchs. Kearns ließ sich hiervon aber gar nicht beeindrucken und holte Punkt um Punkt, musste dann aber gegen Beller ziemlich unglücklich seine erste Niederlage quittieren, was Weber konsequent nutze und sich verlustpunktfrei nach starkem Sieg gegen Beller an die Spitze setzte.

Aber nicht mit Kearns, der anschließend im direkten Duell mit einem Glanzsieg gegen Weber die Tabellenführung zurückholte mit einem halben Punkt Vorsprung, da Weber bereits ein remis gegen den starken Wolf einbüßte.

Tja und die Arolser strauchelten mal wieder in gewohnter Form und nahmen sich die Punkte gegenseitig weg. Brückmann wurde hier von Henze und Wolf arg gebeutelt, konnte sich aber mit Siegen gegen Kieg und Lages noch einigermaßen über Wasser halten. Wagener fiel nach dem tollen Sieg gegen Beller gänzlich ab und konnte nur noch 2 weitere unentschieden einfahren.

Einzig Wolf und Henze hielten hier noch Ausschau nach vorne, wurden dann aber von Ihrem Trauma Schubert aus Bestwig eingeholt. Der für die aus Sicht der Arolser Top-Angstgegner hielt mal wieder Wort und gewann beide Partien sehr glücklich. Gegen Wolf war er fast matt und entkam dem nur durch Zeitüberschreitung um einen Zug. Henze überspielte Schubert buchstäblich um im Gefühl des klaren Sieges einzügig fehl zu greifen. Somit war der Zug nach vorne für die beiden Arolser wieder mal abgefahren.

Mittlerweile hatte sich auch Beller mit Siegen wieder nach vorn gespielt wurde dann aber je von Lages gestoppt und konnte nicht mehr um den Sieg mitspielen.

Damit das Turnier nicht in der Gesamtwertung komplett langweilig wurde und wieder mit dem Sieg von Kearns endete, verhinderte diesmal Henze gleich selber. In der Vorschlussrunde kam es zum Duell der beiden Blitzspezialisten. Henze baute mit Weiß starken Angriff gegen die schwarze Königsstellung von Kearns auf und in dieser doch besseren Stellung bot Henze remis an, da er sich nicht traute, durchzuziehen, hat Kearns doch schon des Öfteren bewiesen, dass er gerade unter großem Druck zu Höchstleistungen fähig ist und solche Partien noch klar gedreht hat.

Kearns nahm direkt an und war somit vor der letzten Runde punktgleich mit Weber auf den geteilten 1. Platz.

Die Entscheidung kam somit in der letzten Runde wo Kearns mit einem Sieg klar vorlegte und Weber, der nun gegen Henze antrat, unter Druck setzte. Henze mit schwarz erwehrte sich starkem Angriff von Webers Schwerfiguren und gerade als er dachte, in den Remishafen einzulaufen, schlug dieser in gewohnter Form zu und siegte letztlich doch verdient und schloss zu Kearns mit 8,5 Punkten aus 10 Partien auf.

Endplatzierung Gruppe A

1-2. Kearns 8,5 Punkte aus 10
1-2. Weber 8,5
3.. Beller 7
4.. Henze 6
5-6. Wolf 5,5
5-6. Schubert 5,5
7. Krieger 5
8. Brückmann 3
9. Lages 2,5
10.. Wagener 2
11. Kieg 1,5

In der B-Gruppe setzte aber das Arolser Jugendtalent Constantin Vogel ein Zeichen und gewann mit nur einer Verlustpartie gegen den Zweitplatzieren Malinowski mit 8 Punkten aus 9 Partien sehr beeindruckend.

Malinowski folgte auf Platz 2 mit 6,5 Punkten vor dem Bestwiger Bickmann mit 6 Punkten. Auf den weiteren Plätzen folgten Beisinghoff und Block vor weiteren 5 Teilnehmern.

Somit schauen alle gebannt auf das 3. Turnier, welches am 07.06.2013 in Bestwig-Velmede stattfinden wird.

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Henze holt den Runtemund-Gedächnis Pokal im Endspurt

Beim diesjährigen Runtemund Gedächtnis-Pokal war das Marshall-Gambit der Skandinavischen Eröffnung Thema. Diese Eröffnung schien dem Routinier Hermann Henze nicht zu liegen, begann er doch in der ersten Runde mit zwei Niederlagen gegen Malinowski und Wagener. Gegen Ackermann sah es besser aus und er konnte en ersten Punkt verbuchen. Doch Constantin Vogel, der Spezialist dieser Eröffnung gewann seine Partie so dass es vor der letzten Runde 1:3 gegen ihn stand. Er musste gegen Harald Block um den letzten Platz spielen. Da er auch hier keine Erwiderung fand konnte er das erste Turnier komplett abhacken. Sieger wurden dagegen Malinowski, der lediglich eine Partie gegen Ackermann abgab zusammen mit Vogel, der widerum gegen Malinowski verlor.

In der zweiten Runde sah es schon etwas besser für Henze aus. Immerhin spielte er vorne mit, doch auch hier musste er sich mit dem geteilten 3/4 Platz zufrieden geben. Geteilte Sieger wurden Malinowski (der damit die Gesamtwertung anführte) und Ackermann (2. Platz). Im dritten Turnier wendete sich das Blatt zugunsten Hermann Henzes. Er spielte wie gewohnt souverän und gewann alle 5 Partien, obwohl Jürgen Wolf erstmals das Turnier mitspielte. Malinowski und Ackermann mussten sich mit den hinteren Plätzen zufrieden geben. So wurde es doch noch einmal eng an der Spitze.

Im 4ten und damit letzten Turniers war Henze entsprechend motiviert. Der Termin, zu dem einige Schachfreunde Ihre Nachholpartien aus der Vereinsmeisterschaft nachholen mussten, stand ganz im Zeichen Henzes: Er lies keinen Fehler zu, gewann Partie um Partie und führte mit 3 Punkten. Ebenfalls 3 Punkte hatte Jürgen Wolf geholt, so dass der direkte Vergleich entscheiden würde. Doch die Kiebitze sahen keinen Gewinnweg für Wolf, im Gegenteil, dieser verzockte sich und verlor am Ende chancenlos.

Die letzt Partie des Abends gegen Malinowski war letztlich ohne Bedeutung, da Henze einen Vorsprung von 1,5 Punkten in der Gesamtwertung hatte. Doch trotzdem wollte Henze es Malinowski nicht leicht machen und bezwang den zweiten der Gesamtwertung erneut. Dritter wurde Ackermann (9 Punkte) vor Wagener ( 8,5 Punkte) und Wolf (7,5 Punkte).

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