SVA 1: Schach am Advent, kein Lichtlein brennt

LK NORD – Runde 4

BAD AROLSEN/ VELLMAR. Wer hätte das gedacht: Nach dem klaren 1,5:6,5 gegen Vellmar findet sich Arolsen zur Winterpause auf dem vorletzten Tabellenplatz wieder.

Schon vor dem Wettkampf war klar, dass gegen den Tabellenführer aus Vellmar nur ein kleines Wunder würde helfen können. Ersatzgeschwächt musste die Parole daher lauten: „So lange wie möglich dagegenhalten.“

Nach zwei Stunden schien die Rechnung für die Residenzstädter zunächst aufzugehen. Emil Ackermann hatte den gegnerischen Angriffsturm gekonnt ausgebremst und holte gegen den spielstarken Volker Haus einen halben Punkt. Für weitere Zuversicht sorgte kurz darauf Mannschaftsführer Hermann Henze. In einer umkämpften Partie hielt er dem positionellen Druck von Leonid Dubinsky stand und lief ebenfalls in den Remishafen ein.

Erst nach drei Stunden kam das Arolser Hoffnungspflänzchen langsam unter die Räder. Gerd Brückmann hatte nach verpatzter Eröffnung einen glatten Turm weniger und konnte die Partie trotz verzweifelter Gegenwehr nicht halten. Nicht viel besser erging es Marco Bornemann. Zwar hielt er seine Partie lange offen, musste sich am Ende aber der Erfahrung geschlagen geben – 2,5:0,5 für Vellmar.

Für Arolsen sollte es noch schlimmer kommen. Zunächst beging Constantin Vogel in aussichtsreicher Stellung glatten Selbstmord, dann sah Kevin Hasprich in hochgradiger Zeitnot seine Figuren davon schwimmen und schließlich gelang es am Spitzenbrett sogar Thomas Bölke seine klar bessere Stellung in einem Moment völliger Schachblindheit leichtfertig wegzuwerfen. Jürgen Wolfs Remis war da leider nur noch ein Tropfen auf die geschundene Arolser Schachseele.

Einziger Trost: Die wichtigsten Wettkämpfe gegen die direkte Konkurrenz stehen noch an. Arolsen hat den Klassenerhalt also immer noch in der eigenen Hand.

SK 1950 Vellmar 1 – SV Anderssen Arolsen 1 6,5:1,5

Heinelt, Manfred – Boelke, Thomas 1:0
Dubinski, Leonid – Henze, Hermann-Josef ½:½
Weiss, Jochen – Vogel, Constantin 1:0
Knorr, Alexander – Brückmann, Gerd 1:0
Knoth, Eugen – Wolf, Jürgen ½:½
Haus, Volker – Ackermann, Emil ½:½
Fichte, Wolfgang – Bornemann, Marco 1:0
Mueller, Klaus – Hasprich, Kevin 1:0

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SVA 1 schluckt bittere Pille gegen KSK 3

LK NORD Runde 3

BAD AROLSEN. Unverhofft kommt oft. Nach einer überraschenden 2:6 Heimpleite gegen den KSK 3 stehen die Arolser mitten im Abstiegskampf.

Schon vor Wettkampfbeginn war klar: Ein Spaziergang würde es für die Residenzstädter nicht werden. Denn bereits eine Runde zuvor hatten die als Abstiegskandidat gehandelten Kasseler gegen Fulda einen Coup gelandet. Man war gewarnt – vorsichtiges Abtasten angesagt. Bloss nicht früh in Rückstand geraten.

So war es an Mannschaftsführer Hermann Henze ein erstes Zeichen zu setzen. Ohne volles Risiko zu gehen, lief er nach einer Stunde sicher in den Remishafen ein.

Auch nach zwei Stunden schien der Wettkampf völlig offen, hier und da hatten die Arolser gar Vorteil erspielt. Emil Ackermann hatte seinen Gegner bereits aus der Eröffnung heraus in die Enge getrieben und krönte die sehenswerte Partie mit einem fulminanten Mattangriff. Es sollte der einzige Lichtblick bleiben. Denn nur Minuten später vergaß Martin Malinowski in der Hitze des Gefechts seine angegriffene Dame wegzuziehen. Schildheuer sagte Danke, gewann Figur und anschließend Partie.

Nur eine kurze Atempause brachte die Partie von Thomas Bölke. In einem Spiel auf ein Tor hatte er sich zwar bequemen Vorteil erspielt, fand aber keinen Weg, entscheidend ins gegnerische Lager einzudringen – Remis.

Für weitere dunkle Wolken sorgte kurz darauf Jürgen Wolf, der ungewohnt defensiv agierte und zu keinem Zeitpunkt in sein Spiel fand. Von Zärban massiv unter Druck gesetzt blieb schließlich nur die Aufgabe. Kaum besser erging es Gerd Brückmann. Nach solider Eröffnung opferte er zwei Bauern für die Initiative, doch Stährfeldt wehrte sich geschickt und gewann im Gegenangriff Qualität und Partie.

Auch Paul Schäfer hatte früh nicht nur einen Bauern weniger, sondern stand zudem positionell bedenklich. Als sich schließlich seine Dame im gegnerischen Lager verlief, war am Kasseler Sieg nicht mehr zu rütteln. Daran hätte auch die Partie von Constantin Vogel nichts mehr ändern können. Der kämpfte zwar noch verbissen, musste sich aber nach abwechslungsreichem Kampf geschlagen geben.

SV Anderssen Arolsen 1 – Kasseler SK 1876 3 2:6

Schäfer, Paul – Höpfner, Tim 0:1
Boelke, Thomas – Stabernack, Joschi ½:½
Henze, Hermann-Josef – Gundlach, Frank ½:½
Vogel, Constantin – Sommer, Vincent 0:1
Wolf, Jürgen – Zärban, Jan-Christopher 0:1
Brückmann, Gerd – Stährfeldt, Philipp 0:1
Malinowski, Martin – Schildheuer, Kai 0:1
Ackermann, Emil – Mittmann, Volker 1:0

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Blitzschach: SVA verpasst hauchdünn Qualifikation zur Hessenmeisterschaft

Bei den diesjährigen Bezirksblitzmannschaftsmeisterschaften in Vellmar nahmen seit langem auch mal wieder die Arolser Blitzcracks teil. Mit Hermann Henze an Brett 1. Jürgen Wolf an 2, Gerd Brückmann an 3 und Friedrich Wagener als Verstärkung an Brett 4 holte man in der Gesamtwertung nur den undankbaren 4 Platz und konnte sich hiermit .leider nicht für die anstehende Hessenmeisterschaft qualifizieren, da nur die ersten 3 Mannschaften startberechtigt sind.

„Hier war mehr drin“, meinte dann auch Mannschaftsführer Henze, verschlief man doch die ersten beiden Runden gegen Bad Emstal und dem Kasseler Schachclub 1. War die Niederlage gegen Kassels Erste ja noch eingeplant, patzte man aber gegen Bad Emstal zum Unentschieden (hier waren Henze und Wolf noch nicht angekommen im Turnier) und genau dieser 1 Mannschaftspunkt sollte später den Ausschlag über die Qualifikation geben. Noch ärgerlicher dazu, das Bad Emstal neben dem Punkt von Arolsen nur noch 2 weitere holte und Vorletzter im Gesamtranking wurde.

Die ersten Siege gelangen den Arolsern dann endlich gegen den Gasteber Vellmar mit 3 zu 1 und Kasseler Schachclub II mit 2,5 zu 1,5. Hier holten die Punkte Wolf, Henze und der stark aufspielende Brückmann. In Runde 5 und 6 gab es gegen Kaufungen und Bad Sooden Allendorf I Niederlagen, wo nur Wolf, Brückmann und der jetzt in Fahrt kommende Wagener Achtungserfolge erzielten.

Dann legte Arolsen wieder los wie die Feuerwehr! Alle 4 Spieler, besonders aber Ersatzmann Wagener in souveräner Manier, holten hier fast die volle Ausbeute und stellten somit die Siege gegen Fritzlar, Zierenberg, Bad Sooden- Allendorf II und Caissa Kassel I sicher.

„Ging hier doch noch etwas mit dem 3 Platz“, fing Henze schon mal fleißig an zu rechnen, da man doch mit dem letzten Sieg gegen die starken Caissaner (hier schlug Brückmann mit riesigem Spiel den in der Verbandsliga spielenden Schnegelsberg sehr deutlich) zumindest in den Mannschaftspunkten gleichzog, aber in den Brettpunkten hinten lag.

Leider gilt hier nicht der direkte Vergleich bei Punktgleichheit, der dann Arolsen die Qualifikation gebracht hätte.

Sieger und damit zur Hessenmeisterschaft qualifiziert wurde völlig verdient der Kasseler Schachclub I mit 18 -2 Mannschaftspunkten und 30 Brettpunkten gefolgt von SC Kaufungen ebenfalls mit 18-2/27 und Caissa Kassel I mit 13-7/27 als dritter.

Arolsen, mit 13-7/24 auf Platz 4 hat evtl. als Nachrücker noch Chancen zur begehrten Teilnahme, aber nur dann wenn einer der ersten 3 auf die Startberechtigung verzichtet.

Jürgen Wolf als bester Arolser Scorer holte 7 aus 10 gefolgt von Brückmann mit 6,5, Henze mit 6 und Wagener mit starken 4,5 Punkten. Nichts desto trotz waren die Arolser aber zufrieden, ließen Sie doch so starke Mannschaften wie Bad Sooden- Allendorf I und Kasseler Schachclub II hinter sich.

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SVA1: Arolsen kassiert vermeidbare Niederlage in Alsfeld

„Mann, ist das ärgerlich, hat man kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu“, sinnierte Mannschaftsführer Hermann Henze nach einen aufreibendem Match und einer letztlich vermeidbaren 5-3 Niederlage gegen Alsfeld.

Mal personell wieder richtig gebeutelt, musste Arolsen mit Boelke und Malinowski 2 Bretter komplett freilassen, da sich keinerlei Ersatz für diese Ausfälle einfinden konnte. Somit ging es dann mit einem 0-2 gegen Arolsen los und die restlichen 6 Spieler wussten, was die Uhr geschlagen hat. Volle Kanne auf Sieg spielen und den Rückstand erstmal aufholen, war dann die ausgegebene Parole.

Und es ging auch richtig gut los. Emil Ackermann mit Weiß an Brett 7 gegen Weißbeck baute seine Schwerfiguren auf der C-Linie mit Turmverdoppelung geschickt auf und verurteilte seinen Gegner quasi zu glatter Zugunfähigkeit. Dieser konnte sich gerade so noch aus seiner misslichen Lage befreien um sich gleich wieder diversen Mattdrohungen ausgesetzt zu sehen. Die Frage nach dem Sieg und dem Arolser Anschluss zum 1-2 war nur eine Frage der Zeit, bis Ackermann völlig unnötig nach einem Figurentausch ein einzügiges Matt übersah und völlig konsterniert aufgab. Dies meinte Henze mit „kein Glück haben und dann kommt auch noch Pech hinzu“. Statt 1-2 stand somit ein fast aussichtsloses 0-3 gegen Arolsen zu Buche.

Aber Jürgen Wolf setzte dann das erste Ausrufungszeichen. In seiner üblichen Art mit Weiß spielend gegen Heese nutzte er sein klassisches Königsgambit an Brett 5 mit brachialem Königsangriff zum Sieg und den ersten Punkt zum 1-3. Er überließ es seinem Gegner entweder gleich Matt zu werden oder eine Figur zu verlieren mit hoffnungsloser Aussicht. Heese spielte daraufhin erst gar nicht mehr weiter und gab sofort auf.

Nach 4 Stunden einigte sich dann am Spitzenbrett Schäfer gegen Krah auf remis. Nach verteiltem Spiel musste Schäfer mit Weiß seinen wichtigen Bauern e4 aufgeben und sah sich entsprechendem Druck ausgesetzt. Diesen konnte er nach beherztem Spiel aber konsequent kontern und den Bauern zurückgewinnen. Mit jeweils Springer und fest verbundenen Bauern war für beide Spieler kein Sieg mehr möglich, was das Unentschieden rechtfertigte zum Zwischenstand von 1,5 zu 3,5 für Alsfeld.

Nun wurde es ziemlich eng für Arolsen, zumal Alsfeld nur noch ein halber Punkt zum Unentschieden fehlte. Dies wusste natürlich auch Vogel an Brett 4 gegen Hombergs. Mit schwarz baute er sich eine kompakte Stellung auf, Hombergs versuchte verzweifelt, diese zu öffnen. Eigentlich entstand so eine klassische Remisstellung nach dem Motto: „Wer sich zuerst bewegt und was riskiert, hat verloren“. Und genau dies tat dann auch Vogel mit dem Wissen, dass remis nicht ausreichend war und überzog somit seine Stellung. Hombergs konnte nach Zwischenschach mit seinem Springer auf das wichtige Feld g7 mit seiner starken Dame eindringen und drohte Matt und entscheidenden Figurenverlust gleichermaßen. Dies wollte Vogel sich dann nicht mehr zeigen lassen und gab auf.

Alsfeld führte mit 4,5 zu 1,5 uneinholbar und hatte beide Mannschaftspunkte im Sack. Arolsen konnte nur noch Ergebniskorrektur betreiben an den restlichen beiden brettern..

Hier machte Henze dann den Anfang und stellte seine Gewinnversuche, die irgendwie auch keine waren, an Brett 3 mit Weiß gegen Zilch, und der eh schon feststehenden Niederlage dann auch komplett ein und nahm das angebotene remis an. Es war kein Durchkommen in der zugestellten Stellung und mit der Brechstange wollte Henze dann auch nicht mehr auf Sieg spielen und womöglich das gleiche Schicksal wie Vogel erleiden.

Nun stand es 5-2 und es sah nach einer Packung für Arolsen aus. Aber hier spielte Gerd Brückmann nicht mit. Mit gehöriger Wut im Bauch erspielte er sich an Brett 6 mit Schwarz gegen Heinz den vollen Punkt nach fast 6-stündiger Spielzeit. Nach herausragendem Spiel konnte er sich 2 Mehrbauern neben seinem Läuferpaar erspielen. Heinz, mit 2 Springern versuchte hier, remis zu erreichen, indem er mit seinem König die Stellung geschlossen halten wollte.
Aber nicht mit Brückmann. Dieser tauschte gewinnbringend seinen starken Läufer gegen den schwachen Springer von Heinz und konnte dadurch seine Bauernmehrheit am Königsflügel gewinnbringend ins Laufen und zur Damenumwandlung bringen. Dies wollte sich Heinz, dessen König zu weit abgedrängt und nicht mehr unterstützend eingreifen konnte, auch nicht mehr zeigen lassen und gab zum Endstand von 5-3 für Alsfeld auf.

Immerhin dann nicht gänzlich unzufrieden zeigte sich Henze nach Brückmanns Sieg, war der doch in der letzten Saison .ziemlich arg gebeutelt und vom Glück verlassen, führt jetzt aber mit Wolf die interne Arolser Scorerliste mit 2 aus 2 Punkten souverän an.

„Wären wir heute hier vollzählig gewesen, hätten wir auf jeden Fall was mit auf die weite Heimreise genommen“, meinte Henze bei der Verabschiedung. Dem wollte auch kein Alsfelder widersprechen, setzte es in den vorherigen Saison`s doch immer Niederlagen gegen Arolsen.

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Hermann Henze erneut Vereinsmeister

Nach seinem Pokalsieg konnte Hermann Henze sich in diesem Jahr auch den allseits begehrten Vereinsmeistertitel des Schachverein Anderssen Bad Arolsen sichern und verteidigte seinen Titel aus dem Vorjahr. Hierzu reichte aber die normale Runde nicht aus, stand am Ende doch neben Henze auch Gerd Brückmann nach 8 gespielten Partien mit jeweils 7 Punkten mit an der Spitze.

Und für eben Brückmann schien diese Vereinsmeisterschaft in der ersten Runde doch gleich grandios loszugehen, schlug er doch Turnierfavorit und Titelverteidiger Hermann Henze mit Weiß in einem bravourös geführten Springerendspiel. Henze, verwöhnt aus dem Vorjahr, wo er fast alle ausgespielten Titel abräumte, musste diese Partie nicht unbedingt verlieren, letztlich kam aber die Zeitnot und der unbedingte Siegeswille von Brückmann, der dann diese Partie verdient für sich entscheiden konnte.

Das beflügelte natürlich auch Turniermitfavorit Paul Schäfer, der sich gekonnt gegen Ackermann durchsetzten konnte. Auch Vogel gegen Wagener und Beisinghoff gegen Junghans hielten sich schadlos und gewann alle ihre Partien.

In der zweiten Runde der nächste Paukenschlag, Constantin Vogel hatte mit Weiß gegen Brückmann die Qualität (Turm gegen Läufer) eingebüsst, dafür aber verbundene gefährliche Bauern. Hier musste Brückmann sich gehörig strecken, aber umsonst. Vogel brachte den Gewinn am Ende ins Ziel. Henze konnte mit sicherem Gewinn gegen Ackermann mit Brückmann gleichziehen, Vogel führte mit 2 aus 2.

In der 3 Runde das nächste Topduell mit Schäfer gegen Henze, der mit Schwarz unbedingt gewinnen musste, da Schäfer ja noch verlustpunktfrei war. Und es ging richtig zur Sache. Henze erzeugte dermaßen Druck auf Schäfer`s Königsstellung der, um die Mattdrohungen abzuwenden, nur noch die Dame opfern konnte, mit gleichzeitigem Verlust der Partie. Brückmann hielt sich derweil an Beisinghoff schadlos und Vogel kam gegen Ackermann nicht über ein remis hinaus. Auch meldete Wagener mit einem Sieg gegen Block seine Ansprüche auf die vorderen Plätze an.

Schäfer besiegelte in einer klaren Partie gegen Vogel dessen erste Niederlage in diesem Turnier in Runde 4 und auch Brückmann blieb im Rennen mit sicherem Gewinn gegen Wagener und führte mit 3 Punkten das Feld vor Vogel an. Dieser fielt aber nun weiter zurück, da in Runde 5 Henze ihm gleich die nächste Niederlage verpasste. Mit Schwarz konnte er dessen druckvollem Angriffsspiel keinerlei Paroli mehr bieten und verabschiedete sich mit diesr Niederlage aus der Spitzengruppe. Da auch Schäfer gegen Angstgegner Beisinghoff diesmal klar und sicher gewann, sowie Brückmann gegen Junghans und Ackermann gegen Beisinghoff siegten, blieb vorn alles im grünen Bereich für Henze. Er lag jeweils mit Schäfer und einer weniger gespielten Partie mit 3 Punkten hinter Brückmann mit 4. Dahinter dann Vogel und Beisinghoff mit 2,5 Punkten.

In Runde 6 und 7 nahm bis auf die nicht zu erwartende Niederlage von Vogel gegen Beisinghoff sowie nur dem remis von Schäfer gegen Junghans alles den erwartenden Verlauf mit jeweiligen Siegen der Favoriten, wo sich Henze mit Brückmann erstmalig an die Spitze mit 5 Punkten setzten, gefolgt von Schäfer mit 4,5 und Ackermann mit 4 Punkten.

Als Brückmann in Runde 8 gleich souverän gegen Ackermann nachlegte stand wiederum Henze ebenfalls unter Druck und musste gegen Junghans gewinnen, der ja in der Vorrunde durch ein sagenhaft gespieltes Endspiel Topfavorit Schäfer einen halben Punkt abgenommen hatte. Und Junghans legte mit Weiß auch gleich los wie die Feuerwehr und drohte Henze`s schwarze Stellung quasi zu überrennen. Nur mit geschicktem und taktischem Spiel konnte Henze sich befreien und selber auf Angriff spielen und sich anschließend doch noch sicher durchsetzten.

Da auch Schäfer gegen Block erfolgreich war und Vogel sich nach 3 Niederlagen hintereinander mit einem Sieg gegen Wagener zurückmeldete, wurde es vor der letzten Runde so richtig spannend. Brückmann und Henze mit jeweils 6 Punkten gefolgt von Schäfer mit 5,5 spielten um den Turniersieg gefolgt von Ackermann, Vogel, Beisinghoff, Wagener , Block und Junghans, die nur noch um die Plätze spielten.

Und die 9 Runde hatte es in sich, mussten doch dort Schäfer gegen Brückmann im direkten Duell antreten und Henze gegen Block mit einem eigentlich vermeintlich leichteren Gegner vorlieb nehmen. Die Rechnung für Henze war ganz einfach, er gewinnt seine Partie gegen Block und hofft, dass Brückmann gegen dessen Angstgegner Schäfer nicht gewinnt. Schäfer wiederum musste gewinnen und hoffen, dass Henze gegen Block nur remis spielt oder sogar verliert, um sich den Titel noch zu holen. Bei Brückmann das gleiche Bild. Bei remis war er nur zweiter, ausgehend von Henze`s Sieg gegen Block.

Und so ging es auch gleich richtig zur Sache. Henze siegte mit Weiß gegen Block eigentlich ziemlich schnell und setzte somit Brückmann noch weiter unter Druck, unbedingt gegen Schäfer gewinnen zu müssen. Dieser konnte auch mit einem Sieg nicht mehr erster werden, kämpfte aber trotzdem mit den weißen Steinen verbissen. Er opferte für einen Stellungsvorteil einen Bauern, Brückmann parierte hier aber grandios und konnte forciert die Dame tauschen und den Mehrbauern gewinnbringend verwerten und mit Henze gleichziehen.

Somit waren Henze und Brückmann mit 7 Punkten erster gefolgt von Schäfer mit 5,5 Punkten auf Rang 3. Vogel konnte sich auf Platz 4 mit 4,5 Punkten vorspielen gefolgt von Ackermann und Beisinghoff mit jeweils 4, Wagener 2,5, Block 1 und Junghans mit einem halben Punkt.

Nun ging es in den Stichkampf um den Sieg. Hier mussten 2 Langpartien die Entscheidung bringen, sollte es danach wieder unentschieden stehen, folgen Schnellpartien und danach die Blitzentscheidung. Soweit sollte es dann aber doch nicht kommen.

Nach Farbenauslosung durch Turnierleiter Malinowski begann Henze die erste Partie mit den weißen Steinen und setzte Brückmann gehörig mit seinen vorgerückten Bauern unter Druck. Dieser konnte nur mit einem Bauernverlust reagieren, um die Partie noch einigermaßen zu halten. Hier sah sich Henze eigentlich schon als Sieger, übersah aber in Zeitnot ein gewinnbringendes Zwischenschach und Brückmann konnte dessen starken Freibauern gegen seinen schwächeren tauschen, sodass eigentlich trotz Mehrbauern für Henze die Partie nicht zu gewinnen war und sich ein remis anbahnte. Henze wie auch Brückmann versuchten hier aber beide, auf Sieg zu spielen und in beiderseitiger hochgradiger Zeitnot hob Henze Brückmann geschickt über die Zeit und gewann die erste Partie.

Im zweiten Stichkampf musste Brückmann somit unbedingt gewinnen, Henze reichte ein remis zum Gesamtsieg. Mit Weiß spielte Brückmann quasi mit der Brechstange auf Gewinn und überzog seine Stellung. Henze dagegen spielte keinesfalls auf remis und startete einen starken Angriff auf Brückmanns offene Königsstellung und wollte diese Partie unbedingt gewinnen.

Brückmann, komplett in der Defensive konnte nur noch reagieren. Henze bot in dieser für Ihn vorteilhafter Stellung remis an, was zum Gesamtsieg ja ausreichte. Brückmann konnte dies nicht mehr ablehnen, wollte er schlimmeres vermeiden und nahm sofort an, was Henze den 1,5 zu 0,5- Sieg und die Vereinsmeisterschaft 2012 brachte.

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Hermann Henze schafft Titelhattrick im Kurzpartienturnier

Damit hätte der für den Schachverein Bad Arolsen in der Landesklasse Nord startende Hermann Henze eigentlich gar nicht mehr mit gerechnet, um für die vorderen Plätze überhaupt noch eingreifen zu können, konnte er die ersten beiden Turniere aus terminlichen Gründen doch nicht mitspielen.

Letztlich konnte er aber im Schlussspurt in überzeugender Manier das letzte Turnier mit voller Punktzahl für sich entscheiden und Ackermann sowie Malinowski auf die Plätze 2 und 3 verweisen um sich nach 2010 und 2011 auch in 2012 den begehrten Pokal zu sichern.

Das auf insgesamt 5 Runden ausgelegte Turnier wird mit 15 Minuten Bedenkzeit pro Spieler und jeweils 5 Runden gespielt, wovon die 3 besten Turniere in die Wertung kommen. Der Sieger kann somit eine Gesamtpunktzahl von 15 Punkten erreichen, sollte er alle Partien in den 3 Wertungsrunden gewinnen können.

In den beiden ersten Runden sah alles nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Brückmann und Ackermann aus, holten beide doch jeweils 4,5 und 4 Punkte gefolgt nur von Malinowski mit 4 + 2 sowie Beisinghoff mit 3,5 + 2 Punkten.

Im dritten Turnier stieß nun auch Henze dazu, konnte aber nur 3,5 aus 5 Punkten sichern und musste Malinowski, der mit 4 Punkten diese Runde entschied und somit nun auch zum Favoritenkreis auf den Gesamtsieg zählte, den Vortritt lassen.

In der vierten Runde das gleiche Bild für Henze. Auch hier gelangen ihm nur 3,5 aus 5, Ackermann und Malinowski sogar nur 3 Punkte. Den Vogel schossen dann Wolf mit erreichten 4,5 Punkten als Sieger und Constantin Vogel mit 4 Punkten als zweiter ab. Somit erhöhte sich der Favoritenkreis auf den Gesamtsieg vor der letzten Runde auf insgesamt 6 Leute. So eng ging es noch nie zu bei diesem hochkarätig besetzten Turnier.

Die 5 und letzte Turnierrunde hatte es dann in sich! Henze, der bis dato nur 7 Punkte aus 2 Wertungen auf dem Konto hatte, musste alle seine Partien gewinnen und hoffen, dass Ackermann sowie Malinowski sich dazu noch untereinander die Punkte wegnahmen. Und in der ersten Partie ging es gleich gegen Ackermann, welcher das Feld mit 11,5 Punkten aus 3 Wertungen vor Malinowski mit 11 anführte. Nach starkem Angriff von Henze mit anschließendem Figurengewinn sicherte dieser den vollen Punkt und sah auf dem Nachbarbrett wie Harald Block in großartiger Manier Malinowski, immerhin Porsche-Pokalsieger und angetreten, nun auch den zweiten Pokal hintereinander einzusacken, vom Brett fegte.

Dies spornte Henze zusätzlich an, konnte Malinowski nunmehr auf nur noch 12 Gesamtpunkte kommen und Henze bei voller Punktzahl aus diesem Turnier zumindest gleichziehen. Aber nur dann, wenn Ackermann ebenfalls mitspielte und neben der Eingangsniederlage gegen Henze noch Punkte abgab. Und der tat ihm den Gefallen, holte er aus den restlichen 4 Partien nur noch einen halben Punkt und konnte aus eigener Kraft somit nicht mehr erster werden und blieb bei maximal 11,5 Punkten stehen, in der Hoffnung bei entsprechendem Spielverlauf trotzdem noch Sieger werden zu können.

Somit richteten sich alle Blicke auf Henze und Malinowski, die nunmehr den Turniersieg unter sich ausspielten.

Henze blieb gegen Block, Wagener und Junghans siegreich was Malinowski im gleichtat, schlug er doch auch Ackermann, nach erst gedrückter Stellung antwortete er mit einem Klasse-Konter gegen dessen gegnerische Königsstellung.

Nun stand die entscheidende Partie Henze mit Weiß gegen Malinowski um den Sieg an. Klar war, dass Henze bis dato 11 Punkte auf dem Konto hatte wie auch Malinowski. Ackermann führte noch mit 11,5 aus den vorherigen Turnieren und hoffte auf remis was dann zu einem Stichkampf mit 3 Spielern und jeweils 11,5 Gesamtpunkten geführt hätte. Hierauf wollten sich Henze und Malinowski aber nicht einlassen und beide spielten voll auf Sieg.

Henze sicherte sich mit starkem Angriff eine Figur und war eigentlich auf gutem Wege zum Gesamtsieg. Aber aus unerklärlichem Grund ließ er Malinowski wie auch schon im Finale des Porsche-Pokals, welches er nach starkem Angriff noch unglücklich verlor, wieder ins Spiel kommen. Sollte sich das Drama wiederholen und er dieses Finale wieder verlieren? Nein, diesmal nicht. Er konnte die beiden weit aufgerückten Bauern Malinowski`s mit starkem Spiel neutralisieren und seinerzeit einen entscheidenden Königsangriff starten, was ihm anschließend den verdienten Gesamtsieg des Turniers brachte.

Henze gewann somit mit 12 Punkten vor Ackermann mit 11,5 und Malinowski, der mit 11 Punkten sogar noch auf den dritten Rang abrutschte vor Wolf, Brückmann, Wagener, Beisinghoff, Vogel und weiteren Spielern.

Immer an sich glauben und nie aufgeben war zum Schluss der Tenor von Henze, was sich somit auch bewahrheitete.

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SVA 1 startet fulminant

Schach Landesklasse Nord – 1. Spieltag

Traumstart zum Saisonauftakt: Gegen den Angstgegner aus Kassel kamen die Arolser zu einem unverhofft klaren 6:2 Erfolg.

Anders als das Ergebnis vermuten lässt, stand der Wettkampf gut zwei Stunden auf Messers Schneide. Und das hat seine Gründe. Seit jeher tun sich die Residenzstädter gegen Caissa Kassel schwer, gehen selbst vielversprechende Stellungen ohne Not verloren. Ein Blick nach einer Stunde verriet schnell: An fast allen Brettern stand Arolsen gedrückt – die Gäste machten das Spiel. Kapitän Hermann Henze schwante bereits Böses.

Umso überraschender schien der Befreiungsschlag nach zwei Stunden: Emil Ackermann hatte in einer sehenswerten Partie erst einen Bauern erobert, nur um kurz darauf zum Mattangriff zu blasen – mit Erfolg! Dem wollte Paul Schäfer am Spitzenbrett nicht nachstehen. Geschickt verteidigte er seine gedrückte Stellung und ging zum Erstaunen seines Gegners zum Angriff über. Haase opferte die Qualität um Verwirrung zu stiften, doch es half nichts – Schäfers Figuren wurden schier übermächtig.

Auch bei Thomas Bölke schien alles klar. Nach einem abwechslungsreichen Schlagabtausch hatte er zwei Mehrbauern. Das sollte doch wohl zum Sieg reichen. In höchster Zeitnot verpasste der Arolser jedoch den Gewinnweg und musste zähneknirschend ins Remis einwilligen. Besser machte es Jürgen Wolf, der in einer aus seiner Sicht „lustigen Partie“ die Stellung von Stephanie Lind mit einer Bauernlawine regelrecht überrollte. Seinen Gegner taktisch überrumpeln konnte Nachwuchshoffnung Constantin Vogel. In einer „langen Quälerei“, befreite er sich Zug um Zug aus seiner mißlichen Lage. Als Powallas Freibauern schließlich Geschichte waren, unterlief dem Kasseler zu allem Überfluss ein grober Schnitzer. Vogel sagte Danke und stellte den vollen Punkt ohne Mühe sicher.

Eine Partie in bester Karpovscher Manier gelang Gerd Brückmann. Den Gegner früh unter Druck gesetzt, hielt er seinen Mehrbauern bis ins Endspiel eisern fest. In einer bereits gewinnträchtigen Stellung sorgte schließlich eine effektvolle Springergabel für klare Verhältnisse. Den Kasseler Ehrenpunkt stellte Ersatzspieler Leitherer gegen Martin Malinowski sicher. Der Arolser geriet früh in eine bedenkliche Lage, wollte die Partie mit der Brechstange noch drehen. Doch der Kasseler wehrte alle Drohungen gekonnt ab, so dass dem Arolser nur die Aufgabe blieb.

Kapitän Henze – Topscorer der letzten Saison – kämpfte am dritten Brett verbissen um den vollen Punkt. Franke hielt mit allen Mitteln dagegen, konnte für zwei Bauern gar eine Figur erobern. Der Kampf wog hin und her, bis schließlich nach fünf Stunden ein hart umkämpftes Remis auf dem Papier stand. Arolsen hat in dieser Form durchaus Aufstiegspotential, die tapfer kämpfenden Kasseler werden ihre Punkte mit Sicherheit gegen die kommenden Gegner holen.

Gesamtergebnis:
SV Anderssen Arolsen 1 – Caissa Kassel 2 6:2

Einzelergebnisse:
Schäfer – Haase 1:0
Boelke – Schlachowitsch ½:½
Henze – Franke ½:½
Vogel – Powalla 1:0
Wolf – Lind 1:0
Brückmann – Pinnow 1:0
Ackermann – Lukas 1:0
Malinowski – Leitherer 0:1

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Erster Sieger des Waldeck Sauerland Pokals kommt aus Korbach!

In dem 2012 zum ersten Mal ausgetragenen Blitzturniers um den Waldeck Sauerland Pokal gab es spannende Parteien zwischen den besten Spielern aus Korbach, Bestwig, Brilon und Bad Arolsen.

Das Turnier, das auf Initiative des Vorsitzenden des SV Anderssen Bad Arolsen, Prof. Dr. Jürgen Wolf ins Leben gerufen wurde, wird im 5 Minuten-Blitzmodus in mehreren Spieltagen ausgetragen. Das erste der Turniere hatte mit 23 Teilnehmern eine so starke Besetzung, dass in Vor- und Endrunde gespielt wurde. Hier siegt André Becker aus Bestwig vor seinem Teamkollegen Ajandan Thanabalasingam. Platz 3-5 teilten sich Paul Schäfer (Bad Arolsen) Christopher Kearns und Emmerich Frank (beide Korbach).

Im zweiten Turnier, dass in Korbach stattfand, konnte der Kreisstädter Christopher Kearns seinen Heimvorteil nutzen und siegte von André Becker und André Weber (Bestwig). Vierter wurde Berndt Norman (Brilon) 5ter Jürgen Wolf. Im letzten und entscheidenden Turnier hatte André Becker also einen kleinen Vorteil und führte die Gesamtwertung an, doch im direkten Vergleich gegen Kearns konnte er seinen Stellungsvorteil nicht ausnutzen, sondern verlor am Ende Material und Partie.

Damit lag Kearns vorne, durfte sich aber kein Verlust gegen einen anderen der starken Gegner erlauben. In diesem Turnier spielte vor allem der Bad Arolser Vorsitzende J. Wolf gut mit, wollte er doch die Bad Arolser Fahne hochhalten. So konnte er gegen Kearns ein Remis erzwingen und spielte mit um die ersten Plätze. Doch gegen A. Becker hatte er
keine Chance und musste auch gegen den zweiten guten Bestwiger an diesem Abend, Andre Weber die Segel streichen.

Da Kearns kein weiterer Schnitzer unterlief, sicherte er sich den Turniersieg (44 Punkte) und damit Preisgeld und Pokal. Zweiter in der Gesamtwertung und nur ganz knapp dahinter (43,5 Punkte) wurde A. Becker. Dritter und bester Bad Arolser wurde Prof. Dr. J. Wolf mit 33 Punkten. Die Sachpreise gingen an 4. A. Weber (Bestwig), 5. G. Schubert (Bestwig), 6. E. Ackermann (Bad Arolsen), 7. G. Brückmann und P. Schäfer (beide Bad Arolsen), 9. E. Frank (Korbach), 10. Karl-Heinz Lages (Korbach) vor weiteren 14 Teilnehmern.

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Jürgen Wolf sichert im letzten Meisterschaftsspiel Arolsen den Sieg gegen Lauterbach, Hermann Henze Topscorer der Landesliga!!

BAD AROLSEN/LAUTERBACH. „Wahnsinn, toll und absolute Topeinstellung“; attestierte Mannschaftsführer Hermann Henze seinen Mannen in der letzten Spielrunde gegen Lauterbach, wo es eigentlich ja zumindest für die Arolser um nichts mehr ging. Besonders taten sich hier die beiden Ersatzspieler Beisinghoff und Ackermann bravourös hervor.

Topeinstellung deshalb, mussten die Arolser doch mit Boelke, Fankhänel, Vogel und Malinowski auf vier Stammkräfte verzichten, hatten aber nur 2 Ersatzkräfte dabei, was gleichbedeutend mit einen 2-0 Zwischenstand für den stark abstiegsbedrohten Klassenkameraden aus Lauterbach zur Folge hatte, da Arolsen nur mit 6 Spielern antreten konnte.

Aus taktischen Gründen ließen sie Brett 2 und Brett 4 mit Boelke und Fankhänel unbesetzt, was den Lauterbachern Krauß und Struth jeweils kampflos den Sieg einbrachte.

Jetzt erst recht, war dann auch die Mentalität, die die Arolser besonders in Brückmann an Brett 3 gegen Andreas an den Tag legten. Der Lauterbacher machte richtig Dampf mit Schwarz auf Brückmanns Königsstellung, was nichts Gutes erahnen ließ. Im Gefühl des sicheren Sieges konnte Brückmann zurückschlagen und sich in eindrucksvoller Weise aus der Umklammerung befreien und ein wichtiges remis erzwingen. Statt 3-0 für Lauterbach stand es somit nur 2,5 zu o,5.

Aber dir Freude währte nicht allzu lange, denn Ersatzmann Beisinghoff musste sich an Brett 7 mit Weiß gegen Mc Aven einem starken Königsangriff erwehren, der ihn in der Endabrechnung eine Figur und Bauern weniger einbrachte. Keinen Pfifferling gaben die Mannschaftskollegen mehr auf diese Partie, Beisinghoff aber kämpfte. In einer undurchsichtigen Stellung erarbeitete er sich einen starken Freibauern auf d6. Auch in dieser Partie griff dann der Lauterbach komplett fehl und schlug eine Figur von Beisinghoff und sah dann das Malheur: Der Freibauer konnte ungehindert auf die Grundlinie zur Dame laufen, Mc Aven blieb nur die entnervte Aufgabe und Arolsen holte mit einem vollen Punkt weiter auf zum 2,5 – 1,5.

Wau, was für ein Paukenschlag, den der zweite Ersatzmann, Emil Ackermann, noch mit einer absolut tollen Spielleistung weiter krönte. An Brett 8 gegen Zorn erspielte er sich mit Schwarz entsprechenden Angriff gegen den gegnerischen Damenflügel. Nach Abtausch der Schwerfiguren Dame und Türme setzte er noch ein Figurenopfer, um hierdurch 2 nicht mehr aufzuhaltende Freibauern für die Damenumwandlung zu bekommen, die Zorn trotz Mehrfigur nicht mehr parieren konnte. In lauter Verzweifelung gab er zwar noch ein Schach, gab dann aber sofort auf zum Gleichstand von 2,5 zu 2,5.

Nach 3 Stunden war es dann Hermann Henze an Brett 6 mit Schwarz gegen den Lauterbacher Reese vorbehalten, die Arolser erstmalig in Führung zu bringen. In unnachahmlicher Art startete er einen fulminanten Königsangriff mit Scherfiguren Dame, Turm und Läufer gegen die weiße Königsstellung von Reese. In dieser schon hoffnungslosen Stellung mit anschließendem Figurenverlust versuchte dieser aber mit Damenopfer nochmals, in das Spiel zurückzukommen, indem er einen gefährlichen Freibauern kurz vor der Umwandlung zur Dame erreichte, aber hier spielte Henze nicht mit. Dieser opferte ebenfalls gekonnt seine Dame, holte sich diese mit anschließender Damenumwandlung und Schach wieder zurück, gewann anschließend noch eine weitere Figur, den gefährlichen Freibauern und letztlich die Partie zum zwischenzeitlichen 3,5-2,5 für Bad Arolsen.

Mit diesem 8. Sieg aus 9 Partien erspielte sich Hermann Henze ungeschlagen den Spitzenplatz der Topscorer der gesamten Landesliga mit 8,5 aus 9 möglichen Punkten und verwies im internen Vergleich aller Spieler den Kasseler Lüchtemeier mit 8 und den Korbacher Emmerich mit 7,5 Punkten auf die Plätze 2 und 3.

Am Spitzenbrett mühte sich derweil Paul Schäfer mit Weiß gegen Herda so richtig ab. Auch ein Bauernopfer konnte seine Stellung nicht großartig verbessern. Herda versäumte hier aber den entscheidenden Schritt und tauschte im Glauben eines Mehrbauern und Gewinns der Partie die Dame ab, was Schäfer genau in den Kram passte. Durch ungleiche Läufer und anschließendem Rückgewinn des Bauern konnte er in souveräner Manier die Stellung remis halten und so das wichtige 4-3 für Arolsen und damit den 1. Mannschaftspunkt ergattern.

Nun lag alles an Jürgen Wolf. Er spielte mit Weiß an Brett 5 gegen Mil stark auf Angriff und lehnte dessen Remisangebot im Vorfeld bereits mehrfach ab. „Nichts ist schwieriger, als auf Unentschieden zu spielen“, meinte Henze, reichte doch ein weiteres remis zum Mannschaftssieg. Wolf wollte aber wie immer gewinnen. Er versuchte, die schwarze Königsstellung mit seinen Bauern aufzureißen, um mit Dame und Turm den entscheidenden Angriff zu setzen. Mil aber parierte doch gekonnt und bot nochmals remis an, was Wolf dann auch letztlich im Sinne des damit verbundenen Mannschaftssieges annahm, obwohl er doch besser stand und evtl. auch weiter auf Gewinn hätte spielen können. Aber sicher ist sicher, muss man doch auch Gewinnpartien erstmal gewinnen!!

Somit schließt Bad Arolsen auf einem hervorragenden 4 Platz der Landesliga die Saison ab. Inwieweit neben Homberg auch Lauterbach absteigen muss, hängt von den höheren Ligen noch ab. Nichts zu deuteln gibt es aber am Tabellenführer Korbach. Diese fegten Caissa Kassel II mit einem 8-0 vom Brett und steigen somit verdient und souverän gleichermaßen in die Verbandsliga auf. Herzlichen Glückwunsch hierzu von Arolser Seite!!

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SVA 1: Gegen Homberg kampflos zum Sieg

Am 8. Spieltag der Landesklasse Nord hatte der Schachverein Anderssen Arolsen gegen Homberg nichts zu leisten!

Aufgrund Spielermangel und der Tatsache, bereits abgestiegen zu sein, reisten die Homberger erst gar nicht mehr nach Bad Arolsen und gaben somit den Kampf mit einem 0 zu 8 an die Gastgeber ab.

Damit ist Arolsen nicht mehr von Platz 4 in der Endabrechnung zu verdrängen, auch nach einer evtl. Niederlage am letzten Spieltag in Lauterbach.

„Wir haben wirklich eine starke Saison gespielt, ob es evtl. noch zu Platz 3 reicht, muss man sehen“, meinte Mannschaftsführer Hermann Henze.

Auch nach dem deutlichen Sieg von Korbach gegen Baunatal und der gleichzeitigen Niederlage von dessen ärgstem Verfolger, Kassel 2, stehen diese eigentlich schon als Meister und Aufsteiger in die Verbandsliga Nord aufgrund der deutlich besseren Brettpunkte fest.

Kassel müsste demnach 8 – 0 im letzten Kampf gegen Homberg gewinnen (falls diese wieder nicht antreten, somit durchaus möglich) und Korbach gleichzeitig gegen Caissa Kassel an allen 8 Brettern verlieren! Eigentlich nicht möglich, aber rechnerisch eben schon!

Gratuliert wird deshalb von Arolser Seite auch erst nach dem letzten Spieltag!

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