Erster Sieger des Waldeck Sauerland Pokals kommt aus Korbach!

In dem 2012 zum ersten Mal ausgetragenen Blitzturniers um den Waldeck Sauerland Pokal gab es spannende Parteien zwischen den besten Spielern aus Korbach, Bestwig, Brilon und Bad Arolsen.

Das Turnier, das auf Initiative des Vorsitzenden des SV Anderssen Bad Arolsen, Prof. Dr. Jürgen Wolf ins Leben gerufen wurde, wird im 5 Minuten-Blitzmodus in mehreren Spieltagen ausgetragen. Das erste der Turniere hatte mit 23 Teilnehmern eine so starke Besetzung, dass in Vor- und Endrunde gespielt wurde. Hier siegt André Becker aus Bestwig vor seinem Teamkollegen Ajandan Thanabalasingam. Platz 3-5 teilten sich Paul Schäfer (Bad Arolsen) Christopher Kearns und Emmerich Frank (beide Korbach).

Im zweiten Turnier, dass in Korbach stattfand, konnte der Kreisstädter Christopher Kearns seinen Heimvorteil nutzen und siegte von André Becker und André Weber (Bestwig). Vierter wurde Berndt Norman (Brilon) 5ter Jürgen Wolf. Im letzten und entscheidenden Turnier hatte André Becker also einen kleinen Vorteil und führte die Gesamtwertung an, doch im direkten Vergleich gegen Kearns konnte er seinen Stellungsvorteil nicht ausnutzen, sondern verlor am Ende Material und Partie.

Damit lag Kearns vorne, durfte sich aber kein Verlust gegen einen anderen der starken Gegner erlauben. In diesem Turnier spielte vor allem der Bad Arolser Vorsitzende J. Wolf gut mit, wollte er doch die Bad Arolser Fahne hochhalten. So konnte er gegen Kearns ein Remis erzwingen und spielte mit um die ersten Plätze. Doch gegen A. Becker hatte er
keine Chance und musste auch gegen den zweiten guten Bestwiger an diesem Abend, Andre Weber die Segel streichen.

Da Kearns kein weiterer Schnitzer unterlief, sicherte er sich den Turniersieg (44 Punkte) und damit Preisgeld und Pokal. Zweiter in der Gesamtwertung und nur ganz knapp dahinter (43,5 Punkte) wurde A. Becker. Dritter und bester Bad Arolser wurde Prof. Dr. J. Wolf mit 33 Punkten. Die Sachpreise gingen an 4. A. Weber (Bestwig), 5. G. Schubert (Bestwig), 6. E. Ackermann (Bad Arolsen), 7. G. Brückmann und P. Schäfer (beide Bad Arolsen), 9. E. Frank (Korbach), 10. Karl-Heinz Lages (Korbach) vor weiteren 14 Teilnehmern.

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Jürgen Wolf sichert im letzten Meisterschaftsspiel Arolsen den Sieg gegen Lauterbach, Hermann Henze Topscorer der Landesliga!!

BAD AROLSEN/LAUTERBACH. „Wahnsinn, toll und absolute Topeinstellung“; attestierte Mannschaftsführer Hermann Henze seinen Mannen in der letzten Spielrunde gegen Lauterbach, wo es eigentlich ja zumindest für die Arolser um nichts mehr ging. Besonders taten sich hier die beiden Ersatzspieler Beisinghoff und Ackermann bravourös hervor.

Topeinstellung deshalb, mussten die Arolser doch mit Boelke, Fankhänel, Vogel und Malinowski auf vier Stammkräfte verzichten, hatten aber nur 2 Ersatzkräfte dabei, was gleichbedeutend mit einen 2-0 Zwischenstand für den stark abstiegsbedrohten Klassenkameraden aus Lauterbach zur Folge hatte, da Arolsen nur mit 6 Spielern antreten konnte.

Aus taktischen Gründen ließen sie Brett 2 und Brett 4 mit Boelke und Fankhänel unbesetzt, was den Lauterbachern Krauß und Struth jeweils kampflos den Sieg einbrachte.

Jetzt erst recht, war dann auch die Mentalität, die die Arolser besonders in Brückmann an Brett 3 gegen Andreas an den Tag legten. Der Lauterbacher machte richtig Dampf mit Schwarz auf Brückmanns Königsstellung, was nichts Gutes erahnen ließ. Im Gefühl des sicheren Sieges konnte Brückmann zurückschlagen und sich in eindrucksvoller Weise aus der Umklammerung befreien und ein wichtiges remis erzwingen. Statt 3-0 für Lauterbach stand es somit nur 2,5 zu o,5.

Aber dir Freude währte nicht allzu lange, denn Ersatzmann Beisinghoff musste sich an Brett 7 mit Weiß gegen Mc Aven einem starken Königsangriff erwehren, der ihn in der Endabrechnung eine Figur und Bauern weniger einbrachte. Keinen Pfifferling gaben die Mannschaftskollegen mehr auf diese Partie, Beisinghoff aber kämpfte. In einer undurchsichtigen Stellung erarbeitete er sich einen starken Freibauern auf d6. Auch in dieser Partie griff dann der Lauterbach komplett fehl und schlug eine Figur von Beisinghoff und sah dann das Malheur: Der Freibauer konnte ungehindert auf die Grundlinie zur Dame laufen, Mc Aven blieb nur die entnervte Aufgabe und Arolsen holte mit einem vollen Punkt weiter auf zum 2,5 – 1,5.

Wau, was für ein Paukenschlag, den der zweite Ersatzmann, Emil Ackermann, noch mit einer absolut tollen Spielleistung weiter krönte. An Brett 8 gegen Zorn erspielte er sich mit Schwarz entsprechenden Angriff gegen den gegnerischen Damenflügel. Nach Abtausch der Schwerfiguren Dame und Türme setzte er noch ein Figurenopfer, um hierdurch 2 nicht mehr aufzuhaltende Freibauern für die Damenumwandlung zu bekommen, die Zorn trotz Mehrfigur nicht mehr parieren konnte. In lauter Verzweifelung gab er zwar noch ein Schach, gab dann aber sofort auf zum Gleichstand von 2,5 zu 2,5.

Nach 3 Stunden war es dann Hermann Henze an Brett 6 mit Schwarz gegen den Lauterbacher Reese vorbehalten, die Arolser erstmalig in Führung zu bringen. In unnachahmlicher Art startete er einen fulminanten Königsangriff mit Scherfiguren Dame, Turm und Läufer gegen die weiße Königsstellung von Reese. In dieser schon hoffnungslosen Stellung mit anschließendem Figurenverlust versuchte dieser aber mit Damenopfer nochmals, in das Spiel zurückzukommen, indem er einen gefährlichen Freibauern kurz vor der Umwandlung zur Dame erreichte, aber hier spielte Henze nicht mit. Dieser opferte ebenfalls gekonnt seine Dame, holte sich diese mit anschließender Damenumwandlung und Schach wieder zurück, gewann anschließend noch eine weitere Figur, den gefährlichen Freibauern und letztlich die Partie zum zwischenzeitlichen 3,5-2,5 für Bad Arolsen.

Mit diesem 8. Sieg aus 9 Partien erspielte sich Hermann Henze ungeschlagen den Spitzenplatz der Topscorer der gesamten Landesliga mit 8,5 aus 9 möglichen Punkten und verwies im internen Vergleich aller Spieler den Kasseler Lüchtemeier mit 8 und den Korbacher Emmerich mit 7,5 Punkten auf die Plätze 2 und 3.

Am Spitzenbrett mühte sich derweil Paul Schäfer mit Weiß gegen Herda so richtig ab. Auch ein Bauernopfer konnte seine Stellung nicht großartig verbessern. Herda versäumte hier aber den entscheidenden Schritt und tauschte im Glauben eines Mehrbauern und Gewinns der Partie die Dame ab, was Schäfer genau in den Kram passte. Durch ungleiche Läufer und anschließendem Rückgewinn des Bauern konnte er in souveräner Manier die Stellung remis halten und so das wichtige 4-3 für Arolsen und damit den 1. Mannschaftspunkt ergattern.

Nun lag alles an Jürgen Wolf. Er spielte mit Weiß an Brett 5 gegen Mil stark auf Angriff und lehnte dessen Remisangebot im Vorfeld bereits mehrfach ab. „Nichts ist schwieriger, als auf Unentschieden zu spielen“, meinte Henze, reichte doch ein weiteres remis zum Mannschaftssieg. Wolf wollte aber wie immer gewinnen. Er versuchte, die schwarze Königsstellung mit seinen Bauern aufzureißen, um mit Dame und Turm den entscheidenden Angriff zu setzen. Mil aber parierte doch gekonnt und bot nochmals remis an, was Wolf dann auch letztlich im Sinne des damit verbundenen Mannschaftssieges annahm, obwohl er doch besser stand und evtl. auch weiter auf Gewinn hätte spielen können. Aber sicher ist sicher, muss man doch auch Gewinnpartien erstmal gewinnen!!

Somit schließt Bad Arolsen auf einem hervorragenden 4 Platz der Landesliga die Saison ab. Inwieweit neben Homberg auch Lauterbach absteigen muss, hängt von den höheren Ligen noch ab. Nichts zu deuteln gibt es aber am Tabellenführer Korbach. Diese fegten Caissa Kassel II mit einem 8-0 vom Brett und steigen somit verdient und souverän gleichermaßen in die Verbandsliga auf. Herzlichen Glückwunsch hierzu von Arolser Seite!!

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SVA 1: Gegen Homberg kampflos zum Sieg

Am 8. Spieltag der Landesklasse Nord hatte der Schachverein Anderssen Arolsen gegen Homberg nichts zu leisten!

Aufgrund Spielermangel und der Tatsache, bereits abgestiegen zu sein, reisten die Homberger erst gar nicht mehr nach Bad Arolsen und gaben somit den Kampf mit einem 0 zu 8 an die Gastgeber ab.

Damit ist Arolsen nicht mehr von Platz 4 in der Endabrechnung zu verdrängen, auch nach einer evtl. Niederlage am letzten Spieltag in Lauterbach.

„Wir haben wirklich eine starke Saison gespielt, ob es evtl. noch zu Platz 3 reicht, muss man sehen“, meinte Mannschaftsführer Hermann Henze.

Auch nach dem deutlichen Sieg von Korbach gegen Baunatal und der gleichzeitigen Niederlage von dessen ärgstem Verfolger, Kassel 2, stehen diese eigentlich schon als Meister und Aufsteiger in die Verbandsliga Nord aufgrund der deutlich besseren Brettpunkte fest.

Kassel müsste demnach 8 – 0 im letzten Kampf gegen Homberg gewinnen (falls diese wieder nicht antreten, somit durchaus möglich) und Korbach gleichzeitig gegen Caissa Kassel an allen 8 Brettern verlieren! Eigentlich nicht möglich, aber rechnerisch eben schon!

Gratuliert wird deshalb von Arolser Seite auch erst nach dem letzten Spieltag!

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Schulschachrallye: Arolsen mischt kräftig vorne mit

BAD AROLSEN. In der Bürgerhalle stritten am vergangenen Samstag nahezu 100 Schüler aus gut einem Dutzend Schulen in ganz Nordhessen um die begehrten Schulschachpokale. In den drei Wertungsklassen S (Grundschule), L (Mittelstufe) und XL (Oberstufe) war alles zusammengekommen, was im nordhessischen Schulschach Rang und Namen hat. Eine herausragende Rolle spielten dabei auch die heimischen Schulen, allen voran die Nicolai-Schule in Mengeringhausen, wo seit einiger Zeit in einer Schach-AG fleißig und erfolgreich trainiert wird und die Christian Rauch-Schule in Arolsen.

In der Gruppe S der Grundschüler zeichnete sich schon bald ein Duell zwischen den Kasseler Schulen, der Eckhard-Vonholt-Schule in Treysa und der Nicolai-Schule in Mengeringhausen um die Spitzenplätze ab. In Mengeringhausen hat der Arolser Landesklassenspieler Constantin Vogel, selbst noch Schüler der CRS und eigentlich Topfavorit in der XL-Klasse, aber durch eine USA-Reise verhindert, im vergangenen Jahr mit dem Schachtraining begonnen. Seine Nachwuchskräfte konnten eindrücklich unter Beweis stellen, dass sie schon mit den Stars aus Kassel und Treysa mithalten können. Vor allem Jeremy Dumpich lehrte den Favoriten ein ums andere Mal das Fürchten. Mit 5 Punkten aus 7 Partien fand er sich am Ende auf dem geteilten 4. Platz. Den Titel machten zwar noch die Kasseler unter sich aus. Es gewann Lars-Quentin Mastmeyer (6,5), vor Kay Lukas Kersten (6) und Theresia Bürmann (5,5). Aber eine ganze Reihe schöner Gewinnpartien zeigten auch die Mengeringhäuser Ronja Thamm (4), Kevin Stegney (3,5), Kevin Tangel (3), Devan Luca Hoeer (3) und Siri Wolf (2,5) sowie die Korbacher Lucas Münnich (4,5) und Leonhard Kor (3).

Die L-Klasse wurde ein gefundenes Fressen für die Arolser Ruhl-Zwillinge. Die schon bei den Senioren erfolgreichen Arolser Schüler ließen den Gegnern von Beginn an nicht den Hauch einer Chance. Nur Sarah Scherer aus Fuldatal konnte beiden Arolsen in Runde 6 und 7 jeweils einen halben Punkt abknöpfen. Die Entscheidung um den Gesamtsieg brachte das direkte Duell, das diesmal Moritz gegen Marcel Ruhl gewann. Auf die Plätze hinter den Ruhls kamen Calvin Küthe aus Kassel (5), Sarah Scherer aus Fuldatal (4,5) und Brian Jin aus Hann. Münden (4).

In der XL-Klasse spielten schon echte Schachprofis, denn nahezu alle Schüler sind bereits Vereinsspieler und mischen bei den Senioren bis in Nordhessenliga und Landesklasse kräftig mit. Der Gesamtsieg ging an den überragenden Joschi Stabernack aus Fuldatal. Er gewann alle 7 Partien. Mithalten konnte eigentlich nur Benjamin Jin aus Hann. Münden, der nur einen Punkt gegen den späteren Sieger abgab. Um die Plätze stritt sich ein ziemlich ausgeglichenes Feld, in dem Maximilian Söder und Moritz Thiel (beide Hann. Münden) und Sebastian Ulloth und Jan Taege (beide Baunatal) nur durch unterschiedliche Feinwertung getrennt die Plätze 3-6 belegten. Die Waldecker Fahnen hielten hier die Korbacher Marc Norgall und Patrick Strube hoch. Sie platzierten sich im Mittelfeld.

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Nordhessenpokal: Schachfreunde Korbach siegen souverän gegen Arolsen

BAD AROLSEN. Was für ein Debakel für die Arolser im Heimspiel des Nordhessenpokalviertelfinales gegen Korbach. Konnte man in der Meisterschaft der Landesklasse Nord noch in Korbach gewinnen, revanchierten sich diese eindrucksvoll mit einem 4-0 im Pokal am vergangenen Sonntag in Bad Arolsen. Auch wenn Mannschaftsführer Henze anmerkte, durch diverse Aussetzer der Arolser etwas unglücklich verloren zu haben, war aber am letztlich verdienten Gesamtsieg der Korbacher nicht zu rütteln.

Und es ging auch gleich fulminant los. An Bett 2 kam es zum Duell der talentierten Jugendlichen Paul Schäfer auf Arolser und Christopher Kearns auf Korbach Seite. Schäfer mit Weiß versuchte gleich zu Beginn, Druck gegen Kearns Königsstellung aufzubauen, indem er groß rochierte. Nach Damentausch kam Kearns aber immer besser in das Spiel und erzeugte selbst mit seinen Leichtfiguren Gegendruck auf die Stellung von Schäfer, die dieser so gerade folgenlos parieren konnte, aber einen geringen Stellungsnachteil mit sich brachte. Als er sich dann aber eigentlich gut gesichert und für den Gegenschlag bereit sah, stellte er einzügig nach Springergabel mit Schach einen kompletten Turm ein und musste entnervt aufgeben.

Dieser Schock saß bei den Arolsern. Kurz danach stand es dann auch 0:2. Harald Block als Ersatz spielte an Brett 4 mit Schwarz gegen Jan Zioltkowski eine sehr gute Partie und baute sich entsprechend forsch mit seinen Figuren auf. Mit beiderseitigen Angriffsversuchen musste er aber dem Korbacher nach dessen starken Stellungsspiel gegen den König mit gleichzeitigem Verlust des wichtigen Bauern auf F7 und daraus folgenden Mattdrohungen in hochgradiger Zeitnot Tribut zollen und Zioltkowski den vollen Punkt überlassen.

Nun fehlte den Korbachern nur noch ein halber Punkt, um in das Halbfinale des Nordhessenpokals einzuziehen. Henze an Brett 1 gegen Andre Schmidt mühte sich mit Schwarz schon die ganze Stellung lang gegen dessen starke Angriffe mit Läufer und Dame. Da er keinen Gegendruck erzeugen konnte, musste er letztlich das Unheil über sich ergehen lassen und wurde langsam aber sicher überspielt. Auch das Opfern einer Qualität (Turm gegen Läufer) bot Henze seinen Gegner an um wenigsten zu etwas Gegenspiel zu kommen. Dies lehnte Schmidt aber konsequent ab und opferte selbst einen Läufer in die Königsstellung für eine offene Turmlinie. Henze nahm das Opfer an mit der Tatsache, seinen König durch diverse Schach`s der gegnerischen Dame retten zu können, gab aber zugleich sofort danach auf, da er glatt ein Matt auf F 7 nach Schmidt`s Zwischenzug mit der Dame übersehen hatte. Letztlich hat dies sein Ende nur schneller begünstigt, da die Stellung eh hinüber war.

Korbach war somit mit dem 0-3 eine Runde weiter und nun lag es an Jürgen Wolf, zumindest eine Resultatsverbesserung an Brett 3 spielend gegen Evgeniy Rymar zu erreichen. Mit Weiß stand er nach munteren Bauerzügen gegen Rymar´s Königsstellung gar nicht mal so schlecht, da dessen König ja noch nicht rochiert und somit auch nicht in sicherer Stellung war. Rymar konterte aber ebenfalls und zwang nunmehr Wolf etwas in die Defensive, was diesen veranlasste, seinem Gegner ein friedliches remis anzubieten, aber Rymar ablehnte. Dieser erspielte sich nunmehr selber Vorteil mit anschließendem Qualitätsgewinn. Wolf konterte, indem er sich die Bauern an dessen Königsflügel einverleibte und wieder etwas Hoffnung schöpfte. Jetzt opferte Rymar aber gekonnt seinen Turm und erzwang dadurch einen Umtausch von Wolf`s beiden Leichtfiguren in eine Stellung, aus der Rymar dann mit einer kompletten Mehrfigur in das Endspiel einzog. Nach einem weiteren kleinen Schnitzer mussten dann auch noch die Bauern und der Turm dran glauben und die Stellung war verloren, das 0-4 für Korbach zementiert.

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Arolsen nach 3:1 im Viertelfinale des Nordhessenpokals

IMMENHAUSEN/ BAD AROLSEN. Gegen das Nordhessenligateam aus Immenhausen waren die Arolser Landesligisten im Pokal klar favorisiert. Es dauert auch kaum mehr als eine Stunde, als Constantin Vogel die Residenzstäder gewohnt sicher auf die Siegerstraße brachte. Nach Figurenverlust blieb seinem Gegner Albrecht nur die Aufgabe. Als auch Frieder Wagener seinen Gegner Dunkel glatt überspielt hatte, schien schon alles gelaufen, doch Wagener fand nicht den gewinnweg und musste am Ende sogar noch mit einem Remis zufrieden sein. Nach gut zwei Stunden Spielzeit einigten sich Paul Schäfer und Werner am Spüitzenbrett in einer völlig ausgeglichenen Partie ebenfalls auf Remis. Nun wollte auch Altmeister Jürgen Wolf zeigen, dass er noch mithalten kann. Nach einer gewagten Opferkombination sah er schon das Matt, aber Michel konnte nach einem Patzer Wolfs noch einmal entwischen. Zur Strafe musste der sich noch über eine Stunde länger im Endspiel abmühen, dis dann doch endlich der 3:1 Sieg der Arolser feststand.

Gesamtergebnis
Immenhausen – SV Anderssen Bad Arolsen 1:3

Einzelergebnisse (Immenhausen zuerst genannt)
Werner – Schäfer 1/2:1/2
Albrecht – Vogel 0:1
Michel – Wolf 0:1
Dunkel – Wagener 1/2:1/2

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SVA 1 weiter auf Erfolgsurs

LK Nord 2011/12 – 7. Runde

BAD AROLSEN/ KASSEL. Dritter Sieg in Folge: Dank eines verdienten 5:3 Sieges bei Caissa Kassel 2 bleibt Arolsen weiter auf Erfolgskurs.

Nach zuletzt zwei Siegen wollte man auch beim Angstgegner aus Kassel diesmal nichts anbrennen lassen. Den ersten Grundstein legte Thomas Bölke an Brett eins. Nachdem beide Seiten keinen Vorteil heraus spielen konnten, lief die Partie nach zweieinhalb Stunden in den Remishafen ein. Jürgen Wolf hatte mit Martin Stuckenschneider einen Ex-Arolser zum Gegner. Schnell kam eine Variante aus alten Zeiten aufs Brett, jedoch ohne das einer entscheidenden Vorteil reklamieren konnte – Remis.

Nach drei Stunden der erste Rückschlag: Marco Bornemann hatte sich einen starken Freibauern erkämpft. Der lief und lief und lief. Und ging aus heiterem Himmel verloren. Als kurz darauf auch noch ein Turm abhanden kam blieb nur die Aufgabe. Kassel lag – wieder einmal – in Führung. Die Schockstarre währte nicht lange, denn der Arolser Mannschaftsführer Hermann Henze schlug in typischer Manier zurück. Mit kontrollierter Offensive drängte er Stephanie Lind langsam zurück, gewann anschließend gekonnt einen Bauern und die Partie. Noch eindrucksvoller sah der Angriff von Manfred Müller aus. Nach einem wohlkalkulierten Opfer setze er zu einem unwiderstehlichen Mattangriff an. Kurz vor dem krönenden Abschluss aber geriet der Arolser ins Grübeln, ließ dem scheinbar wehrlosen Gegner einen Moment Luft. Der nutzte die Gelegenheit und rettete sich ans Remisufer – ein vergebener Schönheitspreis. Mehr Erfolg hatte Nachwuchshoffnung Constantin Vogel. Mit einer strategischen Glanzleistung ließ er seinen aggressiv gestimmten Gegner nie zur Entfaltung kommen, so dass Curth nach vier Stunden völlig entnervt aufgeben musste.

Dem Sieg ganz nahe schien auch Gerd Brückmann. Der bislang punktlose Routinier hatte im Endspiel gegen Franke einen Bauern erobert. Als dieser wenige Züge später wieder verloren ging ahnten seine Mannschaftskameraden nichts Gutes. Sollte er die Partie gar noch verlieren? Schier endlose Minuten vergingen, bis sich beide Kontrahenten dann doch die Hände reichten. Mit dem Remis hatte Arolsen zumindest schon mal einen Punkt in der Tasche. War gegen den Angstgegner vielleicht sogar mehr drin?

In der letzten Partie zwischen Martin Malinowski und Torsten Heckmann war alles möglich. Beide kämpften verbissen um den vollen Punkt, lavierten geschickt mit ihren Figuren. Als der Kasseler in Zeitnot geriet, schien alles klar. Malinowski nutzte eine Unaufmerksamkeit und eroberte einen Bauern. Das sollte es doch gewesen sein tuschelten die mitfiebernden Kiebitze. Keine Fünf Züge später hatte sich das Blatt komplett gewendet, denn nun war es Heckmann der einen Bauern mehr hatte. Ungläubiges Staunen auf Arolser Seite. Malinowski lief in seiner Not mit dem König einfach ganz plump nach vorn, was Heckmann triumphierend einen weiteren Bauern verspeisen ließ. Doch kaum hatte sein Turm den Bauern verschlungen, blieb ihm dieser im Halse stecken. Mit nur noch wenigen Sekunden auf der Uhr hatte der Kasseler glatt ein einzügiges Matt übersehen – Sieg!

SV CAISSA e. V. Kassel 2 – SV Anderssen Arolsen 1 3:5

Haase – Bölke ½:½
Franke – Brückmann ½:½
Stuckenschneider – Wolf ½:½
Lind – Henze 0:1
Curth – Vogel 0:1
Heckmann – Malinowski 0:1
Pinnow – Bornemann 1:0
Ademi – Müller ½:½

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Martin Malinowski gewinnt Finale im Porschepokal

BAD AROLSEN. Was für ein Paukenschlag von dem langjährigen Turnierleiter Martin Malinowski vom Schachverein Anderssen Arolsen im Porschepokal. Er verhinderte gegen Titelverteidiger Henze dessen Titelhattrick und heimste den begehrten Pokal gleich im ersten wichtigen Turnier des Jahres 2012 ein.

Das die Bäume nicht in den Himmel ragen, musste nun auch leidvoll der Seriensieger und Abonnementmeister Hermann Henze leidvoll erfahren. Nach 2010 und 2011 wäre der Hattrick in 2012 möglich gewesen. Letztlich gibt es an dem Sieg von Malinowski nix zu rütteln und Henze gratulierte auch fair und freute sich mit Malinowski, der vor gefühlten 20 Jahren mal wieder grandios zuschlug und sich einen ersten Platz sicherte. „Dann hören hoffentlich jetzt auch die Sprüche der Vereinskollegen auf, nach dem Motto: Ein Spiel dauert 90 Minuten und am Ende gewinnt immer Henze“, meinte dieser etwas geknickt dann auch süffisant, da er in 2011 ja fast alles gewann.

Das Pokalturnier, welches im doppelten KO- System (erst nach der zweiten Niederlage war man raus) mit 15 Minuten Bedenkzeit pro Spieler gespielt wurde, hatte ein Teilnehmerfeld, welches es in den Vorjahren so nicht gab. 16 Teilnehmer und fast alle aus der 1. Mannschaft waren vertreten, garantierte Klasse und absolute Spannung in fast allen Partien war somit gewährleistet.

Und gleich die erste Runde garantierte tolle Überraschungen, sahen sich doch Henze gegen den späteren Turniersieger Malinowski und Brückmann gegen Fankhänel durch nicht erwartete Niederlagen gleich in der Verliererrunde. Auch Jungtalent Constantin Vogel erwischte es gegen Altmeister van Steenput. Ihm folgten dann auch Wagner mit Niederlage gegen Block. Nur noch Wolf mit Sieg gegen Meckelburg und Ackermann gegen Junghans schafften die 1 Runde ohne Niederlage wo auch Stefan Reuschel weiterkam.

In der 2. Siegerrunde kamen die Favoriten Fankhänel gegen Block, Wolf gegen van Steenput und Reuschel in einem Klasseduell gegen Ackermann sowie Malinowski gegen Gästespieler Schäfer in die 3. Runde.
In der Verliererrunde ging es jetzt dagegen ums nackte Überleben. Eine weitere Niederlage und es war Schluss! Hier erwischte es dann auch gleich Friedrich Wagener mit dessen zweiter Niederlage gegen Brückmann nach starkem Spiel von beiden. Vogel siegte klar gegen Meckelburg, und auch Junghans und Henze ließen nichts anbrennen und folgen ebenfalls in die 3 Runde.

Hier setzten sich dann Brückmann gegen Schäfer sowie Vogel gegen Ackermann und van Steenput gegen Junghans sicher durch. Nur Henze musste, irgendwie in diesem Turnier noch nicht so richtig angekommen, gegen Harald Block in die Verlängerung. Nach glücklichem Remis in der Normalpartie sicherte er sich mit Glück den Blitzstichkampf, wo er dann Block keine Chance lies und auch in die nächste Runde einzog.

Die Siegerrunde lief während dessen parallel weiter und auch hier gab Malinowski gleich den nächsten Knaller ab. In einer mitreißend geführten Partie gegen Stefan Reuschel konnte er dessen starken Angriff kompromisslos widerlegen und beförderte diesen somit überraschend aus dem Turnier und stand auf einmal im Finale! Hier konnte er sich beruhigt zurücklehnen und auf seinen Finalgegner aus der Verliererrunde warten.

Dort beförderte dann Constantin Vogel überraschend Gerd Brückmann aus dem Turnier. Eigentlich war Vogel schon weg vom Fenster, konnte sich aber in absoluter Spitzenmanier und gewohnt schneller und starker Zugfolge einen Stellungsvorteil erspielen und den nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg sicherstellen.
Auch machte Henze mal wieder etwas schwerfällig dann aber mit van Steenput kurzen Prozess und zog ebenfalls eine Runde weiter.

Hier kam dann Vogel mit einem weiteren Sieg in das Finale der Verliererrunde und die Frage war, Henze oder Reuschel im direkten Duell als nächsten Gegner zu bekommen.

Und diese Partie hatte es in sich. Henze mit Weiß erspielte sich zwar einen kleinen Vorteil den aber Stefan Reuschel mit unwiderstehlichem Angriffsspiel zunichte machte und selber einen Mehrbauern in das Turmendspiel einbrachte und auf Gewinn stand. Letztlich geht es aber auch um die Zeit und hier hatte Henze den kleinen Vorteil auf seiner Seite und konnte somit glücklich durch Zeitüberschreitung gewinnen und stand hiermit als Finalgegner in der Verliererrunde gegen Vogel fest.

Und hier spielte dann Vogel mit Weiß ungewohnt zurückhaltend ja voller Respekt, was Henze natürlich entgegenkam und er seelenruhig seine Angriffswellen gegen den gegnerischen Damenflügel initiieren und die Partie letztlich klar und mit deutlichem Materialvorteil
gewinnen konnte.

Somit stand das Gesamtfinale des Porschepokal Malinowski gegen Henze fest, wobei dieser das Handicap hatte, unbedingt die erste Partie gewinnen zu müssen, da Malinowski bis dato und das bei diesem stark besetzten Turnier, ja noch nicht einmal verloren hatte und somit erstmal Gleichstand erzwingen musste.

Mit Schwarz legte er auch gleich fulminant los und spielte konsequent auf Gewinn. Auch ein Qualitätsopfer (Springer gegen Turm) brachte er für eine nötige Gewinnstellung ein, Malinowski parierte aber unglaublich bravourös und Henze lief gnadenlos seine Bedenkzeit weg. Nach weiterer schwacher Zugfolge schwammen Henze dann endgültig die Felle weg, konnte er doch lediglich nur noch ein Remis erreichen, was Malinowski zum Gesamtsieg aber gereicht hätte. Somit versuchter er es nochmals mit der Brechstange und überzog die Stellung hoffnungslos. Malinowski oder Mister „ohne Niederlage im Porschepokal“ nutzte dies konsequent aus und stellte den Gesamtsieg dann locker sicher.

„Verdient aller maßen“, meinte Henze im Anschluss, wurde er doch von Malinowski in dem Turnier zweimal geschlagen!! Malinowski`s Konter: „ Endlich habe ich auch mal nach so langer Zeit einen ersten Platz gesichert“ und gab anschließend eine Runde Arolser aus!

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SVA 1: Vogel Matchwinner gegen Baunatal

BAUNATAL. Constantin Vogel krönt sich mit einer Wahnsinnspartie zum Matchwinner des Schachverein Anderssen Arolsen gegen Baunatal.

„Es macht wirklich Spaß, diesen Jungen beim Schachspielen zuzuschauen“ meinte Hermann Henze als Mannschaftsführer voller Verzückung. Nachdem Paul Schäfer an Brett 1 zum zwischenzeitlichen und vorentscheidenden 4:3 Spielstand beitrug, machte Vogel den Deckel drauf zum letztlich verdienten 5:3 Gesamtsieg über Baunatal.

„Nur nicht zu sicher sein“ mahnte Henze im Vorfeld der Begegnung. Denn der nicht eingeplante Sieg gegen Tabellenführer Korbach in der vorherigen Runde hätte keine Wirkung, sollte man heute gegen den Tabellennachbarn leer ausgehen. Des Weiteren fehlten auf Arolser Seite auch noch die beiden wichtigen Stammkräfte Thomas Bölke und Martin Malinowski, was weiterhin zur Vorsicht mahnte.

Aber es ging auf Arolser Seite gleich gut los, musste Baunatal doch an Brett 2 Torsten Fankhänel den Sieg kampflos abgeben, da Kleinschmidt nicht antrat. Hier kamen Mannschaftsführer Henze aber gleich wieder unangenehme Erinnerungen hoch, spielte Baunatal vor 2 Jahren ebenfalls in Arolsen mit nur 5 Mann und hätte fast noch gewonnen!

Aber diesmal kam es anders, auch weil Ersatzmann Manfred Müller an Brett 7 gegen Hödtke mit Schwarz nach beiderseitigem Schlagabtausch und Bauerngewinn kein hohes Risiko einging und das Remis sicherstellte. Arolsen führte somit 1,5 zu 0,5 und dieses Resultat baute quasi zeitgleich Dr. Wolf in seiner unnachahmlichen Spielweise weiter aus. An Brett 4 mit Weiß gegen Sharikow setzte er diesen in einer scharfen Angriffsvariante dermaßen unter Druck, dass dieser diverse Bauern, Qualität (Turm gegen Läufer) und letztlich auch die Partie verlor und aufgeben musste.

Arolsen führe somit 2,5 zu 0,5, konnte diesen Vorsprung aber nicht lange halten, da Ersatzmann Beisinghoff an Brett 8 gegen Peter Gibhardt einen Bauernverlust hinnehmen musste, den er letztlich nicht mehr ausgleichen konnte. Gibhardt stellte mit starkem Angriff den vollen Punkt für Baunatal sicher und verkürzte.

Die aufkommende Hoffnung für die Gäste erstickte aber Henze mit seinem Sieg gegen Francis sofort im Keim und stellte den 2-Punkte-Vorsprug zum 3,5 zu 1,5 wieder her. Mit Schwarz erspielte er sich an Brett 5 starken Druck gegen Francis` isolierten Bauern, sodass dieser nur noch reagieren statt agieren konnte. In seiner Verzweiflung versuchte er mit einem Ablenkungsopfer wieder in das Spiel zurückzukommen, Henze konterte aber bravourös mit einem Gegenopfer und gewann schließlich Turm und die Partie. Mit derzeit 5,5 Punkten aus 6 möglichen katapultierte er sich auch gleich an die Topscorerspitze der gesamten Landesliga. Ist schon beängstigend, wie der im Moment immer auf Sieg spielt, unkten die Mannschaftskollegen.

Aber wieder konnte Baunatal kurz danach verkürzen. Der in dieser Saison vom Pech verfolgte Brückmann hatte an Brett 3 mit Schwarz gegen Weyer eigentlich eine gute Stellung aufgebaut und sich geschickt gegen dessen Angriffe verteidigt. Als alle schon mit einem Remis rechneten, opferte der Baunataler aber seine Turmbatterie gegen Brückmanns König und ging danach mit Mehrbauern und starkem Läuferpaar in ein gewinnbringendes Endspiel, was für den Arolser nicht mehr zu halten war. Arolsen führte nur noch 3,5 zu 2,5.

Die entstandene Arolser Unruhe löste aber gleich Paul Schäfer an Brett 1 gegen Corley auf, hatte dieser doch kurz vor Brückmann`s Niederlage dem Arolser remis in einer nach hartem Kampf von beiden Seiten ausgeglichenen Stellung angeboten, was bei Annahme die 4-3 –Führung für Arolsen und das Unentschieden bedeutet hätte unabhängig vom Ausgang der noch letzten laufenden Partie von Vogel. Nach kurzer Klärung mit dem Mannschaftsführer und im Hinblick auf die etwas schlechtere Restzeit nahm Schäfer das Remis an und holte somit das Unentschieden und den ersten Mannschaftspunkt.

Nun schaute alles gebannt auf die letzte Partie an Brett 6 von Constantin Vogel gegen Jürgen Flörke. Bei einem Unentschieden wäre der Gesamtsieg sichergestellt, aber Vogel wollte mehr. In einer geilen Partie, wie Henze anmerkte, erspielte sich Vogel mit starkem Angriff und phantastischen Blockierzügen eine Mattstellung, aus der es für Flörke kein Entrinnen mehr gab und dieser kurz vor der Mattsetzung schockiert und regelrecht entnervt über soviel Hilflosigkeit aufgab und Vogel zum Sieg gratulierte, was gleichbedeutend den Gesamtsieg zum 5:3 einbrachte und den Arolsern aller Abstiegssorgen entledigte.

„Wir werden noch sehr viel Freude an Vogel haben, der mit seinen 14 Jahren auf unglaublich hohem Niveau Schach spielt“ meinte Henze am Schluss. Klar, ging dieser doch auch durch die grandiose Jugendschule vom ehemaligen Jugendleiter Peter Kirschning!

Gesamtergebnis:
SV Anderssen Arolsen 1 – Schachklub Baunatal 1963 1 5:3

Einzelergebnisse:
Schäfer, Paul – Corley, Brian ½:½
Fankhaenel, Torsten – Kleinschmidt, Felix +:-
Brückmann, Gerd – Weyer, Christof 0:1
Wolf, Jürgen – Sharikow, Alexej 1:0
Henze, Hermann-Josef – Francis, Patrick 1:0
Vogel, Constantin – Flörke, Jürgen 1:0
Müller, Manfred – Hödtke, Jörn ½:½
Beisinghoff, Rudolf – Gibhardt, Peter 0:1

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JHV 2012: Kirschning geht, Fankhaenel übernimmt Jugend

Jahreshauptversammlung 2012

BAD AROLSEN. Jedem Ende wohnt auch ein Anfang inne: Nach 50jähriger Vorstandsarbeit für den SV Anderssen Bad Arolsen ist Peter Kirschning zurückgetreten. Die Jugendarbeit wird zukünftig Torsten Fankhaenel leiten.

Gleich zu Beginn der Jahreshauptversammlung bedauerte Vorsitzender Jürgen Wolf den Rücktritt. „Peter Kirschning hat viele Jugendliche für Schach begeistern können“ so Wolf. Die Folge: Fast alle heutigen Top-Spieler im Verein sind durch seine Schule gegangen. Unermüdlich habe er sich für die Belange des Vereins eingesetzt. Grund genug für die anwesenden Mitglieder ihn abschließend mit Präsent und viel Beifall zu verabschieden.

Das Zepter in Sachen Jugendarbeit übernimmt Torsten Fankhaenel. Ideen und Konzepte hat er bereits: Wiederaufbau eines regelmäßigen Jugendtrainings sowie Gründung und Fortführung der Schach AGs in Schulen. „Nur über solch AG´s lassen sich Jugendliche für Schach gewinnen“ weiß Fankhaenel. Wichtig sei auch, passiv gewordene Jugendliche noch einmal anzusprechen.

Allein die Mitgliederentwicklung der letzten Jahre mache deutlich, wie wichtig konstante Jugendarbeit sei, mahnte der Vorsitzende Jürgen Wolf. So ist die Zahl der Mitglieder weiter auf 44 gesunken. Um dem Entgegenzuwirken ist neben forcierter Jugendarbeit auch mehr Öffentlichkeitsarbeit geplant. So ist unter anderem eine Freischachanlage in Planung, die für regelmäßige Freischach-Turniere genutzt werden soll.

Die abschließende Siegerehrung stand ganz im Zeichen von Hermann Henze. Mit sechs von acht möglichen Pokalen avancierte Henze zum Seriensieger 2011. So klar habe schon lange kein Spieler mehr dominiert, konstatierte Turnierleiter Martin Malinowski.

Vereinsmeisterschaft: 1. H. Henze 2. P. Schäfer 3. C. Vogel
Stadtmeisterschaft: 1. H. Henze 2. P. Schäfer 3. C. Vogel 4. G. Brückmann
Pokalturnier: 1. H. Henze 2. J. Wolf
Runtemund Gedächtnisturnier: 1. S. Reuschel 2. J. Wolf 3. M. Malinowski
Kurzpartienturnier: 1. H. Henze 2. G. Brückmann 3. S. Reuschel
Erdbeerblitz: 1. H. Henze 2. S. Reuschel
Blitzmeisterschaft: 1. H. Henze 2. S. Reuschel 3. J. Wolf
Thematurnier: 1. J. Wolf 2. G. Brückmann 3. S. Reuschel

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