SVA 1 weiter auf Erfolgsurs

LK Nord 2011/12 – 7. Runde

BAD AROLSEN/ KASSEL. Dritter Sieg in Folge: Dank eines verdienten 5:3 Sieges bei Caissa Kassel 2 bleibt Arolsen weiter auf Erfolgskurs.

Nach zuletzt zwei Siegen wollte man auch beim Angstgegner aus Kassel diesmal nichts anbrennen lassen. Den ersten Grundstein legte Thomas Bölke an Brett eins. Nachdem beide Seiten keinen Vorteil heraus spielen konnten, lief die Partie nach zweieinhalb Stunden in den Remishafen ein. Jürgen Wolf hatte mit Martin Stuckenschneider einen Ex-Arolser zum Gegner. Schnell kam eine Variante aus alten Zeiten aufs Brett, jedoch ohne das einer entscheidenden Vorteil reklamieren konnte – Remis.

Nach drei Stunden der erste Rückschlag: Marco Bornemann hatte sich einen starken Freibauern erkämpft. Der lief und lief und lief. Und ging aus heiterem Himmel verloren. Als kurz darauf auch noch ein Turm abhanden kam blieb nur die Aufgabe. Kassel lag – wieder einmal – in Führung. Die Schockstarre währte nicht lange, denn der Arolser Mannschaftsführer Hermann Henze schlug in typischer Manier zurück. Mit kontrollierter Offensive drängte er Stephanie Lind langsam zurück, gewann anschließend gekonnt einen Bauern und die Partie. Noch eindrucksvoller sah der Angriff von Manfred Müller aus. Nach einem wohlkalkulierten Opfer setze er zu einem unwiderstehlichen Mattangriff an. Kurz vor dem krönenden Abschluss aber geriet der Arolser ins Grübeln, ließ dem scheinbar wehrlosen Gegner einen Moment Luft. Der nutzte die Gelegenheit und rettete sich ans Remisufer – ein vergebener Schönheitspreis. Mehr Erfolg hatte Nachwuchshoffnung Constantin Vogel. Mit einer strategischen Glanzleistung ließ er seinen aggressiv gestimmten Gegner nie zur Entfaltung kommen, so dass Curth nach vier Stunden völlig entnervt aufgeben musste.

Dem Sieg ganz nahe schien auch Gerd Brückmann. Der bislang punktlose Routinier hatte im Endspiel gegen Franke einen Bauern erobert. Als dieser wenige Züge später wieder verloren ging ahnten seine Mannschaftskameraden nichts Gutes. Sollte er die Partie gar noch verlieren? Schier endlose Minuten vergingen, bis sich beide Kontrahenten dann doch die Hände reichten. Mit dem Remis hatte Arolsen zumindest schon mal einen Punkt in der Tasche. War gegen den Angstgegner vielleicht sogar mehr drin?

In der letzten Partie zwischen Martin Malinowski und Torsten Heckmann war alles möglich. Beide kämpften verbissen um den vollen Punkt, lavierten geschickt mit ihren Figuren. Als der Kasseler in Zeitnot geriet, schien alles klar. Malinowski nutzte eine Unaufmerksamkeit und eroberte einen Bauern. Das sollte es doch gewesen sein tuschelten die mitfiebernden Kiebitze. Keine Fünf Züge später hatte sich das Blatt komplett gewendet, denn nun war es Heckmann der einen Bauern mehr hatte. Ungläubiges Staunen auf Arolser Seite. Malinowski lief in seiner Not mit dem König einfach ganz plump nach vorn, was Heckmann triumphierend einen weiteren Bauern verspeisen ließ. Doch kaum hatte sein Turm den Bauern verschlungen, blieb ihm dieser im Halse stecken. Mit nur noch wenigen Sekunden auf der Uhr hatte der Kasseler glatt ein einzügiges Matt übersehen – Sieg!

SV CAISSA e. V. Kassel 2 – SV Anderssen Arolsen 1 3:5

Haase – Bölke ½:½
Franke – Brückmann ½:½
Stuckenschneider – Wolf ½:½
Lind – Henze 0:1
Curth – Vogel 0:1
Heckmann – Malinowski 0:1
Pinnow – Bornemann 1:0
Ademi – Müller ½:½

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Martin Malinowski gewinnt Finale im Porschepokal

BAD AROLSEN. Was für ein Paukenschlag von dem langjährigen Turnierleiter Martin Malinowski vom Schachverein Anderssen Arolsen im Porschepokal. Er verhinderte gegen Titelverteidiger Henze dessen Titelhattrick und heimste den begehrten Pokal gleich im ersten wichtigen Turnier des Jahres 2012 ein.

Das die Bäume nicht in den Himmel ragen, musste nun auch leidvoll der Seriensieger und Abonnementmeister Hermann Henze leidvoll erfahren. Nach 2010 und 2011 wäre der Hattrick in 2012 möglich gewesen. Letztlich gibt es an dem Sieg von Malinowski nix zu rütteln und Henze gratulierte auch fair und freute sich mit Malinowski, der vor gefühlten 20 Jahren mal wieder grandios zuschlug und sich einen ersten Platz sicherte. „Dann hören hoffentlich jetzt auch die Sprüche der Vereinskollegen auf, nach dem Motto: Ein Spiel dauert 90 Minuten und am Ende gewinnt immer Henze“, meinte dieser etwas geknickt dann auch süffisant, da er in 2011 ja fast alles gewann.

Das Pokalturnier, welches im doppelten KO- System (erst nach der zweiten Niederlage war man raus) mit 15 Minuten Bedenkzeit pro Spieler gespielt wurde, hatte ein Teilnehmerfeld, welches es in den Vorjahren so nicht gab. 16 Teilnehmer und fast alle aus der 1. Mannschaft waren vertreten, garantierte Klasse und absolute Spannung in fast allen Partien war somit gewährleistet.

Und gleich die erste Runde garantierte tolle Überraschungen, sahen sich doch Henze gegen den späteren Turniersieger Malinowski und Brückmann gegen Fankhänel durch nicht erwartete Niederlagen gleich in der Verliererrunde. Auch Jungtalent Constantin Vogel erwischte es gegen Altmeister van Steenput. Ihm folgten dann auch Wagner mit Niederlage gegen Block. Nur noch Wolf mit Sieg gegen Meckelburg und Ackermann gegen Junghans schafften die 1 Runde ohne Niederlage wo auch Stefan Reuschel weiterkam.

In der 2. Siegerrunde kamen die Favoriten Fankhänel gegen Block, Wolf gegen van Steenput und Reuschel in einem Klasseduell gegen Ackermann sowie Malinowski gegen Gästespieler Schäfer in die 3. Runde.
In der Verliererrunde ging es jetzt dagegen ums nackte Überleben. Eine weitere Niederlage und es war Schluss! Hier erwischte es dann auch gleich Friedrich Wagener mit dessen zweiter Niederlage gegen Brückmann nach starkem Spiel von beiden. Vogel siegte klar gegen Meckelburg, und auch Junghans und Henze ließen nichts anbrennen und folgen ebenfalls in die 3 Runde.

Hier setzten sich dann Brückmann gegen Schäfer sowie Vogel gegen Ackermann und van Steenput gegen Junghans sicher durch. Nur Henze musste, irgendwie in diesem Turnier noch nicht so richtig angekommen, gegen Harald Block in die Verlängerung. Nach glücklichem Remis in der Normalpartie sicherte er sich mit Glück den Blitzstichkampf, wo er dann Block keine Chance lies und auch in die nächste Runde einzog.

Die Siegerrunde lief während dessen parallel weiter und auch hier gab Malinowski gleich den nächsten Knaller ab. In einer mitreißend geführten Partie gegen Stefan Reuschel konnte er dessen starken Angriff kompromisslos widerlegen und beförderte diesen somit überraschend aus dem Turnier und stand auf einmal im Finale! Hier konnte er sich beruhigt zurücklehnen und auf seinen Finalgegner aus der Verliererrunde warten.

Dort beförderte dann Constantin Vogel überraschend Gerd Brückmann aus dem Turnier. Eigentlich war Vogel schon weg vom Fenster, konnte sich aber in absoluter Spitzenmanier und gewohnt schneller und starker Zugfolge einen Stellungsvorteil erspielen und den nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg sicherstellen.
Auch machte Henze mal wieder etwas schwerfällig dann aber mit van Steenput kurzen Prozess und zog ebenfalls eine Runde weiter.

Hier kam dann Vogel mit einem weiteren Sieg in das Finale der Verliererrunde und die Frage war, Henze oder Reuschel im direkten Duell als nächsten Gegner zu bekommen.

Und diese Partie hatte es in sich. Henze mit Weiß erspielte sich zwar einen kleinen Vorteil den aber Stefan Reuschel mit unwiderstehlichem Angriffsspiel zunichte machte und selber einen Mehrbauern in das Turmendspiel einbrachte und auf Gewinn stand. Letztlich geht es aber auch um die Zeit und hier hatte Henze den kleinen Vorteil auf seiner Seite und konnte somit glücklich durch Zeitüberschreitung gewinnen und stand hiermit als Finalgegner in der Verliererrunde gegen Vogel fest.

Und hier spielte dann Vogel mit Weiß ungewohnt zurückhaltend ja voller Respekt, was Henze natürlich entgegenkam und er seelenruhig seine Angriffswellen gegen den gegnerischen Damenflügel initiieren und die Partie letztlich klar und mit deutlichem Materialvorteil
gewinnen konnte.

Somit stand das Gesamtfinale des Porschepokal Malinowski gegen Henze fest, wobei dieser das Handicap hatte, unbedingt die erste Partie gewinnen zu müssen, da Malinowski bis dato und das bei diesem stark besetzten Turnier, ja noch nicht einmal verloren hatte und somit erstmal Gleichstand erzwingen musste.

Mit Schwarz legte er auch gleich fulminant los und spielte konsequent auf Gewinn. Auch ein Qualitätsopfer (Springer gegen Turm) brachte er für eine nötige Gewinnstellung ein, Malinowski parierte aber unglaublich bravourös und Henze lief gnadenlos seine Bedenkzeit weg. Nach weiterer schwacher Zugfolge schwammen Henze dann endgültig die Felle weg, konnte er doch lediglich nur noch ein Remis erreichen, was Malinowski zum Gesamtsieg aber gereicht hätte. Somit versuchter er es nochmals mit der Brechstange und überzog die Stellung hoffnungslos. Malinowski oder Mister „ohne Niederlage im Porschepokal“ nutzte dies konsequent aus und stellte den Gesamtsieg dann locker sicher.

„Verdient aller maßen“, meinte Henze im Anschluss, wurde er doch von Malinowski in dem Turnier zweimal geschlagen!! Malinowski`s Konter: „ Endlich habe ich auch mal nach so langer Zeit einen ersten Platz gesichert“ und gab anschließend eine Runde Arolser aus!

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SVA 1: Vogel Matchwinner gegen Baunatal

BAUNATAL. Constantin Vogel krönt sich mit einer Wahnsinnspartie zum Matchwinner des Schachverein Anderssen Arolsen gegen Baunatal.

„Es macht wirklich Spaß, diesen Jungen beim Schachspielen zuzuschauen“ meinte Hermann Henze als Mannschaftsführer voller Verzückung. Nachdem Paul Schäfer an Brett 1 zum zwischenzeitlichen und vorentscheidenden 4:3 Spielstand beitrug, machte Vogel den Deckel drauf zum letztlich verdienten 5:3 Gesamtsieg über Baunatal.

„Nur nicht zu sicher sein“ mahnte Henze im Vorfeld der Begegnung. Denn der nicht eingeplante Sieg gegen Tabellenführer Korbach in der vorherigen Runde hätte keine Wirkung, sollte man heute gegen den Tabellennachbarn leer ausgehen. Des Weiteren fehlten auf Arolser Seite auch noch die beiden wichtigen Stammkräfte Thomas Bölke und Martin Malinowski, was weiterhin zur Vorsicht mahnte.

Aber es ging auf Arolser Seite gleich gut los, musste Baunatal doch an Brett 2 Torsten Fankhänel den Sieg kampflos abgeben, da Kleinschmidt nicht antrat. Hier kamen Mannschaftsführer Henze aber gleich wieder unangenehme Erinnerungen hoch, spielte Baunatal vor 2 Jahren ebenfalls in Arolsen mit nur 5 Mann und hätte fast noch gewonnen!

Aber diesmal kam es anders, auch weil Ersatzmann Manfred Müller an Brett 7 gegen Hödtke mit Schwarz nach beiderseitigem Schlagabtausch und Bauerngewinn kein hohes Risiko einging und das Remis sicherstellte. Arolsen führte somit 1,5 zu 0,5 und dieses Resultat baute quasi zeitgleich Dr. Wolf in seiner unnachahmlichen Spielweise weiter aus. An Brett 4 mit Weiß gegen Sharikow setzte er diesen in einer scharfen Angriffsvariante dermaßen unter Druck, dass dieser diverse Bauern, Qualität (Turm gegen Läufer) und letztlich auch die Partie verlor und aufgeben musste.

Arolsen führe somit 2,5 zu 0,5, konnte diesen Vorsprung aber nicht lange halten, da Ersatzmann Beisinghoff an Brett 8 gegen Peter Gibhardt einen Bauernverlust hinnehmen musste, den er letztlich nicht mehr ausgleichen konnte. Gibhardt stellte mit starkem Angriff den vollen Punkt für Baunatal sicher und verkürzte.

Die aufkommende Hoffnung für die Gäste erstickte aber Henze mit seinem Sieg gegen Francis sofort im Keim und stellte den 2-Punkte-Vorsprug zum 3,5 zu 1,5 wieder her. Mit Schwarz erspielte er sich an Brett 5 starken Druck gegen Francis` isolierten Bauern, sodass dieser nur noch reagieren statt agieren konnte. In seiner Verzweiflung versuchte er mit einem Ablenkungsopfer wieder in das Spiel zurückzukommen, Henze konterte aber bravourös mit einem Gegenopfer und gewann schließlich Turm und die Partie. Mit derzeit 5,5 Punkten aus 6 möglichen katapultierte er sich auch gleich an die Topscorerspitze der gesamten Landesliga. Ist schon beängstigend, wie der im Moment immer auf Sieg spielt, unkten die Mannschaftskollegen.

Aber wieder konnte Baunatal kurz danach verkürzen. Der in dieser Saison vom Pech verfolgte Brückmann hatte an Brett 3 mit Schwarz gegen Weyer eigentlich eine gute Stellung aufgebaut und sich geschickt gegen dessen Angriffe verteidigt. Als alle schon mit einem Remis rechneten, opferte der Baunataler aber seine Turmbatterie gegen Brückmanns König und ging danach mit Mehrbauern und starkem Läuferpaar in ein gewinnbringendes Endspiel, was für den Arolser nicht mehr zu halten war. Arolsen führte nur noch 3,5 zu 2,5.

Die entstandene Arolser Unruhe löste aber gleich Paul Schäfer an Brett 1 gegen Corley auf, hatte dieser doch kurz vor Brückmann`s Niederlage dem Arolser remis in einer nach hartem Kampf von beiden Seiten ausgeglichenen Stellung angeboten, was bei Annahme die 4-3 –Führung für Arolsen und das Unentschieden bedeutet hätte unabhängig vom Ausgang der noch letzten laufenden Partie von Vogel. Nach kurzer Klärung mit dem Mannschaftsführer und im Hinblick auf die etwas schlechtere Restzeit nahm Schäfer das Remis an und holte somit das Unentschieden und den ersten Mannschaftspunkt.

Nun schaute alles gebannt auf die letzte Partie an Brett 6 von Constantin Vogel gegen Jürgen Flörke. Bei einem Unentschieden wäre der Gesamtsieg sichergestellt, aber Vogel wollte mehr. In einer geilen Partie, wie Henze anmerkte, erspielte sich Vogel mit starkem Angriff und phantastischen Blockierzügen eine Mattstellung, aus der es für Flörke kein Entrinnen mehr gab und dieser kurz vor der Mattsetzung schockiert und regelrecht entnervt über soviel Hilflosigkeit aufgab und Vogel zum Sieg gratulierte, was gleichbedeutend den Gesamtsieg zum 5:3 einbrachte und den Arolsern aller Abstiegssorgen entledigte.

„Wir werden noch sehr viel Freude an Vogel haben, der mit seinen 14 Jahren auf unglaublich hohem Niveau Schach spielt“ meinte Henze am Schluss. Klar, ging dieser doch auch durch die grandiose Jugendschule vom ehemaligen Jugendleiter Peter Kirschning!

Gesamtergebnis:
SV Anderssen Arolsen 1 – Schachklub Baunatal 1963 1 5:3

Einzelergebnisse:
Schäfer, Paul – Corley, Brian ½:½
Fankhaenel, Torsten – Kleinschmidt, Felix +:-
Brückmann, Gerd – Weyer, Christof 0:1
Wolf, Jürgen – Sharikow, Alexej 1:0
Henze, Hermann-Josef – Francis, Patrick 1:0
Vogel, Constantin – Flörke, Jürgen 1:0
Müller, Manfred – Hödtke, Jörn ½:½
Beisinghoff, Rudolf – Gibhardt, Peter 0:1

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JHV 2012: Kirschning geht, Fankhaenel übernimmt Jugend

Jahreshauptversammlung 2012

BAD AROLSEN. Jedem Ende wohnt auch ein Anfang inne: Nach 50jähriger Vorstandsarbeit für den SV Anderssen Bad Arolsen ist Peter Kirschning zurückgetreten. Die Jugendarbeit wird zukünftig Torsten Fankhaenel leiten.

Gleich zu Beginn der Jahreshauptversammlung bedauerte Vorsitzender Jürgen Wolf den Rücktritt. „Peter Kirschning hat viele Jugendliche für Schach begeistern können“ so Wolf. Die Folge: Fast alle heutigen Top-Spieler im Verein sind durch seine Schule gegangen. Unermüdlich habe er sich für die Belange des Vereins eingesetzt. Grund genug für die anwesenden Mitglieder ihn abschließend mit Präsent und viel Beifall zu verabschieden.

Das Zepter in Sachen Jugendarbeit übernimmt Torsten Fankhaenel. Ideen und Konzepte hat er bereits: Wiederaufbau eines regelmäßigen Jugendtrainings sowie Gründung und Fortführung der Schach AGs in Schulen. „Nur über solch AG´s lassen sich Jugendliche für Schach gewinnen“ weiß Fankhaenel. Wichtig sei auch, passiv gewordene Jugendliche noch einmal anzusprechen.

Allein die Mitgliederentwicklung der letzten Jahre mache deutlich, wie wichtig konstante Jugendarbeit sei, mahnte der Vorsitzende Jürgen Wolf. So ist die Zahl der Mitglieder weiter auf 44 gesunken. Um dem Entgegenzuwirken ist neben forcierter Jugendarbeit auch mehr Öffentlichkeitsarbeit geplant. So ist unter anderem eine Freischachanlage in Planung, die für regelmäßige Freischach-Turniere genutzt werden soll.

Die abschließende Siegerehrung stand ganz im Zeichen von Hermann Henze. Mit sechs von acht möglichen Pokalen avancierte Henze zum Seriensieger 2011. So klar habe schon lange kein Spieler mehr dominiert, konstatierte Turnierleiter Martin Malinowski.

Vereinsmeisterschaft: 1. H. Henze 2. P. Schäfer 3. C. Vogel
Stadtmeisterschaft: 1. H. Henze 2. P. Schäfer 3. C. Vogel 4. G. Brückmann
Pokalturnier: 1. H. Henze 2. J. Wolf
Runtemund Gedächtnisturnier: 1. S. Reuschel 2. J. Wolf 3. M. Malinowski
Kurzpartienturnier: 1. H. Henze 2. G. Brückmann 3. S. Reuschel
Erdbeerblitz: 1. H. Henze 2. S. Reuschel
Blitzmeisterschaft: 1. H. Henze 2. S. Reuschel 3. J. Wolf
Thematurnier: 1. J. Wolf 2. G. Brückmann 3. S. Reuschel

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SVA 1 gewinnt gegen Korbach glücklich aber nicht unverdient

LK NORD – 5. Spieltag

KORBACH. Eine ganz knappe Kiste: Mit 4,5:3,5 schubst Arolsen die bisher ungeschlagenen Korbacher überraschend von der Tabellenspitze.

Noch vor Wettkampfbeginn schien der Korbacher Sieg nur eine Frage der Höhe. Zu souverän hatte der Tabellenführer bisher aufgespielt, während Arolsen ein ums andere Mal ungewohnte Schwächen offenbarte. „Ein Sieg heute wäre ein Wunder“ orakelte Mannschaftsführer Hermann Henze.

Und tatsächlich deutete zunächst nichts auf ein Wunder hin. Nach einer Stunde hatte sich der Favorit aus Korbach an allen Brettern eine komfortable Stellung erarbeitet. Als kurz darauf Rudolf Beisinghoff nach missglückter Eröffnung im Figurensturm von Tjark Trienekens unterging schien alles seinen gewohnten Lauf zu nehmen.

Einen kurzen aber heftigen Schlagabtausch lieferten sich am Spitzenbrett Paul Schäfer und Christopher Kearns. Gerade als der Korbacher in Vorteil zu kommen drohte, erzwang Schäfer mit einem schönen Figurenopfer Dauerschach – Remis. Auch im spannungsreichen Duell zwischen Jürgen Wolf und Karl-Heinz Behle neutralisierten sich beide Kontrahenten vollständig, so dass hier ebenso die Friedenspfeifen rauchten .

Die Vorentscheidung fiel kurz vor der Zeitkontrolle nach vier Stunden. Jan Zioltkowski stand gegen Nachwuchshoffnung Constantin Vogel klar besser. Doch wie aus dem Nichts eroberte Vogel plötzlich eine Figur und wickelte gekonnt in ein gewonnenes Turmendpiel über. Freudiges Staunen bei Arolsen, ungläubiges Kopfschütteln bei Korbach – 2:2.

Ebenfalls ein Hauch von Tragik wohnte der Partie zwischen Mark Zatschek und Hermann Henze inne. In einer Partie mit vielen taktischen Kniffen schien es lange Zeit keinen Sieger zu geben. Bis mit einem Mal Zatschek voll auf Mattangriff setzte. Das Dumme: Die Dame von Henze bahnte sich derweil ungehindert einen Weg auf die gegnerische Grundreihe und es hieß „Matt!“ – Arolsen ging mit 3:2 in Führung.

Derweil brannte an Brett 2 zwischen Evgeniy Rymar und Thomas Bölke eine dramatische Zeitnotschlacht mit ungewissen Ausgang. Bölke hatte einen Mehrbauern, Rymar die leicht bessere Stellung. Mit Blick auf die unerbittlich tickende Uhr knallten beide ihre Züge aufs Brett. Als sich der Pulverdampf schließlich verzog, hatte Bölke einen ganzen Turm mehr – 4:2 für Arolsen. Erst nachdem Gerd Brückmann nur Minuten später von Andre Schmidt eiskalt ausgekontert wurde, kam noch einmal Spannung auf.

Den Arolser Gesamterfolg stellte nach knapp fünf Stunden Martin Malinowski sicher. Im Duell gegen Korbachs Topscorer Karl-Heinz Lages hatte der Arolser einen Bauern erobert. Grund genug also, noch eine Weile auf Sieg zu spielen. Lages hingegen verteidigte sich umsichtig, so dass beide in den wohlverdienten Remishafen einliefen. Da im direkten Verfolgerduell der KSK 2 gegen Bad Hersfeld gewinnen konnte, liegt Korbach nunmehr auf Rang zwei, während die Residenzstädter ihren Abstand zu den Abstiegsrängen weiter vergrößern konnten.

Sfr. Korbach 1 – SV Anderssen Arolsen 1 3,5:4,5

Kearns – Schäfer ½:½
Rymar – Bölke 0:1
Schmidt – Brückmann 1:0
Zatschek – Henze 0:1
Behle – Wolf ½:½
Zioltkowski – Vogel 0:1
Lages – Malinowski ½:½
Trienekens – Beisinghoff 1:0

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SVA 2 weiter im Aufwind

Bezirksliga Runde 5

HOMBERG. Auf Tuchfühlung zur Tabellenspitze: Mit einem eindrucksvollen 4:2 gegen Homberg bewahrt sich Arolsen 2 seine Aufstiegschancen.

Gegen die spielstarken Gäste stand der Wettkampf lange Zeit auf des Messers Schneide. Mit druckvollen Spiel hatte Kelm die Homberger in Führung gebracht, nachdem Anton Tadler seine gedrückte Stellung nicht länger verteidigen konnte. Für den prompten Ausgleich sorgte eine Stunde später Mannschaftsführer Harald Block. Nach zähem Ringen hatte er zwei Bauern erobert, die sich unaufhaltsam Richtung Damenumwandlung bewegten – 1:1.

Das Springer und Läufer im Duett stärker sind als ein Turm bewies eindrucksvoll Emil Ackermann. Beide Figuren spielten Katz und Maus mit dem behäbigen Turm und eroberten Bauer um Bauer. Schließlich blieb Zichler nichts übrig, als entnervt aufzugeben. Nachwuchsspieler Kevin Hasprich hielt am Spitzenbrett lange mit, musste sich am Ende aber der Erfahrung geschlagen geben. Homberg hatte zum 2:2 ausgeglichen, es drohte noch mal eng zu werden.

Doch wie so oft behielt Routinier Peter Junghans die Nerven. In einer hochklassigen Partie konnte er mit geschickter Zugfolge die gegnerische Dame fangen, so dass Mentel nichts übrigblieb als aufzugeben. Für vollends zufriedene Gesichter sorgte „Mister 100%“ Friedrich Wagener. Lange belauerten sich beide Spieler, bis es schließlich zu einem hochexplosiven taktischen Finale kam. Am Ende einer schönen Kombination hatte der Arolser nicht nur eine Figur sondern auch Partie und Wettkampf gewonnen!

Homberg 2 – SV Anderssen Arolsen 2 2:4

Weber – Hasprich 1:0
Zichler – Ackermann 0:1
Mentel – Junghans 0:1
Kornheiser – Wagener 0:1
Baritz – Block 0:1
Kelm – Tadler 1:0

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Neujahrs-Blitz Bad Arolsen: Kearns im Stechen vorn

BAD AROLSEN. Wie jedes Schachjahr begann auch 2012 mit dem traditionellen Neujahrsblitzturnier, zu dem die Bad Arolser Schachspieler wieder Gäste aus den umliegenden Vereinen begrüßen durften.

Schnell waren die Titelaspiranten ausgemacht: Stefan Wrede und André Becker aus Brilon/Bestwig wollten ebenso wie Kearns und Henze (Korbach/Bad Arolsen)
den Titel und das Preisgeld erringen. Als erster mußte Henze gegen sowohl Becker als auch Kearns die Segel streichen und fiel zurück. Als er auch noch gegen Wrede verlor, schien der Abend für ihn gelaufen. Die Kontrahenten dagegen gewannen eine Partie nach der anderen. Im direkten Vergleich verlor Wrede gegen Kearns und Becker, so dass alles nach einem Zweikampf zwischen Becker André und Kearns aussah.

Als Becker seine Partie gewinnen konnte, schien der Sieger gefunden, doch der junge Bad Arolser Constantin Vogel spielte gegen Becker befreit auf, gewann zwei Bauern und hob Becker über die Zeit. Alles war wieder offen. Mitlerweile hatte sich Henze ebenfalls von seinen Niederlagen erholt und spielte vorne mit. In der letzten Partie kam er gegen Becker und hätte durch einen Sieg alles klar für den sicher spielenden Keanrs machen können. Doch Becker gab sich keine Blöße und gewann: Gleichstand. Becker und Kearns hatten jeweils 11 aus 12 Partien gewonnen.

Der nun folgende Stichkampf war für die anwesenden eine Demonstration großen Schachspiels: winzige strategische Schwächen wurden Zug um Zug ausgebaut
und Christopher Kearns führte 1:0. Becker mußte nun kontern und spielte riskant, kam aber nur zu geringem Gegenspiel und auch die zweite Partie ging verloren; der Sieger stand fest: Ch. Kearns aus Korbach. Becker als zweiter konnte allerdings ebenso wie Stefan Wrede (3.) einen Geldpreis mit nach Hause nehmen. Henze als bester Bad Arolser schaffte mit 9 Punkten den 4ten Platz vor Vogel/Wolf (5.), Malinowski (7.), Emde (8.), Wagener (9.), v. Steenput (10.), Jonas Becker (11.) Block (12.) und Luca Becker (13.). Alle Teilnehmer freuten sich über die gewonnenen Preise und den fairen Verlauf des Turniers. Im Sommer soll der schachliche Wettkampf in Nordwaldeck/Sauerland in einer Turnierserie von 3 Turnieren fortgeführt werden.

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Korbacher Kearns siegt beim Arolser Weihnachtsblitzturnier

BAD AROLSEN. Das traditionelle Arolser Weihnachtsblitzturnier litt in diesem Jahr witterungsbedingt an Teilnehmern, da die Schnellschachcracks aus Brilon und Marsberg leider nicht anreisten oder im Schnee stecken blieben. Letztlich freute man sich aber über den Besuch zweier Spieler aus Korbach, die wie Arolsen ebenfalls in der Landesklasse um Mannschaftspunkte kämpfen und derzeit unangefochten Tabellenführer sind.

Mit Cristopher Kearns und Karl-Heinz Lages als bekannte Blitzgrößen aus Korbach sowie den aus Arolsen stammenden Wolf, Reuschel, Brückmann, Henze, Malinowski, Vogel, Wagner und Block hatte das Turnier an Klasse und Spielstärke dagegen nichts einzubüssen.

Gleich in der ersten Runde kam es auch zum Duell Korbach gegen Arolsen mit Lages gegen Henze. Hier konnte sich Henze nach schwierigem Spiel behaupten und siegte nach spannendem Kampf. Gleichzeitig rang Brückmann in einer starken Partie das Blitzmonster Wolf nieder und auch Kearns hielt sich gegen Wagener schadlos.

Nach gespielten 5 Runden zeichnete sich ein Favoritenkreis in Kearns, Brückmann und Henze ab, welche alle 3 noch ohne Verlustpunkt waren, gefolgt von Wolf mit einem Minuspunkt. Somit kam es in der 6 Runde zum direkten Duell Kearns gegen Brückmann und Henze bat Wolf zum vereinsinternen Duell. Kearns mit Weiß erreichte großen Stellungsvorteil, den Brückmann eigentlich hätte ausgleichen können, verfing sich aber dann unnötigerweise in des Gegners Fängen und gab auf. Henze indessen hatte gegen Wolf das Glück des Tüchtigen. Eigentlich gut aufgebaut versemmelte er seine Stellung mit Weiß spielend so nachhaltig, dass eigentlich Wolf mit Opfer die Partie hätte für sich entscheiden können. Er tat es nicht und dies rächte sich dann am Schluss, wo Henze Wolf über die Zeit hob und noch siegte.

Somit waren nur noch Kearns und Henze verlustpunktfrei, was sich aber in der nächsten Runde gleich ändern sollte. Kearns in überragender Form rang mühelos Reuschel nieder, welcher eine Runde vorher mit einer Niederlage geben Block bereits aus dem Favoritenkreis ausgeschieden war und Henze stand gegen Malinowski eigentlich klar auf Verlust. Schon wieder rettete er sich aus der Bedrängnis und hatte am Ende sogar eine Dame mehr auf dem Brett gegen des Gegners König, konnte aber nicht mehr rechtzeitig mattsetzen in
der noch verfügbaren Zeit und erreichte remis. Ein Sieg hier wäre auch unverdient gewesen. Somit führte Kearns unangefochten die Tabelle an, gefolgt von Henze mit halben Punkt und Brückmann mit ganzem Punkt weniger.

Nun wurde es spannend in den letzten 3 Runden. Henze musste gegen Reuschel ran und Kearns gegen das Arolser Jungtalent Constantin Vogel. In diesem Duell hoffte Henze auf Arolser Schützenhilfe, die aber ausblieb. Kearns hatte keinerlei Probleme gegen Vogel, Henze aber wieder mal beträchtliche gegen Reuschel. Auch hier gelang in schlechterer Stellung der Durchbruch mit anschließendem Gewinn für das von Vereinskollegen schon titulierte Glückskind Henze.

Somit kam es zum schon spannend erwartenden Vorschlussrundenduell Henze gegen Kearns um eine Vorentscheidung zum Titel und auch Brückmann war noch voll im Rennen mit nur einem Minuspunkt. Dieser musste sich gegen Lages stellen und legt quasi mit einem ungefährdeten Sieg vor. Henze musste gegen Kearns unbedingt gewinnen, wollte er in der letzten Runde aus eigener Kraft den Sieg sicherstellen. Aber hier hatte er diesmal kein Glück. Mit Weiß kam er überhaupt nicht zum Zuge und verlor ziemlich klar die entscheidende Partie. Somit führte Kearns vor der letzten Runde mit 9 Punkten gefolgt von Brückmann mit 8 und Henze mit 7,5 Punkten, der es somit nicht mehr in der eigenen Hand hatte, dieses Turnier zu gewinnen und nur noch um Platz 2 spielen konnte.

Die letzte Runde hatte es dann nochmals in sich. Brückmann, noch auf Platz eins schielend gegen Henze im Vereinsduell sowie Kearns gegen Wolf. Verliert hier Kearns bei gleichzeitigem Sieg Brückmanns und beide wären punktgleich!

Dieses Thema war aber schnell vom Tisch, da der an diesem Tage unbesiegbare Kearns keinerlei Probleme gegen Wolf hatte und den Sieg mit voller Punktzahl sicherstellte. Somit entscheid das noch andauernde Duell Brückmann gegen Henze nur noch um Platz 2 oder 3. Henze mit Schwarz konnte hier Brückmanns Dame gewinnen gegen Turm und Leichtfigur. Dieser Vorteil machte sich aber nicht bemerkbar, da Brückmann seine Figuren stark platzieren konnte und starken Angriff hatte. In einem dramatischen und hochklassigen Zeitnotduell konnte sich Henze aber letztlich behaupten und sicherte sich durch den Sieg noch Platz 2 hauchdünn vor Brückmann.

Die Platzierungen:
1. Kearns 10 Punkte aus 10
2. Henze 8,5 Punkte
3. Brückmann 8 Punkte
4. Wolf 6 Punkte
5. Vogel 5 Punkte
6. Lages 5 Punkte
7. Reuschel 4 Punkte
8. Malinowski 3,5 Punkte
9. Wagener 2,5 Punkte
10. Block 2,5 Punkte
11. Porsche 0 Punkte

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In zehn Minuten zum Sieg: Henze neuer Arolser Blitzmeister

BAD AROLSEN. Keiner ist schneller: Dank eines fulminanten Endspurtes gewinnt Hermann Henze auch die Arolser Blitzmeisterschaft 2011.

Blitzschach ist vor allem eines: Schnell. Und voller taktischer Fallen. Insgesamt sechzehn Spieler waren angetreten, um in dreizehn Wertungsturnieren die Krone des Arolser Blitzmeisters auszufechten. Das Besondere: Für die gesamte Partie haben beide Kontrahenten jeweils fünf Minuten Bedenkzeit. Unerbittlich tickt die Uhr im Hintergrund und mit jeder verstrichenen Sekunde rückt die Entscheidung näher – ohne starke Nerven geht hier gar nichts. Diese bewies einmal mehr Turnierfuchs Hermann Henze, der neben Titelverteidiger Stefan Reuschel und Blitzspezialist Jürgen Wolf zum klaren Favoritenkreis zählte.

Nach vier Turnieren lagen erwartungsgemäß alle drei gleichauf. Einzige Überraschung: Jugendspieler Constantin Vogel mischte munter vorne mit. Als sich Wolf nach einer Durststrecke aus dem Titelrennen verabschieden musste, lief alles auf einen Zweikampf hinaus. Reuschel musste in den letzten Turnieren voll punkten, um seine Chance auf die Titelverteidigung zu wahren. Mit viel Mut zum Risiko holte er Punkt um Punkt. Im direkten Duell fiel schließlich die Entscheidung: Henze siegte in einer dramatischen Zeitnotschlacht und gewann die Dezemberwertung und kurz darauf den Weihnachtsblitz. Auch mit Blick auf das Schachjahr 2011 kann sich die Bilanz des neuen Blitzmeisters sehen lassen: Sieben von dreizehn Runden konnte Henze für sich entscheiden. Platz drei sicherte sich Jürgen Wolf, dicht gefolgt von dem völlig unbekümmert aufspielenden Constantin Vogel.

Endstand:
1. Henze  84,7 / 13 Turniere
2. Reuschel    76,3 / 13
3. Wolf        70,5  /9
4. Vogel, C    61   / 11
5. Brückmann   49,8 / 8

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Hermann Henze gewinnt Stadtmeisterschaft

BAD AROLSEN. Ohne Niederlage und mit einer Prise Glück sicherte sich Hermann Henze die Arolser Stadtmeisterschaft 2011.

In dem mit elf Teilnehmern stark besetzen Turnier sah es lange Zeit nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen aus. Im Gleichschritt holten Hermann Henze und Titelverteidiger Paul Schäfer Punkt um Punkt. Dabei hätte es auch anders kommen können: Friedrich Wagener hatte sich gegen den großen Favoriten Henze eine glatte Gewinnstellung erspielt. Doch statt Figur und Partie zu gewinnen, stellte er ohne Not selbst Material ein und fand sich mit einem Mal in Verluststellung wieder.

Das Glück des Tüchtigen war auch Schäfer hold. Gegen Nachwuchshoffnung Constantin Vogel musste er lange Zeit eine klar schlechtere Stellung verteidigen – mit Erfolg. Vogel verlief sich im Variantengestrüpp, so dass Schäfer plötzlich mit einer Figur mehr dastand.

Nach vier Runden lagen die beiden Topfavoriten gleichauf. Im direkten Duell hatte Henze die Vorteile zwar auf seiner Seiten, doch Schäfer verteidigte sich umsichtig – Remis. Sollte es also wieder auf einen Stichkampf hinauslaufen? Es kam alles anders.

Das Schicksal nahm seinen Lauf in der letzten Runde: Im Match David gegen Goliath bezwang Rudolf Beisinghoff völlig unerwartet den bis dahin sicher agierenden Paul Schäfer. Lachender Sieger war Hermann Henze, dem in seiner letzten Partie gegen Gerd Brückmann ein Remis zum Titelgewinn genügte. Den verdienten dritten Platz erkämpfte sich Constantin Vogel, der mit strategisch schön angelegten Partien einmal mehr sein spielerisches Potential andeutete.

Endstand:
1. Henze (6 Punkte)
2. Schäfer (5.5)
3. Vogel (5)
4. Brückmann (4,5)
5. Beisinghoff (4,5)

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