SVA 1 gewinnt gegen Korbach glücklich aber nicht unverdient

LK NORD – 5. Spieltag

KORBACH. Eine ganz knappe Kiste: Mit 4,5:3,5 schubst Arolsen die bisher ungeschlagenen Korbacher überraschend von der Tabellenspitze.

Noch vor Wettkampfbeginn schien der Korbacher Sieg nur eine Frage der Höhe. Zu souverän hatte der Tabellenführer bisher aufgespielt, während Arolsen ein ums andere Mal ungewohnte Schwächen offenbarte. „Ein Sieg heute wäre ein Wunder“ orakelte Mannschaftsführer Hermann Henze.

Und tatsächlich deutete zunächst nichts auf ein Wunder hin. Nach einer Stunde hatte sich der Favorit aus Korbach an allen Brettern eine komfortable Stellung erarbeitet. Als kurz darauf Rudolf Beisinghoff nach missglückter Eröffnung im Figurensturm von Tjark Trienekens unterging schien alles seinen gewohnten Lauf zu nehmen.

Einen kurzen aber heftigen Schlagabtausch lieferten sich am Spitzenbrett Paul Schäfer und Christopher Kearns. Gerade als der Korbacher in Vorteil zu kommen drohte, erzwang Schäfer mit einem schönen Figurenopfer Dauerschach – Remis. Auch im spannungsreichen Duell zwischen Jürgen Wolf und Karl-Heinz Behle neutralisierten sich beide Kontrahenten vollständig, so dass hier ebenso die Friedenspfeifen rauchten .

Die Vorentscheidung fiel kurz vor der Zeitkontrolle nach vier Stunden. Jan Zioltkowski stand gegen Nachwuchshoffnung Constantin Vogel klar besser. Doch wie aus dem Nichts eroberte Vogel plötzlich eine Figur und wickelte gekonnt in ein gewonnenes Turmendpiel über. Freudiges Staunen bei Arolsen, ungläubiges Kopfschütteln bei Korbach – 2:2.

Ebenfalls ein Hauch von Tragik wohnte der Partie zwischen Mark Zatschek und Hermann Henze inne. In einer Partie mit vielen taktischen Kniffen schien es lange Zeit keinen Sieger zu geben. Bis mit einem Mal Zatschek voll auf Mattangriff setzte. Das Dumme: Die Dame von Henze bahnte sich derweil ungehindert einen Weg auf die gegnerische Grundreihe und es hieß „Matt!“ – Arolsen ging mit 3:2 in Führung.

Derweil brannte an Brett 2 zwischen Evgeniy Rymar und Thomas Bölke eine dramatische Zeitnotschlacht mit ungewissen Ausgang. Bölke hatte einen Mehrbauern, Rymar die leicht bessere Stellung. Mit Blick auf die unerbittlich tickende Uhr knallten beide ihre Züge aufs Brett. Als sich der Pulverdampf schließlich verzog, hatte Bölke einen ganzen Turm mehr – 4:2 für Arolsen. Erst nachdem Gerd Brückmann nur Minuten später von Andre Schmidt eiskalt ausgekontert wurde, kam noch einmal Spannung auf.

Den Arolser Gesamterfolg stellte nach knapp fünf Stunden Martin Malinowski sicher. Im Duell gegen Korbachs Topscorer Karl-Heinz Lages hatte der Arolser einen Bauern erobert. Grund genug also, noch eine Weile auf Sieg zu spielen. Lages hingegen verteidigte sich umsichtig, so dass beide in den wohlverdienten Remishafen einliefen. Da im direkten Verfolgerduell der KSK 2 gegen Bad Hersfeld gewinnen konnte, liegt Korbach nunmehr auf Rang zwei, während die Residenzstädter ihren Abstand zu den Abstiegsrängen weiter vergrößern konnten.

Sfr. Korbach 1 – SV Anderssen Arolsen 1 3,5:4,5

Kearns – Schäfer ½:½
Rymar – Bölke 0:1
Schmidt – Brückmann 1:0
Zatschek – Henze 0:1
Behle – Wolf ½:½
Zioltkowski – Vogel 0:1
Lages – Malinowski ½:½
Trienekens – Beisinghoff 1:0

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SVA 2 weiter im Aufwind

Bezirksliga Runde 5

HOMBERG. Auf Tuchfühlung zur Tabellenspitze: Mit einem eindrucksvollen 4:2 gegen Homberg bewahrt sich Arolsen 2 seine Aufstiegschancen.

Gegen die spielstarken Gäste stand der Wettkampf lange Zeit auf des Messers Schneide. Mit druckvollen Spiel hatte Kelm die Homberger in Führung gebracht, nachdem Anton Tadler seine gedrückte Stellung nicht länger verteidigen konnte. Für den prompten Ausgleich sorgte eine Stunde später Mannschaftsführer Harald Block. Nach zähem Ringen hatte er zwei Bauern erobert, die sich unaufhaltsam Richtung Damenumwandlung bewegten – 1:1.

Das Springer und Läufer im Duett stärker sind als ein Turm bewies eindrucksvoll Emil Ackermann. Beide Figuren spielten Katz und Maus mit dem behäbigen Turm und eroberten Bauer um Bauer. Schließlich blieb Zichler nichts übrig, als entnervt aufzugeben. Nachwuchsspieler Kevin Hasprich hielt am Spitzenbrett lange mit, musste sich am Ende aber der Erfahrung geschlagen geben. Homberg hatte zum 2:2 ausgeglichen, es drohte noch mal eng zu werden.

Doch wie so oft behielt Routinier Peter Junghans die Nerven. In einer hochklassigen Partie konnte er mit geschickter Zugfolge die gegnerische Dame fangen, so dass Mentel nichts übrigblieb als aufzugeben. Für vollends zufriedene Gesichter sorgte „Mister 100%“ Friedrich Wagener. Lange belauerten sich beide Spieler, bis es schließlich zu einem hochexplosiven taktischen Finale kam. Am Ende einer schönen Kombination hatte der Arolser nicht nur eine Figur sondern auch Partie und Wettkampf gewonnen!

Homberg 2 – SV Anderssen Arolsen 2 2:4

Weber – Hasprich 1:0
Zichler – Ackermann 0:1
Mentel – Junghans 0:1
Kornheiser – Wagener 0:1
Baritz – Block 0:1
Kelm – Tadler 1:0

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Neujahrs-Blitz Bad Arolsen: Kearns im Stechen vorn

BAD AROLSEN. Wie jedes Schachjahr begann auch 2012 mit dem traditionellen Neujahrsblitzturnier, zu dem die Bad Arolser Schachspieler wieder Gäste aus den umliegenden Vereinen begrüßen durften.

Schnell waren die Titelaspiranten ausgemacht: Stefan Wrede und André Becker aus Brilon/Bestwig wollten ebenso wie Kearns und Henze (Korbach/Bad Arolsen)
den Titel und das Preisgeld erringen. Als erster mußte Henze gegen sowohl Becker als auch Kearns die Segel streichen und fiel zurück. Als er auch noch gegen Wrede verlor, schien der Abend für ihn gelaufen. Die Kontrahenten dagegen gewannen eine Partie nach der anderen. Im direkten Vergleich verlor Wrede gegen Kearns und Becker, so dass alles nach einem Zweikampf zwischen Becker André und Kearns aussah.

Als Becker seine Partie gewinnen konnte, schien der Sieger gefunden, doch der junge Bad Arolser Constantin Vogel spielte gegen Becker befreit auf, gewann zwei Bauern und hob Becker über die Zeit. Alles war wieder offen. Mitlerweile hatte sich Henze ebenfalls von seinen Niederlagen erholt und spielte vorne mit. In der letzten Partie kam er gegen Becker und hätte durch einen Sieg alles klar für den sicher spielenden Keanrs machen können. Doch Becker gab sich keine Blöße und gewann: Gleichstand. Becker und Kearns hatten jeweils 11 aus 12 Partien gewonnen.

Der nun folgende Stichkampf war für die anwesenden eine Demonstration großen Schachspiels: winzige strategische Schwächen wurden Zug um Zug ausgebaut
und Christopher Kearns führte 1:0. Becker mußte nun kontern und spielte riskant, kam aber nur zu geringem Gegenspiel und auch die zweite Partie ging verloren; der Sieger stand fest: Ch. Kearns aus Korbach. Becker als zweiter konnte allerdings ebenso wie Stefan Wrede (3.) einen Geldpreis mit nach Hause nehmen. Henze als bester Bad Arolser schaffte mit 9 Punkten den 4ten Platz vor Vogel/Wolf (5.), Malinowski (7.), Emde (8.), Wagener (9.), v. Steenput (10.), Jonas Becker (11.) Block (12.) und Luca Becker (13.). Alle Teilnehmer freuten sich über die gewonnenen Preise und den fairen Verlauf des Turniers. Im Sommer soll der schachliche Wettkampf in Nordwaldeck/Sauerland in einer Turnierserie von 3 Turnieren fortgeführt werden.

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Korbacher Kearns siegt beim Arolser Weihnachtsblitzturnier

BAD AROLSEN. Das traditionelle Arolser Weihnachtsblitzturnier litt in diesem Jahr witterungsbedingt an Teilnehmern, da die Schnellschachcracks aus Brilon und Marsberg leider nicht anreisten oder im Schnee stecken blieben. Letztlich freute man sich aber über den Besuch zweier Spieler aus Korbach, die wie Arolsen ebenfalls in der Landesklasse um Mannschaftspunkte kämpfen und derzeit unangefochten Tabellenführer sind.

Mit Cristopher Kearns und Karl-Heinz Lages als bekannte Blitzgrößen aus Korbach sowie den aus Arolsen stammenden Wolf, Reuschel, Brückmann, Henze, Malinowski, Vogel, Wagner und Block hatte das Turnier an Klasse und Spielstärke dagegen nichts einzubüssen.

Gleich in der ersten Runde kam es auch zum Duell Korbach gegen Arolsen mit Lages gegen Henze. Hier konnte sich Henze nach schwierigem Spiel behaupten und siegte nach spannendem Kampf. Gleichzeitig rang Brückmann in einer starken Partie das Blitzmonster Wolf nieder und auch Kearns hielt sich gegen Wagener schadlos.

Nach gespielten 5 Runden zeichnete sich ein Favoritenkreis in Kearns, Brückmann und Henze ab, welche alle 3 noch ohne Verlustpunkt waren, gefolgt von Wolf mit einem Minuspunkt. Somit kam es in der 6 Runde zum direkten Duell Kearns gegen Brückmann und Henze bat Wolf zum vereinsinternen Duell. Kearns mit Weiß erreichte großen Stellungsvorteil, den Brückmann eigentlich hätte ausgleichen können, verfing sich aber dann unnötigerweise in des Gegners Fängen und gab auf. Henze indessen hatte gegen Wolf das Glück des Tüchtigen. Eigentlich gut aufgebaut versemmelte er seine Stellung mit Weiß spielend so nachhaltig, dass eigentlich Wolf mit Opfer die Partie hätte für sich entscheiden können. Er tat es nicht und dies rächte sich dann am Schluss, wo Henze Wolf über die Zeit hob und noch siegte.

Somit waren nur noch Kearns und Henze verlustpunktfrei, was sich aber in der nächsten Runde gleich ändern sollte. Kearns in überragender Form rang mühelos Reuschel nieder, welcher eine Runde vorher mit einer Niederlage geben Block bereits aus dem Favoritenkreis ausgeschieden war und Henze stand gegen Malinowski eigentlich klar auf Verlust. Schon wieder rettete er sich aus der Bedrängnis und hatte am Ende sogar eine Dame mehr auf dem Brett gegen des Gegners König, konnte aber nicht mehr rechtzeitig mattsetzen in
der noch verfügbaren Zeit und erreichte remis. Ein Sieg hier wäre auch unverdient gewesen. Somit führte Kearns unangefochten die Tabelle an, gefolgt von Henze mit halben Punkt und Brückmann mit ganzem Punkt weniger.

Nun wurde es spannend in den letzten 3 Runden. Henze musste gegen Reuschel ran und Kearns gegen das Arolser Jungtalent Constantin Vogel. In diesem Duell hoffte Henze auf Arolser Schützenhilfe, die aber ausblieb. Kearns hatte keinerlei Probleme gegen Vogel, Henze aber wieder mal beträchtliche gegen Reuschel. Auch hier gelang in schlechterer Stellung der Durchbruch mit anschließendem Gewinn für das von Vereinskollegen schon titulierte Glückskind Henze.

Somit kam es zum schon spannend erwartenden Vorschlussrundenduell Henze gegen Kearns um eine Vorentscheidung zum Titel und auch Brückmann war noch voll im Rennen mit nur einem Minuspunkt. Dieser musste sich gegen Lages stellen und legt quasi mit einem ungefährdeten Sieg vor. Henze musste gegen Kearns unbedingt gewinnen, wollte er in der letzten Runde aus eigener Kraft den Sieg sicherstellen. Aber hier hatte er diesmal kein Glück. Mit Weiß kam er überhaupt nicht zum Zuge und verlor ziemlich klar die entscheidende Partie. Somit führte Kearns vor der letzten Runde mit 9 Punkten gefolgt von Brückmann mit 8 und Henze mit 7,5 Punkten, der es somit nicht mehr in der eigenen Hand hatte, dieses Turnier zu gewinnen und nur noch um Platz 2 spielen konnte.

Die letzte Runde hatte es dann nochmals in sich. Brückmann, noch auf Platz eins schielend gegen Henze im Vereinsduell sowie Kearns gegen Wolf. Verliert hier Kearns bei gleichzeitigem Sieg Brückmanns und beide wären punktgleich!

Dieses Thema war aber schnell vom Tisch, da der an diesem Tage unbesiegbare Kearns keinerlei Probleme gegen Wolf hatte und den Sieg mit voller Punktzahl sicherstellte. Somit entscheid das noch andauernde Duell Brückmann gegen Henze nur noch um Platz 2 oder 3. Henze mit Schwarz konnte hier Brückmanns Dame gewinnen gegen Turm und Leichtfigur. Dieser Vorteil machte sich aber nicht bemerkbar, da Brückmann seine Figuren stark platzieren konnte und starken Angriff hatte. In einem dramatischen und hochklassigen Zeitnotduell konnte sich Henze aber letztlich behaupten und sicherte sich durch den Sieg noch Platz 2 hauchdünn vor Brückmann.

Die Platzierungen:
1. Kearns 10 Punkte aus 10
2. Henze 8,5 Punkte
3. Brückmann 8 Punkte
4. Wolf 6 Punkte
5. Vogel 5 Punkte
6. Lages 5 Punkte
7. Reuschel 4 Punkte
8. Malinowski 3,5 Punkte
9. Wagener 2,5 Punkte
10. Block 2,5 Punkte
11. Porsche 0 Punkte

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In zehn Minuten zum Sieg: Henze neuer Arolser Blitzmeister

BAD AROLSEN. Keiner ist schneller: Dank eines fulminanten Endspurtes gewinnt Hermann Henze auch die Arolser Blitzmeisterschaft 2011.

Blitzschach ist vor allem eines: Schnell. Und voller taktischer Fallen. Insgesamt sechzehn Spieler waren angetreten, um in dreizehn Wertungsturnieren die Krone des Arolser Blitzmeisters auszufechten. Das Besondere: Für die gesamte Partie haben beide Kontrahenten jeweils fünf Minuten Bedenkzeit. Unerbittlich tickt die Uhr im Hintergrund und mit jeder verstrichenen Sekunde rückt die Entscheidung näher – ohne starke Nerven geht hier gar nichts. Diese bewies einmal mehr Turnierfuchs Hermann Henze, der neben Titelverteidiger Stefan Reuschel und Blitzspezialist Jürgen Wolf zum klaren Favoritenkreis zählte.

Nach vier Turnieren lagen erwartungsgemäß alle drei gleichauf. Einzige Überraschung: Jugendspieler Constantin Vogel mischte munter vorne mit. Als sich Wolf nach einer Durststrecke aus dem Titelrennen verabschieden musste, lief alles auf einen Zweikampf hinaus. Reuschel musste in den letzten Turnieren voll punkten, um seine Chance auf die Titelverteidigung zu wahren. Mit viel Mut zum Risiko holte er Punkt um Punkt. Im direkten Duell fiel schließlich die Entscheidung: Henze siegte in einer dramatischen Zeitnotschlacht und gewann die Dezemberwertung und kurz darauf den Weihnachtsblitz. Auch mit Blick auf das Schachjahr 2011 kann sich die Bilanz des neuen Blitzmeisters sehen lassen: Sieben von dreizehn Runden konnte Henze für sich entscheiden. Platz drei sicherte sich Jürgen Wolf, dicht gefolgt von dem völlig unbekümmert aufspielenden Constantin Vogel.

Endstand:
1. Henze  84,7 / 13 Turniere
2. Reuschel    76,3 / 13
3. Wolf        70,5  /9
4. Vogel, C    61   / 11
5. Brückmann   49,8 / 8

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Hermann Henze gewinnt Stadtmeisterschaft

BAD AROLSEN. Ohne Niederlage und mit einer Prise Glück sicherte sich Hermann Henze die Arolser Stadtmeisterschaft 2011.

In dem mit elf Teilnehmern stark besetzen Turnier sah es lange Zeit nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen aus. Im Gleichschritt holten Hermann Henze und Titelverteidiger Paul Schäfer Punkt um Punkt. Dabei hätte es auch anders kommen können: Friedrich Wagener hatte sich gegen den großen Favoriten Henze eine glatte Gewinnstellung erspielt. Doch statt Figur und Partie zu gewinnen, stellte er ohne Not selbst Material ein und fand sich mit einem Mal in Verluststellung wieder.

Das Glück des Tüchtigen war auch Schäfer hold. Gegen Nachwuchshoffnung Constantin Vogel musste er lange Zeit eine klar schlechtere Stellung verteidigen – mit Erfolg. Vogel verlief sich im Variantengestrüpp, so dass Schäfer plötzlich mit einer Figur mehr dastand.

Nach vier Runden lagen die beiden Topfavoriten gleichauf. Im direkten Duell hatte Henze die Vorteile zwar auf seiner Seiten, doch Schäfer verteidigte sich umsichtig – Remis. Sollte es also wieder auf einen Stichkampf hinauslaufen? Es kam alles anders.

Das Schicksal nahm seinen Lauf in der letzten Runde: Im Match David gegen Goliath bezwang Rudolf Beisinghoff völlig unerwartet den bis dahin sicher agierenden Paul Schäfer. Lachender Sieger war Hermann Henze, dem in seiner letzten Partie gegen Gerd Brückmann ein Remis zum Titelgewinn genügte. Den verdienten dritten Platz erkämpfte sich Constantin Vogel, der mit strategisch schön angelegten Partien einmal mehr sein spielerisches Potential andeutete.

Endstand:
1. Henze (6 Punkte)
2. Schäfer (5.5)
3. Vogel (5)
4. Brückmann (4,5)
5. Beisinghoff (4,5)

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SVA 2 verliert Tabellenführung

WILLINGEN/ BAD AROLSEN. Im Spitzenduell knapp unterlegen: Gegen Willingen musste der SVA 2 eine knappe 2:4 Niederlage hinnehmen.

Als Tabellenführer hatten die Residenzstädter vor allem ein Ziel: Die weiße Weste wahren und die direkte Konkurrenz auf Abstand halten. Nachdem Emil Ackermann seinen Gegner mit kraftvollen Zügen allmählich an die Wand gedrückt hatte, ging Arolsen erwartungsgemäß in Führung. Nur Minuten später schlugen die Gastgeber zurück. Kevin Hasprich kämpfte gegen den stärksten Willinger zwar tapfer, musste sich am Ende aber der größeren Erfahrung geschlagen geben. Peter Junghans suchte derweil sein Heil im Angriff, brachte einen Turm drohend in Stellung. Wenige Züge später hatten die gegnerischen Bauern ausgerechnet diesen vorwitzigen Turm umstellt – er ging verloren und mit ihm die Partie.

Noch einmal keimte Hoffnung auf, nachdem Friedrich Wagener den schwarzen König in einem sehenswerten Opferangriff zur Strecke brachte. Als Rudolf Beisinghoff plötzlich mit einer Dame mehr spielte schien Arolsen dem Ausgleich nahe. Doch zu früh gefreut. Der Arolser Routinier verlor seinerseits die Dame und musste sich nach weiterem Figurenverlust gar geschlagen geben.

Für Harald Block war klar: Nun musste ein Sieg her. Der Mannschaftsführer bemühte sich nach Kräften seiner Partie eine positive Wende zu geben, eine dramatische Zeitnotschlacht entbrannte. Alles schien möglich. Doch dann das: Block verlief sich im Variantengestrüpp und fand sich mit einem Male auf verlorenen Posten. Spiel, Satz und Sieg für die nervenstarken Gäste aus Willingen.

Upland-Willingen – Arolsen II 4:2

Mierendorf – Ackermann 0:1
Schmalz – Hasprich 1:0
Schlömer – Junghans 1:0
Kesper – Block 1:0
Brelic – Wagener 0:1
Koch – Beisinghoff 1:0

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SVA 1: Gegen KSK 2 ohne Chance

Drama in acht Akten

Verloren
Verloren
Verloren
Verloren
Verloren
Verloren
Verloren
Gewonnen

Danke Hermann!

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Kurzpartien-Meisterschaft: Henze nicht zu stoppen

Kurzpartien-Meisterschaft 2011

BAD AROLSEN. Nächstes Turnier, nächster Titel: Mit einem fulminanten Start-Ziel-Sieg sichert sich Hermann Henze die Kurzpartien-Meisterschaft 2011. Insgesamt 11 Teilnehmer waren in dem auf fünf Turniere angelegten Wettkampf angetreten.

Schon nach dem ersten Durchgang war klar: Der Weg zum Titel würde nur über Vereinsmeister Hermann Henze führen. Mit imposanten 4,5 von fünf möglichen Punkten setzte er sich gleich an die Spitze. Erst im zweiten und dritten Turnier witterten die Mitfavoriten Brückmann und Reuschel ihre Chance. Denn Henze schwächelte, verlor gegen Wolf und Kirschning wichtige Punkte. Das Rennen um den Titel schien wieder offen.

Doch Turnierfuchs Henze wusste: Da nur die drei besten Ergebnisse in die Wertung eingehen, kann man sich auch zwei schwächere Durchgänge leisten. In den Runden vier und fünf schlug der diesjährige Abonnement-Sieger eindrucksvoll zurück. Mit jeweils fünf Punkten aus fünf Partien spielte er die Konkurrenz regelrecht schwindelig.

1. Henze 14,5
2. Brückmann 11
3. Reuschel 10,5
4. Wolf 9
5. Malinwoski 8,5
6. Kirschning 8
7. Vogel, C. 6,5
8. Block 5,5
9. Beisinghoff 5
10. Junghans 4
11. Fankhaenel 3,5

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SVA 2 verteidigt Tabellenspitze

Bezirksliga West Runde 3

BAD AROLSEN. Dramatik bis zur letzten Sekunde: In einem hochklassigen Wettkampf setzt sich Arolsen 2 knapp mit 3,5:2,5 gegen Körle durch und bleibt weiter an der Tabellenspitze. Beide Mannschaften sorgten von Beginn an für einen munteren Schlagabtausch. Arolsen wollte weiter seine weiße Weste wahren, Körle hingegen endlich raus aus dem Tabellenkeller.

Einmal mehr war am Spitzenbrett auf Emil Ackermann Verlass. Mit gewohnt soliden Aufbau hielt er die Stellung stets im Gleichgewicht und lief ohne Probleme in den Remishafen ein. Erst als Kevin Hasprich sein Bauernendspiel trotz verzweifelter Gegenwehr nicht halten konnte, kam erste Unruhe auf. Bahnte sich etwa eine kleine Sensation an? So war es an Friedrich Wagener alle Zweifel zu zerstreuen. Gewohnt angriffslustig fraß er sich genüsslich durch die gegnerische Bauernkette und führte seine Übermacht gekonnt zum Sieg. Gegen den nominell stärksten Körler hatte sich Harald Block eigentlich keine Chancen ausgerechnet. Doch als der gegnerische Angriff fehlschlug setzte Block zu einem seiner gefürchteten Konter an. Wenige Züge später lag die weiße Stellung in Trümmern und der volle Punkt in trockenen Tüchern.

Kurz darauf verpasst Anton Tadler die Vorentscheidung. In scheinbar ausgeglichener Position stellte die Nachwuchshoffnung eine Figur ein, die Partie war nicht mehr zu halten. So musste die Entscheidung an Brett zwei fallen. Hier schien Peter Junghans mit Mehrfigur klar im Vorteil. Eigentlich. Doch es sollte eine Zitterpartie werden. Denn ohne Not gab Junghans plötzlich die Figur zurück und hatte dafür: Nichts. Die Partie drohte zu kippen. Aber wie so oft war die Schachgöttin den Arolsern auch dieses Mal zugetan. Anders ist kaum zu erklären, dass Winfried Milde seine Dame in die Hand nahm, kraftvoll nach vorne zog und dabei völlig seinen König vergaß. Der fühlte sich plötzlich mutterseelenallein und wurde von Junghans kurzerhand mattgesetzt.

Arolsen 2 – Körle 3½:2½

Ackermann Emil – Haase Peter-Michael ½ – ½
Junghans Peter – Milde Winfried 1:0
Hasprich Kevin – Leuthardt Jörg 0:1
Wagener Friedrich – Just Gerhard1:0
Block Harald – Glejser Alexander 1:0
Tadler Anton – Geyder Gero 0:1

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