SVA 2 verliert Tabellenführung

WILLINGEN/ BAD AROLSEN. Im Spitzenduell knapp unterlegen: Gegen Willingen musste der SVA 2 eine knappe 2:4 Niederlage hinnehmen.

Als Tabellenführer hatten die Residenzstädter vor allem ein Ziel: Die weiße Weste wahren und die direkte Konkurrenz auf Abstand halten. Nachdem Emil Ackermann seinen Gegner mit kraftvollen Zügen allmählich an die Wand gedrückt hatte, ging Arolsen erwartungsgemäß in Führung. Nur Minuten später schlugen die Gastgeber zurück. Kevin Hasprich kämpfte gegen den stärksten Willinger zwar tapfer, musste sich am Ende aber der größeren Erfahrung geschlagen geben. Peter Junghans suchte derweil sein Heil im Angriff, brachte einen Turm drohend in Stellung. Wenige Züge später hatten die gegnerischen Bauern ausgerechnet diesen vorwitzigen Turm umstellt – er ging verloren und mit ihm die Partie.

Noch einmal keimte Hoffnung auf, nachdem Friedrich Wagener den schwarzen König in einem sehenswerten Opferangriff zur Strecke brachte. Als Rudolf Beisinghoff plötzlich mit einer Dame mehr spielte schien Arolsen dem Ausgleich nahe. Doch zu früh gefreut. Der Arolser Routinier verlor seinerseits die Dame und musste sich nach weiterem Figurenverlust gar geschlagen geben.

Für Harald Block war klar: Nun musste ein Sieg her. Der Mannschaftsführer bemühte sich nach Kräften seiner Partie eine positive Wende zu geben, eine dramatische Zeitnotschlacht entbrannte. Alles schien möglich. Doch dann das: Block verlief sich im Variantengestrüpp und fand sich mit einem Male auf verlorenen Posten. Spiel, Satz und Sieg für die nervenstarken Gäste aus Willingen.

Upland-Willingen – Arolsen II 4:2

Mierendorf – Ackermann 0:1
Schmalz – Hasprich 1:0
Schlömer – Junghans 1:0
Kesper – Block 1:0
Brelic – Wagener 0:1
Koch – Beisinghoff 1:0

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SVA 1: Gegen KSK 2 ohne Chance

Drama in acht Akten

Verloren
Verloren
Verloren
Verloren
Verloren
Verloren
Verloren
Gewonnen

Danke Hermann!

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Kurzpartien-Meisterschaft: Henze nicht zu stoppen

Kurzpartien-Meisterschaft 2011

BAD AROLSEN. Nächstes Turnier, nächster Titel: Mit einem fulminanten Start-Ziel-Sieg sichert sich Hermann Henze die Kurzpartien-Meisterschaft 2011. Insgesamt 11 Teilnehmer waren in dem auf fünf Turniere angelegten Wettkampf angetreten.

Schon nach dem ersten Durchgang war klar: Der Weg zum Titel würde nur über Vereinsmeister Hermann Henze führen. Mit imposanten 4,5 von fünf möglichen Punkten setzte er sich gleich an die Spitze. Erst im zweiten und dritten Turnier witterten die Mitfavoriten Brückmann und Reuschel ihre Chance. Denn Henze schwächelte, verlor gegen Wolf und Kirschning wichtige Punkte. Das Rennen um den Titel schien wieder offen.

Doch Turnierfuchs Henze wusste: Da nur die drei besten Ergebnisse in die Wertung eingehen, kann man sich auch zwei schwächere Durchgänge leisten. In den Runden vier und fünf schlug der diesjährige Abonnement-Sieger eindrucksvoll zurück. Mit jeweils fünf Punkten aus fünf Partien spielte er die Konkurrenz regelrecht schwindelig.

1. Henze 14,5
2. Brückmann 11
3. Reuschel 10,5
4. Wolf 9
5. Malinwoski 8,5
6. Kirschning 8
7. Vogel, C. 6,5
8. Block 5,5
9. Beisinghoff 5
10. Junghans 4
11. Fankhaenel 3,5

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SVA 2 verteidigt Tabellenspitze

Bezirksliga West Runde 3

BAD AROLSEN. Dramatik bis zur letzten Sekunde: In einem hochklassigen Wettkampf setzt sich Arolsen 2 knapp mit 3,5:2,5 gegen Körle durch und bleibt weiter an der Tabellenspitze. Beide Mannschaften sorgten von Beginn an für einen munteren Schlagabtausch. Arolsen wollte weiter seine weiße Weste wahren, Körle hingegen endlich raus aus dem Tabellenkeller.

Einmal mehr war am Spitzenbrett auf Emil Ackermann Verlass. Mit gewohnt soliden Aufbau hielt er die Stellung stets im Gleichgewicht und lief ohne Probleme in den Remishafen ein. Erst als Kevin Hasprich sein Bauernendspiel trotz verzweifelter Gegenwehr nicht halten konnte, kam erste Unruhe auf. Bahnte sich etwa eine kleine Sensation an? So war es an Friedrich Wagener alle Zweifel zu zerstreuen. Gewohnt angriffslustig fraß er sich genüsslich durch die gegnerische Bauernkette und führte seine Übermacht gekonnt zum Sieg. Gegen den nominell stärksten Körler hatte sich Harald Block eigentlich keine Chancen ausgerechnet. Doch als der gegnerische Angriff fehlschlug setzte Block zu einem seiner gefürchteten Konter an. Wenige Züge später lag die weiße Stellung in Trümmern und der volle Punkt in trockenen Tüchern.

Kurz darauf verpasst Anton Tadler die Vorentscheidung. In scheinbar ausgeglichener Position stellte die Nachwuchshoffnung eine Figur ein, die Partie war nicht mehr zu halten. So musste die Entscheidung an Brett zwei fallen. Hier schien Peter Junghans mit Mehrfigur klar im Vorteil. Eigentlich. Doch es sollte eine Zitterpartie werden. Denn ohne Not gab Junghans plötzlich die Figur zurück und hatte dafür: Nichts. Die Partie drohte zu kippen. Aber wie so oft war die Schachgöttin den Arolsern auch dieses Mal zugetan. Anders ist kaum zu erklären, dass Winfried Milde seine Dame in die Hand nahm, kraftvoll nach vorne zog und dabei völlig seinen König vergaß. Der fühlte sich plötzlich mutterseelenallein und wurde von Junghans kurzerhand mattgesetzt.

Arolsen 2 – Körle 3½:2½

Ackermann Emil – Haase Peter-Michael ½ – ½
Junghans Peter – Milde Winfried 1:0
Hasprich Kevin – Leuthardt Jörg 0:1
Wagener Friedrich – Just Gerhard1:0
Block Harald – Glejser Alexander 1:0
Tadler Anton – Geyder Gero 0:1

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SVA 1: Gegen Bad Hersfeld erstmals ohne Punkte

LK NORD Runde 3

BAD AROLSEN. Kämpferisch aber glücklos: Nach dem deutlichen 2,5:5,5 gegen Bad Hersfeld reiht sich Arolsen vorerst im Tabellenmittelfeld ein.

Gegen die nominell stärkeren Gäste wollten die Residenzstädter vor allem eines: Den Wettkampf so lange wie möglich offen halten. Mit dem Rückenwind aus den letzten Partien gelang das zunächst hervorragend. Am Spitzenbrett hatte Paul Schäfer alle Gewinnbemühungen von Wolfgang Frank neutralisiert, so dass nach Generalabtausch die Friedenspfeifen rauchten.

Erst nach drei Stunden brachen bei Arolsen die ersten Dämme. Martin Malinowski wurde am Königsflügel von einer Bauernlawine überrollt, kurz darauf geriet auch Torsten Fankhaenel in ein Mattnetz aus dem es kein Entkommen gab. Doch es sollte noch schlimmer kommen: Stefan Reuschel hatte gerade seine Figuren für einen Königsangriff in Stellung gebracht, als sein Gegner plötzlich Zeitüberschreitung reklamierte. Ein tragisches Ende für eine schön angelegte Partie. Nicht weniger Dramatik wohnte der Partie von Gerd Brückmann inne. Den Gegner fest im Griff wähnte sich der Routinier lange auf der Siegerstraße. Doch dann das: Gerade als sein Angriff durchzuschlagen schien ging ohne Not die Dame verloren – aus der Traum.

Mit Fide-Meister Florian Grafl hatte Thomas Bölke den dicksten Brocken zu schlucken. Der dachte gar nicht erst daran, sich langsam überspielen zu lassen und ging zum Angriff über. Als sich der Pulverdampf schließlich verzog waren beide in einem Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern gelandet – Remis! Mit druckvollen Spiel hatte Constantin Vogel seinen Gegner an den Rand einer Niederlage gebracht. Doch dieser entschlüpfte auf wundersame Weise, so dass auch hier Remis gegeben wurde. Für ein versöhnliches Ende sorgte der zur Zeit in Topform agierende Hermann Henze. Mit einem fulminanten Angriffswirbel brachte er seinen Gegner in arge Bedrängnis. Dem blieb nichts anderes übrig als in ein verlorenes Endspiel abzuwickeln und kurz darauf Henze zum vollen Punkt zu gratulieren.

SV Anderssen Arolsen 1 – SK Turm Bad Hersfeld 1 2,5:5,5

Schäfer, Paul- Frank, Wolfgang ½:½
Boelke, Thomas – Grafl, Florian ½:½
Fankhaenel, Torsten – Krauße, Eckhard 0:1
Brückmann, Gerd – Keßler, Paul 0:1
Henze, Hermann-Josef – Willich, Manfred 1:0
Vogel, Constantin – Schmidt, Markus ½:½
Malinowski, Martin – Schneider, Marcel 0:1
Reuschel, Stefan – Frank, Thomas 0:1

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SVA 1: Harald Block rettet Punktgewinn gegen Fulda 2

2. Runde LK NORD 2011/2012

BAD AROLSEN/FULDA. Zitterpartie mit glücklichem Ausgang: Gegen Fulda 2 erspielt sich Arolsen ein hart umkämpftes 4:4 Unentschieden und bleibt weiter ohne Niederlage.

Mit zwei Ersatzspielern im Gepäck hatten die Residenzstädter ihre Reise nach Fulda angetreten. Denoch wollte Mannschaftsführer Hermann Henze „Mindestens einen Punkt holen“. Was vor Spielbeginn keiner ahnte: Ausgerechnet der kränkelnde Ersatzmann Harald Block sollte zum Retter in der Not avancieren.

Zwar agierten die Arolser zunächst an allen Brettern gewohnt kombinationsicher, doch wirklich zählbares sprang nicht heraus. So mühte sich Torsten Fankhaenel nach Kräften seine optisch bessere Stellung in einen vollen Punkt zu verwandeln. Leider vergeblich. Auch in der Partie am Spitzenbrett traf sich Paul Schäfer mit seinem Gegner auf Augenhöhe. Als keiner entscheidenden Vorteil verbuchen konnte, rauchte hier ebenfalls die Friedenspfeife.

Mit einer Bauernwalze schien Thomas Bölke den weißen Königsflügel förmlich zu überrollen. Doch zu früh gefreut: Mira Kierzek verteidigte sich umsichtig und der Angriff verpuffte – Remis. Dem Punktgewinn noch näher kam Jürgen Wolf. In einem fantastischen Mattangriff jagte er den schwarzen König über das halbe Brett. Der erwies sich wie durch ein Wunder als wahrer Entfesselungskünstler. Plötzlich kam der Angriff zum Erliegen und die Stellung verflachte – Remis. Das Glück des Tüchtigen hatte Constantin Vogel auf seiner Seite. Mit Zähigkeit und Geduld verteidigte er eine verloren geglaubte Partie, hielt den Wettkampf weiter offen. Die Vorentscheidung auf dem Brett wollte Mannschaftsführer Hermann Henze erzwingen. Vier Stunden knetete er seinen Gegner nach allen Regeln der Kunst. Ein Durchbruch wollte allerdings auch hier nicht gelingen und die Partie lief friedlich in den Remishafen ein.

Nachdem keiner der Stammspieler voll punkten konnte, war es also an den Ersatzspielern. Zum ungläubigen Erstaunen aller konnte Manfred Müller seine klar bessere Stellung nicht verwerten. Schlimmer noch: Er verlief sich im Variantengestrüpp und fand sich mit einem Mal auf verlorenem Posten. Schockstarre bei Arolsen. Denn auch Harald Block schien von einem Gewinn meilenweit entfernt zu sein. Als keiner mehr Böses ahnte holte der Arolser Haudegen wie aus dem Nichts zum Mattangriff aus. Die Folge: Zwei Züge später stellte Schiebelbein vor lauter Not glatt eine Figur ein. Block grübelte, sah und siegte zum rettenden 4:4.

SC Fulda 2 – SV Anderssen Arolsen 1 4:4

Haase – Schäfer ½:½
Kierzek – Bölke ½:½
Reh – Fankhaenel ½:½
Karassyk – Henze ½:½
Janusic – Wolf ½:½
Scholz – Vogel ½:½
Bernstein – Müller 1:0
Schiebelbein – Block 0:1

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SVA 1 zum Saisonauftakt mit Zittersieg

Verdammt eng: Mit einem hauchdünnen 4,5:3,5 Erfolg gegen Alsfeld ist der SV Anderssen Bad Arolsen erfolgreich in die neue Saison gestartet.

Bis zum verdienten Sieg nach über sieben Stunden Spielzeit waren starke Nerven gefragt. Ein ums andere Mal stellten sich die Residenzstädter selbst ein Bein, brachten die Gäste aus Alsfeld zurück ins Spiel.

Schon nach zwei Stunden fielen die ersten Entscheidungen: Nachwuchshoffnung Constantin Vogel zeigte einmal welches Potential in ihm steckt. Nach einem überfallartigen Springermanöver sah sich Weißbeck zum Damenopfer gezwungen, blieb in der Folge aber ohne Gegenspiel. Mit präzisen Zügen sicherte sich Vogel gekonnt den vollen Punkt. Minuten später folgte prompt der Ausgleich: Paul Schäfer fand am Spitzenbrett einfach kein Mittel gegen den Aufbau von Marco Stein. Nach Figurenverlust war die Partie trotz aller Gegenwehr nicht mehr zu halten.

Auch die folgenden Partien brachten keine Entscheidung. Zunächst hatte Hermann Henze eine für ihn typische Partie zum Sieg verwandelt: Nach leicht dubioser Eröffnung sah er eine schier unaufhaltsame Bauernwalze auf sich zurennen. Doch wie von Zauberhand kam Henze zu Gegenspiel, drang mit der Dame plötzlich gewinnbringend in die weiße Stellung ein und zwang seinen verblüfften Gegner zur Aufgabe. Noch turbulenter verlief die Partie von Jürgen Wolf. In einem taktisch hochkomlexen Handgemenge nahm er den gegnerischen König ins Visier. Den konnte Heinz zwar kurzfristig retten, aber drei Minusbauern waren des Guten zu viel, somit der Punkt für Wolf eine sichere Beute.

Kaum lag Arolsen mit 3:1 vorn schlugen die Alsfelder zurück. Mit einem klassischen Königsgambit hatte Martin Malinowski die Zeichen auf Sturm gesetzt. Das Risiko wurde mit Materialgewinn belohnt, der Sieg war zum Greifen nah. Doch statt in ein gewonnenes Endspiel abzuwickeln, stellte Malinowski prompt eine Figur ein – aus der Traum. Unheimliches spielte sich kurz darauf bei Gerd Brückmann ab. Mit leichtem Vorteil aus der Eröffnung gekommen, ließ er im Mittelspiel die Zügel schleifen und seinen Gegner zu Gegenspiel kommen. Als sich dann ein gegnerischer Turm auf der 2. Reihe einnistete war es um seine Stellung geschehen.

So stand es 3:3 bei noch zwei laufenden Partien. An Brett zwei entbrannte zwischen Thomas Bölke und Michael Krah ein dramatisches Wettrennen. Bölke stürmte am Damenflügel nach vorn, Krah drohte am Königsflügel einzubrechen. Die Frage war: Wer ist schneller? In beiderseitiger Zeitnot behielt Bölke die besseren Nerven und zauberte wie aus dem Nichts einen unwiderstehlichen Mattangriff – Sieg. Damit war klar: Torsten Fankhaenel würde ein Remis zum Mannschaftssieg genügen. Leichter gesagt als getan, fand er sich doch als Schwarzer einem schwierigen Endspiel wieder. Die Stellungsbewertung der Kiebitze wogte hin und her: Klar gewonnen für Weiß, vielleicht sogar Gewinnchancen für Schwarz. Alles schien möglich. Am Ende hatten die Arolser das Glück auf ihrer Seite und es gelang Fankhaenel in eine theoretische Remisstellung abzuwickeln.

SV Anderssen Arolsen 1 – SV Alsfeld 1 4,5:3,5

Schäfer – Stein M.0:1
Bölke – Krah 1:0
Fankhaenel – Zilch ½:½
Brückmann – Stein T. 0:1
Henze – Heese 1:0
Wolf – Heinz 1:0
Vogel – Weißbeck 1:0
Malinowski – Solf 0:1

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Arolsen 2 feiert erfolgreichen Saisonauftakt

Auftakt gelungen: Mit einem klaren 4,5:1,5 Erfolg ist Arolsen 2 in die neue Saison gestartet. Die ersatzgeschwächten Gäste aus Korbach boten lange zähen Widerstand, mussten sich am Ende aber der größeren Erfahrung geschlagen geben.

So hielt Emil Ackermann seine beiden Mehrbauern bis ins Endspiel fest und sicherte sich so den Gewinn. Mannschaftsführer Harald Block wollte dem nicht nachstehen und ging ebenfalls auf Bauernjagd, so dass Emde nur noch die Aufgabe blieb. Auf deutlich mehr Widerstand traf Peter Junghans an Brett zwei. In einer ausgeglichenen Partie hatte Naujocks im Damenendspiel einen Zug weitergerechnet – Materialverlust war unvermeidbar. Knapp am Sieg schrammte kurz darauf Kevin Hasprich vorbei. Mit zwei Mehrbauern schien der Sieg zum Greifen nah, doch Macek wehrte sich hartnäckig und hielt den halben Punkt fest – Remis. Eine schöne Angriffspartie brachte Friedrich Wagener aufs Brett, der den gegnerischen König in gewohnter Manier zur Strecke brachte. Einen gelungenen Einstand feierte Neuzugang Manfred Müller. Auch wenn sein Gegner lange mithalten konnte, am Ende führte Müller seine Mehrbauern sicher zum verdienten Sieg.

SV Anderssen Arolsen 2 – Korbach 3 4,5:1,5

Ackermann – Hoffmann 1:0
Junghans – Naujocks 0:1
Hasprich – Macek ½:½
Wagener – Weber 1:0
Block – Emde 1:0
Müller – Unruh 1:0

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Hermann Henze holt sich die Vereinsmeisterschaft

Nach gefühlter Ewigkeit konnte sich der Landesklassenspieler Hermann Henze mal wieder mit dem Titel des Vereinsmeisters im Schachverein Anderssen Bad Arolsen schmücken. Dies war ein hartes Stück Arbeit, musste doch in diesem Jahr ein Stichkampf von 2 Langpartien gegen Jungtalent Paul Schäfer herhalten, da beide mit 6 aus 7 möglichen Punkten ins Ziel liefen.

Das Turnier hatte neben Schäfer und Henze mit Brückmann, Jugendspieler Constantin Vogel, sowie Ackermann und Wagener genug Favoriten auf den Turniersieg.

In der ersten Runde gaben sich die Topleute auch keinerlei Blößen und siegten in all ihren Partien doch ziemlich deutlich. Mit Ackermann, der gegen Jungtalent Vogel verdient verlor, reduzierte sich gleich der Favoritenkreis.

Dann kam es in der zweiten Runde gleich zum Knaller Paul Schäfer mit Weiß spielend gegen Hermann Henze. In den letzten Spielen war immer klar, wer von diesen beiden Spielern im direkten Duell verliert, ist quasi weg vom Fenster und aus dem Turnier. Henze wollte sich mit Schwarz auch auf nichts einlassen und konterte den weißen Angriff mit Qualitätsopfer Turm gegen Springer und hatte eigentlich eine vorteilhafte Stellung mit deutlichem Druck auf des Gegners König. Aber Schäfer ging in die Gegenoffensive. Trotz mehrfacher Schachdrohungen, der seinen König über das Brett trieb, nahm er in hochgradiger Zeitnot dieses Risiko in Kauf und hatte bis zum Ende richtig gerechnet. Nach Bauernverlust und ohne Angriff war die Partie von Henze verloren und er gab kurz vor dem Matt auf.

Nun waren nur noch Brückmann, Vogel und eben Schäfer ohne Punktverlust und mit besten Chancen auf den Sieg. Dieser Kreis reduzierte sich aber weiter in der 3. Runde, wo Brückmann gegen Schäfer in einer Wahnsinnspartie auch diesem einen vollen Verlustpunkt bescherte. Mit weiß spielend brach er durch ein Springeropfer die schwarze Stellung am Königsflügel auf, erreichte großen Stellungsvorteil und besiegelte mit einem weiteren Läuferopfer die Partie zu seinen Gunsten. Somit waren nur noch Brückmann und Vogel ohne Punktverlust und hier musste dann auch das direkte Duell entscheiden. Henze konnte wieder aufatmen, da er ja noch gegen beide spielen musste und mit jeweiligen Siegen den Gleichstand aus eigener Kraft wieder herstellen konnte was auch für Schäfer zutraf, der noch gegen Vogel spielen musste. Nebenbei hatte Block mit einem Sieg gegen Wagener dessen kleine Siegchance auf das Turnier endgültig geraubt und Ackermann hielt mit einem Sieg gegen Junghans seine Karten noch im Spiel.

In der 4 Runde war es dann aber auch um Brückmann und Vogel geschehen, beide verloren ihre Partien mit schwarz spielend gegen Henze und Schäfer. Henze baute seinen Angriff gegen Brückmann kontinuierlich aus, vergaß aber mal wieder, den Sack endgültig zuzumachen. Brückmann fand ein Schlupfloch zum möglichem remis, was Henze aber nicht ausreichte. Mit der Brechstange gelang ihm ein Bauerngewinn mit anschließender Gewinnstellung, die dann sicher zum Sieg der Partie reichte. Zwischenzeitlich stand Schäfer gegen Vogel eigentlich auf Verlust, drehte aber auch hier die Stellung mit wahren Wunderzügen zum Sieg. Vogel musste entnervt gratulieren. Somit hatten alle 4 Favoriten Punktgleichstand und schielten auf den Turniersieg.

Die 5 und 6. Runde brachte dann aber die Vorentscheidung. Schäfer schlug Ackermann und Wagener, Henze machte es ihm nach und siegte gegen Vogel und Ackermann. Auch gegen Vogel hatte Henze eine große Portion Glück nötig, stand er doch mit Schwarz ziemlich gedrückt. Letztlich konnte er aber mit einem vergifteten Bauern, den Vogel schluckte, zum Gegenschlag ausholen und mit einem starken Springer auf f4 und seiner Dame die weiße Königsstellung gekonnt aushebeln. Vogel mit nunmehr 2 Minuspunkten hielt sich dann schadlos gegen Brückmann und siegte nach dessen fatalem Fehler, als dieser mitten auf dem Brett eine komplette Figur ersatzlos einstellte und dies sofort mit gleichzeitiger Aufgabe quittierte.

Dies bedeutete in der 7 und letzten Runde Henze und Schäfer punktgleich mit einem Minuspunkt sowie Vogel und Brückmann mit jeweils 2 vor Ackermann, Wagener, Block und Junghans.

Henze mit klarem Sieg gegen Wagener gab sich genauso wenig eine Blöße wie Schäfer gegen Block. Somit waren beide auf den ersten beiden Plätzen uneinholbar und ein Stichkampf über 2 Langpartien wurde notwendig. Brückmann fiel nach Verlust gegen Ackermann noch im Feld weiter zurück und musste sich hinter Vogel mit dem vierten Platz begnügen.

Im ersten Stichkampf wurde Schäfer weiß zugelost und er setzte Henze mit starkem Angriff gleich unter Druck auf dessen Königsstellung. Henze hielt dagegen und konnte mit Schwarz ebenfalls Gegenangriff aufbauen und bot remis an nach seiner Meinung nach ausgeglichener Stellung. Schäfer sah dies anders und lehnte konsequent ab. Nach erfolgtem Damentausch konnte er den Druck aber nicht mehr halten und musste in ein unvorteilhaftes Endspiel, wo Henze mit starken Zügen einen Zwangstausch von Figur und Turm erzwingen konnte und mit Bauerngewinn und anschließender Damenumwandlung den Sieg und vollen Punkt sicherstellte.

Der zweite Stichkampf musste nun die Entscheidung bringen mit Vorteil für Henze, musste dieser doch mit Weiß nur ein remis zum endgültigen Turniersieg holen. Aber genau hier lag das Problem. Henze spielte übervorsichtig, Schäfer erreichte mit Schwarz große Stellungsvorteile und unheimlichen Druck gegen den noch nicht rochierten weißen König. Doch jetzt trumpfte wieder das Kämpferherz von Henze auf, er parierte alle möglichen Drohungen und erreichte nach jetzt endlich erfolgter eigener großer Rochade vermeintlichen Stellungsausgleich. Aber Schäfer versuchte im Endspiel alles und konnte sogar nach taktischem Fehler von Henze einen Bauern gewinnen. Henze sah schon fast seine Felle davonschwimmen, aber letztlich reichte der Bauernvorteil nicht aus, da Schäfer die geschickte Verteidigung von Henze nicht entscheidend aufbrechen konnte. Er musste aber unbedingt gewinnen, um im Turnier zu bleiben und überzog dabei fast seine Stellung, da er nun sogar ins Hintertreffen geriet.

Henze blieb am Schluss neben Turm und König ein Bauer mehr übrig, hätte selber sogar weiter auf Gewinn spielen können, aber da beide in hochgradiger Zeitnot waren, ging Henze kein Risiko ein und gab die Partie remis, was am Ende dann den Sieg mit 1,5 zu 0,5 Punkte im Stichkampf und somit die Vereinsmeisterschaft 2011 brachte.

Die Platzierungen:
1.) Henze 6 aus 7 / nach Stichkampf 1,5 – 0,5
2.) Schäfer 6 aus 7 / nach Stichkampf 0,5 – 1,5
3.) Vogel 5 aus 7
4.) Brückmann 4 aus 7
5.) Ackermann 3,5 aus 7
6.) Block 2 aus 7.
7.) Wagener 1,5 aus 7
8.) Junghans 0 aus 7

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Moritz Ruhl neuer Schüler-Vereinsmeister

BAD AROLSEN. Der alte ist auch der neue: Mit fünf Punkten aus fünf Partien ließ Moritz Ruhl keine Zweifel an seinem Sieg aufkommen und unterstrich einmal mehr seine bestechende Form.

Sechs Schüler waren angetreten, um in 30-Minuten-Partien ihren neuen Vereinsmeister zu ermitteln. Für Jugendleiter Peter Kirschning waren die Favoriten schnell ausgemacht: „Die beiden Ruhl-Zwillinge werden das Rennen machen.“

Und tatsächlich gingen am Ende Platz eins und zwei an das Bruderpaar. Doch während Moritz mit weißer Weste blieb, musste Marcel lange bangen. Roland Kimel lag nach fünf Runden gleichauf, ein Stichkampf musste entscheiden. Hier sah Roland wie der sichere Sieger aus, eine Sensation bahnte sich an. Doch Marcel kämpfte sich zurück in die Partie, nahm den gegnerischen König ins Visier. Bange Minuten später war klar: Platz zwei geht an Marcel Ruhl, Platz drei ein Roland Kimel.

Nach dem Turnier ist vor dem Turnier. Am 09. August startet die offene Schülerstadtmeisterschaft im Sophienheim Helsen. Spielbeginn ist um 15:00 Uhr.

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