SVA 1: Gegen Bad Hersfeld erstmals ohne Punkte

LK NORD Runde 3

BAD AROLSEN. Kämpferisch aber glücklos: Nach dem deutlichen 2,5:5,5 gegen Bad Hersfeld reiht sich Arolsen vorerst im Tabellenmittelfeld ein.

Gegen die nominell stärkeren Gäste wollten die Residenzstädter vor allem eines: Den Wettkampf so lange wie möglich offen halten. Mit dem Rückenwind aus den letzten Partien gelang das zunächst hervorragend. Am Spitzenbrett hatte Paul Schäfer alle Gewinnbemühungen von Wolfgang Frank neutralisiert, so dass nach Generalabtausch die Friedenspfeifen rauchten.

Erst nach drei Stunden brachen bei Arolsen die ersten Dämme. Martin Malinowski wurde am Königsflügel von einer Bauernlawine überrollt, kurz darauf geriet auch Torsten Fankhaenel in ein Mattnetz aus dem es kein Entkommen gab. Doch es sollte noch schlimmer kommen: Stefan Reuschel hatte gerade seine Figuren für einen Königsangriff in Stellung gebracht, als sein Gegner plötzlich Zeitüberschreitung reklamierte. Ein tragisches Ende für eine schön angelegte Partie. Nicht weniger Dramatik wohnte der Partie von Gerd Brückmann inne. Den Gegner fest im Griff wähnte sich der Routinier lange auf der Siegerstraße. Doch dann das: Gerade als sein Angriff durchzuschlagen schien ging ohne Not die Dame verloren – aus der Traum.

Mit Fide-Meister Florian Grafl hatte Thomas Bölke den dicksten Brocken zu schlucken. Der dachte gar nicht erst daran, sich langsam überspielen zu lassen und ging zum Angriff über. Als sich der Pulverdampf schließlich verzog waren beide in einem Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern gelandet – Remis! Mit druckvollen Spiel hatte Constantin Vogel seinen Gegner an den Rand einer Niederlage gebracht. Doch dieser entschlüpfte auf wundersame Weise, so dass auch hier Remis gegeben wurde. Für ein versöhnliches Ende sorgte der zur Zeit in Topform agierende Hermann Henze. Mit einem fulminanten Angriffswirbel brachte er seinen Gegner in arge Bedrängnis. Dem blieb nichts anderes übrig als in ein verlorenes Endspiel abzuwickeln und kurz darauf Henze zum vollen Punkt zu gratulieren.

SV Anderssen Arolsen 1 – SK Turm Bad Hersfeld 1 2,5:5,5

Schäfer, Paul- Frank, Wolfgang ½:½
Boelke, Thomas – Grafl, Florian ½:½
Fankhaenel, Torsten – Krauße, Eckhard 0:1
Brückmann, Gerd – Keßler, Paul 0:1
Henze, Hermann-Josef – Willich, Manfred 1:0
Vogel, Constantin – Schmidt, Markus ½:½
Malinowski, Martin – Schneider, Marcel 0:1
Reuschel, Stefan – Frank, Thomas 0:1

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SVA 1: Harald Block rettet Punktgewinn gegen Fulda 2

2. Runde LK NORD 2011/2012

BAD AROLSEN/FULDA. Zitterpartie mit glücklichem Ausgang: Gegen Fulda 2 erspielt sich Arolsen ein hart umkämpftes 4:4 Unentschieden und bleibt weiter ohne Niederlage.

Mit zwei Ersatzspielern im Gepäck hatten die Residenzstädter ihre Reise nach Fulda angetreten. Denoch wollte Mannschaftsführer Hermann Henze „Mindestens einen Punkt holen“. Was vor Spielbeginn keiner ahnte: Ausgerechnet der kränkelnde Ersatzmann Harald Block sollte zum Retter in der Not avancieren.

Zwar agierten die Arolser zunächst an allen Brettern gewohnt kombinationsicher, doch wirklich zählbares sprang nicht heraus. So mühte sich Torsten Fankhaenel nach Kräften seine optisch bessere Stellung in einen vollen Punkt zu verwandeln. Leider vergeblich. Auch in der Partie am Spitzenbrett traf sich Paul Schäfer mit seinem Gegner auf Augenhöhe. Als keiner entscheidenden Vorteil verbuchen konnte, rauchte hier ebenfalls die Friedenspfeife.

Mit einer Bauernwalze schien Thomas Bölke den weißen Königsflügel förmlich zu überrollen. Doch zu früh gefreut: Mira Kierzek verteidigte sich umsichtig und der Angriff verpuffte – Remis. Dem Punktgewinn noch näher kam Jürgen Wolf. In einem fantastischen Mattangriff jagte er den schwarzen König über das halbe Brett. Der erwies sich wie durch ein Wunder als wahrer Entfesselungskünstler. Plötzlich kam der Angriff zum Erliegen und die Stellung verflachte – Remis. Das Glück des Tüchtigen hatte Constantin Vogel auf seiner Seite. Mit Zähigkeit und Geduld verteidigte er eine verloren geglaubte Partie, hielt den Wettkampf weiter offen. Die Vorentscheidung auf dem Brett wollte Mannschaftsführer Hermann Henze erzwingen. Vier Stunden knetete er seinen Gegner nach allen Regeln der Kunst. Ein Durchbruch wollte allerdings auch hier nicht gelingen und die Partie lief friedlich in den Remishafen ein.

Nachdem keiner der Stammspieler voll punkten konnte, war es also an den Ersatzspielern. Zum ungläubigen Erstaunen aller konnte Manfred Müller seine klar bessere Stellung nicht verwerten. Schlimmer noch: Er verlief sich im Variantengestrüpp und fand sich mit einem Mal auf verlorenem Posten. Schockstarre bei Arolsen. Denn auch Harald Block schien von einem Gewinn meilenweit entfernt zu sein. Als keiner mehr Böses ahnte holte der Arolser Haudegen wie aus dem Nichts zum Mattangriff aus. Die Folge: Zwei Züge später stellte Schiebelbein vor lauter Not glatt eine Figur ein. Block grübelte, sah und siegte zum rettenden 4:4.

SC Fulda 2 – SV Anderssen Arolsen 1 4:4

Haase – Schäfer ½:½
Kierzek – Bölke ½:½
Reh – Fankhaenel ½:½
Karassyk – Henze ½:½
Janusic – Wolf ½:½
Scholz – Vogel ½:½
Bernstein – Müller 1:0
Schiebelbein – Block 0:1

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SVA 1 zum Saisonauftakt mit Zittersieg

Verdammt eng: Mit einem hauchdünnen 4,5:3,5 Erfolg gegen Alsfeld ist der SV Anderssen Bad Arolsen erfolgreich in die neue Saison gestartet.

Bis zum verdienten Sieg nach über sieben Stunden Spielzeit waren starke Nerven gefragt. Ein ums andere Mal stellten sich die Residenzstädter selbst ein Bein, brachten die Gäste aus Alsfeld zurück ins Spiel.

Schon nach zwei Stunden fielen die ersten Entscheidungen: Nachwuchshoffnung Constantin Vogel zeigte einmal welches Potential in ihm steckt. Nach einem überfallartigen Springermanöver sah sich Weißbeck zum Damenopfer gezwungen, blieb in der Folge aber ohne Gegenspiel. Mit präzisen Zügen sicherte sich Vogel gekonnt den vollen Punkt. Minuten später folgte prompt der Ausgleich: Paul Schäfer fand am Spitzenbrett einfach kein Mittel gegen den Aufbau von Marco Stein. Nach Figurenverlust war die Partie trotz aller Gegenwehr nicht mehr zu halten.

Auch die folgenden Partien brachten keine Entscheidung. Zunächst hatte Hermann Henze eine für ihn typische Partie zum Sieg verwandelt: Nach leicht dubioser Eröffnung sah er eine schier unaufhaltsame Bauernwalze auf sich zurennen. Doch wie von Zauberhand kam Henze zu Gegenspiel, drang mit der Dame plötzlich gewinnbringend in die weiße Stellung ein und zwang seinen verblüfften Gegner zur Aufgabe. Noch turbulenter verlief die Partie von Jürgen Wolf. In einem taktisch hochkomlexen Handgemenge nahm er den gegnerischen König ins Visier. Den konnte Heinz zwar kurzfristig retten, aber drei Minusbauern waren des Guten zu viel, somit der Punkt für Wolf eine sichere Beute.

Kaum lag Arolsen mit 3:1 vorn schlugen die Alsfelder zurück. Mit einem klassischen Königsgambit hatte Martin Malinowski die Zeichen auf Sturm gesetzt. Das Risiko wurde mit Materialgewinn belohnt, der Sieg war zum Greifen nah. Doch statt in ein gewonnenes Endspiel abzuwickeln, stellte Malinowski prompt eine Figur ein – aus der Traum. Unheimliches spielte sich kurz darauf bei Gerd Brückmann ab. Mit leichtem Vorteil aus der Eröffnung gekommen, ließ er im Mittelspiel die Zügel schleifen und seinen Gegner zu Gegenspiel kommen. Als sich dann ein gegnerischer Turm auf der 2. Reihe einnistete war es um seine Stellung geschehen.

So stand es 3:3 bei noch zwei laufenden Partien. An Brett zwei entbrannte zwischen Thomas Bölke und Michael Krah ein dramatisches Wettrennen. Bölke stürmte am Damenflügel nach vorn, Krah drohte am Königsflügel einzubrechen. Die Frage war: Wer ist schneller? In beiderseitiger Zeitnot behielt Bölke die besseren Nerven und zauberte wie aus dem Nichts einen unwiderstehlichen Mattangriff – Sieg. Damit war klar: Torsten Fankhaenel würde ein Remis zum Mannschaftssieg genügen. Leichter gesagt als getan, fand er sich doch als Schwarzer einem schwierigen Endspiel wieder. Die Stellungsbewertung der Kiebitze wogte hin und her: Klar gewonnen für Weiß, vielleicht sogar Gewinnchancen für Schwarz. Alles schien möglich. Am Ende hatten die Arolser das Glück auf ihrer Seite und es gelang Fankhaenel in eine theoretische Remisstellung abzuwickeln.

SV Anderssen Arolsen 1 – SV Alsfeld 1 4,5:3,5

Schäfer – Stein M.0:1
Bölke – Krah 1:0
Fankhaenel – Zilch ½:½
Brückmann – Stein T. 0:1
Henze – Heese 1:0
Wolf – Heinz 1:0
Vogel – Weißbeck 1:0
Malinowski – Solf 0:1

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Arolsen 2 feiert erfolgreichen Saisonauftakt

Auftakt gelungen: Mit einem klaren 4,5:1,5 Erfolg ist Arolsen 2 in die neue Saison gestartet. Die ersatzgeschwächten Gäste aus Korbach boten lange zähen Widerstand, mussten sich am Ende aber der größeren Erfahrung geschlagen geben.

So hielt Emil Ackermann seine beiden Mehrbauern bis ins Endspiel fest und sicherte sich so den Gewinn. Mannschaftsführer Harald Block wollte dem nicht nachstehen und ging ebenfalls auf Bauernjagd, so dass Emde nur noch die Aufgabe blieb. Auf deutlich mehr Widerstand traf Peter Junghans an Brett zwei. In einer ausgeglichenen Partie hatte Naujocks im Damenendspiel einen Zug weitergerechnet – Materialverlust war unvermeidbar. Knapp am Sieg schrammte kurz darauf Kevin Hasprich vorbei. Mit zwei Mehrbauern schien der Sieg zum Greifen nah, doch Macek wehrte sich hartnäckig und hielt den halben Punkt fest – Remis. Eine schöne Angriffspartie brachte Friedrich Wagener aufs Brett, der den gegnerischen König in gewohnter Manier zur Strecke brachte. Einen gelungenen Einstand feierte Neuzugang Manfred Müller. Auch wenn sein Gegner lange mithalten konnte, am Ende führte Müller seine Mehrbauern sicher zum verdienten Sieg.

SV Anderssen Arolsen 2 – Korbach 3 4,5:1,5

Ackermann – Hoffmann 1:0
Junghans – Naujocks 0:1
Hasprich – Macek ½:½
Wagener – Weber 1:0
Block – Emde 1:0
Müller – Unruh 1:0

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Hermann Henze holt sich die Vereinsmeisterschaft

Nach gefühlter Ewigkeit konnte sich der Landesklassenspieler Hermann Henze mal wieder mit dem Titel des Vereinsmeisters im Schachverein Anderssen Bad Arolsen schmücken. Dies war ein hartes Stück Arbeit, musste doch in diesem Jahr ein Stichkampf von 2 Langpartien gegen Jungtalent Paul Schäfer herhalten, da beide mit 6 aus 7 möglichen Punkten ins Ziel liefen.

Das Turnier hatte neben Schäfer und Henze mit Brückmann, Jugendspieler Constantin Vogel, sowie Ackermann und Wagener genug Favoriten auf den Turniersieg.

In der ersten Runde gaben sich die Topleute auch keinerlei Blößen und siegten in all ihren Partien doch ziemlich deutlich. Mit Ackermann, der gegen Jungtalent Vogel verdient verlor, reduzierte sich gleich der Favoritenkreis.

Dann kam es in der zweiten Runde gleich zum Knaller Paul Schäfer mit Weiß spielend gegen Hermann Henze. In den letzten Spielen war immer klar, wer von diesen beiden Spielern im direkten Duell verliert, ist quasi weg vom Fenster und aus dem Turnier. Henze wollte sich mit Schwarz auch auf nichts einlassen und konterte den weißen Angriff mit Qualitätsopfer Turm gegen Springer und hatte eigentlich eine vorteilhafte Stellung mit deutlichem Druck auf des Gegners König. Aber Schäfer ging in die Gegenoffensive. Trotz mehrfacher Schachdrohungen, der seinen König über das Brett trieb, nahm er in hochgradiger Zeitnot dieses Risiko in Kauf und hatte bis zum Ende richtig gerechnet. Nach Bauernverlust und ohne Angriff war die Partie von Henze verloren und er gab kurz vor dem Matt auf.

Nun waren nur noch Brückmann, Vogel und eben Schäfer ohne Punktverlust und mit besten Chancen auf den Sieg. Dieser Kreis reduzierte sich aber weiter in der 3. Runde, wo Brückmann gegen Schäfer in einer Wahnsinnspartie auch diesem einen vollen Verlustpunkt bescherte. Mit weiß spielend brach er durch ein Springeropfer die schwarze Stellung am Königsflügel auf, erreichte großen Stellungsvorteil und besiegelte mit einem weiteren Läuferopfer die Partie zu seinen Gunsten. Somit waren nur noch Brückmann und Vogel ohne Punktverlust und hier musste dann auch das direkte Duell entscheiden. Henze konnte wieder aufatmen, da er ja noch gegen beide spielen musste und mit jeweiligen Siegen den Gleichstand aus eigener Kraft wieder herstellen konnte was auch für Schäfer zutraf, der noch gegen Vogel spielen musste. Nebenbei hatte Block mit einem Sieg gegen Wagener dessen kleine Siegchance auf das Turnier endgültig geraubt und Ackermann hielt mit einem Sieg gegen Junghans seine Karten noch im Spiel.

In der 4 Runde war es dann aber auch um Brückmann und Vogel geschehen, beide verloren ihre Partien mit schwarz spielend gegen Henze und Schäfer. Henze baute seinen Angriff gegen Brückmann kontinuierlich aus, vergaß aber mal wieder, den Sack endgültig zuzumachen. Brückmann fand ein Schlupfloch zum möglichem remis, was Henze aber nicht ausreichte. Mit der Brechstange gelang ihm ein Bauerngewinn mit anschließender Gewinnstellung, die dann sicher zum Sieg der Partie reichte. Zwischenzeitlich stand Schäfer gegen Vogel eigentlich auf Verlust, drehte aber auch hier die Stellung mit wahren Wunderzügen zum Sieg. Vogel musste entnervt gratulieren. Somit hatten alle 4 Favoriten Punktgleichstand und schielten auf den Turniersieg.

Die 5 und 6. Runde brachte dann aber die Vorentscheidung. Schäfer schlug Ackermann und Wagener, Henze machte es ihm nach und siegte gegen Vogel und Ackermann. Auch gegen Vogel hatte Henze eine große Portion Glück nötig, stand er doch mit Schwarz ziemlich gedrückt. Letztlich konnte er aber mit einem vergifteten Bauern, den Vogel schluckte, zum Gegenschlag ausholen und mit einem starken Springer auf f4 und seiner Dame die weiße Königsstellung gekonnt aushebeln. Vogel mit nunmehr 2 Minuspunkten hielt sich dann schadlos gegen Brückmann und siegte nach dessen fatalem Fehler, als dieser mitten auf dem Brett eine komplette Figur ersatzlos einstellte und dies sofort mit gleichzeitiger Aufgabe quittierte.

Dies bedeutete in der 7 und letzten Runde Henze und Schäfer punktgleich mit einem Minuspunkt sowie Vogel und Brückmann mit jeweils 2 vor Ackermann, Wagener, Block und Junghans.

Henze mit klarem Sieg gegen Wagener gab sich genauso wenig eine Blöße wie Schäfer gegen Block. Somit waren beide auf den ersten beiden Plätzen uneinholbar und ein Stichkampf über 2 Langpartien wurde notwendig. Brückmann fiel nach Verlust gegen Ackermann noch im Feld weiter zurück und musste sich hinter Vogel mit dem vierten Platz begnügen.

Im ersten Stichkampf wurde Schäfer weiß zugelost und er setzte Henze mit starkem Angriff gleich unter Druck auf dessen Königsstellung. Henze hielt dagegen und konnte mit Schwarz ebenfalls Gegenangriff aufbauen und bot remis an nach seiner Meinung nach ausgeglichener Stellung. Schäfer sah dies anders und lehnte konsequent ab. Nach erfolgtem Damentausch konnte er den Druck aber nicht mehr halten und musste in ein unvorteilhaftes Endspiel, wo Henze mit starken Zügen einen Zwangstausch von Figur und Turm erzwingen konnte und mit Bauerngewinn und anschließender Damenumwandlung den Sieg und vollen Punkt sicherstellte.

Der zweite Stichkampf musste nun die Entscheidung bringen mit Vorteil für Henze, musste dieser doch mit Weiß nur ein remis zum endgültigen Turniersieg holen. Aber genau hier lag das Problem. Henze spielte übervorsichtig, Schäfer erreichte mit Schwarz große Stellungsvorteile und unheimlichen Druck gegen den noch nicht rochierten weißen König. Doch jetzt trumpfte wieder das Kämpferherz von Henze auf, er parierte alle möglichen Drohungen und erreichte nach jetzt endlich erfolgter eigener großer Rochade vermeintlichen Stellungsausgleich. Aber Schäfer versuchte im Endspiel alles und konnte sogar nach taktischem Fehler von Henze einen Bauern gewinnen. Henze sah schon fast seine Felle davonschwimmen, aber letztlich reichte der Bauernvorteil nicht aus, da Schäfer die geschickte Verteidigung von Henze nicht entscheidend aufbrechen konnte. Er musste aber unbedingt gewinnen, um im Turnier zu bleiben und überzog dabei fast seine Stellung, da er nun sogar ins Hintertreffen geriet.

Henze blieb am Schluss neben Turm und König ein Bauer mehr übrig, hätte selber sogar weiter auf Gewinn spielen können, aber da beide in hochgradiger Zeitnot waren, ging Henze kein Risiko ein und gab die Partie remis, was am Ende dann den Sieg mit 1,5 zu 0,5 Punkte im Stichkampf und somit die Vereinsmeisterschaft 2011 brachte.

Die Platzierungen:
1.) Henze 6 aus 7 / nach Stichkampf 1,5 – 0,5
2.) Schäfer 6 aus 7 / nach Stichkampf 0,5 – 1,5
3.) Vogel 5 aus 7
4.) Brückmann 4 aus 7
5.) Ackermann 3,5 aus 7
6.) Block 2 aus 7.
7.) Wagener 1,5 aus 7
8.) Junghans 0 aus 7

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Moritz Ruhl neuer Schüler-Vereinsmeister

BAD AROLSEN. Der alte ist auch der neue: Mit fünf Punkten aus fünf Partien ließ Moritz Ruhl keine Zweifel an seinem Sieg aufkommen und unterstrich einmal mehr seine bestechende Form.

Sechs Schüler waren angetreten, um in 30-Minuten-Partien ihren neuen Vereinsmeister zu ermitteln. Für Jugendleiter Peter Kirschning waren die Favoriten schnell ausgemacht: „Die beiden Ruhl-Zwillinge werden das Rennen machen.“

Und tatsächlich gingen am Ende Platz eins und zwei an das Bruderpaar. Doch während Moritz mit weißer Weste blieb, musste Marcel lange bangen. Roland Kimel lag nach fünf Runden gleichauf, ein Stichkampf musste entscheiden. Hier sah Roland wie der sichere Sieger aus, eine Sensation bahnte sich an. Doch Marcel kämpfte sich zurück in die Partie, nahm den gegnerischen König ins Visier. Bange Minuten später war klar: Platz zwei geht an Marcel Ruhl, Platz drei ein Roland Kimel.

Nach dem Turnier ist vor dem Turnier. Am 09. August startet die offene Schülerstadtmeisterschaft im Sophienheim Helsen. Spielbeginn ist um 15:00 Uhr.

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Finale Schulschachrallye: Ruhl Zwillinge das Maß aller Dinge

BAD AROLSEN-HELSEN. Spannung bis zum letzten Zug: Für das Finale der Schulschachrallye hatte der SV Anderssen Bad Arolsen in die Bürgerhalle Helsen eingeladen. 55 Schülerinnen und Schüler waren gekommen, um in drei Wettkampfklassen die Gesamtsieger zu ermitteln. Unter Ihnen die beiden Arolser Nachwuchshoffnungen Moritz und Marcel Ruhl.

Schon vor Turnierbeginn stand fest: Platz eins und zwei würden die beiden Zwillinge in der Wertungsklasse S unter sich aus machen. Mutter Ina Ruhl wusste nur eines: „Die Tagesform entscheidet heute wer die Nase vorn hat“. Beide legten los wie die Feuerwehr, holten sicher Punkt um Punkt. Auch das direkte Duell brachte keine Entscheidung. Am Ende einer spannungsgeladenen Partie einigten sich die Brüder friedlich auf Remis.

Als Zünglein an der Waage erwies sich einmal mehr Kay Lukas Kersten. Gegen Moritz noch chancenlos, brachte er Marcel früh in Bedrängnis. Der kämpfte zwar wie ein Löwe musste sich am Ende aber doch geschlagen geben. Damit war klar: Der Tages- und Gesamtsieg war Moritz nicht mehr zu nehmen. Am Ende siegte er mit 53 Punkten, knapp vor seinem Bruder Marcel mit 45 Punkten.

„Das Maß aller Dinge“ brachte Jugendleiter Peter Kirschning die Dominanz der Zwillinge auf den Punkt. Ende Oktober startet die nächste Schulschachrallye. Routinier Kirschning ist sich sicher: Auch Moritz und Marcel werden vorne wieder kräftig mitmischen.

Abschlusswertung Schulschachrallye

Wettkampfklasse XL – Jungen:
1. Christian Powalla
2. Joschi Stabernack
3. Georgios Tsompanidis

Wettkampfklasse XL – Mädchen:
1. Anabella Schäfer
2. Vanessa Krausse
3. Tamara Peter

Wettkampfklasse L – Jungen:
1. Lucien Paulus
2. Moritz Thiel
3. Calvin Küthe

Wettkampfklasse L – Mädchen:
1. Jasmin Jäger
2. Marcella Sude
3. Ronja Ripp

Wettkampfklasse S – Jungen:
1. Moritz Ruhl
2. Marcel Ruhl
3. Kay Lukas Kersten

Wettkampfklasse S – Mädchen:
1. Sarah Scherer
2. Esther Häberle
3. Theresia Bürmann

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Hermann Henze gewinnt Erdbeerblitz

BAD AROLSEN. Und er kann es ja doch noch. Nach mehrmaligen Anläufen schaffte Hermann Henze es in diesem Jahr doch noch, das traditionelle Erdbeerblitzturnier für sich zu entscheiden. Neben dem vom Gartencenter Meckelburg gespendeten leckeren Erdbeeren konnte er sich nun auch den begehrten Blitzpokal sichern.

Das jährlich stattfindende Turnier litt aber in der Personenanzahl der Teilnehmer nicht aber an der Spielstärke, denn von den 6 Spielern kamen 5 aus der 1. Mannschaft, was die Spannung deutlich steigerte. Gleich in der ersten Runde traf es den eingefleischten Blitzspieler und Turnierfavoriten Stefan Reuschel. Nach dessen starkem Spiel konterte Jungstar Constantin Vogel und siegte durch Zeitüberschreitung. Dieser Niederlage versuchte Henze gegen Brückmann noch zu entkommen. Mit Weiß hatte er absolut kein Gegenspiel und musste sich von Brückmann quasi überrennen lassen. Dieser konnte einfach einen Bauern gewinnen und somit wohl auch die Partie, übersah dies aber und Henze konnte sich gerade noch in das Remis retten. Zwischenzeitlich hatte auch Malinowski gegen Wagener seine Partie gewonnen.

In der zweiten Runde konnte Reuschel sich wieder in das Turnier zurückspielen. Er gewann gegen Brückmann, obwohl dieser eigentlich dessen Dame und die Partie gewinnen konnte. Auch hier übersah er den Gewinnzug und war als Mitfavorit quasi schon aus dem Turnier. Henze siegte sicher gegen Wagener und Vogel kam gegen Malinowski nicht über ein Remis hinaus. In den Runden 3 und 4 offenbarten die Favoriten Henze und Reuschel keine Schwächen. Henze siegte gegen Malinowski und Vogel und Reuschel machte es ihm mit Siegen gegen die beiden in umgekehrter Reihenfolge nach.

Somit kam es in der letzten Runde zum Topduell Henze gegen Reuschel, welche den Turniersieg unter sich ausspielten. Henze führte vor Reuschel mit einem halben Punkt und konnte durch ein Remis den Turniersieg sicherstellen. Mit Weiß auf ein Unentschieden zu spielen ist möglich, sollte man aber nie machen. Henze spielte zu vorsichtig, Reuschel erzeugte mit seinen schwarzen Figuren Druck und kam zu einem Bauerngewinn. Dies wiederum eröffnete Henze endlich sein geliebtes Stellungsspiel mit starkem Angriff. Er drückte gegen den gegnerischen König von Reuschel, dieser kam dadurch Zeitlich in großen Nachteil. Henze nutzte dies gnadenlos aus, gewann dann sogar noch Dame und Turm und siegte schlussendlich durch Zeitüberschreitung in hoffnungsloser Stellung von Reuschel.
Dies sicherte Henze den begehrten Pokal mit 4,5 Punkten aus 5 Partien. Reuschel folgte auf Platz 2 mit 3 Punkten vor Vogel und Malinowski mit jeweils 2,5 und Brückmann mit 1,5 Punkten noch vor Wagener als Schlusslicht mit 1 Punkt.

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Ruhl Zwillinge mit Doppelsieg bei Schulschachrallye

In der Wertungsklasse S, in der die Grundschüler starten, gingen in Kassel 39 Jungen und Mädchen an den Start. Die beiden Arolser Moritz und Marcel Ruhl waren in der Setzliste an Stelle 1 und 2 gelistet und so sollte es dann auch bis zum Ende bleiben.

Der Verdacht auf Dramatik kam nur in der 4. Runde auf, als die beiden Topfavoriten aus Arolsen gegeneinander spielen mussten. Beide wollten unbedingt gewinnen und den anderen besiegen. Und das Ende bzw. die Stimmung nach einer solchen Partie ist immer ungewiss. Aber zum Glück ging diese friedlich und entspannt mit einem Remis zu Ende. Ansonsten ließen die beiden Arolser nichts mehr anbrennen. Nach der 7. Runde sicherte sich Moritz Ruhl mit 6,5/7 Platz eins und Marcel Ruhl mit 6/7 Punkten Platz 2. Wie immer gab es Pokale für die ersten drei und Urkunden für alle Teilnehmer.

In der Gesamtwertung der Schulschachrallye hat sich nichts verändert. Dort steht Moritz Ruhl mit 43 Punkten an erster und Marcel Ruhl mit 37 Punkten an zweiter Stelle. Ein Arolser Doppelsieg ist damit vor dem Saisonfinale in Arolsen nicht mehr zu verhindern.

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Einladung zur Spielersitzung

Diese Einladung wird jedem Vereinsmitglied per E-mail oder Brief in den nächsten Tagen zugestellt.

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