Ruhl Zwillinge mit Achtungserfolg bei den Hessischen Jugendeinzelmeisterschaften

BAD HOMBURG. Da Moritz und Marcel Ruhl im Oktober diesen Jahres 11 Jahre werden, mussten sie bei der Hessenmeisterschaft zum ersten Mal U12 spielen. Und es waren reichlich starke Gegner gekommen. 60 Jungen und Mädchen waren am Start, von denen fast die Hälfte mehr TWZ als die Arolser Spitzenspieler hatten. Wenn’s die gute Mitte wird, sind wir zufrieden, dachten alle.

Aber Marcel und Moritz überraschten manchen Gegner mit ihrem Können. Selbst Konkurrenten, gegen die sie bisher stets verloren oder ein Remis geschafft hatten, wurden an diesem Turnier besiegt. Schließlich arbeiteten sie sich Stück für Stück vor, bis sie in der letzten Runde an Brett 3 (Moritz) und Brett 8 (Marcel) landeten. Nach dem Schweizer Auslosungssystem bedeutete dies: Beide lagen mit ganz vorne an der Spitze. Es wurde spannend – war vielleicht sogar ein Platz auf dem Treppchen drin?

Doch Moritz hatte kein Glück bei der letzten Auslosung und musste gegen Anton Peter spielen, der in der Gruppe mit der höchsten TWZ von über 1600 stand. Moritz war von der Leistungszahl eingeschüchtert, aber er wollte es seinem Gegner nicht leichtmachen, ihm keinen Punkt schenken. Nach 3 ½ Stunden Kampf hatte Moritz dann aber leider doch die Partie verloren und fiel zurück auf Platz 14. Marcel hatte mehr Auslosungs- und Spielglück. In der letzten Partie gab der Gegner auf, obwohl es eigentlich hätte Remis ausgehen müssen. Die Stellung war ausgeglichen. So rutschte er rauf auf Platz 10. Am Ende gab es für alle Teilnehmer Urkunden und Süßigkeiten.

Alles in allem wieder eine tolle Veranstaltung. Die Hessische Schachjugend, verantwortlich wie immer Alexander Lähnwitz, führt diese Veranstaltung bereits zum x-ten Mal so professionell durch, dass wir Arolser immer wieder gerne dort hinfahren. Der Wettkampf findet in den Räumen der Jugendherberge statt, in der auch alle Schachleute und deren Eltern/Betreuer untergebracht sind. (Eine Jugendherberge mit Nebengebäuden komplett belegt – nur mit Schachleuten!) Das Essen ist gut. Beim Buffet zu jeder Mahlzeit gibt es für jeden etwas, 1 x wurde auch gegrillt. Inzwischen kennt man viele, Freundschaften haben sich entwickelt und jeder freut sich auf das Wiedersehen in den Osterferien. Zwischendurch gibt es immer wieder reichlich Freizeitprogramm. Die Außenanlage der Jugendherberge ist wirklich toll: Terrasse, Tischtennisplatten, Fußballfeld, Basketballfeld, Wiese für andere Aktivitäten. Und das Team der Hessischen Schachjugend bringt reichlich (!) Spiele für drinnen und draußen mit. Wer Lust hat, kann außerdem mit ins Schwimmbad gehen, am Blitzturnier teilnehmen, sich beim Fußballturnier messen oder, oder, oder…. Wer da Langeweile hat, ist selber Schuld!!

Durch den Ramada-Cup Kassel, die deutsche Amateurmeisterschaft (siehe www.ramada-cup.de), bei dem sich Marcel für das Finale in Magdeburg qualifiziert hat, und die Hessenmeisterschaft hat sich die Leistungszahl der beiden Arolser um fast 300 Punkte auf 1124 (Moritz) und 1077 (Marcel) erhöht. Ohne das Engagement der Trainer Uwe Kersten (Kassel) und Torsten Fankhaenel (Bad Arolsen) hätten sie das bestimmt nicht geschafft.

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SV Anderssen Arolsen verliert letzten Mannschaftskampf in Bad Hersfeld

BAD AROLSEN/ BAD HERSFELD. Es ging ja für beide Mannschaften um nichts mehr, nichts desto trotz wollte Mannschaftsführer Hermann Henze die weite Fahrt aber nicht als Sonntagsausflug bei herrlichem Sonnenschein zu verstehen wissen, sondern mindestens 1 Punkte auf die weite Heimfahrt mitnehmen.

Die Vorzeichen standen dafür aber nicht gut, mussten doch wieder 3 Ausfälle hingenommen werden, wobei sich nur 2 Ersatzleute fanden. Somit führte Bad Hersfeld bereits mit 1-0 an Brett 1, da Frank kampflos gegen Bölke gewann. Nach ca. 3 Stunden erhöhte Schneider an Brett 6 spielend gegen Kevin Hasprich. Er konnte dessen Springer mitten auf dem Brett dermaßen fesseln, dass anschließend Figurenverlust drohte. Dies konnte Hasprich nicht mehr parieren und gab wenig später in aussichtsloser Stellung auf.

Der erste Arolser Lichtblick folgte in Person des Dauerersatzspielers Harald Block an Brett 7 mit Weiß spielend gegen Marth. Nach beiderseitigen Angriffen gegen die jeweilige Königsstellung erreichte Block gegen den Verbandsliga erfahrenen Marth eine dermaßen ausgeglichene Stellung, dass dieser nur noch mit einem remis zufrieden sein konnte. Eine Klasseleistung von Block der damit den ersten halben Punkt zum 0,5 – 2,5 für Bad Arolsen einfuhr.

Dem stand Mannschaftsführer Henze an Brett 2 gegen Krauße mit Schwarz spielend in nichts nach. Nach 3 ½ Stunden und beiderseitigen Angriffsbemühungen sahen beide Spieler keinen direkten Gewinnweg mehr und einigten sich ebenfalls gütlich remis zur zwischenzeitlichen 1 – 3 Führung für Hersfeld, dass diese kurz danach aber auf 4 zu 1 ausbaute und somit den ersten Mannschaftspunkt bereits im Sack hatte. Mailinowski stand an Brett 4 gegen Keßler schon ziemlich gedrückt, musste dann auch noch unglücklich einen Figurenverlust hinnehmen, was nicht mehr ausgleichbar war und gab kurz danach entnervt auf.

Bei diesem Zwischenstand musste Topscorer Dr. Jürgen Wolf an Brett 5 gegen Günther unbedingt gewinnen, um den Gesamtsieg für Hersfeld zumindest noch etwas zu verzögern. Er spielte mit Weiß stark auf, berannte mit seinen Königsbauern die gegnerische Stellung viel versprechend, musste dann aber einen Konter hinnehmen, der das unweigerliche remis und somit den Gesamtsieg zum 4,5 zu 1,5 für Hersfeld sicherstellte. Damit war die Messe und der nicht erwünschte Saisonausklang für Arolsen besiegelt, zumal kurz darauf auch Ersatzmann Marco Bornemann gegen Berndt an Brett 8 nach zwischenzeitlichem Bauernverlust in eine hoffnungslose und nicht mehr zu reparierende Stellung geriet und den Punkt komplett abgab.

Dies wollte Brückmann so nicht auf sich sitzen lassen und versuchte mit allen Mitteln, an Brett 3 gegen Willich zumindest einen Sieg für Arolsen einzuspielen. Mit Weiß und seinem starken Läufer gegen des Gegners schwarzen Springer konnte er einen Randbauern aufs Korn nehmen, der für alle der spannenden Partie zusehenden Kollegen eigentlich auch schon gewonnen war. Nach einer kleinen Unachtsamkeit Brückmanns trumpfte Willich aber mit einem Klasse Manöver des Springers dermaßen auf und konnte selbst dessen starken Freibauern ersatzlos einheimsen und sogar selber auf Gewinn spielen. Dies wehrte Brückmann aber bravourös ab und stellte nach knapp 5 ½ Stunden das Remis und Endergebnis von 6 – 2 für Hersfeld sicher.

Nach der Packung war auch Henze bedient, relativierte dies aber, da in keinem Saisonspiel die komplette Mannschaft antreten konnte. Dies wird nächste Saison anders werden, kommen doch Rückkehrer Fankhänel sowie Jungtalent Constantin Vogel als deutliche Verstärkungen für die Mannschaft hinzu. Dies ist auch notwendig, kommen doch mit Korbach und Bad Sooden Allendorf als feststehende Absteiger aus der Verbandsliga zwei überaus starke Mannschaften in die Klasse zurück, was das spielerische Niveau deutlich anheben wird. Absteiger aus der Landesklasse sind neben Ahnatal, welche die Mannschaft ja bereits zu Saisonbeginn zurückzogen noch Eschwege und Lauterbach.

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Karfreitsgsblitzturnier im Kloster Bredelar – Henze überzeugt

Bredelar. Auch in diesem Jahr zu Ostern nahm der Schachverein Anderssen Bad Arolsen mit 2 Mannschaften am traditionellen Karfreitagsblitzturnier , welches wie immer in vorzüglicher Weise vom Schachclub Brilon ausgerichtet und diesmal in den ehrwürdigen Klostermauern von Bredelar stattfand, teil.

In der riesigen Kathedrale fanden sich insgesamt 33 Mannschaften zu je 4 Spielern ein und veranstalteten bei herrlichem Sonnenschein ein überaus tolles Spektakel auf hohem spielerischen Niveau an den jeweiligen Brettern, dauerte eine Schachpartie doch nur maximal 10 Minuten, was für jeden Spieler somit nur 5 Minuten Spielzeit für die gesamte Partie bedeutete.

Letztlich gewann knapp aber verdient der Veranstalter Schachclub Brilon mit 62 Punkten vor dem Zweitplatzierten Herner Schachfreunden mit 59 Punkten sowie dem Nachbarn Velmede 1 als dritten mit 58 Punkten. Der Gastgeber belegte auch in den Einzelwertungen an allen 4 Brettern mit Stefan Wrede, Andre Becker, Ajand Thanabalasingam und Norman Berndt jeweils erste Plätze im Einzelranking, verloren von 32 Partien nur 1 bis 2.
Der Schachverein Anderssen Bad Arolsen, diesmal mal wieder mit 2 Mannschaften am Start, belegte mit der 1. Mannschaft und den Spielern Martin Malinowski (Brett 1), Torsten Fankhänel (Brett2), Jürgen Wolf (Brett 3) und Hermann Henze (Brett 4) den sehr guten 14. Platz sowie mit der 2. Mannschaft Friedrich Wagener (Brett 1), Peter Kirschning (Brett 2), Harald Block (Brett 3) und Andre van Steenput (Brett 4) den 23. Platz.
Die Platzierung der ersten Mannschaft ist um so höher einzuschätzen, hatte sie doch ab der 13. Runde ein großes Handicap hinzunehmen. Der an Brett 1 spielende Martin Malinowski stand ab der 13. Runde nicht mehr zur Verfügung, was bedeutete, dass in den restlichen 19 Runden jeweils ein Punkt kampflos an den Gegner ging und die restlichen 3 Arolser Spieler somit unter noch größerem Druck standen, ihre Partien jeweils zu gewinnen.

Die Arolser Zweite legte in den beiden ersten Runden los wie die Feuerwehr und holte das Maximum an 4 Punkten gegen Marsberg 2 und Eslohe 2 und stand an der Spitze. Wagener und Kirschning überzeugten hier gleich mit jeweils 2 Siegen. Dem konnte die Erste gar nicht folgen. Diese gewannen zwar gegen Schmallenberg 2, mussten dann aber gegen den Sieger Brilon 1 eine Klatsche von 0,5 – 3,5 hinnehmen, wo nur Henze an Brett 4 ein remis sicherstellte. Nun unkte die Zweite mit Altmeister Peter Kirschning schon mit besserer Platzierung sowie Sieg gegen die eigene Erste, aber es kam anders. Denn das direkte Duell in der 30 Runde konnte Arolsen 1 trotz einem Spieler weniger glatt mit 3-1 gewinnen.

Trotz zweiter Pausen machte sich die große Anzahl der Spiele bei Arolsen 2 doch bemerkbar. Holten an den Spitzenbrettern 1 und 2 Wagener und Kirschning noch fette Beute, bauten Block und van Steenput, sowie später auch Wagener immer mehr ab und mussten ihrer Kondition jeweils Tribut zollen. Einzig Kirschning, auch im Verein als starker Blitzspieler bekannt, wehrte sich hier noch am besten.

Letztlich stand Platz 23 zu Buche mit folgenden Einzelwertungen:
Wagener (Brett 1) 9 Siege, 5 Remis, 18 Niederlagen und 11,5, Punkten von 32
Kirschning (Brett 2) 14 Siege, 1 Remis, 17 Niederlagen und 14,5 Punkten von 32
Block (Brett 3) 9 Siege, 1 Remis, 22 Niederlagen und 9,5 Punkten von 32
Van Steenput (Brett 4) 9 Siege, 1 Remis, 22 Niederlagen und 9,5 Punkten von 32.

Bei der Ersten lief es inzwischen ganz gut, man holte gegen seinen Klassenkameraden Caissa Kassel ein 2-2 Unentschieden, wo Henze und Wolf jeweils die Punkte beisteuerten. Martin Malinowski an Brett 1 legte sich besonders ins Zeug, musste er ja wie gesagt ab der 13 Runde den Spielort verlassen. Er holte am starken ersten Brett immerhin 6 von 13 möglichen Punkten. Besonders stolz war man auch auf Rückkehrer Torsten Fankhänel. Der in dieser Saison noch für Vellmar aktive Spieler kehrt nach Arolsen zurück und wird in der kommenden Saison wieder die erste Mannschaft in der Landesklasse Nord deutlich verstärken. Er holte an Brett 2 spielend exakt 50% der Punkte und zwar starke 16 von 32.Auch Jürgen Wolf an Brett 3 spielend und in Nordhessen als wahres Blitzmonster bekannt holte durchweg sicher seine Punkte. Nahm er sich mal eine kleine Auszeit mit aufeinander folgenden Niederlagen, korrigierte er dies gleich im Anschluss mit einer wahren Siegesserie. Letztlich standen bei ihm 20 von möglichen 32 Punkten zu Buche.

Hermann Henze war eigentlich nur dabei, da kein anderweitiger Ersatz vorhanden war. Er schlug sich mit einer Grippe herum und war somit gehandicapt. Letztlich spielte er an Brett 4 aber ein Turnier, dass man aus Kollegenkreisen schon hörte, Henze sollte künftig immer etwas kränklich sein, so wie er die Punkte einfuhr. Ob es an der höheren Konzentration lag, konnte Henze auch nicht sagen. Letztlich wurde er in den 32 Partien nur 3 Mal besiegt und das außer gegen Brilon von Spielern, die im Einzelranking eigentlich deutlich hinter ihm lagen. Tja, hätte er diese beiden Partien auch noch für sich entschieden, hätte es sogar zu Platz 2 im Endklassement gereicht. Aber auch so war Henze mit seiner Leistung überaus zufrieden. Neben 20 Siegen und 9 Unentschieden standen dann 24,5 Punkte zu Buche, was ihm sogar noch den 4. Platz im Gesamtranking aller an Brett 4 spielenden Spieler und dem ersten Arolser Spieler überhaupt bei diesem Turnier einbrachte. Das brachte neben dem Ranking-Preis noch kräftige Gratulationen der Kollegen ein.

Somit erreichte die Erste Platz 14 im Gesamtklassement mit folgenden Einzelwertungen:
Malinowski (Brett 1) 6 Siege, 0 Remis, 7 Niederlagen und 6 Punkten von 13
Fankhänel (Brett 2) 14 Siege, 4 Remis, 14 Niederlagen und 16 Punkten von 32
Wolf (Brett 3) 18 Siege, 4 Remis, 10 Niederlagen und 20 Punkten von 32
Henze (Brett 4) 20 Siege, 9 Remis, 3 Niederlagen und 24,5 Punkten von 32.

Letztlich waren sich alle einig, dass diese Platzierung mit nur 3 Spielern eine herausragende Leistung darstellt und Mann schon hochrechnete wo man hätte stehen können, hätte Malinowski bis zum Schluss gespielt.

Auf jeden Fall im nächsten Jahr wiederkommen war der Tenor von Van Steenput und Block gleich lautend. Spaß gehabt und der olympische Gedanke, dabei sein, galt auch an diesem Tage, der sich aber schon deutlich gen Abend neigte!!

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Arolsen 2 mit unglücklicher Niederlage gegen Willingen

BAD AROLSEN. Kampfstark aber ohne Glück: Bei der knappen 2:4 Niederlage gegen Willingen war für Arolsen 2 mehr drin. Beide Mannschaften gingen jeweils nur mit fünf Spielern an den Start. Constantin Vogel kam kampflos zum Punkt, während Spitzenspieler Emil Ackermann krankheitsbedingt ausfiel.

Die erste Entscheidung am Brett fiel nach dreieinhalb Stunden. Nachwuchstalent Anton Tadler kämpfte zwar wie ein Löwe, doch am Ende setzte sich die Routine von Brelic durch. Für den Arolser Ausgleich sorgte Friedrich Wagener mit einem unnachahmlichen Angriffssieg. Seiner fehlenden Wettkampfpraxis zum Trotz wähnte sich auch Dirk Porsche lange auf der Siegerstraße. Erst eine Reihe von Fehlzügen ließ die Partie kippen – 2:3 aus Sicht von Arolsen, bei noch einer laufenden Partie.

Die Chance zum Remis verspielte Mannschaftsführer Gerd Falkhof. Nach zwischenzeitlichen Vorteil, der zum Gewinn der Partie reichen sollte, folgte nach über viereinhalb stunden Spieldauer ein „Blackout“ mit mehreren schlechten Zügen. Die Konsequenz: Partie und Wettkampf gingen verloren. Arolsen 2 hat aber auch nach zuletzt drei Niederlagen in Folge immer noch die Chance auf Platz drei der Bezirksliga, wenn sie den letzten Wettkampf gegen Wehlheiden gewinnt.

Gesamtergebnis:
SV Anderssen Arolsen 2 – Upl.-Willingen 2:4

Einzelergebnisse:
Ackermann – Mierendorf -:+
Wagener – Koch 1:0
Vogel – Püttmann +:-
Falkhof – Kesper 0:1
Tadler – Brcelic 0:1
Porsche – Schlömer 0:1

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SVA 1: Gegen Tabellenführer nichts zu holen

BAD AROLSEN. Wettkampf verloren, Erfahrung gewonnen: Beim 1:7 gegen Vellmar gab es für die Arolser nur wenige Lichtblicke.

Die erneut ersatzgeschwächten Residenzstädter hatten sich gegen den Tabellenführer keine großen Chancen ausgerechnet. „Den Wettkampf so lange wie möglich offen halten“ lautete das Ziel von Mannschaftsführer Hermann Henze. Die Hoffnung währte gut drei Stunden. Dann zeigte sich: Einzig Hermann Henze und Gerd Brückmann konnten den Gästen erfolgreich Paroli bieten. Beide agierten sicher und wehrten gekonnt alle gegnerischen Drohungen ab. Die Friedenspfeifen wurden geraucht, Arolsen blieb weiter im Spiel.

Wer in der Folge einem spannenden und hart umkämpften Wettkampf entgegen fieberte wurde bitter enttäuscht. Vellmar agierte mit der kombinatorischen Sicherheit eines zukünftigen Aufsteigers, während die Badestädter häufig verkrampft wirkten und nicht zu ihrem Spiel fanden. So wurde Martin Malinowski trotz verzweifelter Gegenwehr von einem gegnerischen Königssturm hinweggefegt, kurz darauf musste auch Marco Bornemann die Segel streichen. Nach guter Eröffnung war ihm in aussichtsreicher Stellung eine Figur abhanden gekommen.

Selbst Topscorer Jürgen Wolf kam unter die Räder: In einem regelrechten Wettrennen waren die schwarzen Bauern einen Zug früher am Ziel, Damenumwandlung nicht zu verhindern. Am Spitzenbrett wurde die gegnerische Dame auch Thomas Bölke zum Verhängnis – es drohte Matt oder Figurenverlust. Bölke entschied sich für die dritte Variante und gab auf. Ungleich langsamer geriet Harald Block in eine schwierige Lage. Der Routinier wehrte sich lange erfolgreich, passte dann aber einen Moment nicht auf. Nach Qualitätsverlust war die Partie verloren. Am längsten hatte Kevin Hasprich zu kämpfen. Dank druckvoller Eröffnung hatte er seinen Gegner gut im Griff, erst eine unglückliche Abwicklung brachte ihn in Schwierigkeiten. Am Ende war der gegnerische Springer stärker als seine drei Mehrbauern.

Eine kleine Lehrstunde für Arolsen und ein großer Schritt in Sachen Aufstieg für Vellmar.

Gesamtergebnis:
SV Anderssen Arolsen 1 – SK 1950 Vellmar 1 1:7

Einzelergebnisse:
Bölke – Dubinski 0:1
Henze – Knorr ½:½
Brückmann – Faynberg ½:½
Wolf – Tsytkin 0:1
Malinowski – Haus 0:1
Hasprich – Wehr 0:1
Block – Calci 0:1
Bornemann – Mueller 0:1

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SVA 1: Debakel gegen Schlusslicht

BAD AROLSEN /ESCHWEGE. Erst kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu. Eine schmerzliche 2:6 Niederlage musste Arolsen 1 gegen Tabellenschlusslicht Eschwege hinnehmen.

Ein 4:4 wäre heute völlig in Ordnung“ hatte Mannschaftsführer Hermann Henze vor Wettkampfbeginn orakelt. Was die Sache nicht einfacher machte: Es fehlten vier Stammspieler.

Von dieser Hypothek unbeeindruckt fanden die Arolser an allen Brettern gut in ihre Partien, machten früh Druck. Hermann Henze musste als erster seine Gewinnversuche einstellen. Schuchardt erwies sich in allen Belangen als ebenbürtiger Gegner – Remis. In einem taktischen Scharmützel hatte Jürgen Wolf einen Bauern gewonnen. Als dieser kurz darauf wieder verloren ging, musste auch der Arolser Topscorer ins Remis einwilligen. Mannschaftsführer Hermann Henze fühlte bereits ein komisches Kribbeln in der Magengegend heraufziehen. Sein Gefühl sollte ihn nicht trügen. Nachwuchshoffnung Constantin Vogel schien klar besser zu stehen. Mehrbauer und ein offener schwarzer König, da muss doch was gehen. Doch Jung war auf der Hut, wickelte in ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern ab – Remis.

Besser machten es die Eschweger. Harald Block kämpfte wie ein Löwe um seinen verwundbaren Doppelbauern – vergeblich. Erst ging ein Bauer verloren, dann zwei, am Ende blieb nur die Aufgabe. Kaum war die erste Partie verloren, knickten auch die übrigen Arolser ein. Es war wie verhext. Marco Bornemann sah seinen König einem vernichtenden Mattangriff ausgesetzt, Kevin Hasprich gab eine schöne Partie einzügig aus der Hand. Ein Drama in drei Akten war die Partie von Andre van Steenput. In Kurzform spielte sich die Handlung wie folgt ab: Verloren, gewonnen, verloren. Immerhin seinen Humor hatte der Routinier nicht verloren: „Der vorletzte Fehler gewinnt eben“. Das für die Arolser kein einziger Sieg heraussprang, war irgendwie bezeichnend. Eigentlich hatte Thomas Bölke am Spitzenbrett den vollen Punkt bereits notiert. Die Partie innerlich schon abgehakt, hallte es plötzlich „Patt“. Tonn hüpfte vor Freude durch den Spielsaal, während Bölke mit ungläubiger Miene am Brett erstarrte.

Gesamtergebnis:
Eschwege – SVA 1 6:2

Einzelergebnisse:
Tonn – Bölke 0,5:0,5
Schuchardt – Henze 0,5:0,5
Sippel – Wolf 0,5:0,5
Berger – Hasprich 1:0
Jung – Vogel 0,5:0,5
Ullmann – Block 1:0
Mönch – van Steenput 1:0
Ninic – Bornemann 1:0

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Arolser Jugend mit Achtungserfolg

KASSEL /BAD AROLSEN. Qualifikation verpasst, viel Erfahrung gewonnen: In der Zwischenrunde der Bezirksjugendliga erreichte die Arolser Jugend einen respektablen achten Platz.

18 Mannschaften waren angetreten, um sich für die nächste Runde zu qualifizieren. Für Arolsen gingen Moritz und Marcel Ruhl sowie Roland Kimel und Jan Kutzke an den Start. Der noch blutjungen Truppe war schnell klar: Nach dem zweiten Platz in der Vorrunde würde man hier auf deutlich stärkere Gegner treffen. Ein weiterer Nachteil: Die Mannschaften aus Kassel und Umgebung waren meist deutlich älter. Doch was den Arolsern an Erfahrung fehlte, wollten sie mit Leidenschaft wettmachen.

Und tatsächlich legten die Nachwuchsstrategen los wie die Feuerwehr. In der ersten Runde siegten Marcel Ruhl, Roland Kimel und Jan Kutzke, machten so den überraschenden 3:1 Erfolg gegen Fuldatal klar. In Runde zwei traf man mit Baunatal auf einen Gegner von ganz anderem Kaliber. Und dennoch spielten die Arolser lange gut mit. Am Ende konnte sich nur Moritz Ruhl einen vollen Punkt erkämpfen, der Wettkampf ging unglücklich mit 1,5:2,5 verloren. So ruhte alle Hoffnung auf der letzten Runde. Nach der Auslosung dann der Schock: Mit Heckershausen wartete einer der Turnierfavoriten auf die jungen Truppe. Es wurde gekämpft, kombiniert und gegrübelt, doch gegen die geballte Erfahrung der Gegner fanden die Arolser kein Rezept. Mit dem 0:4 war dann auch die Chance aufs Weiterkommen verspielt. Bis zum nächsten Jahr.

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Arolsen 3 ohne Probleme

KASSEL /BAD AROLSEN. Wie ein Wirbelwind: Mit einem glanzvollen 5:0 fegten die Arolser Caissa Kassel 5 vom Brett. Die noch jungen Gastgeber mussten an allen Brettern Lehrgeld zahlen, während die Residenzstädter sicher kombinierten.

Schon nach 10 Minuten fuhr Shootingstar Roland Kimel den ersten Punkt ein. Nach Damengewinn war für seinen Gegner die Luft raus. Minuten später holten die Zwillinge Moritz und Marcel Ruhl im Duett zwei weitere volle Punkte. Beide hatten mit taktischen Schlägen Figuren gewonnen und anschließend mattgesetzt. Routinier Peter Kirschning hatte Rudolph dann nach einer halben Stunde an der Angel. Dank Mehrfigur war sein Sieg nur noch Formsache.

Am längsten musste Topscorer Peter Junghans kämpfen. Lange wehrte sich Schlichtemeier am Spitzenbrett gegen die drohende Niederlage. Am Ende musste auch er einer schönen Gewinnkombination von Junghans Tribut zollen.

Gesamtergebnis:
Caissa Kassel 5 – SV Anderssen Bad Arolsen 3 0:5

Einzelergebnisse:
Schlichtemeier – Junghans 0:1
Rudolph – Kirschning 0:1
Mastmeyer – Kimel 0:1
Brandt A. – Ruhl Mo. 0:1
Brandt J. – Ruhl Ma. 0:1

 

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Hermann Henze verteidigt Pokal

BAD AROLSEN. Der Alte ist auch der Neue: Hermann Henze gewinnt nach überragender Vorstellung erneut die Pokalmeisterschaft des SV Anderssen Bad Arolsen. Die erste Überraschung in dem K.O.-Turnier gab es bereits in Runde 1. Mitfavorit Reuschel hatte Wageners fulminanter Spielweise mit anschließendem Matt nichts entgegenzusetzen und fand sich überraschend in der Trostrunde wieder.

Von der 2 Runde an teilte sich das Feld in Gewinner- und Trostrunde. Dort angekommen bedeutet die nächste Niederlage das Turnierende. Hier setzten sich Reuschel gegen Block und Vogel gegen Junghans klar durch und wahrten ihre Chancen auf den Turniersieg. In der Gewinnerrunde war Henze gegen den unbekümmert aufspielenden Wagener gewarnt. Konsequent und sicher zog Henze in die 3. Runde ein.

Hier ging es bereits um den Einzug in das Gesamtfinale. Mit dem „großen bösen“ Wolf stand dem Titelverteidiger eine schwere Aufgabe bevor. Die schwarzen Steine führend erreichte Henze Vorteil, jagte anschließend den weißen König über das halbe Brett und stand am Ende einer sehenswerten Opferkombination mit einem Mehrturm da.

Henze im Gesamtfinale und Wolf in der Trostrunde mussten hier aber noch auf ihre Gegner warten, denn die 3 Trostrunde wurde gespielt mit Reuschel gegen Malinowski und Vogel gegen Wagner. Hier setzten sich auch mit etwas Glück und Routine die Favoriten Reuschel und Vogel durch und erreichten somit das Finale der Trostrunde, wo der Sieger gegen Wolf anzutreten hatte.

Wer nun dachte, dass Reuschel den jungen Schachvogel vom Brett putzen würde, sah sich getäuscht. Reuschel kämpfe schwer und rettete sich in höchster Zeitnot nur mit viel Glück in das rettende Remis. Die Entscheidung musste im Stichkampf fallen. In der dritten Partie schließlich die Sensation: Vogel gewinnt in einem dramatischen Blitzduell und lässt einen konsternierten Reuschel am Brett zurück.

Der jugendliche Höhenflug endete eine Runde später. Im Finale der Trostrunde sah Vogel gegen Wolf lange Zeit wie der Sieger aus. Doch zu früh gefreut: Routinier Wolf kämpfte sich auf wundersame Weise zurück. Als Vogel schließlich fehl griff, war die die Partie entschieden.

Im Finale kam es zum erneuten Aufeinandertreffen von Wolf und Henze. Hier spielte der Titelverteidiger voll auf Angriff, ließ Wolf nicht zur Entfaltung kommen. In Verbindung mit seinen weit vorgerückten Königsbauern baute Henze langsam aber sicher ein unwiderstehliches Mattnetz auf. Wolf zappelte noch kurz, dann war es um seinen König geschehen.

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Arolsen 1 vergibt drei Matchbälle

BAD AROLSEN. Mit einem unglücklichen 4:4 Unentschieden muss sich Arolsen 1 gegen ersatzgeschwächte Baunataler begnügen. Einziger Lichtblick: In der Tabelle belegen die Residenzstädter trotz Punktverlust weiter Rang vier.

Die 2:6 Niederlage aus dem Vorjahr noch vor Augen wollten die Arolser dieses Mal alles besser machen. „Vorne mauern, hinten punkten“ sollte das Erfolgsrezept lauten. Was die Gastgeber nicht ahnten: Die Gäste aus Baunatal reisten nur mit fünf Spielern an. Paul Schäfer, Gerd Brückmann und Jürgen Wolf hatten ihre Partien somit kampflos gewonnen, Arolsen lag 3:0 vorn.

Doch anstatt befreit aufzuspielen, verkrampften die Arolser Zug um Zug. Bereits nach zwei Stunden zeigte die psychologische Kriegsführung der Baunataler erste Wirkung. Martin Malinowki hatte sich solide aufgebaut, hoffte die Partie in ruhigen Fahrwassern halten zu können. Womit er nicht gerechnet hatte: Sein Gegner entfesselte mit starken Manövern einen unwiderstehlichen Sturm auf seinen König, es drohte Matt oder Materialverlust. Ein wahres Glanzstück gelang hingegen Stefan Reuschel. Schon früh hatte er seine Bauern am Königsflügel nach vorn stürmen lassen. Der Lohn für seinen Mut: Figurengewinn und Königsangriff – eine Partie wie aus dem Lehrbuch. So stand es 4:1 für Arolsen. Drei Partien liefen noch und alle wussten: Ein halber Punkt würde zum Sieg reichen.

Den ersten Matchball vergab Nachwuchsspieler Kevin Hasprich. Nach glänzend gespielter Eröffnung einen Bauern gewonnen, sah er lange Zeit wie der sichere Sieger aus. Dann kam Sand ins Getriebe. Die Figuren unglücklich entwickelt, eroberte sein Gegner mit trickreichen Zügen entscheidend Material. Besser wollte es am Spitzenbrett Thomas Bölke machen. Mit seinem ungewohnt agressiven Aufbau hatte er Cherny früh in die Defensive gedrängt, der Baunataler Spitzenspieler wankte. Den vollen Punkt vor Augen wurde Bölke unvorsichtig, lief in einen Konter. Seine Stellung vollends ruiniert blieb ihm nur noch die Aufgabe.

So war es an Routinier Hermann Henze den Wettkampf für Arolsen zu entscheiden. Ein Remis sollte mindestens drin sein, waren sich die Kiebitze einig. Als Henze gar einen Bauern gewann schienen die Residenzstädter endgültig auf der Siegerstraße. Doch weit gefehlt. Auf den offenen Linien entwickelten die Türme von Weiss plötzlich ungeahnte Kräfte. In hochgradiger Zeitnot griff Henze dann fehl und plötzlich hieß es „Matt“! Die Partie war verloren, eine Erkenntnis aber gewonnen: Hier war heute mehr drin.

SV Anderssen Arolsen 1 – Schachklub Baunatal 1963 1 4:4

Bölke – Cherny 0:1
Schäfer – Kleinschmidt +:-
Henze – Weiss 0:1

Brückmann – Weyer +:-

Malinowski – Sharikov A. 0:1

Wolf – Sharikov E. +:-

Hasprich – Hödtke 0:1
Reuschel – Gibhardt 1:0

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