Arolsen 2 mit unglücklicher Niederlage gegen Willingen

BAD AROLSEN. Kampfstark aber ohne Glück: Bei der knappen 2:4 Niederlage gegen Willingen war für Arolsen 2 mehr drin. Beide Mannschaften gingen jeweils nur mit fünf Spielern an den Start. Constantin Vogel kam kampflos zum Punkt, während Spitzenspieler Emil Ackermann krankheitsbedingt ausfiel.

Die erste Entscheidung am Brett fiel nach dreieinhalb Stunden. Nachwuchstalent Anton Tadler kämpfte zwar wie ein Löwe, doch am Ende setzte sich die Routine von Brelic durch. Für den Arolser Ausgleich sorgte Friedrich Wagener mit einem unnachahmlichen Angriffssieg. Seiner fehlenden Wettkampfpraxis zum Trotz wähnte sich auch Dirk Porsche lange auf der Siegerstraße. Erst eine Reihe von Fehlzügen ließ die Partie kippen – 2:3 aus Sicht von Arolsen, bei noch einer laufenden Partie.

Die Chance zum Remis verspielte Mannschaftsführer Gerd Falkhof. Nach zwischenzeitlichen Vorteil, der zum Gewinn der Partie reichen sollte, folgte nach über viereinhalb stunden Spieldauer ein „Blackout“ mit mehreren schlechten Zügen. Die Konsequenz: Partie und Wettkampf gingen verloren. Arolsen 2 hat aber auch nach zuletzt drei Niederlagen in Folge immer noch die Chance auf Platz drei der Bezirksliga, wenn sie den letzten Wettkampf gegen Wehlheiden gewinnt.

Gesamtergebnis:
SV Anderssen Arolsen 2 – Upl.-Willingen 2:4

Einzelergebnisse:
Ackermann – Mierendorf -:+
Wagener – Koch 1:0
Vogel – Püttmann +:-
Falkhof – Kesper 0:1
Tadler – Brcelic 0:1
Porsche – Schlömer 0:1

Veröffentlicht unter Aktuelles | Kommentare deaktiviert für Arolsen 2 mit unglücklicher Niederlage gegen Willingen

SVA 1: Gegen Tabellenführer nichts zu holen

BAD AROLSEN. Wettkampf verloren, Erfahrung gewonnen: Beim 1:7 gegen Vellmar gab es für die Arolser nur wenige Lichtblicke.

Die erneut ersatzgeschwächten Residenzstädter hatten sich gegen den Tabellenführer keine großen Chancen ausgerechnet. „Den Wettkampf so lange wie möglich offen halten“ lautete das Ziel von Mannschaftsführer Hermann Henze. Die Hoffnung währte gut drei Stunden. Dann zeigte sich: Einzig Hermann Henze und Gerd Brückmann konnten den Gästen erfolgreich Paroli bieten. Beide agierten sicher und wehrten gekonnt alle gegnerischen Drohungen ab. Die Friedenspfeifen wurden geraucht, Arolsen blieb weiter im Spiel.

Wer in der Folge einem spannenden und hart umkämpften Wettkampf entgegen fieberte wurde bitter enttäuscht. Vellmar agierte mit der kombinatorischen Sicherheit eines zukünftigen Aufsteigers, während die Badestädter häufig verkrampft wirkten und nicht zu ihrem Spiel fanden. So wurde Martin Malinowski trotz verzweifelter Gegenwehr von einem gegnerischen Königssturm hinweggefegt, kurz darauf musste auch Marco Bornemann die Segel streichen. Nach guter Eröffnung war ihm in aussichtsreicher Stellung eine Figur abhanden gekommen.

Selbst Topscorer Jürgen Wolf kam unter die Räder: In einem regelrechten Wettrennen waren die schwarzen Bauern einen Zug früher am Ziel, Damenumwandlung nicht zu verhindern. Am Spitzenbrett wurde die gegnerische Dame auch Thomas Bölke zum Verhängnis – es drohte Matt oder Figurenverlust. Bölke entschied sich für die dritte Variante und gab auf. Ungleich langsamer geriet Harald Block in eine schwierige Lage. Der Routinier wehrte sich lange erfolgreich, passte dann aber einen Moment nicht auf. Nach Qualitätsverlust war die Partie verloren. Am längsten hatte Kevin Hasprich zu kämpfen. Dank druckvoller Eröffnung hatte er seinen Gegner gut im Griff, erst eine unglückliche Abwicklung brachte ihn in Schwierigkeiten. Am Ende war der gegnerische Springer stärker als seine drei Mehrbauern.

Eine kleine Lehrstunde für Arolsen und ein großer Schritt in Sachen Aufstieg für Vellmar.

Gesamtergebnis:
SV Anderssen Arolsen 1 – SK 1950 Vellmar 1 1:7

Einzelergebnisse:
Bölke – Dubinski 0:1
Henze – Knorr ½:½
Brückmann – Faynberg ½:½
Wolf – Tsytkin 0:1
Malinowski – Haus 0:1
Hasprich – Wehr 0:1
Block – Calci 0:1
Bornemann – Mueller 0:1

Veröffentlicht unter Aktuelles | Kommentare deaktiviert für SVA 1: Gegen Tabellenführer nichts zu holen

SVA 1: Debakel gegen Schlusslicht

BAD AROLSEN /ESCHWEGE. Erst kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu. Eine schmerzliche 2:6 Niederlage musste Arolsen 1 gegen Tabellenschlusslicht Eschwege hinnehmen.

Ein 4:4 wäre heute völlig in Ordnung“ hatte Mannschaftsführer Hermann Henze vor Wettkampfbeginn orakelt. Was die Sache nicht einfacher machte: Es fehlten vier Stammspieler.

Von dieser Hypothek unbeeindruckt fanden die Arolser an allen Brettern gut in ihre Partien, machten früh Druck. Hermann Henze musste als erster seine Gewinnversuche einstellen. Schuchardt erwies sich in allen Belangen als ebenbürtiger Gegner – Remis. In einem taktischen Scharmützel hatte Jürgen Wolf einen Bauern gewonnen. Als dieser kurz darauf wieder verloren ging, musste auch der Arolser Topscorer ins Remis einwilligen. Mannschaftsführer Hermann Henze fühlte bereits ein komisches Kribbeln in der Magengegend heraufziehen. Sein Gefühl sollte ihn nicht trügen. Nachwuchshoffnung Constantin Vogel schien klar besser zu stehen. Mehrbauer und ein offener schwarzer König, da muss doch was gehen. Doch Jung war auf der Hut, wickelte in ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern ab – Remis.

Besser machten es die Eschweger. Harald Block kämpfte wie ein Löwe um seinen verwundbaren Doppelbauern – vergeblich. Erst ging ein Bauer verloren, dann zwei, am Ende blieb nur die Aufgabe. Kaum war die erste Partie verloren, knickten auch die übrigen Arolser ein. Es war wie verhext. Marco Bornemann sah seinen König einem vernichtenden Mattangriff ausgesetzt, Kevin Hasprich gab eine schöne Partie einzügig aus der Hand. Ein Drama in drei Akten war die Partie von Andre van Steenput. In Kurzform spielte sich die Handlung wie folgt ab: Verloren, gewonnen, verloren. Immerhin seinen Humor hatte der Routinier nicht verloren: „Der vorletzte Fehler gewinnt eben“. Das für die Arolser kein einziger Sieg heraussprang, war irgendwie bezeichnend. Eigentlich hatte Thomas Bölke am Spitzenbrett den vollen Punkt bereits notiert. Die Partie innerlich schon abgehakt, hallte es plötzlich „Patt“. Tonn hüpfte vor Freude durch den Spielsaal, während Bölke mit ungläubiger Miene am Brett erstarrte.

Gesamtergebnis:
Eschwege – SVA 1 6:2

Einzelergebnisse:
Tonn – Bölke 0,5:0,5
Schuchardt – Henze 0,5:0,5
Sippel – Wolf 0,5:0,5
Berger – Hasprich 1:0
Jung – Vogel 0,5:0,5
Ullmann – Block 1:0
Mönch – van Steenput 1:0
Ninic – Bornemann 1:0

Veröffentlicht unter Aktuelles | Kommentare deaktiviert für SVA 1: Debakel gegen Schlusslicht

Arolser Jugend mit Achtungserfolg

KASSEL /BAD AROLSEN. Qualifikation verpasst, viel Erfahrung gewonnen: In der Zwischenrunde der Bezirksjugendliga erreichte die Arolser Jugend einen respektablen achten Platz.

18 Mannschaften waren angetreten, um sich für die nächste Runde zu qualifizieren. Für Arolsen gingen Moritz und Marcel Ruhl sowie Roland Kimel und Jan Kutzke an den Start. Der noch blutjungen Truppe war schnell klar: Nach dem zweiten Platz in der Vorrunde würde man hier auf deutlich stärkere Gegner treffen. Ein weiterer Nachteil: Die Mannschaften aus Kassel und Umgebung waren meist deutlich älter. Doch was den Arolsern an Erfahrung fehlte, wollten sie mit Leidenschaft wettmachen.

Und tatsächlich legten die Nachwuchsstrategen los wie die Feuerwehr. In der ersten Runde siegten Marcel Ruhl, Roland Kimel und Jan Kutzke, machten so den überraschenden 3:1 Erfolg gegen Fuldatal klar. In Runde zwei traf man mit Baunatal auf einen Gegner von ganz anderem Kaliber. Und dennoch spielten die Arolser lange gut mit. Am Ende konnte sich nur Moritz Ruhl einen vollen Punkt erkämpfen, der Wettkampf ging unglücklich mit 1,5:2,5 verloren. So ruhte alle Hoffnung auf der letzten Runde. Nach der Auslosung dann der Schock: Mit Heckershausen wartete einer der Turnierfavoriten auf die jungen Truppe. Es wurde gekämpft, kombiniert und gegrübelt, doch gegen die geballte Erfahrung der Gegner fanden die Arolser kein Rezept. Mit dem 0:4 war dann auch die Chance aufs Weiterkommen verspielt. Bis zum nächsten Jahr.

Veröffentlicht unter Schachjugend | Kommentare deaktiviert für Arolser Jugend mit Achtungserfolg

Arolsen 3 ohne Probleme

KASSEL /BAD AROLSEN. Wie ein Wirbelwind: Mit einem glanzvollen 5:0 fegten die Arolser Caissa Kassel 5 vom Brett. Die noch jungen Gastgeber mussten an allen Brettern Lehrgeld zahlen, während die Residenzstädter sicher kombinierten.

Schon nach 10 Minuten fuhr Shootingstar Roland Kimel den ersten Punkt ein. Nach Damengewinn war für seinen Gegner die Luft raus. Minuten später holten die Zwillinge Moritz und Marcel Ruhl im Duett zwei weitere volle Punkte. Beide hatten mit taktischen Schlägen Figuren gewonnen und anschließend mattgesetzt. Routinier Peter Kirschning hatte Rudolph dann nach einer halben Stunde an der Angel. Dank Mehrfigur war sein Sieg nur noch Formsache.

Am längsten musste Topscorer Peter Junghans kämpfen. Lange wehrte sich Schlichtemeier am Spitzenbrett gegen die drohende Niederlage. Am Ende musste auch er einer schönen Gewinnkombination von Junghans Tribut zollen.

Gesamtergebnis:
Caissa Kassel 5 – SV Anderssen Bad Arolsen 3 0:5

Einzelergebnisse:
Schlichtemeier – Junghans 0:1
Rudolph – Kirschning 0:1
Mastmeyer – Kimel 0:1
Brandt A. – Ruhl Mo. 0:1
Brandt J. – Ruhl Ma. 0:1

 

Veröffentlicht unter Aktuelles | Kommentare deaktiviert für Arolsen 3 ohne Probleme

Hermann Henze verteidigt Pokal

BAD AROLSEN. Der Alte ist auch der Neue: Hermann Henze gewinnt nach überragender Vorstellung erneut die Pokalmeisterschaft des SV Anderssen Bad Arolsen. Die erste Überraschung in dem K.O.-Turnier gab es bereits in Runde 1. Mitfavorit Reuschel hatte Wageners fulminanter Spielweise mit anschließendem Matt nichts entgegenzusetzen und fand sich überraschend in der Trostrunde wieder.

Von der 2 Runde an teilte sich das Feld in Gewinner- und Trostrunde. Dort angekommen bedeutet die nächste Niederlage das Turnierende. Hier setzten sich Reuschel gegen Block und Vogel gegen Junghans klar durch und wahrten ihre Chancen auf den Turniersieg. In der Gewinnerrunde war Henze gegen den unbekümmert aufspielenden Wagener gewarnt. Konsequent und sicher zog Henze in die 3. Runde ein.

Hier ging es bereits um den Einzug in das Gesamtfinale. Mit dem „großen bösen“ Wolf stand dem Titelverteidiger eine schwere Aufgabe bevor. Die schwarzen Steine führend erreichte Henze Vorteil, jagte anschließend den weißen König über das halbe Brett und stand am Ende einer sehenswerten Opferkombination mit einem Mehrturm da.

Henze im Gesamtfinale und Wolf in der Trostrunde mussten hier aber noch auf ihre Gegner warten, denn die 3 Trostrunde wurde gespielt mit Reuschel gegen Malinowski und Vogel gegen Wagner. Hier setzten sich auch mit etwas Glück und Routine die Favoriten Reuschel und Vogel durch und erreichten somit das Finale der Trostrunde, wo der Sieger gegen Wolf anzutreten hatte.

Wer nun dachte, dass Reuschel den jungen Schachvogel vom Brett putzen würde, sah sich getäuscht. Reuschel kämpfe schwer und rettete sich in höchster Zeitnot nur mit viel Glück in das rettende Remis. Die Entscheidung musste im Stichkampf fallen. In der dritten Partie schließlich die Sensation: Vogel gewinnt in einem dramatischen Blitzduell und lässt einen konsternierten Reuschel am Brett zurück.

Der jugendliche Höhenflug endete eine Runde später. Im Finale der Trostrunde sah Vogel gegen Wolf lange Zeit wie der Sieger aus. Doch zu früh gefreut: Routinier Wolf kämpfte sich auf wundersame Weise zurück. Als Vogel schließlich fehl griff, war die die Partie entschieden.

Im Finale kam es zum erneuten Aufeinandertreffen von Wolf und Henze. Hier spielte der Titelverteidiger voll auf Angriff, ließ Wolf nicht zur Entfaltung kommen. In Verbindung mit seinen weit vorgerückten Königsbauern baute Henze langsam aber sicher ein unwiderstehliches Mattnetz auf. Wolf zappelte noch kurz, dann war es um seinen König geschehen.

Veröffentlicht unter Aktuelles | Kommentare deaktiviert für Hermann Henze verteidigt Pokal

Arolsen 1 vergibt drei Matchbälle

BAD AROLSEN. Mit einem unglücklichen 4:4 Unentschieden muss sich Arolsen 1 gegen ersatzgeschwächte Baunataler begnügen. Einziger Lichtblick: In der Tabelle belegen die Residenzstädter trotz Punktverlust weiter Rang vier.

Die 2:6 Niederlage aus dem Vorjahr noch vor Augen wollten die Arolser dieses Mal alles besser machen. „Vorne mauern, hinten punkten“ sollte das Erfolgsrezept lauten. Was die Gastgeber nicht ahnten: Die Gäste aus Baunatal reisten nur mit fünf Spielern an. Paul Schäfer, Gerd Brückmann und Jürgen Wolf hatten ihre Partien somit kampflos gewonnen, Arolsen lag 3:0 vorn.

Doch anstatt befreit aufzuspielen, verkrampften die Arolser Zug um Zug. Bereits nach zwei Stunden zeigte die psychologische Kriegsführung der Baunataler erste Wirkung. Martin Malinowki hatte sich solide aufgebaut, hoffte die Partie in ruhigen Fahrwassern halten zu können. Womit er nicht gerechnet hatte: Sein Gegner entfesselte mit starken Manövern einen unwiderstehlichen Sturm auf seinen König, es drohte Matt oder Materialverlust. Ein wahres Glanzstück gelang hingegen Stefan Reuschel. Schon früh hatte er seine Bauern am Königsflügel nach vorn stürmen lassen. Der Lohn für seinen Mut: Figurengewinn und Königsangriff – eine Partie wie aus dem Lehrbuch. So stand es 4:1 für Arolsen. Drei Partien liefen noch und alle wussten: Ein halber Punkt würde zum Sieg reichen.

Den ersten Matchball vergab Nachwuchsspieler Kevin Hasprich. Nach glänzend gespielter Eröffnung einen Bauern gewonnen, sah er lange Zeit wie der sichere Sieger aus. Dann kam Sand ins Getriebe. Die Figuren unglücklich entwickelt, eroberte sein Gegner mit trickreichen Zügen entscheidend Material. Besser wollte es am Spitzenbrett Thomas Bölke machen. Mit seinem ungewohnt agressiven Aufbau hatte er Cherny früh in die Defensive gedrängt, der Baunataler Spitzenspieler wankte. Den vollen Punkt vor Augen wurde Bölke unvorsichtig, lief in einen Konter. Seine Stellung vollends ruiniert blieb ihm nur noch die Aufgabe.

So war es an Routinier Hermann Henze den Wettkampf für Arolsen zu entscheiden. Ein Remis sollte mindestens drin sein, waren sich die Kiebitze einig. Als Henze gar einen Bauern gewann schienen die Residenzstädter endgültig auf der Siegerstraße. Doch weit gefehlt. Auf den offenen Linien entwickelten die Türme von Weiss plötzlich ungeahnte Kräfte. In hochgradiger Zeitnot griff Henze dann fehl und plötzlich hieß es „Matt“! Die Partie war verloren, eine Erkenntnis aber gewonnen: Hier war heute mehr drin.

SV Anderssen Arolsen 1 – Schachklub Baunatal 1963 1 4:4

Bölke – Cherny 0:1
Schäfer – Kleinschmidt +:-
Henze – Weiss 0:1

Brückmann – Weyer +:-

Malinowski – Sharikov A. 0:1

Wolf – Sharikov E. +:-

Hasprich – Hödtke 0:1
Reuschel – Gibhardt 1:0

Veröffentlicht unter Aktuelles | Kommentare deaktiviert für Arolsen 1 vergibt drei Matchbälle

SVA 2 – nach derber Niederlage kein Favourit mehr in der Bezirksliga

Das war nicht unser Tag. Hatten wir vorher auf ein Pünktchen gehofft und zumindest eine knappe Niederlage erwartet, mussten wir doch gegen den Aufstiegskandidaten Korbach 2 eine bittere Niederlage einstecken. 5,5 : 0,5 hieß es am Ende nach ca. 4:30 Stunden. Lediglich Constantin Vogel konnte ein Remis verzeichnen, doch selbst in dieser Partei wäre mehr drin gewesen. Einzelergebnisse und Tabelle siehe auf der Bezirks-Homepage.

Veröffentlicht unter Aktuelles | Kommentare deaktiviert für SVA 2 – nach derber Niederlage kein Favourit mehr in der Bezirksliga

Moritz Ruhl ist neuer Schulschach-Stadtmeister

BAD AROLSEN. An ihm führt im Moment kein Weg vorbei: Dank einer glänzenden Turnierleistung sichert sich Moritz Ruhl erneut den Titel des Schulschach-Staddtmeisters. Mit acht Punkten aus acht Partien ließ er keine Zweifel an seinem Sieg aufkommen.

Dabei hätte es durchaus anders kommen können. Im vorgezogenen Endspiel gegen seinen Zwillingsbruder Marcel Ruhl stand er lange mit dem Rücken zur Wand, ein Verlust schien unausweichlich. Doch wie so oft war Schachgöttin Caissa ihm wohlgesonnen und Moritz zog mit dem Glück des Tüchtigen den Kopf aus der Schlinge und drehte die Partie. Am Ende musste sich Marcel, der durch Krankheit lange ausfiel, mit dem vierten Platz zufriedengeben.

Sensationeller Zweiter wurde Roland Kimel. Die Nachwuchshoffnung hatte bereits in der dritten Mannschaft für Furore gesorgt und bestätigte einmal mehr seine ansteigende Formkurve. Nicht weniger überraschend ging Platz drei an Jan Kutzke, der mit viel Herzblut und schönen Kombinationen erstmals auf dem Treppchen landete.

Veröffentlicht unter Aktuelles, Schachjugend | Kommentare deaktiviert für Moritz Ruhl ist neuer Schulschach-Stadtmeister

Arolsen 1 schickt Lauterbach mit 7:1 nach Hause

BAD AROLSEN. Konzentriert zum Sieg: Mit einem fulminanten 7:1 gegen Lauterbach sammeln die Arolser wichtige Punkte gegen den Abstieg.

Den Gegner bloß nicht unterschätzen“ hatte Mannschaftsführer Hermann Henze seinen Mannen mit auf den Weg gegeben. Nicht ohne Grund, denn nur eine Runde zuvor konnten die Lauterbacher Aufstiegsaspirant Bad Hersfeld bezwingen. Vorsicht war geboten.

Ein Blick nach einer Stunde Spielzeit verriet schnell: Die Gäste spielten gut mit, hielten die Partien an allen Brettern offen. Nach zwei Stunden dann die erste Entscheidung. Martin Malinowski konnte zwar leichten Vorteil für sich reklamieren, doch sein Gegner verteidigte sich umsichtig – Remis. Für erste entspannte Gesichter sorgte Stadtmeister Paul Schäfer. Mit wuchtigen Zügen zertrümmerte er die gegnerische Festung und brachte in einem sehenswerten Finale den schwarzen König zur Strecke. Nur Minuten später fuhr Hermann Henze seinen ersten Sieg nach Hause. Mit filigraner Endspieltechnik hatte er Turm für zwei Läufer gegeben, um anschließend seine Freibauern gewinnbringend marschieren zu lassen – 2,5:0,5 für Arolsen. Noch einen drauf setzte Nachwuchsspieler Kevin Hasprich. In schwieriger Stellung verteidigte sich der Arolser dermaßen gewieft, dass er mit einem trickreichen Konter eine glatte Figur eroberte – Sieg.

Die Entscheidung fiel am Spitzenbrett. Der Lauterbacher Christoph Herda wählte eine hyperaggressive Eröffnung, schien die Stellung von Thomas Bölke zu überrollen. Was keiner ahnte: Es war der Lauterbacher der sich in große Schwierigkeiten manövrierte. Kaum war sein Angriff verpufft, da holte der Arolser zum entscheidenden Schlag gegen den weißen König aus – 4,5:0,5 für Arolsen. Den Sieg in der Tasche, aber vom Siegen noch lange nicht genug überspielte auch Gerd Brückmann seinen Gegner fachmännisch. Im Stile einer Boa hatte er Krauß alle Luft genommen und entscheidend Material gewonnen. Handwerkliche Qualitäten bewies einmal mehr Ersatzspieler Stefan Reuschel, nachdem er die gegnerische Blockademauer gekonnt eingerissen hatte. Nach Figurenverlust blieb dem Gegner nur noch die Aufgabe.

Beinahe perfekt ins Bild passte die letzte Partie: Topscorer Jürgen Wolf hatte seinen Gegner überspielt. Eigentlich. Dann kam der Dameneinsteller, die Partie schien verloren. Am Ende wendete sich auch hier alles zum Guten. Wolf hält die Partie Remis, Arolsen gewinnt verdient und die Lauterbacher lernen: Es gibt Tage da verliert man und Tage da gewinnen die anderen.


SV Anderssen Bad Arolsen 1 SVG Lauterbach 1 7:1
Boelke, Thomas Herda, Christoph 1:0
Schäfer, Paul Kurzawa, Dirk 1:0
Henze, Hermann-Josef Andreas, Steffen 1:0
Brückmann, Gerd Krauß, Martin 1:0
Malinowski, Martin Mil, Gennady ½:½
Wolf, Jürgen Ludolph, Michael ½:½
Hasprich, Kevin Struth, Jürgen 1:0
Reuschel, Stefan Reese, Heinz-Hermann 1:0
Veröffentlicht unter Aktuelles | Kommentare deaktiviert für Arolsen 1 schickt Lauterbach mit 7:1 nach Hause